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Stätte des Wirkens von Adobe, eBay, Intel, Uber und Co.: Silicon Valley in Kalifornien. bild: Patrick Züst

4 Schweizer Start-Ups, die schon bald die Welt verändern wollen

Trotz Negativschlagzeilen: Start-up-Gründer zieht es nach Kalifornien. Darunter auch zahlreiche Schweizer Firmen.

10.04.18, 19:42 17.04.18, 17:34

Patrick Züst, San Francisco / Nordwestschweiz

Snaq

bild. snaq

Im Zeitalter von Social Media ist es für viele normal, vor dem Essen ein Handy-Foto der eigenen Mahlzeit zu machen. Wenn die Technologie von Snaq bald so gut ist, wie das die Gründer heute versprechen, dürfte sich dieser Trend noch viel stärker verbreiten. Denn ihre App soll nur anhand eines Fotos bestimmen können, was gerade auf dem Teller liegt, in welcher Menge und welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind.

Das ist nicht nur nützlich für Personen, die auf ihre Ernährung achten wollen, sondern auch für Diabetes-Patienten, welche aus medizinischen Gründen wissen müssen, was sie gerade essen. Momentan ist dieser Prozess noch sehr mühsam, vor allem aber sehr ungenau, und Snaq verspricht Besserung. Die Zeit im Silicon Valley haben die beiden Gründer genutzt, um Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren zu führen.

Eurotube

Tesla-CEO Elon Musk hat mit seiner Idee, Menschen in Kapseln durch Vakuumröhren zu schiessen, für viel Aufsehen gesorgt. Hyperloop nennt er das – und für viele Experten ist es das Transportsystem der Zukunft. ETH-Studenten tüfteln unter dem Namen Swissloop bereits seit längerem an einer Prototyp-Kapsel und haben damit an Wettbewerben schon für viel Furore gesorgt.

Von Zürich nach Genf in 15 Minuten

Video: srf

Ein ehemaliges Mitglied von Swissloop hat Eurotube gegründet. Das Start-Up nimmt jetzt auch noch die Herausforderung der Infrastruktur in Angriff: Sie wollen eine drei Kilometer lange Hyperloop-Teststrecke in Europa bauen, welche dazu beitragen soll, dass die Schweiz bei der Entwicklung dieser innovativen Technologie ganz vorne dabei ist. Ein Treffen mit Musk gab es bis anhin noch nicht, aber als die Delegation vergangene Woche die Tesla-Fabrik in Fremont besuchte, lernte sie in der Cafeteria per Zufall zumindest seinen persönlichen Assistenten kennen. Ein Anfang.

Rebels

bild: via startup

Wer mit Facebook konkurrenzieren will, hat in der Regel keine Chance – dafür ist die Firma um Mark Zuckerberg schlicht zu mächtig. Einige Schweizer Studenten wollen es trotzdem versuchen und haben dafür eine Plattform kreiert, welche Studenten, basierend auf ihrem aktuellen Standort, vernetzen soll. Auf Rebels kann man beispielsweise spontan einen Fussballmatch organisieren, sein Studium-Material verkaufen oder – was auch schon vorkam – sich zu später Stunde von jemandem ein Kondom bringen lassen.

Die Applikation ist seit einigen Wochen auf dem Markt und bisher erst für Studenten aus Zürich und St. Gallen verfügbar. Die Entwickler planen aber bereits die Expansion in die USA und haben dafür nun erste Kontakte geknüpft. Bevor die Firma aber so global denken kann, müssen sich die Rebellen zuerst in der Schweiz und in Europa stärker verbreiten, was bei der grossen Konkurrenz nicht einfach werden dürfte.

RayShaper

bild: RayShaper

Virtual Reality hat bis jetzt den erhofften Durchbruch noch nicht geschafft. Die VR-Brillen, mit denen man in komplett digitale 3D-Welten eintauchen kann, funktionieren zwar mittlerweile erstaunlich gut, jedoch fehlt es noch an konkreten Anwendungen. RayShaper will mithilfe von moderner Software die Live-Übertragung von realen Events, beispielsweise von Musikkonzerten oder Theateraufführungen, in die virtuelle Realität ermöglichen. Dies funktioniert momentan nur in geringer Qualität und häufig werden dabei die Einzelbilder nicht korrekt zusammengefügt.

Mit seinen Algorithmen will das Schweizer Start-up RayShaper Abhilfe schaffen und hatte vergangene Woche auch im Silicon Valley diverse Gespräche mit grossen Tech-Unternehmen, die an der ETH-Technologie interessiert sind. Ausserdem sollen zukünftig auch Werbeanzeigen und interaktive Zusatzelemente in diese Live-Übertragungen integriert werden. (aargauerzeitung.ch)

