Schweiz
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Billige Arbeitskraft: Viele Praktika sind alles andere als eine Aus- oder Weiterbildung. bild: shutterstock

Schluss mit Ausbeutung: Warum es Zeit ist für einen Aufstand der Praktikanten

Ein 100 Prozent Job für 900 Franken im Monat? Das kommt vor und nennt sich immer häufiger «Praktikum». Eine gefährliche Entwicklung, denn Praktika sind gesetzliche Schlupflöcher. Und diese sollten endlich gestopft werden.

24.04.18, 19:43 25.04.18, 10:16

An den Handgelenken gefesselt stehen drei Frauen und drei Männer mit farbigen Masken einem Herrn mit Peitsche gegenüber. Um ihre Hälse baumeln Schilder mit der Aufschrift «Praktikum Coiffeuse 600.- / Monat» oder «Praktikum Fachmann Betreuung, 900.- / Monat». Mit dieser Aktion machte die Juso zusammen mit der Gewerkschaft Unia vergangenen Sonntag auf die Missstände im Praktikumswesen aufmerksam. Und das zu Recht.

Die Juso machte in Bern auf Missstände im Praktikumswesen aufmerksam.  bild: screenshot/nau.ch

Wie eine aktuelle Studie von Travail.Suisse zeigt, befindet sich jeder vierte der 15- bis 24-Jährigen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. 40,9 Prozent davon sind Praktika. Damit hat sich die Zahl der Praktikanten seit 2010 um einen Drittel erhöht. 

Neu sind Praktika nicht. Bereits 2005 prägte der ZEIT-Autor Matthias Stolz den Begriff «Generation Praktikum» und machte damit auf ein negatives Lebensgefühl aufmerksam, das vor allem unter jungen Akademikern verbreitet war, die versuchten Lücken in ihrem Lebenslauf mit unterbezahlten Praktika zu überbrücken. Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren. Es sind auch Kleinkinderbetreuer, Köche, PR-Berater oder Haustechniker. Viele davon arbeiten als ordentliche Mitarbeiter zu einem Hungerlohn und haben dabei nicht einmal die Sicht auf eine Festanstellung.

Diese Entwicklungen untergräbt nicht nur das duale Bildungssystem, sondern bietet auch viel Raum für Missbrauch. Denn Praktika bringen zwei grosse Probleme mit sich:

Problem Nummer eins: Ausbeutung des Arbeitnehmers. Ein Praktikum ist vergleichbar mit einer Lehre, soll also der Ausbildung dienen. Nur scheinen das nicht alle Unternehmen so zu handhaben. Viele Stellen werden unter dem Deckmantel Praktikum ausgeschrieben, gearbeitet wird dann aber genau gleich wie bei einer Festanstellung. Unternehmen sparen so Geld, vom Ausbildungscharakter ist kaum eine Spur zu finden. Andere Firmen suchen wiederum jemanden, der «Tubelijobs» erledigt, schreiben die Stelle aber als Praktikum aus. Und immer wieder werden Leute abgelehnt, die noch keine Berufserfahrung gesammelt haben. Obwohl ein Praktikum eigentlich genau dazu da wäre. 

Die täglichen Probleme der Praktikanten. bild: facebook/the.very.best.of.jodel

Viele junge Menschen haben aber meist kaum eine andere Wahl, als sich darauf einzulassen und absolvieren Praktikum nach Praktikum. Denn sie wissen: Wenn man es selbst nicht macht, macht es jemand anders und man steht nach wie vor ohne Job da. Der Arbeitgeber befindet sich in einer viel mächtigeren Position. Und weil es keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für Praktika gibt, kann man sich auch kaum dagegen wehren, wenn man das Gefühl hat, nur als billige Arbeitskraft herhalten zu müssen.

Problem Nummer zwei: Wo kein Kläger, da kein Richter. Für die Bekämpfung missbräuchlicher Praktika findet sich kaum eine Lobby. Das politische Interesse, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, ist minim. Denn der wirklich davon betroffene Teil der Bevölkerung jung, politisch schlecht organisiert und geht oft aus Mangel an Alternativen Praktikumsverträge ein, anstatt sich dagegen zu wehren. Praktikanten formieren sich nicht zu Gewerkschaften, weil sie auf einen baldigen festen Arbeitsvertrag hoffen oder das Praktikum sowieso zeitlich begrenzt ist.

