Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR NEUSTEN UMFRAGE DES BUNDESAMTES FUER STATISTIK, UEBER DEN KINDERWUNSCH VON JUNGEN MAENNERN UND FRAUEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - A father shows his four-year and his six-year-old sons his iPad, pictured on Juliy 9, 2011 in Daillens in the canton of Vaud, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bundesgericht schafft Präzedenz-Urteil: Der betreuende Partner erhält in einem Trennungsfall Alimente in Höhe des Existenzminimums. Bild: KEYSTONE

3670 Franken Unterhalt: Diese 6 Dinge musst du als Vater jetzt wissen

Das Bundesgericht hat entschieden: Bei einer Trennung soll der Elternteil, der die Kinder betreut, vom Ex-Partner genug Geld erhalten, um sein Existenzminimum decken zu können. Das Urteil gilt als Präzedenzfall. Diese sechs Dinge musst du darüber wissen.

19.05.18, 17:38 21.05.18, 13:12


Aus 1300 wurden 3670 Franken: Im Falle eines Genfer Ehepaars hat das Bundesgericht am Donnerstag einen neuen Grundsatzentscheid zum Betreuungsunterhalt gefällt. Demnach soll der Ex-Partner, der die Kinder betreut, Alimente in Höhe des Existenzminimums erhalten.

Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten zum wegweisenden Urteil:

Warum sorgt das Urteil für Aufsehen?

In erster Linie, weil damit die Unterhalts-Forderungen teilweise deutlich höher ausfallen können als bisher. Im Genfer Fall war erstinstanzlich verfügt worden, dass der Mann der Frau 1300 Franken pro Monat für ihren eigenen Unterhalt und den des Kindes bezahlen muss. Nach dem Verdikt des Bundesgerichts betragen die Unterhaltszahlungen neu insgesamt 3670 Franken.

An dem Präzedenzfall werden sich künftig die Gerichte im Land orientieren. In der Mitteilung des Bundesgerichts heisst es unmissverständlich: «Der Betreuungsunterhalt bemisst sich insofern nicht nach dem Einkommen der zahlungspflichtigen Person, sondern nach den Bedürfnissen des betreuenden Elternteils. Dabei ist im Prinzip auf das familienrechtliche Existenzminimum abzustellen.»

Das Existenzminimum bezieht sich dabei nur auf die nötigsten Ausgaben und hängt unter anderem von den lokalen Lebenshaltungskosten ab. Das Existenzminimum des Zahlenden bleibt dabei jedoch unangetastet.

Wie wurde der Kindesunterhalt bis jetzt berechnet?

Dies war von Kanton zu Kanton unterschiedlich und hing zudem vom Richter ab. In manchen Fällen musste die zahlende Person bereits das Existenzminimum der betreuenden Person decken. In anderen Fällen hiess es im Urteil, sie müsse den Prozentanteil des Lohnes ersetzen, der durch die Betreuung ausfällt.

Arbeitet eine Mutter zum Beispiel nicht mehr Vollzeit, sondern nur noch 50 Prozent, muss der Vater auch 50 Prozent des Lohnes ersetzen. In manchen Fällen griff man auf eine Pauschale von beispielsweise 1500 Franken im Monat zurück. Die Rechtssprechung war damit sehr grossen kantonalen Unterschieden unterworfen.

Das Bundesgericht betont aber in seiner Mitteilung, dass die Verantwortung für die Einschätzung, was Ausmass und Form der Betreuung anbelangt, weiterhin bei den kantonalen Richtern liegt.

Was, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?

Seit 2017 gelten diesbezüglich für alle Eltern dieselben Regeln – egal, ob sie vor der Trennung verheiratet waren, als Paar gelebt haben oder ob das Kind bei einem One-Night-Stand gezeugt wurde. 

Davor mussten unverheiratete Väter (oder Mütter) noch deutlich weniger zahlen: Sie leisteten lediglich Unterhaltszahlungen für das Kind, entschädigten den Ex-Partner aber nicht für seine Betreuungsarbeit. 

Wie reagieren Männerorganisationen?

Beim Dachverband der Schweizer Vater- und Männerorganisationen männer.ch stösst das Urteil grundsätzlich auf Verständnis. «Eine Harmonisierung tut Not und es macht Sinn, dass man diese Methode zur Berechnung der Unterhaltszahlung so festsetzt», sagt Markus Theunert, Mitglied der Geschäftsleitung.

Das Problem sei, dass die eigentlichen Streitpunkte ungeklärt blieben. So etwa die Frage, ob und in welchem Umfang Männer einen Anspruch darauf haben, das Kind ebenfalls zu betreuen, wenn sie das wollen.

«Wenn ein Vater seine Arbeitszeit zu Gunsten von mehr Kinderbetreuung senken will, muss das möglich sein, auch wenn er vorher 100 Prozent gearbeitet hat», so Theunert. Man erwarte deshalb in nächster Zeit noch sehr viel weiterreichende Urteile des Bundesgerichts, etwa wenn es um die 10/16-Regel geht (siehe nächste Frage).

Unzufrieden ist man beim Dachverband auch mit der Formulierung, dass grundsätzlich nur Anspruch auf Auszahlungen nach der Lebensunterhaltungskosten-Methode besteht, wenn die Betreuung unter der Woche erfolgt.

