Krankenkasse
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

700 statt 20'000 Franken: Thurgauer kauft Hepatitis-Medikament in Australien 

12.09.18, 14:52 12.09.18, 15:22


Im Kanton Thurgau leben rund 2700 Menschen mit Hepatits. Einer davon war Daniel Frischknecht. Der Kantonsrat kämpfte erfolgreich gegen die schwere Krankheit und gegen überteuerte Medikamente.

Der 54-jährige Psychologe erzählte an der Ratssitzung von seiner Hepatitis-Infektion, mit welcher der ehemalige Drogenkonsument 30 Jahre lang lebte. Dank dem christlichen Glauben überwand Frischknecht die Heroinsucht.

Dass er sich mit Hepatitis C angesteckt hatte, wusste er. Doch die Krankheit machte sich lange nicht bemerkbar. 1996 hatte er einen ersten Schub. «Ich fühlte mich schlapp und müde und wäre am liebsten bereits nach dem Mittagessen ins Bett gegangen», erinnert sich Frischknecht. Die Ärzte diagnostizierten eine Leberfibrose und schlugen ihm eine Behandlung mit Interferon vor. Wegen der schweren Nebenwirkungen habe er aber abgelehnt, erzählte Frischknecht nach der Ratssitzung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Leberzirrhose

Vor zwei Jahren seien dieselben Symptome wieder gekommen. Zuerst habe es geheissen, die Erkrankung sei nicht so gravierend, die Krankenkasse müsse die Heilungskosten nicht übernehmen. Doch Frischknecht suchte Hilfe bei einem andern Spezialisten.

Eine Leberpunktion ergab schliesslich eine Leberzirrhose. «Nun war ich ein schwerer Fall und die Kosten waren kein Thema mehr», sagt Frischknecht. Die Behandlung begann. Als er erfuhr, dass die Medikamente in der Packung, welche die Fachfrau ihm gab, 20'000 Franken kosteten, habe es ihm die Sprache verschlagen.

Medikament in Australien 30 Mal billiger

Für die gesamte Therapie hätte er drei Packungen gebraucht, was 60'000 Franken gekostet hätte. Er erkundigte sich bei einem Bekannten, einem Facharzt, nach Alternativen und bestellte schliesslich in Australien Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff.

Diese kosteten rund 30 Mal weniger: 700 statt 20'000 Franken pro Packung. Die Medikamente habe er aus der eigenen Tasche bezahlt. «Das ist doch Geschäftemacherei. Ich kann nicht verstehen, dass das Bundesamt für Gesundheit diese Praxis der Pharma-Industrie schützt», sagt Frischknecht, der nach der erfolgreichen Therapie von Hepatitis geheilt ist.

Am Mittwoch diskutierte der Thurgauer Grosse Rat eine Interpellation mit dem Titel «Still aber folgenreich: Bekämpfung der Hepatits B und C Epidemie im Thurgau». Eingereicht hatte sie die Thurgauer SP-Kantonsrätin Marina Bruggmann. Wie die Pflegefrau schreibt, sterben in der Schweiz fünf Mal mehr Menschen an den Folgen von Hepatitis C als an einer HIV-Infektion, obwohl Hepatits C seit 15 Jahren geheilt werden kann. (whr/sda)

Nur in Unterhosen gegen Neurofibromatosen

Neue Therapie-Methode gegen Gelbsucht bei Babys

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

64
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LobotomieX 13.09.2018 10:04
    Highlight Hier ein ganz klares Beispiel:

    Ohne Pharmakonzerne gäbe es das Medikament nicht.

    Wie wie viel darf nun eine solche Pharmafirma den Bürger melken?

    Polemisches rumgackern wie heir die meisten tun, hilft nichts.

