Luftfahrt
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Flughafen Zürich Drohne

Drohnen stören auch in Zürich immer wieder den Flugverkehr.  bildmontage: watson/keystone

Schweizer Airports sind machtlos gegen Drohnen – nicht so das WEF

In London mobilisieren die Behörden die Armee, um die Drohnen-Attacken auf den Gatwick-Airport zu stoppen. In der Schweiz können die Flughäfen kaum etwas gegen die ferngesteuerten Dinger tun. Das WEF hingegen ist vorbereitet. 



Das hat es in der Geschichte der Luftfahrt so noch nie gegeben. Eine regelrechte Drohnen-Invasion legt seit Mittwochabend den Mega-Airport London Gatwick lahm. Die Behörden haben die Armee mobilisiert, um die Quadcopter zu stoppen. Seit Freitagmorgen starten wieder erste Flugzeuge vom siebtgrössten Flughafen Europas. 

Die wichtigsten Antworten zum Chaos in London Gatwick:

Ein Drohnen-Chaos wäre auch in der Schweiz möglich. Denn die Flughafenbetreiber können kaum etwas gegen die ferngesteuerten Dinger tun.

«Wir haben kein System für die Drohnen-Erkennung und können sie auch nicht abschiessen», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling zu watson. Komme es zu Sichtungen, müssten im schlimmsten Fall wie in London Gatwick Starts und Landungen so lange gestoppt werden, bis der Luftraum wieder frei sei. 

Am Flughafen Zürich kam es zuletzt laut der Flugunfalluntersuchungsstelle SUST im September zu einem «schweren Vorfall» mit Drohnen. Ein Swiss-Airbus aus Berlin befand sich im Endlandeanflug, als plötzlich eine Drohne auftauchte und mit einem Abstand von weniger als 20 Metern am Flugzeug vorbeisurrte. 

Schweizweit nimmt aber die Zahl der Drohnen-Sichtungen ab.  Laut Christian Schubert, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl), meldeten Piloten in der Schweiz 2018 bislang 28 Drohnensichtungen. 2017 waren es 45. 

WEF rüstet gegen Drohnen auf 

Drohnen sind auch für das kommende Weltwirtschaftsforum  in Davos ein Problem. Die Behörden fürchten, dass die Flugobjekte im schlimmsten Fall benutzt werden könnten, um als fliegende Bombe einen Anschlag zu verüben. Für die Drohnen gilt deshalb ab dem 21. Januar 2019 in der Region eine Luftraumsperre. 

Dringen Drohnen trotzdem in das Gebiet ein, können sie abgeschossen werden. 2018 präsentierte die Kapo Graubünden erstmals ein Drohnen-Abwehrsystem. Mit einer Anti-Drohnen-Pistole schiessen Drohnen-Fänger ein Netz ab, das sich in der Luft aufspannt und die Quadcopter einfängt. Die Reichweite beträgt aber nur gut 50 Meter. 

Das ist nur ein Teil des Abwehrdispositivs: In den vorhergehenden Jahren betrieben Spezialfirmen ein Überwachungssystem, das die Drohnen in der Luft erkennt. 

110 Drohnen bilden ein Himmel-Spektakel

Video: srf

Drohnen legen London Gatwick lahm

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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 21.12.2018 17:12
    Highlight Highlight Weil ich ein Fan davon bin... ;)
    Ein bisschen "gebündelte" Mikrowelle in die Richtung einer Drohne und das Ding fällt wie ein Stein vom Himmel (wenn noch etwas davon übrig bleibt...) und wird nie wieder fliegen können.
  • Grave 21.12.2018 15:58
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • glüngi 21.12.2018 15:34
    Highlight Highlight "...meldeten Piloten in der Schweiz 2018 bislang 28 Drohnensichtungen. 2017 waren es 45."

    war ja zu erwarten. der hype ist vorbei.
  • Der Kritiker 21.12.2018 15:13
    Highlight Highlight Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, weshalb es Gesetze gibt. Weil einige Voll Idioten mit Freiheit nicht umgehen können. Danke!
  • sansibar 21.12.2018 14:49
    Highlight Highlight Die Airports und das Goverment könnten highly expensive Bussgelder ansetzen! Abschreckende Wirkung... Finde in diesem Bereich sollte nicht gespasst werden. Ist etwas anderes, ob 2 Meter zu weit über ein Privatgrundstück geflogen wird oder ein Flughafen lahmgelegt wird. Verhältnismässigkeit in beide Richtungen!
  • 1+1=3! Initiative 21.12.2018 14:26
    Highlight Highlight Sofort Bodluv reanimieren! F35, Eurofighter, Grippen, Patriot Raketen - irgendwas wird schon treffen!
    • Mimimi_und_wow 21.12.2018 17:05
      Highlight Highlight aber erst Büroarbeitszeit und Mittagspausen einhalten.
    • Albert J. Katzenellenbogen 21.12.2018 18:14
      Highlight Highlight *Gripen.
  • Madison Pierce 21.12.2018 14:23
    Highlight Highlight Und wie soll das WEF gerüstet sein? Um den Luftraum zu stören, muss man nicht in die Reichweite des Abschlussgerätes fliegen.

