Schweiz
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Didier Burkhalter trat 2017 als Bundesrat zurück. Bild: KEYSTONE

Burkhalter bricht sein Schweigen: Darum bin ich aus dem Bundesrat zurückgetreten

20.04.18, 13:36 20.04.18, 13:51

«Ich habe einfach Lust, etwas anderes zu machen.» Mit diesem simplen Satz begründet Didier Burkhalter in Juni 2017 seinen Rücktritt aus dem Bundesrat. Lange war über die wahren Gründe des Neuenburgers spekuliert worden.

Jetzt, zehn Monate nach seiner Rücktrittsankündigung, äussert sich der frühere Aussenminister in einem Interview zu seinen Gründen für den Schritt: Er sei sich mit dem Kollegium über zentrale Werte nicht mehr einig gewesen, beispielsweise über Waffenexporte.

Es komme zwar oft vor, dass man in der Regierung in der Minderheit sei. Problematisch werde es aber, wenn man den Eindruck bekomme, dass die Meinung des Kollegiums nicht mehr mit den persönlichen wesentliche Werten übereinstimme.

Auszüge aus Burkhalters Interview (französisch)

Er sprach Waffenexporte in Konfliktgebiete an. «Ich finde, man muss hier deutlich sein und sie ablehnen», sagte er. Zur Frage der ungleichen Löhne für Männer und Frauen hielt er fest, dass er als Frau viel weniger Geduld gehabt hätte. RTS veröffentlichte Burkhalters Aussagen im Internet; das Interview wird am Sonntag in der Sendung «Pardonnez-moi» ausgestrahlt.

Mehr Kriegsmaterialausfuhren

Bei diesen beiden Themen habe er gespürt, nicht mehr wirklich auf derselben Wellenlänge mit dem Kollegium zu sein, sagte Burkhalter. «Aber das ist normal». Nach 30 Jahren in der Politik, davon 22 in Exekutiven, habe er das Bedürfnis verspürt, «frei auszudrücken, was ich denke».

Vom Putin-Besuch bis zum Atomabkommen: Burkhalter in Review

Video: srf/SDA SRF

Die Kriegsmaterialausfuhren nahmen 2017 nach zwei Jahren mit Rückgang wieder zu, und zwar um 8 Prozent auf 446.6 Millionen Franken. Die Exporte gingen in 64 Staaten. Ausfuhren für 4.7 Millionen Franken gingen nach Saudi-Arabien und für 3.7 Millionen Franken in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Mehr zu Waffenexporten …

Video: watson/Renato Kaiser

Beide Länder sind in den Konflikt in Jemen verwickelt. Die Türkei wiederum importierte für rund 640'000 Franken Waffen aus der Schweiz. In 48 Fällen lehnte das Staatssekretariat für Wirtschaft Voranfragen für Exporte von Kriegsmaterial ab. Hauptabnehmer von Schweizer Kriegsmaterial waren Deutschland, Thailand und Brasilien.

Der watson-Kommentar zum Rücktritt

Nicht EU-Verhandlungen der Grund

Freiheit ist übrigens das, was der frühere Aussenminister in seinem neuen Leben am meisten schätzt. Eine Freiheit, die man neu erlernen müsse. Denn das Amt als Bundesrat habe eine einengende Funktion und erfordere es, sich im Namen einer Behörde auszudrücken und nicht für die eigene Person zu sprechen.

Zurück in der Freiheit: Didier Burkhalter Bild: KEYSTONE

Didier Burkhalter wiederholte, dass nicht der Verlauf der Verhandlungen mit der EU über ein institutionelles Rahmenabkommen ihn zum Rücktritt bewegt habe. Sein Entscheid sei aus dem Bedürfnis gefallen, etwas anderes zu tun. Auch habe er nicht mehr das «Feu sacré» verspürt, um zu 200 Prozent Bundesrat zu sein. (sda)

Das berühmteste Foto von Burkhalter

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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92
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92Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 21.04.2018 07:54
    Highlight Ja, mit einem solchen Freisinn im ursprünglichen Sinn des Wortes liesse sich's gut leben, nach dem Ur-Liberalen Motto: "Leben und leben lassen!"
    Doch ausgerechnet so Einer wie Burkhalter flüchtet aus Bundesbern in die Freiwilligen-Arbeit von Pensionären!
    Da stelle ich mir die bange Frage, was jetzt gerade die machen, die immer noch hartnäckig auf ihren Sesseln kleben bleiben...
    Wie wir von aussen mitbekommen haben, ist die FDP unter Petra Gössi ebenso nach Rechts gerückt, wie die CVP unter Pfister.
    Immerhin schwächelt jetzt dafür die Rechtsaussen-SVP.
    (Vermutlich ein Nullsummen-Spiel.)
    5 2 Melden
  • chäsli 21.04.2018 06:48
    Highlight Was immer Burkhalter heute als Grund für seinen Rücktritt vorschiebt, muss man mit Vorsicht geniessen. Tatsache ist, dass er ein EU-Turbo war, der in diesem Gremium nicht sagen konnte und wollte was ihm durch den Kopf ging. Obwohl er einige Male bekannt machte, dass das institutionelle Rahmen-Abkommen kurz vor dem Abschluss stehe, kam er nicht weiter. Dabei behinderte er sich selber, mit seiner EU freundlichen Haltung. Wenn er nun heute als Grund für seinen Rücktritt, Differenzen bei Waffenexporten vorschiebt, lassen wir ihm seinen Willen. Der wahre Grund war seine Einstellung zur EU.

