Schweiz

Am Mittwoch steht im Nationalrat die Debatte über das neue Geldspielgesetz an. Die Player streiten um ihre Pfründe im Millionengeschäft.  Bild: John Locher/AP/KEYSTONE

Mit Brot, Bier und Spielen – wie 6 Player entscheiden, ob du weiter online zocken kannst

Diesen Mittwoch steht im Nationalrat das Geldspielgesetz auf dem Programm. Geldspiele sollen in einem einzigen Gesetz geregelt und Online-Spielsalons erlaubt werden. Allerdings nicht für alle Anbieter. Um die Millionen-Industrie entspinnt sich eine noch nie dagewesene Lobbying-Offensive. Dies sind die Player. 

27.02.17, 11:49 20.09.17, 11:23

Noch sind die Würfel nicht gefallen. Am Mittwoch muss der Nationalrat entscheiden, ob die Schweiz im Zuge des neuen Geldspielgesetzes bald Online-Spiele für Schweizer Casinos erlaubt, dafür die IP-Adressen von ausländischen Online-Gelspielanbietern sperrt. Um das neue Gesetz tobt ein Krieg der Lobbyisten. Kein Wunder – es geht um Millionen. 2015 erzielten die Casinos und Lotterien 1.6 Milliarden Franken Gewinn.

Eines vorneweg: Am wenigsten Geld ist für Prävention und Behandlung von Spielsüchtigen vorgesehen. 4.5 Millionen wurden 2015 investiert. Die Kosten, die der Gesellschaft und dem Steuerzahler wegen Spielsüchten anfallen, werden dagegen auf 551 bis 648 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Doch der Spielerschutz hat eine schlechte Lobby. Bei den Casinos und Lotterien sieht das ganz anders aus. Das sind die sechs gewichtigsten Player im Lobbying-Seilziehen um die Schweizer Zock-Milliarden:

1. Die einflussreichen Schweizer Casinos 

Bild: © Yuya Shino / Reuters/REUTERS

Die Schweizer Casinos kämpfen seit Jahren mit schwindenden Einnahmen – per Internet hat heute jeder sein eigenes Casino auf dem Computer zu Hause. Dafür haben sie gegenüber den meist ausländischen Online-Anbieter einen gewichtigen Vorteil: Zugang zur Wandelhalle des Bundeshauses und direkten Draht zu denjenigen, die dort die Gesetze machen. Die Casinos haben am aktuellen Entwurf zum neuen Geldspielgesetz denn auch aktiv mitgeschrieben. Es soll Einiges für sie rausspringen: In Zukunft sollen sie alleine in der Schweiz Online-Geldspiele anbieten dürfen. Die ausländischen Online-Spiele-Anbieter sollen per IP-Netzsperren ausgesperrt werden. 

Dabei hilft ihnen der Bund, denn die Casinos bezahlen einen beträchtlichen Teil ihrer Einnahmen in die AHV. Wenn sie mehr Gewinn machen, fällt auch für sie mehr ab. 2015 waren es 300 Millionen Franken. Der Schweizer Casino Verband ist aber auch ohne Mithilfe des Bundes gut aufgestellt. Der Präsident des Schweizer Casino Verbands ist niemand geringeres als Ex-CVP-Chef Christophe Darbellay.

Sein Nachfolger an der CVP-Spitze Gerhard Pfister hat zwar kein Branchenmandat, verleiht aber einen Gästebadge zum Zutritt ins Bundeshaus an Bettina Mutter, tätig für Dynamics Group, Public-Affairs-Beraterin des Casino Verbandes. Auf Anfrage betont Pfister, dass er in der anstehenden Vorlage eine andere Meinung habe als sein Vorgänger, der Casino Verband oder Dynamics. 

Einen weiteren Wandelhallen-Badge hat die Dynamics Group vom Urner FDP-Ständerat Josef Dittli. Er gewährt dem Verwaltungsrat der Firma, Franz Egle, Zutritt zum Bundeshaus. Womit wir bei der Lotterie Connection wären. 