    1 4 Melden
  • Medardus Sen 13.09.2018 09:50
    4 0 Melden
  • andrew1 13.09.2018 08:18
    Highlight 800-1000 könnte man ja noch gerade irgendwie rechtfertigen. Aber bei 20000 fr wirds schon schwierig. Aber eben wenn zwei länder am anderen ende der welt liegen kann man gut eine geografische preisdifferenzierung machen um die kaufkraft optimal abzuschöpfen. Die wenigsten werden wohl geschwächt und krank die reise nach australien unternehmen um etwas abzuholen. Eine frechheit und unethisch sind solche differenzierungen dennoch.
    4 0 Melden
  • Stromer5 13.09.2018 06:24
    Highlight Tafalgan hat auch die gleichen Inhaltsstoffe wie Neocitran, abgesehen vom Vitamin C und kostet auch weniger.
    1 1 Melden
  • Staatsgebeutelter 13.09.2018 06:13
    Highlight Wieso soll der Bund bei dieser Praxis intervenieren?
    Es ist doch bis auf den Betroffenen eine Win-Win-Situation solch hohen Preise für Medis nicht anzutasten denn alle, vom Bund bis bis zum Letzten profitieren finanziell daran. Man halte sich vor Augen Dinge müssen sich lohnen in der Schweiz, es geht nicht um die Sache, es geht ums Geld.
    Und die meisten Bürgerlein merken es nicht.
    2 1 Melden
  • Influenzer 13.09.2018 04:16
    Highlight Das passiert wenn Unternehmen nicht von verantwortungsbewussten Patrons sondern von dressierten Börsen-und Selbstoptimierern geleitet werden. Erinnert mich an die Päpste der Renaissance.
    15 0 Melden
  • Charming 12.09.2018 21:30
    Highlight Als Ex-Betroffener weiss ich, dass folgende Fakten belegt sind:
    1. Gilead hat den entwickelten Wirkstofff von einer kleinen Biofarma-Firma für 1Mia aufgekauft!
    2. Bereits ab dem zweiten Jahr machten sie Gewinn! (Sofosbovir)
    3. Ihr CEO "verdient" jährlich 600 Mio und
    das BAG wusch lange seine Hände in Unschuld! (Können leider nichts machen, snif...)
    6. Ihr CEO und die der Pharmalobby verdienen Millionensaläre!
    Lösung: Der Staat MUSS Forschung betreiben und wichtige Medis für seine Bevölkerung entwickeln! Nur so kann der ausbeuterischen Privatwirtschaft die Stirn geboten werden!
    7.
    4 1 Melden
  • gusg 12.09.2018 20:44
    Highlight Kann mehrere Gründe haben (ich kenne den spezifischen Fall nicht). Evtl ist der Patentschutz in Australien bereits abgelaufen und es handelt sich um ein Generika, während hierder Patentschutz noch läuft und deshalb keine Generika erhältlich sind.
    14 27 Melden
  • Highfin 12.09.2018 20:06
    Highlight Es funktioniert so: Über eine australische Organisation kann man ein Generika aus Pakistan oder Indien beziehen; daher der Tiefe Preis. Man verzollt dann das Medi (1800$ ungefähr 70 Stütz Zoll)
    2 0 Melden
  • banda69 12.09.2018 17:42
    Highlight Hohe Löhne. Hohe Preise.

    Novartis CEO Jimenez ca. CHF 10.3 Mio./Jahr

    Vasella soll das doppelte verdient haben.



    Und die SVP hat die Abzocker-Initiative bekämpft und stumpf gemacht. Ja die SVP, die tut was fürs Volk


    https://m.20min.ch/finance/news/story/so-viel-verdiente-der-abtretende-novartis-ceo-16482734
    85 13 Melden
    • Gollum27 12.09.2018 21:34
      Highlight logisch. Die Partei, die sich partout wehrt, die Finanzen offenzulegen. Wie nennt man das, wenn man Politiker bezahlt, um die eigenen Interessen zu schützen?
      4 1 Melden
    • LobotomieX 13.09.2018 10:00
      Highlight Die CEO Löhne sind ein Furz. Roche & Novartis alleine geben 10MRD für die Forschung aus - Pro Jahr.