    6 3 Melden
  • Watson=Propagandahuren 20.04.2018 21:10
    Highlight Vielleicht hatte Burkhalter ja auch einfach keine Lust mehr möglicherweise wieder auf Creepy Joe Biden zu treffen? (siehe Video-Still)
    4 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.04.2018 19:39
    Highlight Ich halte von Parteien im rechten Spektrum nichts. Trotzdem: Burkhalter war der einzige, den ich als Bundesrat respektieren konnte und den ich für kompetent genug hielt. Die anderen waren und sind für mich Clowns.
    18 16 Melden
    • Roterriese 21.04.2018 09:11
      Highlight Man muss schon sehr weit links sein, wenn man Burkhard dem "rechten Spektrum" zu ordnet.
      4 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.04.2018 13:18
      Highlight Kannst du lesen? Da steht deutlich das Wort "Parteien" im Satz. FDP als solche ist rechts(-liberal).
      2 2 Melden
  • Herz schlägt links 20.04.2018 19:02
    Highlight Dachte man sagt dem ausgebrannt. Aber bitte.
    12 14 Melden
  • DaBoong 20.04.2018 17:47
    Highlight Danke für Ihre ehrliche Meinung, Herr Burkhalter! Es beruhigt und freut mich ungemein, dass es in der Schweiz noch Politiker gibt, die nicht unsere wichtigsten Grundwerte (Neutralität) für Bares mit den Füssen treten! Um so schader ist es, dass Sie Ihr Amt aufgegeben haben! An alle anderen Poltiker, die nicht so denken: Schämt Euch was und verp#$@t Euch!
    33 16 Melden
  • R. Peter 20.04.2018 17:35
    Highlight Und wieder einmal wird Lohnungleichheiz ohne Badis als ungerechtfertigt dargestellt...
    11 18 Melden
    • FrancoL 20.04.2018 21:29
      Highlight Was wolltest Du genau schreiben? Wir sollen mit den Löhnen in die Badis?
      27 2 Melden
    • R. Peter 21.04.2018 00:23
      Highlight Basis = Badi in iPhone Tastatur
      0 0 Melden
    • Sophia 21.04.2018 09:33
      Highlight Franco: Lohnungleichheit ist ungerechtfertigt in der Darstellung, also im Bilde, solange damit niemand baden geht!
      War ja nur ein Versuch.
      1 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 14:38
      Highlight @R. Peter; Ok Du wolltest Basis schreiben, nun habe ich es verstanden.
      Du suchst nach der Basis für die Aussage, dass es bei den Löhnen ungerechtfertigte Unterschiede gibt. Kann ich verstehen.
      Ich suche nach der Basis wieso zB der Arbeitgeberverband immer wieder betont es gäbe diese ungerechtfertigten Unterschiede nicht.
      Kannst Du mir weiterhelfen, denn eine Aussage des Arbeitgeberpräsidenten ist für mich noch keine Basis.
      1 0 Melden
    • R. Peter 21.04.2018 15:45
      Highlight FrancoL, isr denn ein Unterscjued zwangsläufig ungerecht und schlecht?

      Zudem gilt in unserer Gesellschaft aus gutem Grund, dass derjenige einen Beweis zu erbringen hat, der einen Missstand,/ Rechtsbruch/ etc. geltend machen will. Ansonsten könte auch argumentiert werden, dass Männer im Lohn diskriminiert würden, weil sie im Schnitt womöglich noch mehr als Frauen im Schnitt verdienen sollten - ebenfalls ohne Grundlage und daher zurecht Humbug. Umgekehrt scheint das aber nicht zu gelten. Insbesondere scheinst du hier die Beweislast umkehren zu wollen...
      0 2 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 17:01
      Highlight @JA R. Peter wenn der Unterschied nicht gerechtfertigt ist dann ist es schlecht.
      Ich erwähne es zum x-ten mal: WIESO bringt der Arbeitgeberverband mit dem Gewerveverband nicht eine Studie auf die Beine die die Situation darlegt? Es ist ja immer wieder der Arbeitgeberverband der angegriffen wird und sich immer davon schleicht mit dem Hinweis, dass die Studie des Bundes nicht aussagekräftig ist.
      Diese Studie haben wir, ob sie gut oder schlecht ist kann nur durch eine zweite Studie eruiert werden. Es geht also um den Gegenbeweis und nicht wie Du gerne darstellst um einen Primärbeweis.
      0 1 Melden
    • R. Peter 21.04.2018 17:44
      Highlight FrancoL, wir haben keine Studie, die darlegt, dass die Unterschiede ungerechtfertigt wären. Wir haben nur eine die die Unterschiede belegt und 2/3 davon mit sanftesten Massnahmen erklären kann (es gibt übrigens zahlreiche Studien, die darlegen, dass je mer Faktoren berücksichtigt werden, der Unterschied schmilzt).

      Aber immer noch: warum hier eine Beweislastumkehr? Warum ist legitim zu sagen, dass der Unterschied ungerecht sei, wo es dafür keinerlei Nachweis gibt?
      1 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 18:22
      Highlight @r. Peter; 2/3 sind erklärbar wie auch immer. 1/3 offensichtlich nicht oder hast Du da auch eine Erklärung.
      Nun die VIELEN Studien die Du anführst wo sind die nun genau? Ich kenne keine die eine einigermassen neutrale Basis hätte. Du wohl schon.
      Keinerlei Nachweis? àh, leben wir im gleichen Land? Was ist mit der Studie des Bundes?
      Woher nimmst Du die 2/3 zu 1/3 Aussage? Doch offensichtlich von Studien. Und nun wenn Du meinst dass der 1/3 zu Null tendiert so ist das zu belegen. WO IST DER Beleg?
      Der Nachweis ob gut begründet oder nicht hat der Bund erbracht, nun kann man das Gegenteil beweisen.
      0 0 Melden
    • R. Peter 21.04.2018 21:24
      Highlight FrancoL, die Studie des Bundes ist die umfassendste in der CH und kann 2/3 des Unterschiedsmit relativ beschränkten Daten der LSE erklären. Ende. Er erklärt keine Diskriminierung, sondern ein durch die LSE nicht erklärbarer Unterschied. Aber auch hier erwartest du wieder eine Beweislastumkehr, weil alles was die LSE nicht erklärt wohl bis zum Gegenbeweis Diskriminierung sein muss... Dass Unrecht begangen wird ist nachzuweisen, nicht dass keines begangen wurde.

      Klar diskriminiernd und wohl sogar für den Lohnubterschied mitverantwortlich sind Mutterschaftsurlaub, Dienstpflicht und Rentenalter.
      0 1 Melden
    • R. Peter 21.04.2018 21:45
      Highlight Die Schweiz kommt mit immee noch lückenhaften Daten (z.B. keine Berücksichtigt des Beschäftigungsgrad) auf gerade noch 2.9% Differenz...