Der Bundesrat schreibt auf eine Anfrage von der Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone: «Aufgrund der relativ geringen und über die Jahre konstanten quantitativen Bedeutung von Praktika bestehen keine Anhaltspunkte, wonach diese schweizweit zu einem Einfallstor für prekäre Anstellungsbedingungen für junge Berufseinsteiger geworden wären.»

Natürlich ist nicht jeder Praktikant in erster Linie ein billiger Mitarbeiter. Viele Praktika sind wichtig und ermöglichen einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt. Eine Abschaffung des Praktikums an sich, ist nicht die Lösung des Problems.

Dennoch braucht es eine Veränderung. Denn wie die Zahlen von Travail Suisse zeigen, nimmt die Anzahl Praktika stetig zu – und damit auch der Raum für Missbrauch. Es braucht endlich einen Schutz vor ausbeuterischen Praktikumsverhältnissen, angefangen mit klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ein Praktikum ist eine Aus- oder Weiterbildung. Niedriger Lohn muss also zwingend mit einem Lerneffekt und der persönlichen Ausbildung kompensiert werden. 

Hier lohnt sich der Blick über die Grenze nach Deutschland. Denn dort gibt es ein Mindestlohngesetz, dem auch Praktikanten unterstellt sind. Wer in Deutschland ein Praktikum beginnt, das länger als drei Monate dauert, erhält von Tag eins an den gesetzlichen Mindestlohn von 8.84 Euro die Stunde. Eine solche Regelung wäre auch für die Schweiz wünschenswert. So würden die Praktika einerseits zeitlich begrenzt, andererseits wäre ein erster Schritt im Kampf gegen Ausbeutung und Missbrauch gemacht.

Ein gutes Zeichen für die Zukunft ist die Aktion von Juso und der Unia. Sie bringt das Thema auf das politische Parkett. Denn bevor es überhaupt zu gesetzlichen Vorstössen kommt, braucht es eine öffentliche Debatte darüber. Und diese ist derzeit leider noch kaum zu hören. Denn Bundesrat und Parlament drücken bislang beide Augen zu und sind sich keinerlei Problematik bewusst.

Schaff dir KEINEN dieser Praktikanten-Typen an!

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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89
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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Buffy 25.04.2018 15:27
    Highlight Ja, solche Prktika gibts vor allem dann auch in den Medien, wo man sich ein paar ausgewiesene Journis spart mit den ach so netten PaktikantInnen
    5 0 Melden
  • Diana89 25.04.2018 10:04
    Highlight Also ich habe mittlerweile auch meine 4 juristischen Volontariate absolviert und wurde dabei katastrophal entlöhnt...Dies ist aber auch von Kanton zu Kanton unterschiedlich.So verdiente ich als MLaw in meinem ersten Praktikum (100%) 2700.- brutto.Im Zweiten dann immerhin 3300.-.Ich konnte durch die verschiedenen Volos viele wertvolle Erfahrungen sammeln, nur stellt mich jetzt keiner an, mir fehlt die Berufserfahrung...oder das Anwaltspatent (was ich nicht machen möchte). Ich bin bald 30 und würde gerne endlich anfangen zu arbeiten und mich weiterzubilden (dafür brauche ich aber eine Stelle..)
    7 7 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 25.04.2018 13:17
      Highlight Die Anwaltspraktika sind wirklich als Vorbereitung auf die Anwaltsprüfung gedacht und nicht als dauerhafter Erwerb. Wenn das gar nicht Dein Ziel ist, würde ich in Deiner Situation in der Verwaltung auf Stellensuche gehen - oder bei (Rechtschutz-)Versicherungen.
      11 1 Melden
    • Diana89 25.04.2018 14:46
      Highlight @olmabratwürschtli
      Ich hab nie von Anwaltspraktias geredet ;-) alle meine Volos hab ich in der Verwaltung absolviert (und eins beim Gericht). Stellen bei der Verwaltung sind rar, heiss begehrt und verlangen neuerdings einen Anwalt (oder 25 Jahre Berufserfahrung...)
      Also: Alles was du vorschlägst schon gemacht, auch die Bewerbung bei der Rechtsschutzversicherung (da das gleiche wie bei den Verwaltungen...) Zudem zahlen die Kanzleien meist besser wie die Verwaltung wenn es um Volos geht ;-)
      5 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 26.04.2018 22:16
      Highlight Dann würde ich mir überlegen, das Anwaltspatent trotzdem zu machen. Wenn das nicht leicht fällt, mit umso mehr Vorbereitung. Danach haben Sie eine Qualifikation, die Ihnen auf der Stellensuche weiterhilft.
      0 0 Melden
  • DerSeher 25.04.2018 08:38
    Highlight Jobportal der Swiss = 50% Praktikumsstellen (25 von 49 Stellen). Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass bei Swiss die meisten Praktikanten 100% Angestellten Jobs machen müssen, nur eben zu schlechter Bezahlung.
    16 1 Melden
  • Désirée Keller 25.04.2018 08:07
    Highlight Bin auch gegen ausbeuterische Praktikas aber Watson sollte nicht mit dem Finger auf andere Firmen zeigen, wenn man diese Praktik selbst anwendet...
    16 0 Melden
  • Royalrider 25.04.2018 08:06
    Highlight Kapitänsaufgabe
    In einem Wohnheim arbeiten 10 Personen. 5 davon arbeiten zwischen 40 und 60%, die anderen 100%. Welches sind nun die Praktikanten?
    22 0 Melden
  • DerSimu 25.04.2018 07:48
    Highlight "Die Juso machte in Bern auf Missstände im Praktikumswesen aufmerksam."