«Das ist einfach realitätsfern», sagt Theunert. Personen, die am Wochenende arbeiten, würden damit ganz klar benachteiligt. «Heute ist es generell doch schon normal, dass man auch abends und am Wochenende arbeitet. Für Väter nach der Trennung und Scheidung verwischen die Grenzen vollends.»

Was ist die 10/16-Regel?

Nach dieser Regel muss der betreuende Elternteil keiner Arbeit nachgehen, bis das Kind 10 Jahre alt ist. Danach ist eine Arbeitsstelle bis 50 Prozent zuzumuten. Erst wenn das Kind das 16. Altersjahr erreicht hat, kommt eine Vollzeitstelle wieder infrage. Dies verhindert laut Experten, dass sich Paare den Unterhalt und die Betreuung fair teilen. 

Auch hier unterscheidet sich die Handhabung der Kantone stark. Während zum Beispiel Gerichte im Kanton Zürich die Regel nicht mehr oder nur noch selten anwenden, wird sie in anderen Kantonen immer noch als Leitfaden benutzt.

Theunert und die Väterorganisationen wünschen sich eine Abschaffung der Regel, weil sich daraus ein Nachteil für die Väter ergibt. «Erwerbsarbeit ist spätestens nach Schuleintritt zumutbar. Die heutige Regel ist auch im internationalen Vergleich eine völlige Luxus-Lösung», so Theunert.

Dabei könne es im schlimmsten Fall sogar dazu kommen, dass der Vater horrenden Unterhalt zahlen muss und gleichzeitig in die Betreuung des Kindes kaum einbezogen wird. «Das sorgt für viel Unmut», sagt Theunert.

Wie können horrende Unterhaltszahlungen bei einer Trennung vermieden werden?

Teilen sich Paare die Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit schon vor der Trennung Fifty-Fifty, erübrigten sich viele Probleme, sagte der spezialisierte Anwalt Thomas Gabathuler im Interview mit watson. «Im Idealfall können so nach einer Trennung beide Elternteile weiterhin für das Kind da sein und ihrem Job nachgehen – und keiner ist dem anderen finanziell etwas schuldig.»

Schwierig werde es meist, wenn die Paare während ihrer gemeinsamen Zeit eine traditionelle Rollenteilung wählten und die Weichen nach der Trennung plötzlich komplett anders stellen wollten.

Bald 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub?

Video: srf

Bilder, die zeigen, wie cool deine Eltern waren

Das könnte dich auch interessieren:

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

141
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 21.05.2018 13:17
    Highlight Potentielle Väter und Mütter müssen sich auch über die erhebliche anfallenden Kosten im klaren sein, wenn sie gemeinsam mit dem/der Partner/in leben und die Kinder gemeinsam betreuen und verköstigen bis diese ihre Ausbildung beendet haben.
    Es gibt keinen Preisnachlass für friedlich zusammenlebende Eltern, einzig die Anwaltskosten fallen weg. Die Ueberlegung, ob man es sich leisten kann und welche Einbussen man allenfalls in Kauf nehmen muss werden besser angestellt bevor man eine 25 Jahre dauernde Verbindlichkeit eingeht.
    3 1 Melden
  • Lunaral 20.05.2018 23:37
    Highlight Sicherlich ein spannender Artikel, doch der Titel ist meiner Ansicht nach denkbar schlecht gewählt, um nicht zu sagen klischeehaft sexistisch. Anstatt "Vater" sollte da doch wohl eher "getrennter Elternteil" stehen? Betrifft schliesslich alle getrennten Eltern, egal ob Mann oder Frau.
    7 5 Melden
  • Lattenknaller 20.05.2018 14:53
    Highlight Ich kenne aus meinem Umfeld genau das gleiche.
    3.600 Unterhalt obwohl er die Kinder zu 45% bei sich hat. Die Ex hat noch schnell vor der Scheidung ihr Pensum reduziert.
    Konnte die Whg künden und ist wieder zu Mutti gezogen dass geht dann auch unter Kindswohl.
    Einzig positiver Punkt er hat gleich aufgehört zu rauchen.
    23 4 Melden
    • Burdleferin 21.05.2018 15:26
      Highlight Solche Geschichten kommen immer nur von einer Seite der Betroffenen... wenn man die andere fragen würde, wäre da sicher auch bei ihm einiges im Argen.
      2 7 Melden
  • David Steger 20.05.2018 12:51
    Highlight Bei einer vierköpfigen Familie, bei der ein Elternteil die Kinder betreut und der andere Elternteil als Coiffeuse/Coiffeur arbeitet und 4000 Fr/Mt verdient, würde das so enden: Der betreuende Elternteil bekommt 3670 Fr/Mt plus Kinderzulagen und der arbeitende Elternteil behält 330 Fr/Mt seines Lohnes und muss Sozialhilfe beantragen... ganz toll!
    Und wenn die Mutter arbeiten war und der Vater die Kinder betreut hat, bekommt sie das Sorgerecht und er darf sich eine Stelle suchen, die wahrscheinlich ähnlich schlecht bezahlt ist...