Nicht alle Ideen sind brillant: Diese Erfindungen sind für die Tonne

Video: watson/Lya Saxer

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • der nubische Prinz 11.04.2018 07:29
    Highlight Nur crap
    10 1 Melden
    • DerSimu 11.04.2018 08:31
      Highlight Nicht ganz alles. Das Eurotube-Konzept ist schon noch interessant.
      3 7 Melden
    • ZH27 11.04.2018 12:38
      Highlight @DerSimu
      Ja, aber bevor man sowas entwickelt, würde ich gerne eine Kosten-Nutzen Analyse sehen. Kann sein, dass das positiv ausfällt, aber bevor ich da keine überzeugende Planung sehe, geht das bei mir auch unter crap. Es ist ja im Prinzip ähnlich wie das Swiss Metro Projekt und da gab es auch Gründe, warum es nicht realisiert wurde. Geschwindigkeit ist das Eine, Kapazität und Einbettung ins übrige Verkehrssystem das andere (massgebend ist schlussendlich die Reisezeit, nicht die Beförderungszeit mit einem bestimmten Verkehrsmittel).
      3 0 Melden
    • DerSimu 11.04.2018 13:24
      Highlight @ZH27 ich sehe es nebst der verkürzten Beförderungszeit noch einen Vorteil: CO2-neutral (solange es wie die SBB auch von den entsprechenden Energiequellen angetrieben wird)
      2 0 Melden
    • ZH27 11.04.2018 16:06
      Highlight @DerSimu
      Weitgehend CO2 neutral während dem Betrieb vielleicht. Aber in einer vollen Ökobilanz werden sämtlich Emissionen berücksichtigt (gesamter Lebenszyklus), auch die, die bei der Erstellung der Infrastruktur anfallen. Solche Studien müsste man ebenfalls durchführen.
      1 0 Melden
    • ZH27 11.04.2018 16:11
      Highlight Und ja eben. Beförderungszeit ist nicht Reisezeit. In der Schweiz könnten wir auf bestimmten Relationen ohne weiteres höhere Beförderungszeizen mit dem Zug erreichen. Das Ding ist aber, dass die Züge in einen integrierten Takfahrplan eingebunden sind, der die wichtigen Anschlüsse garantiert. Das Ziel ist die Gesamtreisezeit zu verringern.

      Und ja noch zum CO2: Klimaauswirkungen sind nicht die einzige Kategorie in einer sauberen Ökobilanz. Da gehört noch einiges mehr dazu. Von Grundwasser, über Biodiversität, Auswirkungen auf die Landschaft etc. Da gibt es noch einige andere Kategorien.
      1 0 Melden
  • Phiilofofi 11.04.2018 02:37
    Highlight Was die Welt wirklich verändern 'könnte' wäre eine Veränderung einiger innerer Einstellungen.

    Jede/r für sich.

    Stattdessen verlagert man diese Verantwortung auf den Messias namens 'Technologie'.

    Technologie hat aber so ihre Tücken... und meistens wird sie erst entwickelt, wenn ein Problem bereits zu lange existiert hat, ehe es erkannt wurde.
    8 0 Melden
  • ZH27 11.04.2018 00:36
    Highlight Naja, da hätte man ja schon auch ein Startup finden können, das ein reales Problem löst. Ich meine es gibt z.B. eine ganze Liste von ETH Spin-offs. Nur schon die drei, die im 2018 gegründet wurden, scheinen mir also deutlich sinnvollere Dinge zu verfolgen. Da verwundert's mich nicht, dass es diese Startups nach SF zieht. Wie zu Zeiten der Dotcom-Blase findet man da ja offenbar für alles Geld.
    9 0 Melden
  • kleiner_Schurke 10.04.2018 23:55
    Highlight Wer das Kennenlernen des persönlichen Assistenten von Sonstwem als Anfang bezeichnet, ist schon lange am Ende. Denn gute Ideen haben sich noch nie über den persönlichen Assistenten von irgendwem verbreitet, sondern weil sie gut sind. Beispiele? WWW, E-Mail, Antibiotika, CRISPR usw.
    5 1 Melden
  • l_l 10.04.2018 22:09
    Highlight Falls snaq genau wird, ist das ein garantierter Hit.
    Eurotube, ich weiss ja nicht, ich bin allgemein nicht vom Hyperloop-Konzept überzeugt, falls es sich durchsetzen sollte, sind sie aber in einer guten Position.
    Bei rebels ist die Konkurrenz zu gross (z.B. Jodel und seine amerikanische Pendants), das wird nichts.
    Und falls RayShaper die ersten werden, die ein Produkt auf den Markt bringen was brauchbar ist, dann werden, die sicher aufgekauft. Die Eröffnung der Elbphilharmonie wurde live auf Youtube übertragen, in VR, also bezweifle ich sehr, dass die erste Bedingung gegeben ist.
    4 1 Melden
  • nick11 10.04.2018 20:28
    Highlight Nr 1 wird so nicht präzise genug funktionieren. Gerade das Essen was man nicht kennst will man analysieren, und gerade da wirds schwer werden. Wie will die App ein Pouletplätzli vom veganen pendant unterscheiden, wenn man das selbst optisch oft nicht kann?
    Der Rest ist durchaus interessant und hat Potential, wobei Nr. 4 sehr wahrscheinlich an der kritischen Masse scheitern wird.
    6 0 Melden
  • öpfeli 10.04.2018 20:20
    Highlight Schade Marmelade.
    Unter "Welt verändern" habe ich mir Dinge vorgestellt wie eine Lösung die Weltmeere zu säubern etc.
    🤷
    70 0 Melden

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