    Was? Meint ihr.. Nein.. Echt? Die JUSO setzt sich ohne Scheiss mal für was Sinnvolles ein? Dass ich das noch erleben darf.
    15 10 Melden
  • Menel 25.04.2018 07:37
    Highlight Gewisse Studiengänge verlangen für den BA und MA Praktikumsstunden. Weil man diese machen muss, gibt es Arbeitgeber die dann der Meinung sind, dass man das gar nicht entlohnen muss.
    22 1 Melden
  • flying kid 25.04.2018 04:56
    Highlight @Watson
    Wieso wurde mein Kommentar von grstern nicht aufgeschaltet?
    Mein einziger Kritikpunkt war, dass ich mich an mindestens zwei Wein doch- Beiträge erinnern kann, wo eure Praktikanten zu Work kamen.

    Wieso sind Praktika so schlimm, aber ihr hant selbst Praktikanten? Schade um die Diskussion...
    4 27 Melden
    • Pingupongo 25.04.2018 07:21
      Highlight Praktikanten sollen ja nicht gar keine Arbeit verrichten. Sie sollen arbeiten, müssen dabei aber begleitet und asgebildet werden. So wie z.B. Lernende gegen Ende ihrer Ausbildung oft schon sehr selbständig Arbeiten erledigen können, aber trotzdem noch ihre Ausbildner an der Seite haben.
      9 0 Melden
    • Pascal Scherrer 25.04.2018 07:29
      Highlight Liebe(r) flying kid:

      Aus dem Text ist zu lesen, dass Praktika schlimm sind, wenn sie dazu missbraucht werden, billige Arbeitskräfte zu generieren.

      Als ehemaliger watson-Praktikant, der eines deiner erwähnten «Wein doch» gemacht hat, kann ich dir versichern, dass das bei mir nicht der Fall war.

      Ich wurde fair entlohnt und als Quereinsteiger war das Praktikum für mich nachvollziehbar und eine gute Ausbildung.

      Und die Festanstellung habe ich jetzt auch. :)
      34 1 Melden
    • flying kid 25.04.2018 09:48
      Highlight Lieber Pascal
      Besten Dank für deine Meldung!
      Ich bin der Meinung, jeder der ein Praktikum macht, weiss, was die Bedingungen sind. Man unterschreibt ja einen Vertrag dazu. Deshalb verstehe ich den Aufschrei nicht. Passen die Bedingunge fürs Praktikum, dann mach ichs. Wenn nicht, dann lass ichs sein und such weiter.

      Verstehe nicht, wieso immer alles von Bern geregelt sein soll.