      Pharma mag ein Saustall sein, aber unprofessionalles Phrasendreschen bringt hier auch keine Lösung.
      3 0 Melden
  • Ökonometriker 12.09.2018 17:31
    Highlight Das Medikament ist gelistet vom Pharmaceutical Benefits Scheme (PBS), d.h es wird vom australischen Steuerzahler subventioniert und ist daher so billig... es bezahlt einfach jemand anderes dafür, nicht der Herr Frischknecht und seine KK.
    78 22 Melden
    • swisskiss 13.09.2018 00:50
      Highlight Ökonometriker: Fast richtig. Die Preisfestsetzung von Medikamenten, die in der PBS gelistet sind, werden laut National Health (Pharmaceuticals and Vaccines — Cost Recovery) Regulations 2009.
      laut Absatz 3 des Gesetz definiert und die Kosten werden festgelegt durch das Gesunheitsministerium.
      1 0 Melden
    • SimonaKin 13.09.2018 07:38
      Highlight Ich glaube nicht, dass der Staat dort umgerechnet 19300 Fr. dafür bezahlt?
      1 0 Melden
    • Ökonometriker 13.09.2018 11:26
      Highlight @SimonaKin: nein, umgerechnetvnur etwa CHF 13900. Der Bund konnte sich bei uns inzwischen aber auch einen Rabatt von 35% für Schweizer sichern, somit kostet das Medikament dann auch "nur" noch CHF 12550 bei uns.
      4 0 Melden
  • R. Peter 12.09.2018 17:00
    Highlight Was ist denn der alternative Vorschlag? Wie soll die Entwicklerfirma Entwicklungskosten reinholen und Reserven für die jeweils sehr unsichere Zukunft und Investitionen bilden?

    Klar ist der Preis hoch, dennoch fehlen mir Alternativen.
    27 120 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.09.2018 17:19
      Highlight In Australien scheint es doch auch zu funktionieren? ... ah halt einmal. Ist die Pharmafirma eine CH Firma und sind praktisch alle Pensionskassen investiert? Dann ist es okay, das die Allgemeinheit das bezahlt.
      38 11 Melden
    • Yakari9 12.09.2018 17:33
      Highlight Die Firma, die das Medikament verkauft, hat dieses nicht selber entwickelt, sondern ein Unternehmen aufgekauft. Den Kaufpreis von ein paar Milliarden ist schon längst wieder im Kasten... Jetzt wird nur noch Geld gescheffelt!
      57 10 Melden
    • Forrest Gump 12.09.2018 17:43
      Highlight Bin absolut dafür, dass die Pharmafirmen fair entschädigt werden müssen und auch einen gewissen Gewinn erzielen können. Es muss ein Anreiz bestehen, überhaupt zu forschen. Wobei die Leute ja eigentlich in dieser Bramche auch eine gewisse intrinsische Motivation haben sollten, den Menschen zu helfen. Bei den aktuellen Millionen-Boni für ihre Manager und Gewinnen in Milliardenhöhe könnte ich aber kotzen..
      67 5 Melden
    • manhunt 12.09.2018 18:34
      Highlight @r. peter: immer wieder die gleiche leier von wegen entwicklungskosten. die marketingkosten der meisten medikamente, übersteigen deren entwicklungskosten um ein vielfaches. auch liegt der wirkstoffkostenanteil meist bei ca. 0,8% des verkaufspreises. aufschlussreiche recherche dazu von hans weiss in „korrupte medizin“.
      46 10 Melden
    • R. Peter 12.09.2018 19:05
      Highlight Formerly, Gilead Sciences hat seinen Sitz in den USA (Kalifornien)
      0 0 Melden
    • TJ Müller 12.09.2018 21:58
      Highlight @forrest Gump
      Deine Aussage klingt logisch, nur machst du einen Denkfehler. Die Menschen die effektiv Forschen machen dies sicherlich nicht wegen dem Gewinn, sondern aus Interesse an der Materie sowie dem Gedanken, dass man etwas bewiken kann. Die Pharmaindustire bietet lediglich die Möglichkeit für Forscher entwas zu entwickeln, was man aber auch anders lösen könnte.
      0 0 Melden
    • R. Peter 12.09.2018 21:58
      Highlight Manhut, 0.8% des Verkaufspreises gehen vielleicht auf die aktuellen Produktionskosten des Wirkstoffes, sicher nicht für die Entwicklung (=jahrzehntelange Forschung).