    Oder habe ich das falsch verstanden?
    27 6 Melden
    • Roman Stanger 21.05.2018 20:45
      Highlight Ich denke schon, siehe: "Das Existenzminimum des Zahlenden bleibt dabei jedoch unangetastet."
      0 0 Melden
  • papipapo 20.05.2018 12:10
    Highlight Danke, dass ihr den Artikel so klar geschlechtsbezogen schreibt.
    Ein bereits vor der Scheidung hälftig betreuender Vater, der bis vor Bundesgericht verloren hat. Kaum war das Urteil da wechselte das Kind wegen Schlafstörungen zu mir und seither bin ich alleinerziehend, zahle die Scheidungsschulden ab und erhalte keine Alimente oder Unterhalt von der Mutter.
    34 3 Melden
  • AllknowingP 20.05.2018 11:58
    Highlight Spannend finde ich ja die Aussage "Sobald das Kind Schulpflichtig wird, ist das nachgehen einer Erwerbsarbeit zumutbar" Dies aber NUR im Scheidungsfall. Wenn alles bestens läuft gibts für den Mann 1,2 Tage für die Frau 14 Wochen Mutterschaftsurlaub...... da soll mir einer mal die Logik dahinter erklären !!!!
    19 5 Melden
  • Husar 20.05.2018 10:43
    Highlight Das Gericht hat das Existenzminimum des Mannes nicht berücksichtigt. Sind Männer Bürger zweiter Klasse, gar die Sklaven ihrer Ex?
    80 7 Melden
  • p4trick 20.05.2018 09:16
    Highlight Steuerersparnisse nicht vergessen. 3670 ist ja das maximum wenn jemand über 100k verdient, da ist der Grenzsteuersatz immerhin min. 26% was dann nach Abzug Steuern noch 2800 sind.
    Bei 50k ist der Grenzsteuersatz bereits 18% das kann vom Betrag abgezogen werden.
    Keine Relativierung des Betrags nur ein fyi
    5 15 Melden
  • Thurgauo 20.05.2018 08:15
    Highlight Bei solchen Unterhaltungszahlungen würde ich hinschmeissen und nicht mehr arbeiten gehen, da fährt man ja besser. Mit Gleichberechtigung sieht es hier leider auch sehr düster aus.
    76 10 Melden
    • Iko5566 20.05.2018 09:51
      Highlight Stimmt. Denn sähe es mit der Gleichberechtigung gut aus würden hier nicht alle davon ausgehen, dass der „nicht betreuende Elternteil“ zwangsläufig der Mann ist. Solange dies so ist sollen sie auch bezahlen.
      18 42 Melden
    • Ikarus 20.05.2018 16:38
      Highlight Kannst sicher sein wenn der mann sagt er will ebenfalls betreuen schaut die frau das er sie nicht bekommt und sie das geld kassiert. Genau so läuft es zu 70% ab und nicht anders. Die männer schauen jeweils das sie möglichst wenig zahlen müssen und die frauen wollen möglichst viel, der bessere anwalt gewinnt. Anstatt miteinander zu reden und für beide einen mittelweg suchen gehts nur um hass und dem anderen eins auszuwischen
      10 2 Melden
  • p4trick 20.05.2018 07:51
    Highlight @Watson könnt ihr mal einen Bericht über Vasektomie bringen? Das wird jetzt aktueller denn je.
    71 7 Melden
  • Iko5566 20.05.2018 06:29
    Highlight Die armen Männer!! Leute!!! Zahlen muss hier der nicht betreuende Elternteil. Wenn ihr alle davon ausgeht, dass dies ganz selbstverständlich der Mann ist, dann ists auch völlig richtig, dass ihr bezahlt. Meine Frau und ich werden 80/60 arbeiten, wenn unsere Zwillinge alt genug sind. Eine Tagesmutter (übrigens um einiges Preiswerter als eine Kita) oder die Grosseltern erledigen den Rest. Somit ist das Problem gelöst. Moderne Familienmodelle helfen bei dieser Problematik ungemein.
    32 58 Melden
    • Husar 20.05.2018 10:39
      Highlight Falsch gedacht. In den meisten Fällen will die Mutter nach der Scheidung kein geteiltes Sorgerecht haben. Diesen Anspruch kann sie dann auch durchsetzten mit dem Segen der Gerichte. Was der Vater will spielt keine Rolle. Ihm wird einfach die Rechnung aufgebrummt.
      53 14 Melden
    • Iko5566 20.05.2018 11:48
      Highlight Ähmmm NEIN. Getriltes Sorgerecht ist mittlerweile Standart. Guckst du hier.

      https://www.ch.ch/de/sorgerecht-scheidung/

      14 23 Melden
    • Brasser 20.05.2018 12:47
      Highlight @Iko5566
      In Deiner kleinen heilen Welt mag das so sein, es gibt aber z.B. auch der Fall, wo der Mann bedeutend mehr verdient als die Frau und gleichzeitig ohne Jobverlust sein Arbeitspensum nicht reduzieren darf/kann.

