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Charles Morerod, Praesident SBK, rechts, spricht neben Vizepraesident Felix Gmuer an einer Medienkonferenz ueber die sexuellen Uebergriffe im kirchlichen Umfeld, aufgenommen am Mittwoch, 5. September 2018 in St. Gallen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Charles Morerod (rechts), Präsident SBK und Vizepräsident Felix Gmür an der Medienkonferenz am Mittwoch in St.Gallen. Bild: KEYSTONE

Schweizer Bischöfe wollen sexuelle Übergriffe künftig in jedem Fall zur Anzeige bringen



Sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche sollen künftig in jedem Fall zu einer Anzeige bei der Justiz führen, wenn es Hinweise auf ein Offizialdelikt gibt. Die Schweizer Bischofskonferenz hat die Meldepflicht entsprechend verschärft.

Neu müssen kirchliche Amtsträger Verdachtsfälle auch dann zur Anzeige bringen, wenn das Opfer dies nicht wünscht. Dies gilt für Fälle, die noch nicht verjährt sind, wie der Vizepräsident der Bischofskonferenz, der Basler Bischof Felix Gmür, an einer Medienkonferenz der Bischofskonferenz in St. Gallen sagte.

Grosse Vertuschungsgefahr 

Andernfalls sei die Vertuschungsgefahr zu gross, erklärte Gmür. Nur die staatlichen Untersuchungsbehörden hätten die Mittel, um eine Untersuchung richtig durchzuführen, wenn nötig mit Zwangsmassnahmen. Schon vor dieser Verschärfung und Präzisierung der Anzeigepflicht seien Opfer von sexuellen Übergriffen und Täter ermutigt worden, selber Anzeige zu erstatten.

Sexuelle Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche sorgen seit Jahren weltweit für negative Schlagzeilen. Auch in der Schweiz melden sich immer mehr Opfer, die von Kirchenleuten belästigt oder missbraucht worden sind. Im vergangenen Jahr kam es zu 65 neuen Meldungen, was ein markanter Anstieg ist.

Opfer sollen sich melden

Laut Gmür ist dies die Folge verschiedene Aufrufe an Opfer, sich zu melden. «Wir wollen wissen, was passiert ist.» Ein weiterer Grund sei der Genugtuungsfonds, der eingerichtet worden sei. Zudem seien sexuelle Übergriffe in den Kirchen im vergangenen Jahr oft Thema in den Medien gewesen.

Viele der Übergriffe, die 2017 gemeldet wurden, liegen 30 Jahre und länger zurück. Seit 2010 wurden in den Bistümern insgesamt rund 300 Fälle gemeldet. Die meisten Opfer waren Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Die Täter waren überwiegend Priester und Ordensleute. Der grösste Teil dieser Fälle seien verjährt, sagte Gmür. (whr/sda)

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