      Und zum Schluss noch eine persönliche Frage. Hättest du das watson-Praktikum auch für 900.-/Monat gemacht? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
      5 12 Melden
    • Pascal Scherrer 25.04.2018 16:42
      Highlight @flying kid:

      Für 900 Franken wohl nicht. Der Grund ist einfach: Wenn man seinen Lebensunterhalt selber bestreiten muss, kommt man mit 900 Franken nicht weit, auch wenn man sehr sparsam ist.

      3 0 Melden
  • Oh Dae-su 25.04.2018 02:39
    Highlight Ich hab mal ein Praktikum bei Big Pharma in Basel gemacht. Fand das eigentlich von der Bezahlung ziemlich okay. 2500 in bar und dazu noch eine möblierte Wohnung im Stadtzentrum im Wert von 1500. Die Arbeitsbelastung war dabei ziemlich tief und die Betreuung super.
    32 2 Melden
  • paterpenn 25.04.2018 00:56
    Highlight Gruss von einem Praktikanten ✌🏼
    9 3 Melden
  • Chäslade 24.04.2018 23:17
    Highlight Zuerst sich orientieren, welcher Bildungsweg, für sich, der richtige ist. Welche Vor- und Nachteile bietet mir der Markt, was braucht es als nächstes?
    Kenne genug Arbeitnehmer, die nur Aus- und Weiterbildung gelebt haben, richtig gearbeitet haben viele noch nie. Praxis zwischen den Weiterbildungen ist das A+O.
    8 36 Melden
  • dr.gore 24.04.2018 23:15
    Highlight Es wird hier viel über 1-6 monatige Praktikas gesprochen, die für das Studium gebraucht werden. Das diese vieleicht nicht top bezahlt sind finde ich verkraftbar. Was ich jedoch nicht verkaftbar finde ist, das zB. 15- jährige, die zB. FaBe Kinder werden möchten zu einem 1-2 jährigen Praktikum "gezwungen" werden, da sie sonst keine Chance auf eine Lehrstelle haben. Diese minderjährigen Praktikanten arbeiten dann für 500 ChF 42h Wochen und haben nach 2 jahren nicht einmal die Gewissheit, dass sie die Lehrstelle bekommen. Diese eiskalte Ausnutzung emfpinde ich als bodenlose Frechheit!
    175 1 Melden
  • fluh 24.04.2018 23:11
    Highlight sorry to burst the bubble: als arbeitnehmer wird man seit 2007 immer ausgebeutet. ausser vielleicht als lehrer ;)
    9 44 Melden
    • Midnight 25.04.2018 07:43
      Highlight Lehrer sein ist heute auch nicnt mehr das, was es einmal war. Speziell in den SVP-Hochburgen werden seit Jahren die Budgets massiv gekürzt, was entsprechend auch die Löhne nach unten "korrigiert". Ziemliche Schweinerei das Ganze...
      9 3 Melden
    • Best of 7 25.04.2018 13:15
      Highlight Midnight...da ist es in den SP-Hochburgen viel besser. Da wird Geld ausgegeben das man nicht hat. Merkst du was?
      1 9 Melden
    • fluh 26.04.2018 21:49
      Highlight sorry das war nur ein witzli. lohnsklaven sind wir alle. ein bisdchen luxus hält die illusion von erfolg und wohlstand aufrecht. dabei sind alle nach einem halben jahr ohne einkommen am arsch.
      0 0 Melden
  • Chäslade 24.04.2018 23:07
    Highlight Die meisten Praktikas finden nach der höheren schulischen Ausbildung statt wo zu wenig (im gegensatz zur Lehre) praxisorientes gelebt wird. Dies nutzt der Arbeitgeber schamlos aus, einfach eine Schweinerei😡
    Es lebe die Lehre und folgend eine gradlinige Weiterbildung. Da ist der Arbeitnehmer vom GAV her gut geschützt.
    20 8 Melden
  • Capoditutticapi 24.04.2018 23:06
    Highlight Ich war selber in dreien Hochschulpraktika bei namhaften Grossbetrieben. Lohn war sehr unterschiedlich, aber gerade bei der Swisscom i.O. (um die 5K). Das Problem ist eher, dass du als junger ohne Berufserfahrung kaum an richtige Jobs rankommst und so quasi immer ein Praktika nach dem nächsten machen musst, bis du den Sattel findest.
    28 3 Melden
    • Tsunami90 25.04.2018 09:50