      Dennoch gibts keinen Grund die Beweislast umzukehren und mit dem bischen Unterschied (nicht Diskriminierung) das höhere Rentenalter der Männer, die Dienstpflicht, der Mutterschaftsurlaub, die Witwenrente, etc. (alles im Gesetz verankerte Diskriminierungen, im Gegensatz zur gesetzlich verboten Lohndiskriminierung) zu rechtfertigen.

      https://www.nzz.ch/wirtschaft/weshalb-verdienen-frauen-weniger-als-maenner-schweizer-lohnluecke-mit-am-geringsten-ld.88695
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    • FrancoL 21.04.2018 22:37
      Highlight @R. Peter; Zum Glück arbeiten die Gerichte realistischer wenn Lücken angemahnt werden. Denn Deine Folgerung, dass wenn die Unteruchungslücken geschlossen würden der Unterschied erklärbarer oder gar kleiner würde ist Kaffeesatzlesen.
      Ich frage mich immer was muss eine Peson für eine System beherrschen um beim Fehlen von Daten gleich zu wissen, dass diese zu Gunsten Ihrer Vorstellung ausfallen würden.
      Da lobe ich mir die Gerichte die das Fehlen nicht als Indiz einer Schuld oder Unschuld sehen, sondern eben ein Fehlen ohne Präjudiz werten.
      Aber machen wir es einfach: Es gibt keine Unterschiede.
      0 1 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 13:57
      Highlight FrancoL, alles klar bei dir? Wo sage ich dass fehlende Daten bedeuten, dass keine Diskriminierung besteht? Ich sage einzig dass es klare Hinweise darauf gibt, dass mehr Daten einen grössere und vielleicht (!) die ganze Differenz erklären könnten.

      Du und unser Alzbundesrat behaupten doch ohne Grundlage, dass der Unterschied ungerecht sei. Dass er als Frau nicht so geduldig gewesen wäre? Sag mir doch dein System: wie weisst du, dass mit LSE nicht erklärbar Diskriminierung bedeutet? Ich frage mich auch, was das für ein System sein soll!
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    • R. Peter 22.04.2018 13:57
      Highlight Es gibt unbestritten Unterschiede, wir wissen aber nicht, ob Diskriminierung ein Grund dafür ist.

      Du hast mit noch nicht erklärt, warum hier das Fehlen von Diskriminierung zu beweisen ist statt des Vorliegens? Vorwürfe und Klagen über die angeblich oder womöglich bestehende Lohndiskriminierung werden ja selbst von Sommaruga laut. Behaupten kann man das ja, nun sollen die Angegriffen beweisen, dass die Anschuldigung ungerechtfertigt sei. Warum hier eine Umkehr der Beweislast????
      0 1 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 17:20
      Highlight @R. Peter: Wieso soll beim Fehlen von berücksichtigten Parameter die Unterschied gleich bleiben oder kleiner werden? Wieso nicht grösser werden?
      Das ist Dein Kaffesatzlesertrick!

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    • FrancoL 22.04.2018 17:23
      Highlight @R. Peter; Aus der Praxis: Wenn ein Beklagter fehlende Parameter moniert wird der Richter immer etwas tun:
      Er wird das Fehlen feststellen, aber nie und nimmer die Wirkung dieses Fehlens vorwegnehmen (das tut DU aber "dass mehr Daten einen grössere und vielleicht (!) die ganze Differenz erklären könnten").
      Was er auch fun kann ist feststellen, dass die fehlenden Parameter keinen Einfluss auf das Resultat haben und den Beklagten belehren, dass wenn der diese Parameter als wichtig betrachtet ER (der Beklagte) diese zu erhärten hat.

      Das ist mein System in dem ich lebe!
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 17:27
      Highlight @R. Peter; Und es sind nicht der Altbundesrat und ich, es sind viele andere die in der Realität leben und feststellen, dass die Unterschiede ungerecht sind.
      Das es Unterschiede gibt scheinst ja nicht einmal Du zu verneinen nur liegt Deine Interpretation weit von meiner und der des Altbundesrates weg.
      Wenn es Unterschiede gibt sind zudem ALLE gefordert einen Grund zu liefern, womit wir wieder bei der Beweislast wären.
      Man muss nicht das Fehlen beweisen sondern die Differenz begründen und wenn dies nicht gemacht wird bleibt die Diskiminierung ein Faktor.
      0 0 Melden
    • Sophia 22.04.2018 20:12
      Highlight Ob Unterschiede im Einkommen oder im Vermögen grundsätzlich gut oder schlecht sind, ist eine philosophische Frage und kann womöglich nie geklärt werden. Was aber grundsätzlich falsch läuft, ist die Tatsache, dass die Unterschiede in dieser Hinsicht immer grösser werden! Das führte in der Geschichte immer zu Turbulenzen der unterschiedlichtsen Art. Ich weiss nicht, ob ich eure Dikussion um des Kaisers Bart überhaupt verstanden habe, diesen letzten Aspekt habt ihr meiner Meinung nach nicht behandelt. Sieht man es aus ökogeschichtlicher Perspektive, sind Unterschiede zumindest gefährlich!
      1 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 20:36
      Highlight @Sophia; Richtig erkannt. Doch zuerst muss man bei Teilnehmern wie R. Peter die Unterschiede überhaupt erkennen um dann deren Gefährlichkeit zu würdigen.
      Es geht rein alleine um Unterschiede und die gibt es immer noch bei den verschiedensten Teilnehmergruppen. Nicht nur Frau/Mann aber auch Inländer/Ausländer. Doch die Unterscheide sind nicht immer 100% belegbar und wenn 1% fehlt werden die die diese Unterschiede nicht sehen wollen auf den 100% beharren.
      Ich bin Mitglied eines Verbades, der ungerechtfertigte Unterschiede jährlich thematisieren muss, vermutlich weil der Verband blind ist ;-)
      0 0 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 21:16
      Highlight FrancoL, ich hab dir oben einen Artikel aus der NZZ verlinkt, darin wird eine Studie zitiert, die mehr Daten analysiert und zu einem viel kleineren unerklärten Unterschied kommt. Schon vergessen? Davon gibts auf Branchenebene noch einige, und alle kommen auf ähnliche Ergenbisse. Daher meine Annahme.

