Bundesratswahlen 2018
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die St. Galler Staenderatspraesidentin Karin Keller-Sutter spricht an einer Medienkonferenz, am Dienstag, 9. Maerz 2018, in Wil. KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Über 300 Freisinnige haben einstimmig Karin Keller-Sutter als Bundesratskandidatin nominiert. Bild: KEYSTONE

FDP St.Gallen schickt Karin Keller-Sutter einstimmig ins Rennen um den Bundesratssitz

Über 300 Delegierte haben am Samstagmorgen in Wil einstimmig Karin Keller-Sutter als Bundesratskandidatin nominiert. Sie machten klar, dass es wieder eine Ostschweizer Vertretung in der Landesregierung brauche.



Neben der St. Galler Kantonalpartei und deren Präsidenten nahmen auch die FDP-Präsidenten aus den Kantonen Thurgau und Appenzell-Ausserrhoden sowie Regierungs- und Nationalräte aus allen drei Kantonen am Anlass teil, wie die FDP St. Gallen mitteilte.

Es müsse vorbei sein mit dem Jammern, sagte der sanktgallische Parteipräsident Raphael Frei. Die Ostschweiz und St. Gallen dürften sich nicht weiter unter ihrem Wert verkaufen.

Überparteiliche Unterstützung

Für die Kantonsregierung unterstützen Regierungspräsident Stefan Kölliker (SVP) und sein Kollege Marc Mächler (FDP) die Kandidatur Keller-Sutters. Kölliker erklärte, im Bundesrat brauche es die Fähigsten. Mächler lobte die Gradlinigkeit der Kandidatin. Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann (CVP) zeigte sich stolz.

Die Ständeratspräsidentin Keller-Sutter dankte dem Volk ihres Kantons und der kantonalen FDP. Die liberalen Grundsätze bildeten ihren Kompass. Das hindere sie aber nicht daran, tragfähige Lösungen zu finden.

Wer folgt auf Bundesrat Schneider-Ammann?

Die Delegierten beschlossen einstimmig, Keller-Sutter ins Rennen um den freiwerdenden FDP-Sitz von Bundesrat Johann Schneider-Ammann zu schicken. Dies unterstrichen sie mit einem langanhaltenden, stehenden Applaus.

Zwei Konkurrenten

Neben Keller-Sutter wollen für die FDP auch der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki und der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler für den Bundesrat kandidieren. Amsler wurde am Donnerstag von seiner Kantonalpartei nominiert, die Nidwaldner FDP entscheidet am kommenden Dienstag. Wicki macht geltend, die Zentralschweiz sei schon lange nicht mehr im Bundesrat vertreten und Nidwalden sei es sogar noch nie gewesen.

Fristablauf für die Eingabe von Kandidaturen ist Mittwoch, der 24. Oktober. Der Vorstand der FDP Schweiz wird am 9. November einen Vorschlag zuhanden der Bundeshaus-Fraktion formulieren. Diese nominiert dann am 16. November die finalen Kandidaturen für die Bundesratswahl vom 5. Dezember. (viw/sda)

Mehr zu den Bundesratswahlen 2018

So denkt Heidi Z’graggen über den Migrationspakt, die EU und die «Ehe für alle»

Link to Article

Frauen sind die besseren Männer – auch für den Bundesrat

Link to Article

«Wir staunen nur noch»: CVP landet mit Frauenticket einen Überraschungscoup

Link to Article

CVP und FDP präsentieren Zweierticket – das musst du über die Bundesratskandidaten wissen

Link to Article

Nur ein Mann nominiert – die Chancen für drei Frauen im Bundesrat stehen gut

Link to Article

«Dä isch en Depp»: Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen tappt in die Mikrofon-Falle

Link to Article

Der CVP-Bundesrats-Talk war beste Werbung für ein Frauenticket

Link to Article

Nur Machtspielchen können Keller-Sutter noch stoppen

Link to Article

Bundesratswahl: Klare Sache bei der FDP – Konfusion bei der CVP

Link to Article

Keller-Sutters Rivalen geben reihenweise auf – woran sie trotzdem noch scheitern könnte