      Highlight Um die 5k sind i. O? Da haben sehr viele mit Lehre und festanstellung deutlich weniger.
      8 0 Melden
  • sealeane 24.04.2018 22:44
    Highlight Im Sozialbereich werden inzwischen die meisten Praktikas tatsächlich begleitet (klapt aber auch nicht immer wie versprochen). Und haben dementsprechend einen Ausbildungscharakter. Und die Persönliche Eignung für den Beruf muss zuerst festgestellt werden.
    Aber bei einem Verhältnis 1:3 oder gar 4 sind mehrere Praktikas praktisch vorprogrammiert. Im sozialbereich ist jedoch auch tatsächlich zuwenig Geld vorhanden (sozialindustrie das ich nicht lache! @SVP)
    Aber etwas verhandeln hilft manchmal auch. Man darf sich nicht abspeisen lassen wen der Arbeitgeber signalisiert einen behalten zu wollen.
    23 6 Melden
    • Idrisi 25.04.2018 00:00
      Highlight Mehrere Praktika geht gar nicht! Die Eignung kann man in 3 betreuten Monaten locker feststellen. Warum soll ein Praktikum länger dauern als ein ordentliche Probezeit?
      Man hält Strukturen aufrecht die von der Gesellschaft nicht bezahlt werden wollen. Damit will ich nicht gesagt haben das die Arbeit nicht sinnvoll sei!
      24 1 Melden
  • sealeane 24.04.2018 22:36
    Highlight Ich habe schon von Leuten gehört die als Bäcker /Konditor / KV oder Detailhandel ein Praktikum gemacht haben. Das finde ich eine Frechheit. In diesen Typischrn Lehrberufen ist kein Praktikum notwendig und hat kaum einen Lehrcharakter. Ausser vielleicht wenn man einem Sek C Schüler mit schlechten Noten eine Chance auf eine Lehre in dem Bereich geben will.
    Der Sozialbereich lebt leider auch von Praktikanten... Jedes Jahr pro Gruppe mind. ein neuer. Ausbilden kann die selbe Gruppe meist aber maximal 1x Lernender / berufsbegleitender Student pro 3-4j. Die Rechnung gehtklar nicht auf.
    53 0 Melden
    • c_meier 24.04.2018 23:46
      Highlight Ja im KV gehört ein Praktikum dazu, wenn man 2 Jahre Handelsschule hatte (Vollzeit) und danach noch 1 Jahr Praktikum in einem Betrieb macht um danach einen KV-Abschluss zu erhalten. Während dieser Zeit arbeiten sie mit und schreiben diverse Arbeiten, wie die "normalen" KV-Lehrlinge auch während der 3-jährigen Lehrzeit.
      Bei uns im Betrieb haben wir in den letzten 5-6 Jahren 50 % gleich behalten und die sind jetzt Festangestellt.
      Ich finde man sollte diese Gruppe "Praktikannten" (Ausbildung 1 Jahr nach der Handelsschule) und "Praktikannten" (wie im Artikel beschrieben) auseinanderhalten.
      29 0 Melden
    • Idrisi 25.04.2018 00:02
      Highlight Für eine Lehre ist eine Schupperlehre das geeignete Instrument. 3-5 Tage sollten ausreichen. Ansonsten sollt jemand eine Anlehre machen und bei Eignung eine Lehre anhängen.
      12 0 Melden
    • sealeane 25.04.2018 09:12
      Highlight Cmeier klar ist ein solches praktikum sinnvoll, wenn es eine Ausbildung ermöglicht. Ich spreche von solchen vor der Ausbildung, wo aber genau so eine lehre hätte begonnen werden können...
      1 0 Melden
  • Pasch 24.04.2018 22:02
    Highlight Nicht nur das. Was für Menschen werden mal aus solch Ausgebeuteten? Wer das in jungen Jahren als Standard erlebt, kann sich selbst vorstellen was das mal für Arbeitskollegen werden! Nicht alle aber jeder ist 1ner zuviel!
    34 5 Melden
  • lilas 24.04.2018 22:02
    Highlight Leider ist es in Deutschland auch nicht ganz so einfach wie beschrieben. Wer z. B. ein Pflichtpraktikum absolviert bekommt den Mindestlohn nicht. Wer unter 18 ist auch nicht..
    28 2 Melden
  • derEchteElch 24.04.2018 21:58
    Highlight Ich kenne ein KMU (ca. 10 Mitarbeiter) aus der Region Basel, der gerne Praktikas ausschreibt um Arbeitskräfte zu sammeln.