    Störsender helfen gegen gezielte Attacken ("mit Bombe in Auto von Politiker fliegen"), aber nicht gegen Störungen wie in London. Programmiert man der Drohne ein "um Punkt X herumkreisen", braucht man sie danach nicht mehr über Funk erreichen zu können.
  • Fairness 21.12.2018 14:19
    Highlight Highlight Dafür trainierte Falken haben keine Probleme, Drohnen vom Himmel zu holen.
  • Matrixx 21.12.2018 14:15
    Highlight Highlight Gabs nicht mal Versuche mit einem "Strahlengewehr", das die Drohne kapert und diese sicher auf den Boden bringt?
    • Rasti 21.12.2018 20:36
      Highlight Highlight Du hast mich auf eine Idee gebracht, nämlich Mikrowellen Strahlen auf die Dinger zu schiessen und so die Elektronik durchzuschmoren durch Überlast. Sollte ich entwickeln und Geld damit machen.
    • Matrixx 21.12.2018 22:43
      Highlight Highlight @Rasti
      Ich krieg dann demfall 20% Anteile als Ideengeber. 😉
      Und Immunität, damit meine (korrekt verwendete) Drohne weiterfliegen darf.
    • Rasti 22.12.2018 12:48
      Highlight Highlight Natürlich, man kann Immunität auch im Jahresabo kaufen.
  • ChiliForever 21.12.2018 14:13
    Highlight Highlight Einfach verbieten, die Dinger, damit wird viel zu viel Unsinn betrieben.
    Für alle, die die Dinger sinnvoll beruflich nutzen ist es ganz einfach: Registrieren und alle Drohnen müssen fortlaufende Seriennummern bekommen. Das ganze aber bitte konsequenter umsetzen als im Waffenbereich.
    • bokl 21.12.2018 15:20
      Highlight Highlight Oder wir verbieten einfach die Störung des Luftverkehrs. Wobei ....
    • TrueClock 21.12.2018 15:41
      Highlight Highlight Verbieten wir doch einach alles was spass macht. Den Bünzlis zuliebe. Fuck you verbieten.
      Drohnen selber bauen ist kinderleicht. Das schaffen sogar 12jährige.
      Bestehende Verbote durchsetzen macht mehr sinn.
    • arriving somewhere but not here 22.12.2018 08:24
      Highlight Highlight Uuuuund da ist er wieder, der Schrei nach Verboten. Kommt so zuverlässig wie das Amen in der Kirche.
      Ich finde es nach wie vor erstaunlich, dass es auch 2018 noch immer Leute gibt, die meinen, Verbote lösen unsere Probleme... 🤷🏻‍♂️
  • stereo 21.12.2018 14:10
    Highlight Highlight Skynet wird aktiv!
  • BenFränkly 21.12.2018 14:04
    Highlight Highlight Ich bin erstaunt, dass Drohnen im Namen des Umweltschutzes nicht längst von radikalen, greenpeace nahen Umweltaktivisten grossflächig den Flugverkehr lahmlegen.
    Das wäre sicher einfach und Anonym machbar und extrem effektiv! Aus sicht des Umweltschutzes ist ein Grounding eigentlich begrüssenswert - jeder Flieger der Steht, macht keine Emissionen... klar ist ein wenig raikal gedacht, aber auf moderate Art und Weise hat Umweltschutz bisweilen wenig bis keine ernsthafte Beachtung beim breiten Volk & in der Politik.
  • oXiVanisher 21.12.2018 13:55
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • tzhkuda7 21.12.2018 13:53
    Highlight Highlight Blöde frage

    Gibt es an den Bezaunungen keine Möglichkeit so Art Funkstörsender zu installieren? Damit die Drohnen in Flugplatz nähe gar nicht manövrierbar sind. Ja ich weiss die liebe Kosten, die jetzt aber mal vernachlässigt.

    Oder würde sich dies negativ auf die Flugzeuge auswirken weil man ja handy auch jeweils abgeschaltet haben sollte damit die Flugkommunikation möglichst optimal ist?

    Danke an einem Technikkundigen für die Antwort :-)
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 21.12.2018 13:50
    Highlight Highlight Am elegantesten sind immer noch Adler in der Drohnennabwehr

    Benutzer Bildabspielen
    • Zappenduster 21.12.2018 14:29
      Highlight Highlight Adler werden nicht mehr eingesetzt, Training zu aufwendig und Verletzungsrisiko zu gross.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 21.12.2018 15:12
      Highlight Highlight Habe mal ne Doku gesehen, da haben sie dem Adler so eine Art Kevlarschuhe angezogen, damit er sich nicht verletzt.
    • Posersalami 21.12.2018 15:20
      Highlight Highlight Die armen Viecher.

      Am besten wäre es wohl sich ein Pantsir S1 auf den Hof zu stellen. 12 Lenkwaffen und 2x30mm reichen für jeden Drohnenschwarm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Henri Lapin 21.12.2018 13:47
    Highlight Highlight Während des Netz?
  • Heidi73 21.12.2018 13:40
    Highlight Highlight Und wieso können die Flughäfen diese Drohnen nicht abschiessen?!? Das muss doch möglich sein😒
    • fireboltfrog 21.12.2018 14:04
      Highlight Highlight Triff die Dinger mal, da braucht es schon eine kleine Luftabwehrrakete, und alles was rauf geht kommt auch wieder runter.
    • FabianK 21.12.2018 14:09
      Highlight Highlight Wie willst du die treffen? Die sind klein und extrem flink.
    • Heidi73 21.12.2018 14:27
      Highlight Highlight @FabianK: Naja, wenn AfterEightUmViertelVorAchtEssers Adler nicht funktioniert, dann die Netzkanone und wenns die nicht kann eine Flab Kanone😏
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebastian Wendelspiess 21.12.2018 13:37
    Highlight Highlight Schweizer Airports? Warum nicht Flughafen? Yolo Swaaaag
    • Randen 21.12.2018 14:15
      Highlight Highlight Airport ist spanisch und bedeutet 飛機場
    • karl_e 22.12.2018 10:58
      Highlight Highlight Yolo Swaag? WTF bedeutet das?

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