2. Die Lotterie-Connection

Bild: KEYSTONE

Die Lotterie-Connection besteht aus den Dual-Monopolisten Swisslos und Loterie Romande. Der obenerwähnte FDP-Ständerat Josef Dittli verdient gleichzeitig als Verwaltungsratspräsident von Swisslos und sitzt als Kantonsvertreter am Schalthebel, um die Gelder aus den Lotterien an Sport-, Sozial-, Bildungs- oder Umweltinstitutionen zu verteilen. Er hat also ein grosses Interesse daran, dass seine Pfründe nicht schmelzen, wenn ausländische Anbieter einen Teil abzwacken wollen. Im Ständerat hat er sich kräftig für die Netzsperren eingesetzt.

Auf Anfrage sagt Josef Dittli, er sähe keine Interessenskonflikte: Er kenne Franz Egle seit 2005. Als Urner Parlamentarier habe er ein Interesse daran, dass der Chefberater von Samih Sawiris raschen und unbürokratischen Zutritt ins Bundeshaus hat. «Während der Beratung des Geldspielgesetzes habe ich meine Interessensbindung als Präsident von Swisslos zudem ordnungsgemäss offengelegt», sagt Dittli. 

Die Lotterien – Swisslos und Loterie Romande – müssen wie die Casinos Teile ihrer Gewinne abgeben. Die Mehrheit geht an die Kantone – aufgeteilt nach Spielfreudigkeit und Bevölkerungszahl – ein kleinerer Teil geht an die Sport-Toto-Gesellschaft. 2015 handelte es sich dabei um 33.6 Millionen Franken. Das Geld soll dem Sport zu Gute kommen. Doch die Sport-Toto-Gesellschaft entscheidet, welche Fussball- und Eishockey-Vereine von den Geldern profitieren – oder eben nicht. Und diese sind von den Geldern abhängig.

Die Sport-Toto-Gesellschaft hat ebenfalls Verbindungen zu bekannten Namen. SVP-Nationalrat Adrian Amstutz war beispielsweise in der Funktion als ehemaliger Exekutivrat von Swissolympic gleichzeitig deren Delegierter bei Sport-Toto. Swiss Olympic erhält einen Grossteil der Gelder aus dem Sport Toto-Budget – 2015 waren es 26.5 Millionen. Amstutz winkt ab. Er habe diese Tätigkeit gerne ausgeübt und seine Interessensbindungen seien allgemein bekannt: «Ich stehe wie alle Kantonsregierungen voll zur heute bewährten Geldspielgesetz-Regelung, wo die Gewinne vollumfänglich an die AHV, die Kantone und an Sport- und Kulturorganisationen ausbezahlt werden. Der Schweizer Sport mit all seinen Verbänden wird zu einem grossen Teil aus diesen Gewinngeldern unterstützt», sagt er. Deswegen ist er auch für Netzsperren. Und liess sich nicht von Parteikollege Lukas Reimann überzeugen, dass solche unwirksam und leicht zu umgehen seien. Die SVP-Fraktion der Rechtskommission stimmte einstimmig gegen sie. 

In Amstutz' Fussstapfen im Exekutivrat von Sport Toto ist der amtierende Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP) getreten. Er ist Mitglied von Sport Toto, die die Gelder verteilt und gleichzeitig Präsident von Swiss Olympic, die die Millionen erhält.

Bild: watson/leo helfenberger

Der Dealer am Tisch bei Sport-Toto ist Direktor Roger Hegi. Er bestimmt, wer Geld bekommt und wer nicht. Und bei ihm kann es auch vorkommen, dass er Mails an alle seine Geldempfänger rauslässt – Schweizer Eishockey, Swiss Olypmic, Schweizer Fussball – um ihnen glasklar davon abzuraten, Sponsoringbeiträge von gewissen ausländischen Online-Wettanbietern anzunehmen. Wenn doch, hätten sie wohl auf seine Gelder verzichten können. So geschehen im Jahr 2007. Hegi hat das später in einem weiteren Rundmail korrigiert. 

Roger Hegi ist auch der Mann, der Gratis- und VIP-Tickets für die grossen Sportanlässe verteilen kann. Zu den Politikern hat er guten Zugang. Er ist nämlich auch Trainer des FC-Nationalrat, wo wiederum Jürg Stahl schon lange mitkickt.