      Und wie willst Du hier eine "faire" Betreuungssituation erreichen?
      18 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheManoure 19.05.2018 23:35
    Highlight Ich finde es noch spannend, dass die EO mit 2970 CHF (1860 Elternteil + 1110 Kind) deutlich unter dem Existenzminimum des BG liegt...
    46 0 Melden
  • Ms. Song 19.05.2018 23:12
    Highlight Einfach nur rückständig und nicht nachvollziehbar. Ich bin ehrlich schockiert und kann jeden Mann verstehen, der keine Kinder will. Sogar ich als Frau überlege mir keine Kinder zu bekommen, da ich meinem Mann im Falle einer Trennung, nicht das Leben ruinieren will. Sorry, aber das nimmt einem Mann doch den Lebensmut
    60 19 Melden
  • SG61 19.05.2018 22:48
    Highlight Wichtig wäre die Gleichberechtigung, meine Kinder sind bei mir aufgewachsen, die ExFrau musste nur eine minimalste Unterhaltszahlung (CHF 250.00 pro Mt/Kind) entrichten. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?
    152 7 Melden
  • Lattenknaller 19.05.2018 22:40
    Highlight An alle Männer, gebt Fersengeld wenn eure Partnerin was von Kinderwunsch redet...
    103 23 Melden
  • lilie 19.05.2018 22:14
    Highlight Wie kann das sein? Da muss der Mann der Frau die Existenz sichern - als lebten wir im Mittelalter. Die 10/16-Regel ist genauso rückständig.

    Man sagt, ein Drittel aller Ehen werde geschieden - aber gescheite Modelle für eine Trennung mit Kindern fehlen immer noch. Man tut einfach so, wie wenn es die Regel wäre, dass Mami, Papi und Gofen gemeinsam ihr ganzes Leben verbringen würden.

    Aber Scheidungen sind häufig, Lösungen fern, und am Ende gehts nur ums Geld. Was wenn der Papa nichts mehr mit den Kindern zu tun haben will, sich das aber nicht leisten kann?

    Das ist doch gaga!
    65 14 Melden
    • Gringoooo 20.05.2018 01:12
      Highlight Bei verheirateten und geschiedenen Eltern ändert sich nichts. Es geht hier nur um die "Gleichstellung" von eben nicht-verheirateten.
      Die Scheidungsrate liegt im Mittel ca. Bei 50%.
      Der nacheheliche Unterhalt bleibt mehr oder weniger gleich wie immer (jedoch neu mit Vorrang für mimderjährihen-Kindesunterhalt).
      Es ist nie leicht eine passende Lösung für alle zu finden. Jedoch ist eines klar: die Kinder sollten nicht darunter leiden (was auch der Grundgedanke der Revision war - dass aussereheliche Kinder nicht schlechter gestellt werden als eheliche Kinder).
      10 10 Melden
    • lilie 20.05.2018 06:57
      Highlight @Ni Hao: Zu einem gewissen Grad, ja. Aber dann auch wieder nicht. Es gäbe einfache Lösungen. Wenn sich aber die Allgemeinheit dagegen sträubt, weil sie das Ideal der Kleinfamilie hochhält, die es in der Realität in vielen Fällen gar nicht gibt, steht das eben der Problemlösung im Weg.

      Leidtragende sind dabei die Kinder, denen man auch noch die gleichen unerreichbaren Ideale einpflanzt.

      Und weil das so viele betrifft, wird das Problem des einzelnen (wenn man bei einer ganzen Familie überhaupt von "einzelnen" sprechen kann) dann plötzlich zu einem gesellschaftlichen Problem.
      8 7 Melden
    • lilie 20.05.2018 12:09
      Highlight @Ni Hao: Eben. Und warum werden dann alle diese Eventualitäten nicht im Voraus durchgespielt und wenn möglich ähnlich einem Ehevertrag in einem Familienvertrag festgehalten? Stattdessen lässt mans drauf ankommen und sieht sich halt vor Gericht wieder! Es ist einfach weltfremd und blauäugig.
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • B-Republk 19.05.2018 21:52
    Highlight Von wo habt ihr den Betrag? Aus der Medienmitteilung des Bundesgerichts ist dieser nicht ersichtlich und das schriftliche Urteil wird erst noch veröffentlicht.

