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Sozialdemokraten nerven Projer mit Einmischung in «Arena»

«Arena»-Moderator Jonas Projer sieht sich für einmal mit Kritik von links konfrontiert.
«Arena»-Moderator Jonas Projer sieht sich für einmal mit Kritik von links konfrontiert.Bild: srf

SP-Elite macht TV-Kritik und greift Projer an: «Die ‹Arena› bewegt sich auf SVP-Gelände»

Die Genossen beschweren sich in einem offenen Brief an «Arena»-Moderator Jonas Projer und SRF-Chefredaktor Tristan Brenn über die Themenauswahl der «Arena». Diese richte sich nach der SVP-Agenda. 
16.04.2016, 15:5516.04.2016, 16:33

Verkehrte Welt am Leutschenbach: Jammern für gewöhnlich SVP-Exponenten über das «linke Staatsfernsehen», das sie an allen Ecken und Enden schneide, vernachlässige und unfair behandle, sind es nun die Sozialdemokraten, die mit dem SRF nicht zufrieden sind. Genauer mit der «Arena». Die Sozialdemokraten beschweren sich über die Themenwahl der «Arena», da diese zu wenig mit ihrer politischen Agenda übereinstimmt, wie aus einem offenen Brief der SPler hervorgeht. 

In einem offenen Brief an «Arena»-Moderator Jonas Projer und SRF-Chefredaktor Tristan Brenn lamentieren SP-Grössen wie Jay Badran, Margret Kiener-Nellen, Cédric Wermuth und Anita Fetz, die Redaktion bewege sich mit Themen wie «Der Notfallplan – müssen wir uns gegen Flüchtlinge wehren?» oder «Brüssel greift an – wird die Schweiz nun entwaffnet?» auf «SVP-Gelände».

Ausschnitt aus dem offenen Brief der SPler an Tristan Brenn und Jonas Projer.
Ausschnitt aus dem offenen Brief der SPler an Tristan Brenn und Jonas Projer.
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Die Genossen wünschen sich gemäss des Schreibens eher andere Themen, etwa die Unternehmenssteuerreform III, die Panama Papers oder die Altersvorsorge 2020. Diese Themen «tangieren die Lebensrealitäten der Menschen weit stärker als die Frage, ob zwei Teenager ihrer Lehrerin die Hand schütteln wollen oder nicht», behaupten die SPler und verlangen, dass Redaktionsleiter Jonas Projer und sein Team «sofort über die Bücher gehen und sowohl Themen wie auch Titel in Zukunft ausgewogener auswählen». 

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sandten die SPler Projer und Brenn auch gleich eine detaillierte Aufstellung der Themen mitsamt Auswertung der Gäste nach Partei und Geschlecht: 

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Projer hat für diese versuchte Einmischung der SP-Politiker in seine journalistische Arbeit wenig Verständnis und weist den Vorwurf, eine rechte Sendung zu machen, scharf zurück, wie seinen Tweets nach der gestrigen Sendung zu entnehmen ist. 

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Gegenüber Blick.ch ergänzt Projer: «Die Liste der SP scheint mir nicht korrekt.» (thi)

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Bilaterale III: 59 Prozent Ja könnten nötig sein – die Sonntagsnews
Eine Hochrechnung der benötigten Ja-Stimmen zur Annahme des EU-Pakets, Swiss Steel plant einen Stellenabbau in Deutschland sowie eine Bilanzsanierung und der NDB-Direktor warnt vor chinesischen Tech-Firmen: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Eine unveröffentlichte Analyse im Auftrag von Economiesuisse hat gemäss «SonntagsBlick» die Hürde für die Annahme der «Bilateralen III» bei einem obligatorischen Referendum beziffert. Demnach wären 59 Prozent Ja-Stimmen nötig, um neben dem Volksmehr auch das Ständemehr zu erreichen. Beim Wert handelt es sich um eine statistische Hochrechnung und nicht um eine Prognose, wie die Zeitung schrieb. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe das Institut Sotomo mit der Untersuchung beauftragt, um die Ausgangslage zu kennen. Sotomo wertete laut «SonntagsBlick» dafür die wichtigsten Schweizer Europaabstimmungen seit dem EWR-Nein im Jahr 1992 aus.
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