      Aus deinem Praxisbeispiel: du hast Recht, nur gilt das bereits für die Anklage. Ich hab immer noch keine Erlärunh, warum di findest dass der Beklagte in diesem Fall seine Unschul beweisen muss statt der Kläger dessen Schuld (Beweislastumkehr)?
      0 0 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 21:16
      Highlight Du wirfts mir vor, dass ich ohne Beweise erstmal davon ausgehe, dass kein Unrecht vorliegt und forderst im gleichen Atemzug, dass ebenfalls ohne Beweis (ausseer dass du in der Realität lebst und andere offenbar nicht👏) davon ausgegangen werden müsse, dass eben eines vorliege. Und damit rechtfertigst du sogleich Massnahmen und Vorwürfe. Wie geht das zusammen?

      Unterschiedegibts übrigens auch in anderen Bereichen (Lebenserwartung, Arbeitszufriedenheit, etc.): auch alles aufgrund Diskriminierung weil nicht abschliessend anders erklärt? Ich hoffe doch nicht...
      0 0 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 21:23
      Highlight Vielleicht doch nochmal im Klartext zu den fehlenden Parameter: diese fehlen in der branchenübergreifenden LSE. Sie werden aber in kleineren Untersuchungen auf branchenebene erhoben und erklärten einen erheblichen Teil der Differenz. Dass kann sehr wohl als Indiz (nicht Beweis) gewertet werden, dass diese Faktoren auch branchenübergreifend relevant sein könnten.
      Es geht damit nicht darum zu beweisen, dass keine Diskriminierung besteht, sondern dass der Schluss von unerklärt auf Diskriminierung unzulässig und damit dieser Vorwurf nicht haltbar ist.

      Verstehst du meine Argumentation nun?
      0 0 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 21:40
      Highlight Sophia, die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern werden nicht grösser, im Gehenteil, sie werden immer kleiner (siehe bfs).
      1 1 Melden
    • R. Peter 22.04.2018 22:10
      Highlight FrancoL, Aussagen wie: „Doch zuerst muss man bei Teilnehmern wie R. Peter die Unterschiede überhaupt erkennen(...)“, kann ich gar nicht ab. Entweder du diskutierst mit mir oder lässt es. Du brauchst anderen aber nicht zu erklären, wie mit „Teilnehmnern wie mir“ umzugehen ist. Das zeugt einzig von deiner offenbar riesigen Arroganz und geringen Reflektionsfähigkeit. Danke.
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 23:17
      Highlight @R. Peter; Ich habe Dich schon lange verstanden; Du windest Dich von einer Ecke in die andere und versuchst jetzt auch noch Indizien ins Feld zu führen. Nun das kann ich auch bestens, ich habe eine Sack voll Indizien, dass zB im Planungsbereich Frauen nicht gleichen entlohnt werden wie Männer und das bei praktisch identischer Ausbildung und Werdegang und manchmal auch sogar besserer Ausbildung. Das tut aber nichts zur Sache, denn es sind meine Indizien, die auch die SIA nicht viel anders erfährt. Nur auch die SIA mag nicht mit Indizien arbeiten.
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 23:24
      Highlight @R. Peter; Nochmals, aus Deinen Aussagen ist klar ablesbar dass Du bei den Untersuchungen das Fehlen von Parameter bemängelst und würde man diese fehlenden Parameter aufarbeiten würde dies für Dich eher zu einer noch kleineren Zahl der Lohnunterschiede führen. So steht es in Deinen Posts.
      Für mich hingegen würde das Aufarbeiten der fehlenden Parameter das Resultat nicht klar in eine oder andere Richtung beeinflussen, da ich davon ausgehe, dass auch ein Teil der erfassten Parameter interpretationswürdige Positionen sind, die auch wiederum das Resultat beeinfluss können.
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 23:28
      Highlight @R. Peter; Weist Du ob ich arrogant bin oder wirke ist mein Ding, auf jeden Fall kenne ich mich in Sachen Lohngleichheit ordentlich gut aus und muss nicht ständig Statistiken erwähnen, die ichdünn wieder relativiere weil ich der Meinung bin dass diese nicht richtig angesetzt sind und ich so oberschlau mich fühle und die Meinung vertrete, dass ich abschätzen könne wie die Aufarbeitung der fehlenden Parameter sich auswirken wird.
      Ich habe doch bezüglich Löhne seit einigen Jahrzehnten gute Einsicht in viele Unternehmen der Baubranche und da sind Ungleichheiten vorhanden.
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 23:31
      Highlight @R.Peter Man kann mich auch fragen wieso, dass diese ungleiche Behandlung nicht mehr publik gemacht wird. Die Antwort ist sehr einfach: Es ist nun mal Konsens dass diese Unterschiede so akzeptiert werden, denn die Beteiligten würden sich eher ins eigene Bein schiessen wenn sie stark aufhüpfen würden.
      Nicht umsonst versucht unser Verband (ohne viel Erfolg) diese Ungleichheiten, zB bei den Qualifikationen zu bekämpfen. Am freien Markt muss jeder sich so bewegen wie es für ihn am Besten geht.
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2018 23:35
      Highlight @R. Peter; Am freien Markt regiert der Auftraggeber und der würde nie zugeben, dass seine Wahl von diskriminierenden Elementen beeinflusst wird. Da gibt es einen sehr schönen, nichts sagenden Ausdruck: "Die Chemie stimmt nicht"
      Mein Spruch dagegen ist immer der gleiche: "interessant ist dass die Chemie sehr häufig dem Stundenansatz der Beteiligten folgt: Je höher der Stundenansatz desto geringer die Chemie""
      0 0 Melden
    • R. Peter 23.04.2018 07:03
      Highlight FrancoL, kurz und knackig:

      1) du behauptest also keine Aussage abzuleiten, ob Diskriminierung besteht und doch sagst du dass sie besteht und die Ungleichheit damit ungerecht ist. Wie ist das möglich?