    Wenn es aus der öffentlichen Beratung hervorgeht - weiss jemand ob es mit der neuen Rechtsprechung auch Änderungen bezüglich des Existenzminimums des Unterhaltsschuldners gibt?
    Dieses wurde diesem unter der bisherigen Rechtsprechung ja zwingend belassen.
    29 3 Melden
    • Gringoooo 20.05.2018 01:06
      Highlight Nein gibt es nicht. Zwar wollte eine Gesetzesinitiative Mankofälle gleichmässig verteilen, es kam jedoch nicht durch. Ergo bleibt das Familienrechtliche Existenzminimum gesichert. Weiterhin ändert sich nicht viel. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass auch nie-verheiratete zum Zuge kommen. Der Unterhaltsbeitrag hat sich schlicht vom nachehelichen Unterhalt in den Kindesunterhalt verschoben. Die Berechnungsmethoden (und Grenzen) bleiben grundsätzlich die gleichen. Das Präjudiz war nur bezüglich der Berechnungmethode für die Betreuungsleistung selbst. Der Rest wie gehabt.
      9 2 Melden
  • Reusser 19.05.2018 21:49
    Highlight Wir sollen also noch mehr bluten? Einige von und zahlenden Vätern haben es ja wohl schon schwer genug nicht?
    63 24 Melden
  • plaga versus 19.05.2018 21:02
    Highlight Die meisten Leser schnallen nicht, dass es nur jene Männer/Frauen betrifft, deren Exen gar nicht arbeiteten. Das heisst also, dass der Ex seiner Ex einen "Ersatzlohn" in der Höhe des Existenzminimum überweisen muss. Arbeitet die Mann/Frau trotz Betreuung die Kinder, bekommt er/sie nur die Differenz.
    Ich verstehe den Aufschrei hier nicht, gefragt sind heute halt moderne Familienmodelle.
    55 122 Melden
    • mein Lieber 19.05.2018 22:00
      Highlight Plaga Versus schnallt nicht, dass diese Regelung faule Mütter belohnt...
      143 38 Melden
    • wintergrün 20.05.2018 07:54
      Highlight @don't panick
      Das hast Du bei der Heirat ja selber in der Hand - heirate halt eine fleißig die Arbeiten will und hilf von Anfang an mit Haushalt und Kind.
      Erst traditionelle bequeme Aufgabenteilung und dann rummotzen geht gar nicht.
      25 17 Melden
    • plaga versus 20.05.2018 08:32
      Highlight Ich bleibe dabei.

      Eine Mutter arbeitet Teilzeit und verdient netto 2500.- Fr. Dann zahlt der Vater, der die Kinder notabene nicht mal teilbetreut (!), noch maximal 1170.- Fr.
      17 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 19.05.2018 20:50
    Highlight Tja aber BGE wollten wir nicht, das wären 3100 für eine Alleinerziehende Frau, wären dann noch 500.- für den Mann.
    Aber ja wollten wir ja nicht jetzt muss der Staat einfach Männer die 100% Arbeiten aber zu viel abdrücken müssen noch mit Sozialhilfe unterstützen. Moll super Lösung..
    67 19 Melden
  • büezer83 19.05.2018 20:27
    Highlight ich weiss nicht ob ich was beim lesen überflogenhabe, aber 3650.- im monat kanns sich wohl kaum jemand leisten, welcher mit ca 50-80k jahresgehalt lebt.
    wer sich gewaltige schulden eingeheimst hat muss mit einer lohnpfändung rechnen. aber auch da müssen die gläubiger dem verschuldetem das existenzminimum lassen. also kann es ja nur folgendermassen gehen: der vater wird auf lebzeiten schulden haben!

    wann kommt endlich die antibabypilke für den mann?!
    78 15 Melden
    • mein Lieber 19.05.2018 22:01
      Highlight Vasektomie heisst das Zauberwort 😉 best thing ever!!
      67 9 Melden
    • AllknowingP 20.05.2018 12:01
      Highlight Hats weh getan @ Dont Panic ?
      3 1 Melden
    • David Steger 20.05.2018 12:48
      Highlight Die bei kinderlosen Männer unter 30 nicht durchgeführt wird...
      0 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Graviton 19.05.2018 20:13
    Highlight Ich kann nicht beurteilen ob dieser Artikel gezielt empören soll, oder ob das Gerichtsurteil tatsächlich so halsbrecherisch ist für Männer. So oder so, für mich als Mann scheint es mittlerweile so, dass Vater werden finanziell ein gemeingefährliches Hochrisikoprojekt ist.
    108 14 Melden
    • kuni 19.05.2018 20:56
      Highlight Das Gleiche gilt für Mütter: Zu den am meisten armutgefährdeten Haushalten der Schweiz gehören Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern - also in der Regel alleinerziehende Mütter und ihre Kinder.
      74 49 Melden
    • Chnebeler 19.05.2018 22:54
      Highlight @kuni genau dies würde sich nun ändern nur, das neu die Väter welche bei der Betreuung nicht erwünscht sind auf Jahrzehnte mit dem Existenzminimum und hohen Schulden auskommen müssen. Ob dies wirklich besser ist?
      40 12 Melden
    • kuni 20.05.2018 09:12
      Highlight Nein, natürlich nicht.
      Aber viele stellen hier die Väter nun als Opfer dar, dass aber eben alleinerziehende Mütter seit Jahren stark armutgefährdet sind und nach jahrelanger Kinderbetreuung oft miserable Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, scheint nicht die gleiche Empörung auszulösen.
      10 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • axantas 19.05.2018 20:01
    Highlight "3670 Franken Unterhalt: Diese 6 Dinge musst du als Vater jetzt wissen"

    Positiv ist ja, dass Mütter - gemäss Titel des Artikels - aus dem Schneider sind. Die müssen diesbezüglich auf nichts achten.

    Ja, da ist eine grosse Prise Sarkasmus dabei.
    93 16 Melden
  • ConcernedCitizen 19.05.2018 19:34
    Highlight Wundere mich, ob ein anderes Land in Europa auch die 10/16 Regel kennt. Solche veralteten, das traditionelle Weltbild zementierenden Regelungen gehören abgeschafft.