3. Die FC-Nationalrat-Kicker 

Die Nationalräte Eric Nussbaumer, Jürg Grossen und Matthias Aebischer (v.l) beim Aufwärmen. Bild: KEYSTONE

Nicht nur Jürg Stahl ist seinem Trainer Roger Hegi treu ergeben. Der SP-Nationalrat Eric Nussbaumer – inzwischen ist er Innenverteidiger Kapitän des FC-Nationalrat – stattet seinen Trainer, den Sport-Toto-Chef Roger Hegi, mit einem Wandelhallen-Badge aus, damit er auch da für seine Interessen werben kann. Auch Nussbaumer ist ein grosser Befürworter des neuen Geldspielgesetzes. Einen Interessenkonflikt sieht er auf Anfrage nicht: «Roger Hegi hat mich in diesem Zusammenhang nie persönlich kontaktiert und meine Haltung zu ‹Netzsperren› eingeholt.» 

Gegenüber der «Basler Zeitung» bestätigte ein Ex-FC-Nationalrat-Spieler allerdings letztes Jahr, dass Hegi als Fussballcoach und Financier des jährlichen Gala-Abends der parlamentarischen Gruppe Sport im Fünfsternhotel Bellevue Palace zu Bern jeweils Einfluss in eigener Sache, also im Sinne der Sport Toto Gesellschaft, nehme.

Einer der ebenfalls schon lange leidenschaftlich in Hegis Truppe mitkickt ist SVP-Ständerat Hannes Germann. Germann tritt einen Wandelhallen-Badge an Pascal Krauthammer ab, Senior Consultant bei der Furrerhugi AG, eine der Top-Lobbyingfirmen der Schweiz. Swisslos und Loterie Romande, deren Gewinne ins Allgemeinwohl fliessen sollten, sind seit vielen Jahren Kunden. Auf Anfrage sagt Germann, ein Interessenskonflikt bestehe deswegen nicht. «Beide – Hegi und Krauthammer – sind von mir geschätzte Freunde und langjährige Bekannte», sagt er. Krauthammer hätte ihn nie zum Thema kontaktiert. Bezüglich Geldspielgesetz seien die Interessenlagen offensichtlich und bestens bekannt. Es herrsche volle Transparenz. 

4. Die charmanten Lobbyisten 

bild: zvg

Die Furrerhugi AG lobbyiert seit Jahren für die Lotterien. Gleich vier Kader der Firma gehen im Bundeshaus ein und aus. Furrerhugi führt aber auch das «Sekretariat» für die Parlamentarische Frauengruppe. 

So ist es möglich, dass die Firma die parlamentarische Frauengruppe, just zur Session, in der das Geldspielgesetz behandelt wird, zum «Pokerabend unter Parlamentarierinnen» lädt. «Wir bekommen eine Einführung in verschiedene Glückspiele wie Poker und Roulette begleitet von einem einfachen Abendessen», steht in der Einladung. «Purer Zufall», verteidigte Rosmarie Quadranti (BDP) die Einladung im «Tages-Anzeiger»

Auch die Farner Consulting AG spielt mit im Geldspielgesetz-Roulette. Sie vertritt die informelle Lobbygruppe Zukunft Glücksspiel. Im «Farnerblatt», wie die Publikation «Freiheit und Verantwortung» des gleichnamigen Vereins auch genannt wird – Farner Consulting betreibt die Geschäftsstelle der Gruppe – hat beispielsweise FDP-Nationalrat Thierry Burkart viel Platz erhalten, um die Vorzüge eines protektionistischen Modells darzulegen. Im Internet stösst man ziemlich schnell auf Burkart's CV als Farner-Konsulent. Gemäss der Farner-Homepage war er noch bis mindestens August 2016 als gewählter Nationalrat beratend für Farner tätig. Burkart selber betont aber, kein Mitarbeiter der Farner Consulting AG zu sein.

Burkart hat sich als Vertretung für seine Parteipräsidentin Petra Gössi aktiv in der nationalrätlichen Rechtskommission an der Entstehung des neuen Geldspielgesetzes beteiligt. 

5. Die Gibraltar-Connection 

Bild: John Locher/AP/KEYSTONE

Die geringsten Chancen gegen die ansässigen Netzwerke haben die ausländischen Online-Spiele-Anbieter, deren IP-Adressen bald gesperrt werden sollen. Ins Lobbying investieren sie trotzdem. Eine Gruppe europäischer Online-Anbieter hat Ex-Botschafter Thomas Borer mit seiner Dr. Borer Consulting angestellt. Für wen er genau arbeitet, bleibt geheim: «An Bemühungen, diese in die Schublade ‹illegal, unseriös, offshore und so weiter› zu stecken, mangelt es leider nicht», sagt Django Betschart von Dr. Borer Consulting: «Darum bevorzugen unsere Klienten, bei ihren Bemühungen nicht einzeln genannt zu werden.» 

