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Thurgauer Mafiosi wehren sich erfolglos gegen Auslieferungshaft



HANDOUT - Die Videosequenz der ''Operazione Helvetica'', die die kalabresische Polizei am Freitag, 22. August 2014 ins Internet stellte, Ein Dutzend Maenner sitzen um zwei Tische, vermutlich in einem Restaurant. Die eingeblendeten Gespraeche in sueditalienischem Akzent kreisen um die seit 1830 geltenden Regeln, um die geschaeftlichen Moeglichkeiten wie Erpressung, Kokain, Heroin und ueber die ''Gesellschaft in Frauenfeld''. - Am fruehen Dienstagmorgen sind in einer koordinierten Aktion in den Kantonen Thurgau, Zuerich und Wallis zeitgleich 15 mutmassliche Mitglieder der kalabresischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta festgenommen worden. Sie sitzen in Auslieferungshaft. (CARABINIERI DI REGGIO CALABRIA) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Erwischt: 'Ndrangheta-Sitzung imThurgau. Bild: CARABINIERI DI REGGIO CALABRIA

Das Bundesgericht ist auf die Beschwerden von drei Männern nicht eingetreten, die sich in Auslieferungshaft befinden. Die mutmasslichen Mafiosi sollen an Italien ausgeliefert werden. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglied der kalabresischen 'Ndrangheta zu sein.

Die Männer hatten die Entscheide der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona vom August dieses Jahres weitergezogen.

Beschwerden ans Bundesgericht auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind jedoch nur zulässig, wenn sie unter anderem eine Auslieferung betreffen und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt. Das heisst, dass es zum Beispiel Grund zur Annahme gibt, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt wurden.

In keinem der drei am Montag publizierten Urteile geht das Bundesgericht davon aus, dass es um einen besonders bedeutenden Fall geht. Die Lausanner Richter sind deshalb nicht auf die Beschwerden eingetreten.

Nach wie vor hängig sind neun Beschwerden gegen die Auslieferungsentscheide. Diese werden in einem separaten Verfahren entschieden. (Urteile 1C_414/2017, 1C_416/2017 und 1C_421/2017 vom 30.08.2017) (sda)

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