      Gump, klar kann man sich über die Boni aufregen, ich finde diese auch unanständig. Allerdings machen diese kaum etwas aus am Anteil der Medikamentenpreise. Es sei dennn du summierst die Lohnkosten der Entwicklungsphase mit auf, dann empfinde ich es auch als gerechtfertigt.
      1 1 Melden
    • Mantrax 12.09.2018 23:23
      Highlight Manhunt, das ist schlicht falsch. Die Cost of Sales liegen allerdings mit 10-15 Prozent im Biotech Bereich natürlich immer noch im tiefen Bereich. Noch ein paar doofe Fakten: In Australien bezahlt der Staat etwa 8300.- an diese Pille ... von wegen "da geht's doch auch". Zudem: ja dieses Hep C Medikament wurde nicht selber entwickelt und wurde ein Blockbuster- dem stehen aber meist Duzende Fehlinvestitionen und Mia schwere eigene Forschung entgegen. Ja die Pharma Bosse kassieren böse ab - trotzdem arbeiten viele motivierte Leute für normale Gehälter in der Branche um Menschen zu helfen.
      15 6 Melden
    • gusg 13.09.2018 05:48
      Highlight Einfach mal um es klar zu stellen, würde es den Forschern in Pharmaunternehmen (nur) ums Geld gehen, dann hätten Sie sich wohl nicht für ein entsprechendes Studium entschieden. Man studiert, doktoriert und macht einen Postdoc, das dauert ca 10 bis 15 Jahre, je nach Fachgebiet. In dieser Zeit arbeitet man zw 60 bis 80 h/woche für einen Lohn den man im Supermarkt an der Kasse bekomm. Mit 30/eher später steigt man dann in die Berufswelt ein. Das Einstiegsgehalt ist dann auch nicht sehr hoch und liegt bei ca 70‘000.
      3 8 Melden
    • manhunt 13.09.2018 06:39
      Highlight @mantrax: was ist schlicht falsch?
      1 0 Melden
    • Lf1 13.09.2018 06:47
      Highlight Mantrax
      Da gebe ich dir recht nur mit den 8300 und den selbstbezahlten 700 liegen wir bei 9000.-
      Bei u s kostet es 20000.- und Australien ist auch kein billig Land trozdem kostet es bei uns mehr als das doppelte das ist einfach konsumenten verarsche.
      3 0 Melden
  • So en Ueli 12.09.2018 16:53
    Highlight Die Aussichten, dass bei uns die Preise für Medis sinken, sehe ich als düster. Unsere Pharma Konzerne haben zu viele Interessenvertreter und Geld in unserer Politik, als dass isch etwas ändern würde.
    72 3 Melden
  • Glücksbringer 12.09.2018 16:51
    Highlight Was in der Schweiz bezüglich Preisen, nicht nur bei Medikamenten läuft, ist einfach nur frech und, in Fällen wie diesem, sogar kriminell. Ich habe das schon oft mit Schweizern diskutiert, aber die meisten rechtfertigen solche Missbräuche mit fadenscheinigen Argumenten. Schliesslich habe ich gedacht, geschieht ihnen recht.
    51 5 Melden
  • ostpol76 12.09.2018 16:42
    Highlight Darf man so ein Medikament eigentlich legal importieren? Oder gibt es da Probleme mit dem Zoll?
    28 2 Melden
    • 96m_fur 12.09.2018 17:47
      Highlight Soweit ich weiss, darf man das. Man muss es einfach aus dem eigenen Sack bezahlen. Die KKs dürfen im Ausland gekaufte Medis nicht mehr vergüten.
      28 0 Melden
    • Nosgar 12.09.2018 18:09
      Highlight Soweit ich weiss nur den Monatsbedarf zum Eigengebrauch.
      18 0 Melden
    • balzercomp 12.09.2018 20:47
      Highlight Nur den Bedarf für einen Monat. Aber ich nehme an, dass sich fast keiner daran hält.
      12 0 Melden
  • DemonCore 12.09.2018 16:38
    Highlight Jetzt gehören endlich Leute vor den Richter gestellt. Oder ist die Justiz auch mit der pharma im Bett?
    61 15 Melden
  • Oh Dae-su 12.09.2018 16:35
    Highlight Solche Fälle finde ich immer schwierig zu beurteilen. Einen solchen Wirkstoff zu finden bedeutet für eine Pharmafirma einen 6er im Lotto. Er lässt sich billig herstellen und heilt exklusiv eine Krankheit, die sonst kein anderer Workstoff heilen kann. Da ist es nicht verwunderlich, dass eine Pharmafirma versucht, möglichst viel Geld damit zu verdienen.
    Ein wirksames Mittel dagegen wäre z.B. das Erlauben von Parallelimporten oder das Medikament eifach aus dem Programm zu nehmen, bis eine Preissenkung erfolgt ist. Aber erklär du mal einem Kranken dass für seine Heilung leider kein Geld da ist...
    31 5 Melden
    • Schlange12 12.09.2018 16:59
      Highlight Deine Punkte sind völlig korrekt, aber nach dem die Krankheit seit 15 Jahre heilbar sind, ist das Patent für die Arznei auf welchem die Genesung münzt sicher ausgelaufen. Also ist eher der Punkt weshalb ein Produkt welches in Australien erhältlich ist für 700 Franken keine Zulassung bei uns erhält? Weiter weshalb kein Generikum / Biosimulars erhältlich ist? Zuwenig Marge?