Fakt ist, dass einige ausländische Online-Anbieter tatsächlich vor allem aus Briefkästen auf Malta oder Gibraltar bestehen. Dem widerspricht Anwalt Simon Planzer von Planzer Law. Auch er versucht, für ausländische Anbieter Einfluss zu nehmen. Einen Wandelhallen-Badge hat er allerdings nicht. Genausowenig wie Thomas Borer, dessen ehemaliger Badge-Sponsor SVP-Nationalrat Thomas Matter ab 2015 persönliche Mitarbeiter berücksichtigen wollte.* Gemäss Lobbywatch.ch hat er das nie getan.

Planzer arbeitet unter anderem für Pokerstars.com. Einer, der weltweit grössten Online-Pokerräume mit Sitz auf der Isle of Man in der Irischen See. Pokerstars ist in mehreren Ländern lizensiert. So will es Planzer für seinen Kunden auch in der Schweiz. «Die ausländischen Anbieter haben Interesse daran, sich lizensieren zu lassen und legal und mit allen daran verknüpften Bedingungen ihre Dienste anzubieten», sagt Planzer. Die Online-Anbieter wollen ihr Schmuddel-Image loswerden. 

6. Die NGO 

Bild: Julie Jacobson/AP/KEYSTONE

Die schwächste Lobby hat der Spielerschutz. Gerade mal 4.5 Millionen – das sind 0,3 Prozent der Gesamteinnahmen – wurden in Prävention und Behandlung von Spielsucht investiert. Schätzungsweise 75'000 Menschen in der Schweiz sind spielsüchtig. Sucht Schweiz schätzt die sozialen Kosten der Spielsucht auf 551 bis 648 Millionen Franken pro Jahr. Die NGO fordert, dass beim neuen Geldspielgesetz, der Spielerschutz ebenso stark gewichtet wird wie die Interessen der Geldspielanbieter.

Allerdings befürchtet Sucht Schweiz, dass mit einer möglichen Zulassung von ausländischen Internetportalen für Geldspiele «ein unkontrollierbarer Schwarzmarkt weiter besteht und der Schutz der Spieler und Spielerinnen auf der Strecke bleibt», schreibt die Organisation in ihrem aktuellen Bericht. 

Online-Geldspiele bergen gemäss Sucht Schweiz besondere Risiken. «Sie sind Tag und Nacht zugänglich und der Jugendschutz kann leicht umgangen werden.»

*In einer früheren Version des Artikels stand, Thomas Matter habe Thomas Borer den Badge weggenommen. Thomas Borer legt Wert auf die Feststellung, dass er den Badge gar nicht mehr habe haben wollen. 

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Brikne, 20.7.2017
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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jaqueline 28.02.2017 12:47
    Highlight Die ach so heiligen Dual-Monopolisten und Politiker, die ihre eigenen Interessen in Gesetze schreiben, sollten sich schämen und umgehend den Job wechseln.
    Ist das Liberal oder ist dass die an der freien Marktwirtschaft orientierte Wirtschaftspolitik?
    # DavidgegenGoliath
    #Marktverdrängung
    # Korruption
    10 0 Melden
  • LeBron79 28.02.2017 09:18
    Highlight Hier wird das erste Mal in der liberalen Schweiz versucht, ein Monopol zu Stärken und das Geschäft unter den Grossen aufzuteilen. Das wird mit dem Deckmantel von Schwäche (Spielsucht) begründet. Das passt nicht zur Schweiz. Shame Swissloss!
    14 1 Melden
  • roberto 60 28.02.2017 08:05
    Highlight Es ist unglaublich für wie dumm man die Bevölkerung hält. Die Monopolisten schreiben selber Gesetze (gemäss Bundesrätin Sommaruga) und alle Politiker nicken ab. Wohin führt das nur, wenn die Politiker nur noch ihre eigenen Interesse vertreten und die Interessen der Bevölkerung bleibt auf der Strecke.
    10 0 Melden
  • Zweiundvierzig 27.02.2017 20:51
    Highlight Eine Lizenz zu erteilen hat übrigens nichts mit Zensur zu tun, daher: 'lizenzieren', und nicht 'lizensieren'. Gruss ans Lektorat.
    0 1 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 21:22
      Highlight Ausländische Anbieter können sich um eine Lizenz bewerben und vorerst wird das Angebot auf Eis gelegt. Aus der Schweiz lässt es sich dann nicht mehr wie bisher in den Client einloggen.
      Das kommt definitiv einer Zensur gleich.