      2) die Arroganz bezog sich unmissverständlich auf deine Belehrung, wie mit „Teilnehmern wie mir“ zu verfahren sei. Auf nichts anderes. Hag folglich nichts damit zu tun wie gut du dich in Sachen Lohngleichheit auszukennen glaubst.

      3) „am Markt regiert der Auftraggeber“. Stimmt. Mag sein dass dieser teilweise Stereotypen folgt. Das ist keine Diskriminierung im Sinne des GlG.
      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2018 09:35
      Highlight @R. Peter: zu 1; trifft nicht zu ich stelle fest es hat Ungleichheiten und diese sind nicht vollständig erklärbar, darum ist die Diskriminierung nicht auszuschliessen. Es sind Parameter nicht berücksichtigt und die Berücksichtigung dieser Parameter kann nicht im Voraus als Reduktion der Ungleichheit interpretiert werden sondern lässt eine Abweichung auf 2 Seiten zu.

      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2018 09:39
      Highlight @R. Peter; Zu3;
      zu 3; Der Markt regiert und lässt leider Begründungen zu die bestens eine Diskriminierung "überdecken", ist nun mal so und wird auch bei vielen Unternehmen so wahrgenommen und gehandhabt. Die Diskriminierung wird nicht thematisiert weil die freie Wahl den Nachweis einer Diskriminierung verunmöglicht.
      Ich stelle seit Jahren zB fest, dass bei gleicher Leistung Ausländer weniger verdienen, mahne ich das ab, dann hält man mir zB die sprachliche Qualifikation entgegen und sieht dies als Begründung. Dies haut aber nicht hin da ich die Leistung bewerte und diese auch bezahle!
      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2018 09:46
      Highlight @R.Peter; Wieso beharre ich auf dem Thema? Einfach, weil ich seit Jahren mit meiner Tätigkeit immer wieder die Lohn/Leistungs Problematik werten muss.
      Mir muss ein Unternehmen, dass mit uns zusammenarbeitet in strittigen Fällen die Löhne offen legen um zB Regieabrechnungen zu stützen. Da erlebe ich dann 1 zu 1 wer was kann und wer wieviel verdient. Es ergeben sich häufig einfach erkennbare Mecanos, die immer zu einer bewusst eingegangenen nicht gerechtfertigten Lohndifferenz führen. Viel Lohnabweichungen sind kaum zu begründen, wenn der verrechnete Preis etwas anderes aussagt.
      0 0 Melden
  • Francis Begbie 20.04.2018 16:11
    Highlight Dann ist ja auch klar wer es mit der Moral nicht sonderlich genau nimmt wenns um Geld geht:

    Danke Doris, Ueli, Johann und Guy.

    Die Kamagne mag für den einen oder die andere geschmacklos geweswn sein, traf den Nagel aber zu 100% auf den Kopf (und ist im Gegensatz zur den Kampagnen von rechts ein Klacks).
    72 25 Melden
  • Sheldon 20.04.2018 16:01
    Highlight Auf menschlicher Ebene verstehe ich ihn, auch viele seiner Ansichten teile ich voll und ganz. Politisch habe ich aber schon ein Fragezeichen. Wie kann er sich in einem Gremium, wo er zusammen mit SP und CVP 4 Stimmen hat, beim Thema Waffenexport nicht durchsetzen?
    54 16 Melden
    • sheimers 20.04.2018 16:46
      Highlight Weil die CVP mehrheitlich für Waffenexporte ist. Zumindest deren Nationalräte und vermutlich auch Doris Leuthard. Bei den Waffenexporten nach Bahrain gab es von den CVP-Nationalräten und Nationalrätinnen keine einzige Gegenstimme. Viel Zustimmung, nur vereinzelte Enthaltungen. (Die einzigen drei Abweichler auf bürgerlicher Seite waren von der EVP und BDP) Bei der Abstimmung ging es um ein Verbot. Nein heisst für Exporte, Ja gegen exporte. Angegeben sind Fraktionen, nicht Parteien. SIehe: https://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/49/out/vote_49_10383.pdf
      64 4 Melden
    • Sheldon 20.04.2018 17:03
      Highlight @sheimers: das mag ja stimmen, aber mit trifftigen Gründen sollte man doch eine Partei mit dem C im Logo beim Thema Waffen und Krieg und politisch geschickten Vorgehen (Oeffentlichkeitsarbeit) umstimmen können.
      5 17 Melden
    • FrancoL 20.04.2018 17:53
      Highlight Weil eine Stimme fehlte und die die fehlte war wohl von der CVP.
      21 1 Melden
    • evand 20.04.2018 22:32
      Highlight Sheldon: sollte man meinen, ich verstehe es auch nicht. Aber in der bibel gibt es genug (von gott) legitimirte kriege. Und dann ist noch das: „und mach dir die erde untertan“ was ein freipass ist für ausbeutung, massentierhaltung und eben auch „eigene wirtschaftliche interessen“ wie waffenverkäufe. Das C ist eben nunmal scheinheilig.
      2 0 Melden
  • Denk nach 20.04.2018 14:57
    Highlight Ich habe ihn gemocht. Ich finde aber gerade diese Begründung für den Rückzug nicht schlüssig (Waffenexport). Gerade wenn es gegen die eigenen Werte verstösst sollte man doch kämpfen, auch wenn man eine Niederlage einsteckt? Wie, wenn nicht als Bundesrat, will man eine Änderung bewirken wenn man einfach aufgibt??