    64 8 Melden
    • Diagnose: Aluhut 21.05.2018 06:31
      Highlight Die Antwort war übrigens nicht an dich gedacht, Citizien 😂 Sollte eins weiter unten plaziert werden 🙈
      0 0 Melden
  • Diagnose: Aluhut 19.05.2018 19:18
    Highlight Zum Glück lasse ich mich nächste Woche unterbinden 😊
    99 6 Melden
    • Rainbow Pony 19.05.2018 22:54
      Highlight Dann pass bloss auf, dass du über Pfingsten nicht noch irgendwohin ballerst ;-))
      43 2 Melden
  • EvilBetty 19.05.2018 18:51
    Highlight Wieso nennt ihr nur den Vater im Titel? Das kann ja auch die Mutter betreffen.
    61 77 Melden
    • Sharkdiver 19.05.2018 19:32
      Highlight In 1 von 100‘000 Fälle?
      118 27 Melden
    • smartha 19.05.2018 20:55
      Highlight Einer hier!
      39 4 Melden
  • stadtzuercher 19.05.2018 18:48
    Highlight Tja, das ist eben der Fortschritt, die Gleichstellung, die ihr alle immer fordert. Nun kriegt ihr sie, liebe Männer.
    34 118 Melden
    • Alnothur 19.05.2018 19:34
      Highlight Das ist keine Gleichstellung, sondern eine Schweinerei.
      134 25 Melden
    • El diablo 19.05.2018 20:15
      Highlight Gleichstellung ist, wenn der Mann ein Kind aberkennen könnte, wenn er es nicht will, so wie eine Frau ein Kind abtreiben kann, wenn sie es nicht will.
      90 65 Melden
    • Eine_win_ig 19.05.2018 20:22
      Highlight Erklären Sie mir bitte Ihren Gedankengang. Den kann ich bei bestem Wissen und Gewissen nicht nachvollziehen....
      29 11 Melden
  • Ökonometriker 19.05.2018 18:45
    Highlight Wer also nicht min. 6000 Franken verdient wäre dumm, wenn er weiter arbeitet, weil er mit der Sozialhilfe bessergestellt wäre.
    Das ist wieder mal eine super durchdachte Anreizstruktur.

    Man könnte natürlich auch verlangen, dass beide Eltern voll arbeiten und die Kinder in die Krippe geben. Die Kosten würden zu gleichen Teilen getragen. Aber das würde die Produktivität wohl zu stark steigern.
    106 15 Melden
    • kuni 20.05.2018 08:23
      Highlight In den Fällen, um die es hier geht, ist es möglicherweise schwierig für die Mutter überhaupt eine Stelle zu finden, nachdem sie jahrelang 'nur' Kind/er betreut hat..
      12 10 Melden
  • Frances Ryder 19.05.2018 18:45
    Highlight Herr Helfenberger könnte sie etwas klarstellen für mich? Der Artikel spricht davon, dass diese 3760 für den gesamten Unterhalt sind (Betreuungs- & Kindesunterhalt). Das Zitat des BG spricht aber nur spezifisch vom Betreuungsunterhalt. Also für was sind denn jetzt diese 3760 genau: nur Betreuungsunterhalt, Betreuungsunterhalt + Kindesunterhalt für 1 Kind oder Betreuungsunterhalt + Kindesunterhalt für X Kinder?
    54 2 Melden
  • Scaros_2 19.05.2018 18:35
    Highlight Ganz ehrlich - immer wenn ich so Dinge lese überlege ich mir, ob ich wirklich kinder haben will.
    411 28 Melden
    • Nick Name 19.05.2018 19:13
      Highlight Bitte den Artikel nicht zu stark gewichten...
      Fakt: Die grosse Mehrheit der Trennungen/Scheidungen mit Kindern verläuft einvernehmlich. (Nebst Statistik spreche ich auch aus eigener Erfahrung.)
      Und weder sind alle Kinderbetreuenden geldgierig und faul noch alle Nicht- oder Wenigerbetreuenden arme Säcke. (dito)
      60 60 Melden
    • Scaros_2 19.05.2018 23:09
      Highlight Wo steht den das ich den Artikel stark gewichte? Ich lese nur was eben immer häufiger - so scheint es - vorkommt und jedem passieren könnte. Es ist ein Fakt das so Fälle geschehen und man sich dann als der besser verdienende schon fragen muss ob das System dahingehend dann fair ist oder aber man in solch einen Strudel geraten möchte. Denn das Problem ist, du kannst es partout nicht wissen ob es zu solch einem Drama kommt und dann ist es eben "besser" sich zu überlegen auf Kinder zu verzichten und solchen Problemen "proaktiv" aus dem Weg zu gehen.
      10 3 Melden
    • Bacchus75 20.05.2018 07:37
      Highlight Oder versuche von Anfang an eine einvernehmliche Betreuungssituation zu schaffen. Idealform meiner Meinung nach z.B.
      Beide arbeiten 60%. Du betreust die Kinder 2 Tage alleine und sie betreut die Kinder 2 Tage alleine.

      Ein Tag sind die Kinder in der Krippe oder von Grosseltern/Freunden/Nachbarn betreut.