      Und analog Portugal werden sich Anbieter nicht um die teuren Lizenzen für so einen verschwindend kleinen Markt reissen.
      2 1 Melden
    • Zweiundvierzig 27.02.2017 21:30
      Highlight Ich habe nur auf einen Schreibfehler hingewiesen, der mittlerweile korrigiert wurde.
      1 0 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 22:44
      Highlight Bei genauerem Betrachten habe ich es nach Absenden meines Kommentares auch gemerkt.

      In der Hitze des Gefechts sollte ich mir dann doch manchmal etwas mehr Zeit lassen beim Lesen ;).

      Sorry.
      1 0 Melden
  • Marcel Hänggi 27.02.2017 17:57
    Highlight


    Der angeblich seriöse Anbieter Swisslos beschimpft durch Dr. Fasnacht die ausländischen Anbieter als Hort der Kriminalität.
    Swisslos gilt in der Schweiz als heilige Kuh und es wird alles dafür unternommen, dass dies auch weiterhin so bleibt. Es geht weder um Spielerschutz noch um seriöse Angebote. Es geht hier um eine reine Monopolstellung.
    17 1 Melden
    • GrünerFuchs 27.02.2017 20:01
      Highlight Genau auf den Punkt gebracht! Swisslos stellt sich als Unschuldslamm hin, dabei wollen ja gerade sie ein noch grösseres Stück Kuchen von allen Spielern und Spielsüchtigen.
      11 1 Melden
  • Geistesblitz1 27.02.2017 17:45
    Highlight Klar ist das alles ein abgekartetes Spiel - die Monopolisten Swisslos, LoRo und Casionos haben bekannerweise die Köpfe zusammen gesteckt und sich ein Gesetz auf den Leib geschrieben - und das Justizdepartement hat alles freundlich abgenickt. Um die Wirtschaftsfreiheit so richtig zu torpedieren muss man auch gleich einen Zaun rund um die Schweiz bauen. Konkurrenz belebt die Wirtschaft, aber vor dieser hat man einfach nur Schiss und eliminiert sie. Tolle Leistung - und danach kann kann sich mit einem Gehalt von über 400'000 wieder hinter dem Schreibtisch verstecken - im geschützten Monopol-Raum!
    14 1 Melden
  • ThePower 27.02.2017 17:34
    Highlight Oh je, oh je. Gilt das neue Gesetz dann auch für Sportwetten?😳😥Habe keine Lust auf die miesen Quoten und das schmale Sporttip-Angebot..Wer weiss mehr?
    7 0 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 18:17
      Highlight Wird für alle internationalen Anbieter von Geldspielen gelten, korrigiert mich wenn ich falsch liegen sollte.

      Gibt es eigentlich noch reine Sportwettenanbieter? Die meisten haben doch ihr Angebot auf Poker und Casinogames ausgeweitet und umgekehrt.
      Oder sie haben sich zusammengeschlossen wie Full Tilt und Pokerstars oder Partypoker und Bwin.

      Und ja Sporttip ist wie Bwin quotentechnisch der reine Graus und das Rake und Angebot in Schweizer Casinos für Pokerspiele jenseits von gut und böse. Das wird dann online auch nicht besser aussehen.
      2 0 Melden
    • Blister 27.02.2017 19:20
      Highlight IP Sperre umgehen ist sicher kein Problem. Gewinne über ca. 3000 CHF werden aber oft nur gegen Adressangabe ausgezahlt...Das könnte ein Problem sein.
      3 0 Melden
  • Silent_Revolution 27.02.2017 15:20
    Highlight Das Sperren von internationalen Anbietern durch lokale Casinolobbys ist ja in Europa leider längst nichts neues mehr.
    Im Grunde wollen faule Casinobetreiber, die einfach nicht mit der Zeit gegangen sind und für welche Innovation ein unbekannter Begriff ist, durch solche Massnahmen ein Monopol errichten.
    Lächerlich am Ganzen ist, dass die lokalen Casinos online gar kein Angebot vorzuweisen haben.