    Die Welt/Schweiz wird nicht besser mit einer solchen Einstellung...
    59 23 Melden
    • sheimers 20.04.2018 16:57
      Highlight Wenn in einem Siebenergremium vier unbelehrbare Befürworter der Waffenexporte sitzen gibt es nichts zu kämpfen, da hat er einfach verloren. Ich kann absolut verstehen, dass er diese Schande nicht mehr mitverantworten wollte. Und vielleicht wird die Schweiz durch seinen Rücktritt doch besser, sein Nachfolger ist deutlich weiter rechts, der Bundesrat handelt seit seinem Auscheiden spürbar härter, vielleicht öffnet das ja vor den baldigen Parlamentswahlen (nächstes Jahr) einigen die Augen. Vor allem wird nun durch seine Aussage klar, wie scheinheilig die CVP ist, Leuthard befürwortet WfExp. wohl.
      26 1 Melden
    • lily.mcbean 20.04.2018 17:06
      Highlight Beachte doch die lange Zeit die er in der Politik tätig war. Ich bin mir sicher nach so vielen Jahren mit Geldgierigen Säcken und skrupellosen Lobbyisten hat man irgendwann mal genug und will auch wieder das Gute in den Menschen geniessen. Und allzu viel davon läuft, glaube ich, nicht im Bundeshaus rum.
      27 3 Melden
  • Herbert Anneler 20.04.2018 14:51
    Highlight Wehe man hat in Sachen Waffenexport so etwas wie ein Gewissen. Dann wird man von den Bürgerlich-Schultergeschlossenen gemobbt und abserviert, selbst als Bürgerlicher. Wirklich ein Gaunersyndikat - wenn auch nicht im Sinne von grumpy Blocher...
    95 15 Melden
    • Richu 20.04.2018 17:15
      Highlight Tatsache ist, dass sich bei der letzten Volksabstimmung im Jahre 2009 fast 70% der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen die Inititiative für eine Verbot des Exportes von Kriegsmaterial ausgesprochen hat! Wenn man der Meinung ist, durch ein Verbot der Ausfuhr aus der Schweiz von Kriegsmaterial gemäss den aktuellen gesetzlichen Vorschriften werde die Welt friedlicher, so ist man komplett überfordert, richtig zu analysieren!
      13 23 Melden
    • R. Peter 20.04.2018 17:33
      Highlight Okay, mit seiner Meinung in der Minderheit zu sein bedeutet „gemobbt und abserviert werden“? Davon hat er nichts gesagt... auch was „grumpy Blocher“ da zu suchen hat weisst wohl alleine du...

      Der Hass auf rechts wird zunehmend schlimmer.

      10 21 Melden
    • evand 20.04.2018 22:36
      Highlight Der hass von rechts gegen alle anderen (alles neben der svp sind linke), mit einem wähleranteil von knapp 30% das volch zu pachten ist politischer chauvinismus und absolut undemokrarisch.
      1 1 Melden
    • Ueli de Knächt 21.04.2018 00:24
      Highlight @richu
      Es geht hier nicht um Waffenexporte im allgemeinen, sondern um Waffenexporte an kriegsführende Länder (Saudiarabien, VAE, Türkei). In der von Dir erwähnten Abstimmung im Jahre 2009 hat der BR versprochen, keine Waffen an kriegsführende Länder zu bewilligen. Bei diesem Verhalten des BR würde es mir auch ablöschen. Burkhalter war scheinbar der einzige bürgerliche BR, der das Versprechen einhalten wollte und nicht nur an partikularen Wirtschaftsinteressen dachte - we only do it for the MONEY
      3 0 Melden
    • Sophia 21.04.2018 09:50
      Highlight Herbert, du hast ja Recht übersiehst aber, dass auch die Gewerkschften sich in dieser Sache wie Rechte verhalten, sie fürchten Entlassung, die Rechten malen solche als Popanz an die Wand, wenn sie damit etwas erreichen können und dann liegen beide im gleichen Lotterbett.
      Aber erklär uns doch mal, was du mit grampy Blocher meinst, hältst du ihn nicht für einen Gauner!?
      Ich bin auch der Meinung, dass ein Waffenexportverbot die Welt nicht besser macht, aber weshalb sollten wir es nicht wenigstens versuchen? Müssen sich Menschen unbedingt auch noch mit CH-Waffen massakrieren?
      1 0 Melden
  • N. Y. P. 20.04.2018 14:28
    Highlight 1. Begründung (vor 10 Monaten)
    «Ich habe einfach Lust, etwas anderes zu machen.»

    2. Begründung (heute)
    «Ich finde, man muss hier deutlich sein und sie (Waffenexporte) ablehnen & die ungleichen Löhne»

    Herr Alt-Bundesrat
    Leider stimmt ihre Begründung noch immer nicht ganz.

    Der wahre Grund ist :

    Sie haben den Turbo Richtung Rahmenabkommen mit der EU gezündet. Am Bundesrat vorbei, am Parlament vorbei und am Volk vorbei. Und Sie waren weder für ihre MA, noch politischen Akteure erreichbar. Der Druck wurde deshalb so gross auf Sie, dass Sie schlussendlich kapitulierten.
    51 201 Melden
    • Idrisi 20.04.2018 15:12
      Highlight Ich denke er weiss es besser. Nach einem Jahr ist er frei zu sagen was er denkt. Das Rahmenabkommen ist im Unterschied zum Kriegsmaterialexport moralisch ein Klacks. Deswegen tritt niemand zurück.
      83 14 Melden
    • FrancoL 20.04.2018 16:22
      Highlight Ich bin immer froh und Wahrsager und Hellseher. Mehr ist Deinem Kommentar nicht anzufügen.
      23 14 Melden
    • äti 20.04.2018 17:28
      Highlight NYP, deine beiden Punkte schliessen sich überhaupt nicht aus. Das mit dem Turbo ist simple Polemik. Oder ist einfach nichts tun super? Ah ja, bei manchen schon.
      6 4 Melden
    • piatnik 20.04.2018 17:36
      Highlight wenn er erst jetzt frei ist zu sagen was er denkt...für was war er dann im bundesrat?
      6 12 Melden
    • FrancoL 20.04.2018 18:43
      Highlight @Piatnik: Was genau ist für Dich ein Kollegial-System?
      Würde mich bedanken ein Mitglied in der Kollegialbehörde zu haben, das immer mit seinem EGO nach aussen tritt.
      3 3 Melden
    • N. Y. P. 20.04.2018 18:53
      Highlight Ich habe es zu offensiv geschrieben. Natürlich kann ich seine Gedanken nicht lesen. Aber ich kann spekulieren über das Gesagte.

      Meiner Meinung nach, war der Grund für die Demission..

      so hätte ich es formulieren sollen.


