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Ein Prototyp des neuen Akkus. bild: toshiba

6 Minuten laden für 320 km: Toshiba präsentiert den Akku, der E-Autos so viel besser macht

Toshiba hat die nächste Akku-Generation vorgestellt, die deutlich schneller aufgeladen werden kann. Die Akkus sollen ab 2019 in Autos, Bussen und Gebäuden zum Einsatz kommen.



Bei der Entwicklung von Autobatterien sind die Japaner seit Jahren führend. An solche Batterien werden besonders hohe Anforderungen gestellt: Hohe Energiedichte, leicht und trotzdem sicher. Bei einem Unfall dürfen sie auf keinen Fall explodieren.

Mit der neusten Ankündigung unterstreicht Toshiba diesen Führungsanspruch eindrücklich: Dank eines neuen Anodenmaterials sollen Autoakkus künftig innerhalb von sechs Minuten für eine Reichweite von 320 Kilometern aufgeladen werden können, heisst es in einer Mitteilung.

Mit der neuesten Generation ihrer «Super Charge Ion Battery» (SCIB) werde sich die Reichweite gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien verdreifachen, sagt Toshiba. Eine Schnellladung von sechs Minuten liefert bislang Energie für knapp 100 Kilometer, mit der neuen Stromspeichertechnik sollen 320 Kilometer erreicht werden.

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Reichweite nach unterschiedlicher Ladedauer mit verschiedenen Akkus. (Handy-Nutzer können die Grafik antippen, um sie zu vergrössern.) Bild: Toshiba

Die neue Akku-Generation besteht aus Titan-Nioboxid, sie weise gegenüber heute üblichen Batterien die doppelte Kapazität auf, schreibt Toshiba. Der aktuelle Prototyp soll nach 5000 Ladezyklen noch gut 90 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität haben. Die neuen Akkus sollen zudem das Risiko der Überladung reduzieren, da sich während des Ladevorgangs nicht mehr so häufig metallisches Lithium an der Anode absetzen könne.

Toshibas künftige Akku-Generation wird voraussichtlich 2019 auf den Markt kommen und in Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln und Häusern zum Einsatz kommen, wie das folgende Video zeigt.

(oli)

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Video: watson/Nico Franzoni

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 06.10.2017 08:12
    Highlight Highlight klingt schonmal spannend! wenn die produktion und das recycling vertretbar sind eine gute weiterentwickling der derzeitigen lithiumbatterien. die schnelladung müsste über einen stationären zwischenspeicher geschehen, ansonsten müsste man sich bei simultaner ladung von mehreren autos beim netzbetreiber voranmelden, um die netzstabilität sicherzustellen. das wäre sicher nicht sehr prsktisch...
  • Magman 05.10.2017 20:02
    Highlight Highlight Wäre ein super Ersatz für die Endlichen Lithium Quellen. Weiss jemand wie es mit den Rohstoffen für den neuen Typ ist ?
    • Domino 06.10.2017 06:52
      Highlight Highlight Titan ist rund 10x teurer als Lithium. Darin Spiegelt sich das Vorkommen, Verfügbarkeit & benötigte Energie es abzubauen. Mit der steigenden Nachfrage wird der Preis steigen.
      Titan: 114'000$ pro t
      Lithium: 12'000$ pro t

      Und ich würde vermuten so ne Tonne davon ist nötig für einen Tesla.

      Mercedes brauchr für die neusten 150KW Brennstoffzellen 20g Platin a 35$. Das sind 700$.