    Dass der Bundesrat solche Praktiken wünscht, unterstützt und vorantreibt ist etwas sehr befremdlich.
    16 3 Melden
  • paddyh 27.02.2017 14:32
    Highlight Ich glaube, diejenigen,die hier sagen, dass eine IP sperre nichts bringt, unterschätzen die "Faulheit" gewisser mitmenschen. Ich denke, dass es nicht lange geht, bis sich so etwas eingestellt hat. Ist irgendwie mit illegalen downloads zu vergleichen. Sobald die legalen Angebote gut genug sind,werden sie auch genutzt. Versteht mich nicht falsch, ich mache mich hier nicht stark für dieses Gestz. Ich glaube nur, dass es wahrscheinlich besser funktionieren würde,als viele glauben wollen.
    9 0 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 15:33
      Highlight Es wird garantiert funktionieren, ist ja auch im umliegenden Ausland zu sehen. Mit Faulheit hat das allerdings nicht zu tun. Die Möglichkeit das Ganze mit VPN zu umgehen besteht zwar, aber das Risiko aufzufliegen will auch nicht jeder eingehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sonderlich viele Spieler aus den USA auf Pokerstars spielen, denn möglich ist es ja ebenfalls.
      1 2 Melden
  • Kashmiri 27.02.2017 14:26
    Highlight Bitte NR , Pokerturniere auserhalb Casinos erlauben! Rest ist mir egal!
    4 6 Melden
  • Optimistic Goose 27.02.2017 14:07
    Highlight Haha die Frauengruppe hat eine bluewin-Adresse.
    7 2 Melden
  • DerTaran 27.02.2017 13:58
    Highlight Wenn wir mal mit den IP-Sperren anfangen ist dem Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Welcher internationale Anbieter wird dann als nächster dicht gemacht? Google, Facebook oder Snapchat?
    Der Weg in die Unfreiheit ist mit guten Absichten gepflastert.
    12 1 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 15:27
      Highlight Warum gute Absichten? Die einzigen Absichten solche Sperren einzuführen sind finanzieller Natur.
      5 1 Melden
  • Wehrli 27.02.2017 13:31
    Highlight Glückspiel ist vor allem ein Gesellschaftsphilosophisches Thema: Zum einen Leben die Casinos von den Spielsüchtigen, wenn die dann pleite sind, werden die sowieso als "Spielsüchtige" gesperrt, und man wahrt das Gesicht. Zum Anderen sind wir aber freie und mündige Menschen und haben ein Recht auf Elend.
    Nicht ganz einfach diese Zwickmühle, aber ich würde auf Schwarz wetten ...
    25 0 Melden
  • Makatitom 27.02.2017 13:01
    Highlight Netzsperren sind lächerlich. Und wenn man so etwas einführt, müsste man dann nicht auch den Hauptarbeitgeber von Frau Rickli, Goldbach Media AG, jedes Mal büssen, wenn Werbespots ausländischer Online-Kasinos wie zum Beispiel Pokerstars.net, ausgestrahlt werden.
    Des Weiteren bin ich schon längst der Meinung, dass gewählte Politiker, wenigstens auf Bundesebene, alle ihre VR-Mandate, Vereins-Präsidentschaften etc. sofort mit Amtsantritt abgeben müssten. Die "richtigen" Lobbyisten in der Wandelhalle sind nämlich bereits schlimm genug, da braucht es nicht noch als "Politiker" getarnte Lobbyisten
    24 3 Melden
    • ThomasHiller 27.02.2017 13:41
      Highlight Sollen Politiker nicht auch für die Interessen der Wähler eintreten, insofern auch für diejenigen, für die sich selbst einbringen (z.B. Vereinsmitgliedschaften und -vorstandstätigkeiten)?
      Politiker sind ja nicht dazu da, ALLE Interessen zu vertreten sondern nur diejenigen, für die sie gewählt werden. Ersteres wäre vielleicht auch etwas viel verlangt.
      0 7 Melden
  • atomschlaf 27.02.2017 12:32
    Highlight Die Online-Zockerei geht mir zwar am Allerwertesten vorbei, aber Netzsperren gehen gar nicht!

    Als nächstes werden dann Websites mit missliebigen Informationen gesperrt oder es stehen Coop und Migros auf der Matte und wollen amazon.* gesperrt haben.