      Nur so als Beispiel...
      23 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blair 19.05.2018 18:26
    Highlight Ein Bericht über einen Bundesgerichtsentscheid ohne auf den Entscheid zu verweisen resp. ihn zu nennen - so nicht gerade brauchbar. Dazu gehört immer zuerst die Darstellung des Sachverhaltes (ausführlicher; für mich bestehen noch einige offene Fragen). Sorry,aber diese Wiedergabe/Darstellung ist schlichtweg unzureichend.
    133 6 Melden
    • Nick Name 19.05.2018 19:13
      Highlight Meine Rede...
      Aber so gibts wohl mehr Empörung/Klicks.
      62 4 Melden
  • Gringoooo 19.05.2018 18:21
    Highlight Hat sich das BGer explizit zur 10/16 regel geäussert? Sozialrechtlich gilt nämmlich ab 3tem Altersjahr eine 100% Arbeit als möglich. Wurde nämlich von gewissen Autoren bezweifelt ob die 10/16 Regel weiterhin Bestand haben wird.

    Aber gut zu wissen, wie das BGer nun den Betreuungsunterhalt bemisst. Befürchtungen nach einem Lohnersatz sind also ungerechtfertigt.

    Natürlich tuts auf dem Konto weh, aber:
    1. Kinder entstehen nicht durch Zufall - nehmt eure Verantwortung wahr.
    2. Man kann auch den Weg einer alternierenden Obhut gehen, dann kommts je nach dem fast auf 0 für die Betreuung.
    49 24 Melden
  • Jesses! 19.05.2018 18:17
    Highlight Zum Glück habe ich keine Kinder. Zahlen zahlen zahlen. Ich zahle gern...wenn ich auf Reisen bin.
    67 47 Melden
    • nor 19.05.2018 19:10
      Highlight Zum Glück.....
      40 6 Melden
    • EvilBetty 19.05.2018 19:37
      Highlight Ja, bei der Einstellung kann man von Glück reden...
      64 15 Melden
  • Troxi 19.05.2018 18:12
    Highlight Ja aber Hallo, wenn man 4500 Brutto pro Monat verdient und 3650 der Expartnerin überweisen muss bleiben selber noch knapp 900 zum Überleben. Völlig daneben das Urteil, vorausgesetzt der Vater verdient keine 6000 oder mehr, was leider nicht hervorgeht.
    381 54 Melden
    • Gringoooo 19.05.2018 18:23
      Highlight Nein, das Existenszminimum (+ca. 20%) bleiben beim Pflichtigen erhalten. Mankofälle muss der Berechtigte hinnehmen.
      65 3 Melden
    • Zwerg Zwack 19.05.2018 18:23
      Highlight Das Existenzminimum des zahlungspflichtigen Elternteils muss und wird natürlich auch gewährleistet werden. Dann kommt das Geld halt zum Teil aus der Sozialhilfe.
      67 4 Melden
    • axantas 19.05.2018 18:46
      Highlight Dann hat du eben Pech. Du und deine Bedürfnisse stehen nicht zur Debatte. Nimm halt Kredite auf.
      18 82 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frances Ryder 19.05.2018 18:05
    Highlight Bezüglich Punkt 6 und der Aussage des Anwalts, dass bei gleicher Obhut keiner dem anderen Geld schuldet. In meinem Bekanntenkreis wurde vor ca. 6 Monaten ein Vater (unverheiratet) zu 4'500 Unterhaltszahlungen durch das Zürcher Obergericht verdonnert, obwohl er über 50% auf die zwei Kinder aufpasst. Er arbeitet trotz der Kinder 100% da Homeoffice und hat so ein hohes Einkommen, während die Mutter 40% im Verkauf in einem eher unlukrativen Job tätig ist. Es ist also keineswegs so, dass bei geteilter Obhut keiner dem anderen etwas schuldet.
    101 13 Melden
    • Oban 19.05.2018 18:47
      Highlight Kenne ebenfalls so einen Fall, Vater 100% und Mutter 40%, Kind jetzt 9 Jahre Alt und seit das Kind 2 Jahre Alt getrennte Eltern. Das Kind ist seit da zu 100% vom Vater und dessen Eltern betreut, er musste auf 80% reduzieren und die Mutter zahlt keinen Rappen unterhalt. Vor Gericht kam die Dame damit durch, sie konnte sich mit einem 100% Job selbst nicht über Wasser halt, von Unterhaltszahlungen ganz zu Schweigen. Wäre es umgekehrt gewesen, dem Gericht wäre es egal gewesen wieviel für denn Mann übrigbleibt.
      71 19 Melden
    • nor 19.05.2018 19:13
      Highlight Ja wenn er so viel Einkommen hat, dann wirds wohl angemessen sein. Kein Mensch muss in der Schweiz so viel Unterhalt zahlen,dass es zum eigenen Existenzminimum nicht mehr reicht.
      33 51 Melden
    • memento 19.05.2018 23:00
      Highlight Betreue auch zu 50% mein Sohn, muss trotzdem Alimente zahlen, da Mutter in einer beschissenen Branche arbeitet und schlecht verdient...
      15 0 Melden
  • Nikolai G. 19.05.2018 18:04
    Highlight Verlierer werden die Männer sein. Im Falle der Kindsbetreuung zieht der Mann in einem Streitfall immer der Kürzere. Was passiert wen der Mann aufgrumd der Zahlungen unter das Existenzminimum fällt? Darf man bei einem One night stand einen Vaterschaftstest durchführen ohne die Zustimmung der Mutter?
    76 25 Melden
    • Gringoooo 19.05.2018 18:25
      Highlight Im Mankofall hat der Pflichtige immer mindestens das sog. Familienrechtliche Existenzminimum.