      Ich mache mir aber mehr Sorgen über Phosphor. Das ist endlich und nicht ersetzbar. In rund 100 Jahren wird ein Grossteil der Menschheit verhungern da die Lagerstätten erschöpft sind.
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  • Desoxyribonukleinsäure 05.10.2017 19:03
    Highlight Highlight Woran niemand denkt: Irgendwo muss ja auch der Strom herkommen. Bei der im Artikel erwähnten Ladeleistung müssten 500 kW auf Abruf bereit stehen.
    Wenn man nun wie bei ner größeren Tankstelle 10 Ladestellen hat, reden wir von einer Leistung von 5 MW welche prakisch per sofort zur Verfügung stehen muss. Das entspricht der Turbinenleistung eines durchschnittlichen Wasserkraftwerks und der Verbrauch von ca 1000 Haushalten.
    Das wird infrastrukturmässig bestimmt nicht billig!
    • Musterschüler 05.10.2017 21:13
      Highlight Highlight Kernfusionsreaktoren
    • hcb78 05.10.2017 22:33
      Highlight Highlight @musterschüler
      Wieso nicht gleich Beamen!?
    • Driver7 06.10.2017 00:02
      Highlight Highlight @Musterschüler: Daran forscht man nun schon seit ca 50 Jahren.. und die Kernfusion zur Energiegewinnung funktioniert immer noch nicht.. ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • fabinho 05.10.2017 18:43
    Highlight Highlight Eine wichtige Frage wäre noch, wie viel Schadstoffe die Produktion dieser Batterie freisetzt. Mehr oder weniger als die bisherigen? Weiss das jemand? Das ist für mich momentan fast wichtiger als die Reichweite. Obwohl, mit einer höheren effizient wohl auch kleinere Batterien eingebaut werden können und diese ja angeblich auch länger haltbar sind.
  • Pointer 05.10.2017 18:26
    Highlight Highlight Mit einem 32-kWh-Akku kommt man aber nur auf etwas über 200 km Reichweite.
    • zettie94 05.10.2017 20:35
      Highlight Highlight Man kann ja 2 davon verbauen...
    • Pointer 05.10.2017 22:06
      Highlight Highlight Natürlich, aber so wie ich die Grafik interpretiere, wollen sie mit 32 kWh 320 km erreichen. Selbst das Elektroauto mit dem aktuellsten Energieverbrauch, der Hyundai Ioniq, benötigt mit 11,5 kWh/100 km noch zu viel, um auf diese Reichweite zu kommen.
    • Pointer 05.10.2017 22:09
      Highlight Highlight aktuellsten = aktuell tiefsten
  • w'ever 05.10.2017 18:23
    Highlight Highlight kommt dann leider vermutlich erst 2030 in der schweiz an, mit vermutlich nur einer ladestation in der agglo, aus gründen
    • Pitsch Matter 05.10.2017 20:15
      Highlight Highlight Die Entwicklung von Akkus ist exponenziell. Der Fortschritt der letzten zehn Jahren verdoppelt sich in den nächsten zwei Jahren.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 05.10.2017 18:14
    Highlight Highlight 5000 Ladezyklen? Also müsste ich in Zehn Jahren rund 10 mal pro Woche laden um das zu erreichen? Und 320km in 6min? 🤔

    Klingt schon mal nicht schlecht 😊
  • The Dark Knight 05.10.2017 17:44
    Highlight Highlight Das Bild des Akkus ist das langweiligste EVER!

    Könnt Ihr nicht ein paar Blitze aufzeichnen damit man immerhin sieht das der Akku funktioniert?
  • Snowy 05.10.2017 17:44
    Highlight Highlight Good News!

    6 Min für eine Elektrotankladung entspricht ziemlich genau der Zeit, welcher man heute an einer bedienten Tankstelle verbringt.

    Hat man sich eigentlich mittlerweile auf ein allgemein gültiges Steckersystem geeinigt?
    • Pointer 05.10.2017 18:23
      Highlight Highlight In Europa hat man sich mehr oder weniger auf den Typ-2-Stecker geeinigt. Für die neuen Akkus werden aber neue Stecker notwendig sein, um die Energie in der kurzen Zeit zu übertragen.
    • PhilippS 05.10.2017 18:33
      Highlight Highlight Dass sich die Industrie weltweit und auch noch freiwillig auf einen Steckertyp einigt ist wohl noch laaaaaaange Wunschdenken. Schliesslich hat das seit 1881, als Edison mit der Elektrifizierung von New York gestartet hat, auch in den Haushalten immer noch nicht geklappt....

      Dasselbe Problem besteht übrigens auch bei Dimmschalter für LED, wie ich grad feststellen musste. Jeder Hersteller kocht hier auch sein eigenes (Steuerungs-)Süppchen....

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