      Es gab in diversen Medien (auch Tagi) Berichte, dass er schlecht für seine MA zu erreichen war. Und wieso macht er mit dem Rahmenvertrag dermassen vorwärts, wenn das Parlament diese Geschwindigkeit nicht mitgehen will ?

      Er hatte gegen Ende seiner Amtszeit keinerlei 👉politischen Rückhalt mehr.

      Ich bleibe bei meiner Interpretation.

      8 3 Melden
  • Howard271 20.04.2018 14:28
    Highlight Umso schader, dass er zurückgetreten ist...
    253 32 Melden
  • eliminate_all_ humans 20.04.2018 14:14
    Highlight Burkhalter war einfach klasse - ich habe ab und zu mit ihm gesprochen, ihn getroffen - ich mochte ihn und seine Arbeit - er war ganz okey :)
    59 21 Melden
  • Radiochopf 20.04.2018 14:14
    Highlight er war mir immer schon irgendwie sympathischer als eine Leuthard, mit diesen Aussagen umso mehr.. Chapeau!
    73 9 Melden
  • Don Quijote 20.04.2018 14:00
    Highlight Es ist wunderbar, dass in der Schweiz derartige Menschen so reflektieren, dass eine Amtszeitbeschränkung bzw. eine Abwahl einer Person (fast) nicht notwendig ist.

    Ich mag das politische System hier.
    277 18 Melden
    • Sophia 20.04.2018 20:16
      Highlight Das verstehe ich nicht. Das System, das diesen aufrechten Mann kaputtgemacht hat, liebst du und gleichzeitig bist du froh und glücklich über den Mann, der sich an diesem System aus Gewissensgründen wund rieb?
      Meine Meinung ist, dass der Bundesrat wirklich aufrechte Charaktere kaputtmacht. Dem Willy Ritschard ging es schon so. Den ganzen Arbeitstag keine einzige Entscheidung ohne Kompromisse, manchmal eine völlig andere als die ursprünglich Idee mittragen zu müssen, ist krankmachend. Andere Systeme funktionieren auch schlecht, macht aber niemanden krank. Und mögen muss man nun gar kein System.
      4 1 Melden
  • FrancoL 20.04.2018 13:50
    Highlight Lassen wir diese Aussagen einmal im Raum stehen und werten diese, wenn nich in den nächsten Monaten weitere Gründe für den Ausstieg bekannt werden. Die vorgebrachten Gründe sind für mich nachvollziehbar und und sie zeigen einen sehr menschlichen Zug.

    Ich hoffe wir werden durch andere Gründe nicht enttäuscht.
    299 28 Melden
    • Bart&Herzlich 20.04.2018 16:51
      Highlight Danke - für deine weisen Worte! =)
      4 3 Melden
    • bebby 21.04.2018 09:20
      Highlight Aussenminister für die Schweiz zu sein ist vermutlich grundsätzlich ein sehr undankbarer Job, da die Aussenpolitik in der Schweiz beim Parlament liegt und der Bundesrat kaum Freiheiten hat, um etwas zu bewegen. Und das Klima in Sachen Aussenpolitik bei uns fast schon auf Trump Niveau gefallen ist. So einen Job möchte ich nicht geschenkt.
      1 0 Melden
  • Hierundjetzt 20.04.2018 13:50
    Highlight Sein Zitat: "Ich bin am Sonntagmorgen aufgewacht und wusste, dass ich nicht mehr Bundesrat sein will"

    Sein andauernden Kniefall gegenüber der Türkei hat ihm meine kompletten Sympathien gekostet. Was sollte das?

    Unser Land wird als Nazi beschimpft und der lustige Didier macht einen auf Appeasement.

    Knapp 1,5 Milionen Armenier wurden mittels Völkermord vernichtet und der lustige Didier will nichts sagen, weil Wirtschaft.

    Die Schweiz ist das wirtschaftlich 19 stärkste Land der Welt. Vor Saudi Arabien oder Argentinien.

    Alte, wir sind im 2018 während Du immer noch im 1948 steckst.


    45 120 Melden
    • Radiochopf 20.04.2018 14:20
      Highlight @Hierundjetzt wenn ich nach "Burkhalter + Erdogan" Google und die Überschriften lese, kann ich nicht wirklich erkennen das er wohl ein Freund von Erdogan war wie von dir behauptet... und als Aussenminister muss man sich vielleicht auch mit Menschen treffen die man lieber meiden würde.. evtl. war genau solche Sachen Auslöser für seinen Rücktritt

      85 5 Melden
    • .:|GüggoldKukuk|:. 20.04.2018 14:22
      Highlight und die Türkei führte 1919 das Frauenstimmrecht ein :-)

      Wie sich in 100 Jahren alles komplett drehen kann!
      37 11 Melden
    • Max Dick 20.04.2018 14:24
      Highlight Ich bin mir nicht sicher ob er wirklich Kniefall vor der Türkei begangen hat - oder ob er im Gegensatz zu anderen Staatschefs einfach auf grosse Töne vor der Presse verzichtete und lieber hinter den Kullissen einen effektiven Druck auf diesen Schurkenstaat aufgebaut hätte. Gleiches bei Russland.
      47 7 Melden
    • Hierundjetzt 20.04.2018 14:34
      Highlight Güggold: Zusammenhänge wie Vorhänge. Wir sind seit 1848 demokratisch, die Türkei seit 1999. Was bringt mir ein "Stimmrecht" in einer Diktatur? In Nordkorea können übrigens auch Frauen abstimmen...
      24 15 Melden
    • .:|GüggoldKukuk|:. 20.04.2018 15:32
      Highlight Ich befasse mich geren mit HistoryPorn und lasse mir von Dir nicht die Vorhänge ziehen!