      P.S: Mir ist bewusst das das Paten 20 Jahre gilt. Aber die Zulassung, Studie 1-3 brauchen auch Zeit.
      30 4 Melden
    • meine senf 12.09.2018 17:19
      Highlight Das Problem ist einfach, dass da das geheiligte Marktprinzip nicht funktionieren kann.

      Solange Krankenkasse zahlt: Preis ist dem Kranken egal (was kein Vorwurf sein soll). Also kann Pharmafirma Mondpreise verlangen.

      Ohne Krankenkasse würde zwar der Markt funktionieren, aber einfach so, dass es dann halt heisst "Wer reich ist hat ein längeres Leben, die anderen sollen halt sterben."
      28 2 Melden
    • Oh Dae-su 12.09.2018 17:56
      Highlight @Schlange12
      Ich kenn das Problem im konkreten Fall leider nicht. Vielleicht hat einfach noch niemand eine Zulassung des Generikas in der Schweiz angestrebt?

      @meine senf
      Das ist leider allgemein das Problem im Gesundheitswesen. Jeder weiss dass etwas schief läuft, aber kaum jemand hat wirklich einen Anreiz dies zu ändern.
      Vielleicht würde eine kaufkraftbereinigte Preisdeckelung bei Medikamenten helfen? D.h. ein Medikament darf in der Schweiz kaufkraftbereinigt nicht teurer sein, als in einem anderen Land um von der Krankenkasse übernommen zu werden.
      21 1 Melden
    • derlange 12.09.2018 18:44
      Highlight Generikas gehören verboten.
      Einfach billig kopieren und keine Entwicklungsarbeit leisten ist nicht fair. Wer kann dann noch neue Produkte Entwickeln?
      Der Preis ist unverschämt hoch, das ist klar. Preisüberwacher?
      3 49 Melden
    • meine senf 12.09.2018 18:58
      Highlight Generikas kann man erst verkaufen, wenn das Patent abgelaufen ist.
      37 0 Melden
    • derlange 12.09.2018 20:08
      Highlight Generikafirmen bringen nie neue Innovation. Und Innovation sind immer nötig, IMMER!
      3 8 Melden
    • balzercomp 12.09.2018 20:54
      Highlight @derlange: Warum musst Du Dein Unwissen so heraus posaunen? Generika kommen erst dann auf den Markt, wenn der Patentschutz abgelaufen ist. Bis dahin hat das Pharmaunternehmen, das das Mittel auf den Markt gebracht hat, seine Kosten schon längst heraus. Häufig bringt es auch selbst gleich ein Generikum auf den Markt.
      9 1 Melden
    • R. Peter 12.09.2018 22:06
      Highlight Schlange, wie du sagst besteht das Patent 20 Jahre (Generikum) und in Australien ist es für 700 Fr. Erhältlich, weil es dort wiederum aus Indien importiert wird, wo die böse Pharmafirma das Medikament der allgemeinen Armut und Imfektionsrate sehr günstig abgiebt. Also missbrauchen wir durch den Import eigentlich die gute (auch wirtschaftliche) Absicht. Ein weltweiter Preis von 700 Fr. würde die Entwicklungskosten wohl kaumdecken.
      3 2 Melden
    • derlange 13.09.2018 13:13
      Highlight Ich rede nicht von Patentschutz! Wollen Sie das nicht verstehen?