    Abgesehen davon sind Netzsperren auch untauglich. Wer nur ein bisschen eine Ahnung hat, umgeht diese mit Links.
    70 2 Melden
    • Andreas Fröhli 27.02.2017 15:46
      Highlight Onlinepoker in gesundem Masse ist etwa so normal wie Fussball, nur dass die rückständige Gesellschaft dieses Spiel noch nicht als Geschicklichkeitsspiel eingestuft hat.

      Das Gesetz erklärt: https://goo.gl/JwVhDr
      3 0 Melden
  • Blister 27.02.2017 12:27
    Highlight Die abartig schlechten Quoten beim Schweizer Sport Totto sind ein Riesenwitz und jeder der sich nur im entferntesten für Sportwetten interessiert findet vorher 100e Alternativen im Ausland. Widerspricht dieses Gesetz nicht den EU Rechten? Ich meine jede Banane kann heute in der Schweiz arbeiten oder Aufträge annehmen, aber bei den Wettbüros soll das nicht mehr erlaubt sein?
    37 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.02.2017 12:19
    Highlight Das ist Zensur und nichts anderes. Ich will selber entscheiden welchen Casinohaien/Wettbüros ich mein Geld in den Hals werfe.
    58 5 Melden
  • Pisti 27.02.2017 12:19
    Highlight So weit ich weis kann man IP Sperren umgehen. Ich spiele seit Jahren auf PokerStars(Full Tilt) und habe meine Gewinne immer ordentlich versteuert. Wenn es nur noch einen schweizer Anbieter geben sollte, muss ich das Verbot wohl irgendwie umgehen und versteuern werde ich den Gewinn dann sicher nicht mehr. SwissCasino kann ja gar nie so ein Angebot wie es PokerStars hat auf die Beine stellen, wo tausende Leute auf der ganzen Welt gegeneinander spielen. Der Spielerschutz ist den Casinos sowieso egal, es geht nur ums Geld.
    52 4 Melden
    • Robi14 27.02.2017 12:32
      Highlight oder dann halt auswandern, wenn man vom onlinespielen lebt.
      5 14 Melden
    • Pisti 27.02.2017 12:51
      Highlight Das werden die, die davon leben sicher tun. Und das werden sicher nicht die schlechtesten Steuerzahler sein. Interessant ist ja auch, dass die Main Events bei PS immer noch von Sonntag Nacht auf Montag stattfinden, die Amis ja aber seit längerem schon ausgeschlossen sind. Also entweder umgehen die alle die IP Sperre oder sie sind alle nach Kanada ausgewandert. 😎😎
      10 1 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 14:47
      Highlight Mich nimmt mal Wunder wie du die Gewinne ordentlich versteuerst. Bzw mit welcher rechtlichen Grundlage Steuerbehörden solche Gelder entgegennehmen. Denn grundsätzlich ist Online Poker bei ausländischen Anbietern auch jetzt noch eine rechtliche Grauzone. https://www.cardschat.com/ch/

      Lediglich Pokergewinne zu versteuern wäre ein riesiges Verlustgeschäft, wenn du die Buyins nicht abziehen kannst und als Einkommen lässt es sich aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation eigentlich auch nicht.

      Aber so genau nimmt das wohl keiner bei den Behörden, solange Geld reinkommt.
      1 1 Melden
    • Pisti 27.02.2017 17:38
      Highlight Silent_Revolution ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich lasse meine Steuererklärung durch meinen Treuhänder machen, da ich nichts davon verstehe. Gemäss seiner Aussage ist das Geld, dass auf meinem Konto landet aber versteuert.
      0 0 Melden
    • Silent_Revolution 27.02.2017 18:09
      Highlight Danke für die Info, wäre aber noch interessant wie die Big Player wie I`am_Sound und desgleichen ihre Einkommen steuerlich rechtfertigen.

      Denn sämtliche Turniere an denen wir im internationalen Markt (888, Ps, Party) teilnehmen sind hier illegal, die Firmen können natürlich trotzdem nicht rechtlich belangt werden und wir Schweizer Spieler werden bisher einfach toleriert.

      Werden hierzulande wirklich massenweise eigentlich illegale Gelder versteuert und die Behörden halten die Hand auf?
      1 0 Melden
  • Jaing 27.02.2017 11:56
    Highlight Staatliche Zensur würde man sowas nennen. Und wenn jemand im Ausland spielen will, so wird er das auch weiterhin tun, ist ja nicht das geringste Problem.
    43 2 Melden

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