      Nur weil wir ach so demokratisch seit 1848 ohne Frauenstimmrecht bis 1971 ausgekommen sind, heisst das noch lange nicht das dass was Mustafa Kamel Atatürk erschaffen hat von a - z bullshit war. Es gab Zeiten in der Türke wo teilweise Frauen liberaler lebten als zur gleichen Zeit in der Schweiz. Dafür das wir eine Demokratie seit 1848 sind gab es aber viele Verdingkinder, Zwangskastrationen, fürsorgliche Unterbringung von unliebsamen Zeitgenossen, Frauen mit unehelichen Kindern usw usf.
      48 11 Melden
    • #10 20.04.2018 15:45
      Highlight Immerhin, "Gedenktanne" beim Armenian Genocide Memorial, Yerewan 12.04.18
      21 0 Melden
    • #10 20.04.2018 15:54
      Highlight Hier noch die Inschrift auf der Tafel:
      "THIS TREE WAS PLANTED BY H.E. THE PRESIDENT OF THE SWISS CONFEDERATION DIDIER BURKHALTER
      04.06. 2014
      33 1 Melden
  • Gubbe 20.04.2018 13:45
    Highlight Es ist tatsächlich so, dass wenn einer von sieben eine andere Meinung hat, er damit in der Minderheit ist. Anders und deutlich gesagt, er war einfach zu schwach um sich durchzusetzen. Unter 7 Personen muss man die persönlichen Werte hinten anstellen. Ich bin mir sicher, dass auch sein Nachfolger in der Minderheit ist.
    10 110 Melden
    • FrancoL 20.04.2018 14:21
      Highlight Sorry, so einen Quatsch! Man ist nicht zu schwach wenn man in der Minderheit ist.
      Die Bundesräte können nicht die Parteien umkrämpeln, das ist nicht deren Aufgabe.

      Der Quatsch ist dann ganz perfekt wenn man schreibt:
      " Unter 7 Personen muss man die persönlichen Werte hinten anstellen"
      Ja was soll nun eine starke Persönlichkeit, sich hinten anstellen oder stark sein.

      Echt ein wirrer Kommentar.
      82 4 Melden
    • Raembe 20.04.2018 14:56
      Highlight Also wenn dir ein paar Leute anderer Meinung sind, vergisst du deine Werte?
      35 1 Melden
    • evand 20.04.2018 22:47
      Highlight Burkhalter hat im interview angesprochen, dass einige (in diesem thema die mehrheit, als mehr als 4 BR) nicht die eigene meinung, oder das gemeinwohl, sondern das parteiprogramm vertraten. Das ist eben gerade NICHT die aufgabe eines bundesrats.
      2 0 Melden
    • Gubbe 21.04.2018 10:29
      Highlight Im BR geht es darum, dass sich alle bei wichtigen Fragen und Antworten einig sind. Konsens! Persönliche Werte kann man schon einbringen, aber der Eine oder die Andere muss sich anpassen. Eigentlich nicht so wirr, oder...
      1 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 14:32
      Highlight @Bonzino; wenn man das Anpassen als Schwäche taxiert dann ist das wirr, mehr als wirr.
      Du schreibst: er war zu schwach um sich durchzusetzen! Und das ist Quatsch, denn sonst wären ja alle die in der Minderheit sind zu schwach, also gleich alle heutigen und gestrigen BR, denn fast alle waren einmal in der Minderheit.
      1 1 Melden
    • Gubbe 21.04.2018 15:29
      Highlight FrancoL: Ein Leader setzt sich durch, oder kann sich anpassen. Herr Burkhalter konnte beides nicht. Minderheit hat mit Stärke nichts zu tun!
      0 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 16:55
      Highlight @Bonzino: In einer Kollegialbehörde hat ein Leader was genau zu suchen?
      Du wirst immer wirrer. Die Kollegialbehörde wie der Bundesrat oder auch ein Regierungsrat hat ihre Dynamik und es geht nicht um Leader, denn sonst würde man auch kaum jedes Jahr den Bundespräsidenten wechseln.
      Ich denke Du solltest Dich einmal eingehender mit den Funktionen im BR vertraut machen und dann möglicherweise nochmals die Person Burkhalter valutieren. Der BR ist nun mal ein Grenium das den BR wenig Spielraum lässt und ich finde es gut dass er den Hut nimmt, wenn er den Sinn seines Mittuns nicht mehr sieht.
      1 0 Melden
    • Gubbe 21.04.2018 17:42
      Highlight FrancoL: Du solltest mal einen ganzen Satz lesen, nicht nur bis zum Koma. Den Bundespräsidenten wechselt man aus Kollegialität. Dir scheint aber entgangen zu sein, dass im BR recht grosse Meinungsunterschiede bestehen. Er hat, nach dir, den Sinn seines Mittuns nicht gesehen. Also war er zu schwach um seine Überzeugung den anderen klar zu machen.
      1 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2018 18:15
      Highlight @Bonzino; Er hat sich eigentlich immer stark eingebracht wenn man davon ausgeht dass das Aussenministrium stark vom Parlament gesteuert ist.
      Die Meinungsunterschiede sind da und das ist auch gut so. Seine Position hat er immer, gerade in der Aussenpolitik, kund getan, das hat m.E. nicht gefehlt. Wo er wohl mehr Mühe hatte und das kann ich gut verstehen, ist, dass ein Teil des BR eher Parteipolitik weiter betreibt und es darum gar nicht um Ueberzeugungen geht, sondern um das Einhalten vor Direktiven. Oder glaubst Du dass man einen Maurer oder Parmalein überzeugen kann wenn die SVP nicht will?
      1 1 Melden
  • hävi der 3. 20.04.2018 13:42
    Highlight Der EU Turbo will sich im Nachhinein noch das Lob und das anerkennende Tätscheln der linken Medien sicher
    .. so durchschaubar. 🤦🏽‍♂️
    39 177 Melden
    • D(r)ummer 20.04.2018 14:12
      Highlight Vorsicht, Whataboutismus.

      Blocher mit seiner leidigen geschichte ist auch nicht besser. "Ich fühlte mich verpflichtet, da oben mal aufzuräumen bla bla bla".

      Und die Konservativen Anhänger so: " Ja mann, de Blocher heds dene scho zeigt. Dä siech"

      Hüben wie drüben.
      79 13 Melden
    • dan2016 20.04.2018 14:21
      Highlight naja, fuer dich gibts noch die reichen Erben, welche aus Pflichtgefühl für die Schweiz das Amt Zwangshaft ausüben müssen.
      47 7 Melden

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