      Ich find die Haltung falsch, da ist etwas auf dem Markt, dass kann ich kopieren und günstiger anbieten.
      Da ist null Innovation dahinter.
      1 1 Melden
  • Besorgter Bürger 12.09.2018 16:28
    Highlight So könnte man Geld sparen. Stattdessen steigen die Prämien von Jahr zu Jahr. Klar hat die Pharma-Industrie etwas dagegen einzuwenden. Und die bürgerlichen Politiker wollen einfach nur die Pflichtleistungen kürzen, sprich: Sparen auf dem Buckel der Schwachen und Kranken.
    63 5 Melden
  • einkritischer 12.09.2018 15:40
    Highlight Wir sollten uns bewusst werden, dass hier in der schweiz einiges ganz krass schif läuft, und zwar nur deswegen, weil es eine stattlich anzahl geldgieriger und unehrlicher manschen gibt, denen es keinesfalls um das wohl der patienten geht. diese haben sich sicherlich abgesichert, aber falls einer von jenen das liest, so soll es ihm bewusst werden, wie unfair das ist, und zwar jeden tag in der zukunft 100x. Vielleicht ändert sich dann irgendwann etwas.
    71 8 Melden
  • Caturix 12.09.2018 15:39
    Highlight Die verdienen noch Geld mit 3x700 Chf. Da fragt man sich sicher ob das nich schon Kriminell ist was die in unserem Land abkassieren.
    110 7 Melden
  • Roxy_red 12.09.2018 15:25
    Highlight Wahnsinn 😳
    Aber warum sind sie so teuer hier?
    51 2 Melden
    • Dr. Zoidberg 12.09.2018 15:37
      Highlight weil wir bereit sind, die preise zu bezahlen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sofosbuvir

      und bevor jetzt die übliche schreierei von wegen "das muss der markt richten, die in bern sind unfähig" aufkommt: im gelobten land der freien marktwirtschaft (usa! usa!) sind medis ERHEBLICH teurer als in europa (in diesem fall sind es ca. 85000 $ für die 12 wochen).
      71 5 Melden
    • balzercomp 12.09.2018 20:56
      Highlight Zoid, nur die Patentgeschützen. Die freien sind deutlich günstiger. So wie die Vitamine und sonstige rezeptfreie Medikamente.
      4 0 Melden
    • Dr. Zoidberg 12.09.2018 21:17
      Highlight @balzer

      nö. ich habe von europa geredet, nicht von der schweiz. beispiel aspirin: 100 tabletten in merkelland 5 € - in der apotheke (was innerhalb der eu der höchste preis ist, in spanien zb sind es etwa 3 €). in trumpland im supermarkt (walgreens) etwa 8$. noch eins? ok, das patentfreie original marcumar 10mg kostet in merkelland ca. 20 € / 100 tabletten. das us gegenstück heisst coumadin 10 mg, 90 tabletten kosten bei walgreens schlappe 296$.

      vitamine betrachte ich nicht als medikamente.
      2 1 Melden
  • N. Y. P. 12.09.2018 15:24
    Highlight Welches Pharmaunternehmen verlangt ZWANZIGTAUSEND Franken für so ein Schächtelchen ?

    Und in Australien kostet es 700 Mäuse.