      Nein, eine Frau kann man nicht zu einem Test oder gar Abtreibung "bewegen". Da hat der Mann nix zu husten.
      39 12 Melden
    • El diablo 19.05.2018 19:25
      Highlight @Gringoooo Genau das ist das Problem! Wenn ein Mann ein Kind nicht will sind ihm die Hände gebunden und er darf schön zahlen. Logisch hat er einen Fehler gemacht, aber es kann doch nicht sein, dass er das für den Rest seines Lebens bereuen muss.
      35 23 Melden
    • EvilBetty 19.05.2018 19:41
      Highlight Bei einem One Night Stand muss der Vater das Kind erst einmal als seines anerkennen...
      21 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chnebeler 19.05.2018 18:02
    Highlight Dies heisst mit anderen Worten, die Vaterschaft ist ab sofort eine Armutsfalle par exellence. Dieser horrende Betrag können wohl nur die wenigsten aufbringen. Das Resultat wird sein der betreuende Elternteil wird wohl nicht viel mehr erhalten und der andere Elternteil bleibt 15 Jahre auf dem Existenzminimum. Doch eine tolle Entscheidung.
    341 35 Melden
    • Menel 19.05.2018 18:22
      Highlight Kinder sind in der Schweiz das Armutsrisiko Nr. 1
      108 13 Melden
    • nor 19.05.2018 19:20
      Highlight Mutterschaft etwa nicht?
      36 32 Melden
    • Sharkdiver 19.05.2018 19:31
      Highlight Ganz einfach. Die Frau soll immer auch 50% arbeiten. Dann gibt es dieses Problem nicht
      40 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Origin Gra 19.05.2018 17:57
    Highlight Und wenn er Zahlende Partner das schlicht und ergreifend nicht Stemmen kann?
    40 5 Melden
    • Gringoooo 19.05.2018 18:25
      Highlight Mankofälle belasten den Berechtigten.
      35 5 Melden
  • reffx 19.05.2018 17:52
    Highlight Ohje. Das ist zu viel. Jetzt muss ich wohl von der doppelten zur dreifachen Verhütung umsteigen.
    77 5 Melden
  • olga 19.05.2018 17:50
    Highlight Traurig, wie ihr wieder in die Rollen-Klischees abrutscht. Nur schon der Titel suggeriert ja, dass ausschliesslich Väter davon betroffen sind und die Frauen, diejenigen sind, die die Kinder betreuen. Im Text gehts dementsprechend weiter. Lasst uns doch endlich mal von diesen Stereotypen wegkommen.
    53 85 Melden
    • Oban 19.05.2018 18:34
      Highlight Dummerweise ist es eben halt so, habe jemanden im Bekanntenkreis der durfte sich 100% ums Kind kümmern nach dem seine Frau einfach so ging. Vor Gericht bekam er keinen Rappen zugesprochen, durfte die Kosten des Verfahrens vorschiessen. Das ging dann sogar soweit das man ihn vor die wahl stellte auf Geld zu verzichten und 100% der Betreuung zu haben oder dann 50/50 mit der Mutter zu teilen die beide verlassen hatte. Obwohl die Frau zu diesem Zeitpunkt kein interesse daran hatte ihre Mutterpflichten zu erfüllen und dies klar kommunzierte wollte das Gericht diese Lösung, Stereotypen und so...
      88 11 Melden
  • Evan 19.05.2018 17:43
    Highlight Der Entscheid ist eine reine Katastrophe. Jeder der jetzt noch seinen Partner alleinig das Kind betreuen lässt begeht einen ziemlich grossen Fehler.
    66 10 Melden
    • Gringoooo 19.05.2018 18:26
      Highlight Beruht auf einer Gesetzesrevision - das BGer hat nach dem neuen Unterhaltsrecht tatsächlich wohl die mildest mögliche Variante genommen. Es hätte theoretisch auch ein hypothetisches Einkommen zusprechen können (wäre nach Gesetzeswortlaut nicht ausgeschlossen).
      33 3 Melden

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Im ersten Lebensjahr des Kindes haben Mütter Anrecht auf bezahlte Stillpausen, finanziert vom Arbeitgeber. Im Alltag werde dieses Recht aber oft missachtet, sagt eine Expertin. Deshalb soll neu die Erwerbsersatzordnung (EO) dafür bezahlen, fordert eine Nationalrätin.

Wie familienfreundlich ist der Schweizer Arbeitsmarkt? Das Thema ist hochpolitisch: Stichworte sind etwa Krippenfinanzierung, Tagesschulen oder Vaterschaftsurlaub. Weniger im Fokus von Politik und Medien hingegen steht das Thema Stillen am Arbeitsplatz. Das könnte sich nun ändern. Eine vor Kurzem eingereichte Motion verlangt jetzt, die Stillpausen zukünftig durch die Erwerbsersatzordnung EO zu finanzieren.

Eigentlich ist die heutige Sachlage klar. Per 1. Juni 2014 wurde das Arbeitsgesetz …

Artikel lesen