Link to Article

Er ging mit einem Lächeln: 4 Pointen, die JSA bei seiner Abschieds-PK gekonnt setzte

Link to Article

Eine populäre Strahlefrau mit kleinen Fehlern

Link to Article

Schneider-Ammann war ein Chrampfer – der fragwürdige Entscheide traf

Link to Article

Braucht es 3 Frauen im Bundesrat? 5 Dinge, die du nach dem Doppelrücktritt wissen musst

Link to Article

Reines Frauenticket? Das sagt FDP-Chefin Gössi über die Nachfolge von Schneider-Ammann

Link to Article

CVP will mindestens eine Frau ins Bundesrats-Rennen schicken

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • egemek 20.10.2018 15:52
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass sie gewählt wird. Sie wirkt kompetent und hat mehr nachzuweisen als z.B. Hans Wicki, der nur mit seiner Herkunft punkten kann (wenn überhaupt...).
    12 11 Melden
  • Clife 20.10.2018 12:29
    Highlight Highlight Ich finds echt witzig, wie die Schweizer Bürger sich als Einheit sehen, wohingegen die Schweizer Politiker sich als keine Einheit, sondern als Konkurrenten sehen. Wählt doch bitte nicht nach oberflächlichen Kriterien. Ein Bundesratssitz hat nichts mit Ost oder West, Mann oder Frau zu tun sondern damit, das ganze Land mit all ihren Bewohnern zu repräsentieren (und entsprechend insbesondere die Schere zwischen arm und reich nicht noch zu vergrössern bzw. die Schweizer Werte vor der EU zu schützen etc.)
    28 12 Melden
    • FrancoL 20.10.2018 13:29
      Highlight Highlight Naja wenn es um die von Ihnen erwähnte Schere zwischen arm und reich geht, dann dürfte man wohl kaum jemand aus der FDP wählen.
      34 12 Melden
    • wasps 20.10.2018 13:29
      Highlight Highlight Eben. Die ganze Schweiz soll im BR vertreten sein. Daher ist es wichtig, dass auch die Lateiner ihre Sitze haben. Und nicht nur die Deutschschweiz! Und eben auch nicht nur ausschliesslich Zürcher, oder Berner und Basler. Und das ist gut so, damit sind wir immer gut gefahren.
      21 5 Melden
    • cassio77 20.10.2018 14:58
      Highlight Highlight FrancoL.: dass Du in der komfortablen Lage bist, hier mit Deinem Smartphone, Notebook oder PC Kommtare zu posten, hast Du - historisch betrachtet - dem Freisinn zu verdanken. Jeder, welcher die Rolle des Freisinn wie Du auf diese Pauschalisierungen Weise herabwürdigt, gehört zurück in den Geschichtsunterricht.
      12 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Die CVP-Favoritin und die ungewöhnlich starke Unterstützung aus der FDP

Die Zürcher Nationalrätin und FDP-Frauen-Präsidentin Doris Fiala ist beeindruckt, wie Viola Amherd (CVP) mit der Kritik wegen ihres Mietstreits umgegangen ist. In den Augen der FDP-Frau habe Amherd bewiesen, dass sie das Rüstzeug für höhere Weihen habe.

Zehn Tage vor Meldeschluss bei CVP und FDP wagen sich Papabili für die Nachfolge von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann langsam aus dem Busch. Der Ständerat und frühere Finanzdirektor Peter Hegglin (57) kündigte als erster CVP-Vertreter seine Kandidatur an. Der gelernte Landwirt will als Brückenbauer in den Bundesrat, und er geht die Kandidatur sehr professionell an. Bereits ist seine Kampagnen-Website peter-hegglin-in-den-bundesrat online.

Die derzeit spannendste Frage ist, ob auch die …

Artikel lesen
Link to Article