    Was läuft hier eigentlich schief ?
    488 6 Melden
    • riqqo 12.09.2018 15:39
      Highlight Hey, moment mal, das BAG konnte 2017 eine sagenhafte Preissenkung von 35 (!) Prozent erreichen: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/aktuell/news/news-26-06-2017.html

      Ich sag nur: Ich bin dankbar für jeden Tag, an dem ich diese Gesundheits-Mafia einzig mit dem Bezahlen der KK unterstützen muss. Jede/r, die/der von diesen geldgeilen Firmen abhängig ist, tut mir verdammt leid.
      78 5 Melden
    • Marco Retsum 12.09.2018 16:31
      Highlight Stimmt so halt auch nicht. Die Medikamente in Australien sind teurer als 700 Dollar. Jedoch kann man über eine Organisation in Australien die Medikamente aus Indien oder Bangladesh importieren. (Die Pharmafirmen haben für diese Länder die Lizenzgebüren drastisch gesenkt, da dort sehr viele Hepatitis C Erkrankte leben, die sich die Therapie niemals leisten könnten)
      23 3 Melden
    • Olaf! 12.09.2018 16:49
      Highlight Kein Wunder wird die Krankenkasse jedes Jahr teurer.
      7 6 Melden
    • Zappenduster 12.09.2018 16:55
      Highlight Also in indien wird es in diesem Fall mit Verlust verkauft, so aus reiner nächsten Liebe? Glaube nicht...
      35 4 Melden
    • Olaf! 12.09.2018 17:12
      Highlight @Zappenduster Das kann ich mir schon vorstellen. Das Ding ist halt, dass beim Medikament einerseits die Herstellungskosten andererseits aber auch die Forschungskosten durch die Verkäufe getragen werden müssen. Die Produktion wird durch die 700.- wohl abgedeckt sein, aber die Forschungskosten würden nicht wieder reingeholt werden, wenn es überall so billig wäre.
      11 15 Melden
    • Ökonometriker 12.09.2018 17:42
      Highlight Das australische PBS subventioniert die Medis - die australische Regierung bezahlt 20k AUD (ca. 14k Franken) pro Packung.
      13 0 Melden
    • kyuss 12.09.2018 17:43
      Highlight Das die Forschungskosten derart hoch sind wie die Pharmaindustrie immer behauptet, ist bekanntermassen falsch. Den Grossteil ihres Budgets buttern diese Firmen in PR, Werbung usw. z. Bsp. indem sie Aerzte gratis auf Kongresse schicken (also bestechen...) und vieles andere mehr...
      19 4 Melden
    • Zappenduster 12.09.2018 18:35
      Highlight Sag mal Olaf, schaust du dir die Zahlen von unseren Pharmamultis auch mal an?
      Redest hier von Kosten die nicht reingeholt werden wärend sich die Pharma dumm und dämmlich an uns noch dümmeren und noch dämmlicheren Schafen verdient.

      Ich kann dir nicht folgen....
      18 4 Melden
    • Töfflifahrer 12.09.2018 19:54
      Highlight Die Politik und das BAG haben kein Interesse an einer Änderung, die und die Pharma sond viel zu verbandelt. Ist mal eine Einsätzung.
      9 3 Melden
  • lily.mcbean 12.09.2018 15:16
    Highlight Das Bundesamt für Gesundheit steht sicher auch auf der Lohn-Liste der lieben Pharma Lobby
    514 14 Melden
  • niklausb 12.09.2018 15:14
    Highlight Viel spass bei der Auseinandersetzung mit der Pharmalobby. Die sind so schlüpferig und schleimig da wird eine Nacktschnecke neidisch.
    430 9 Melden

Unternehmen sollen Bussen von den Steuern abziehen dürfen

Unternehmen sollen ausländische Bussen und Geldstrafen unter bestimmten Bedingungen von den Steuern abziehen dürfen. Das will der Nationalrat. Der Bundesrat und der Ständerat hatten anders entschieden.

Im Nationalrat konnten die SVP und die FDP am Dienstag ihre Mehrheit ausspielen, mit ein paar Stimmen aus der Mitte. Der Rat beschloss mit 94 zu 88 Stimmen bei 2 Enthaltungen, der Mehrheit seiner Kommission zu folgen.

Demnach sollen inländische Sanktionen und Bussen nicht steuerlich abzugsfähig …

Artikel lesen