    Z.B. war eine ausgebildete Architektin als Praktikantin angestellt, nur weil sie nicht gut Deutsch konnte und aus dem Ausland kam. Anstatt später in eine Festanstellung zu wechseln wurde ihr angeboten, das Praktikum zu verlängern..

    Andere Praktikanten verdienten weniger als 500 CHF/Monat. Gleichzeitig gönnt sich der Chef zehn Wochen Ferien pro Jahr. Der Personalwechsel in absoluten Zahlen ist Vergleichbar mit einer Firma mit etwa 100 Mitarbeiter..
    47 5 Melden
  • Kronrod 24.04.2018 21:54
    Highlight Das Problem ist hier: "...geht oft aus Mangel an Alternativen Praktikumsverträge ein." Das Problem sind nicht diejenigen, die schlecht bezahlte Praktikas anbieten. Das Problem ist ein Mangel an Alternativen und ein Überangebot an Praktikanten. Damit lässt sich aber nicht so gut Polemik machen.
    14 38 Melden
    • Fly Boy Tschoko 24.04.2018 22:37
      Highlight Wenn man keine Wahl hat wird man Praktikant. Alternativ könnten all die Leute Arbeitslos bleiben aber hast du das Gefühl, dass dann weniger Praktikas angeboten werden?
      28 5 Melden
  • Carl Carlsson 24.04.2018 21:33
    Highlight Ich muss leider sagen, dass ich eigentlich kein Fan der Juso bin.

    Betreffend Praktika haben sie aber recht.

    Vorschlag:
    Praktikumslohn für die erste Hälfte des Praktikums: 1/2 des branchenüblichen Anfangsgehaltes.

    Praktikumslohn für die zweite Hälfte des Praktikums: 2/3 des branchenüblichen Anfangsgehaltes plus Arbeitsplatzgarantie zu branchenüblichen Bedingungen nach dem Praktikum bzw. der Ausbildung für mindestens 12 Monate
    oder
    75% des branchenüblichen Anfangsgehaltes.

    Auf diese Weise liesse sich die ganze Schindluderei mit den Praktika massiv eindämmen.

    87 13 Melden
  • banda69 24.04.2018 21:26
    Highlight Liebe Praktikantinnen und Praktikanten

    Die SVP würde sich gerne gegen die Ausbeutung von Euch einsetzen. Aber dies würde ihrem Kredo der freien Marktwirtschaft für die Reichen und Abzocker widersprechen.

    Ja, die SVP. Die tut was fürs Volk.
    54 25 Melden
    • dnsd 25.04.2018 08:09
      Highlight Tu doch du was fürs Volk! Gründe eine Firma und definiere die Sozialleistungen selber. Alles möglich in der freien Marktwirtschaft. Oder bist du du etwa fauler/dümmer/weniger kreativ als die bürgerlichen Gründer? Nein? Also weniger jammern mehr leisten...
      8 5 Melden
    • Best of 7 25.04.2018 13:20
      Highlight banda69...der Lohn macht nicht der Arbeitgeber sondern der Markt. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da konnte ich verlangen was ich wert war. Damals, als die Linken unser Land noch nicht mit billigen Arbeiter aus dem Ausland geflutet haben!
      2 3 Melden
  • Roaming212 24.04.2018 21:16
    Highlight So true. Da muss endlich was gehen. Die meisten Praktikanten haben bereits eine Lehre abgeschlossen oder ein Studium. Warum sollte eine ausgebildete Person so einen lächerlichen Lohn bekommen? Völlige Frechheit. Die Arbeit die man leistet ist zu 100% mehr wert als das, was die meisten erhalten.
    158 8 Melden
    • BigB 24.04.2018 22:47
      Highlight Bei einer abgeschlossenen Lehre ist ein Praktikum absolut sinnbefreit.
      Nach oder während einem Studium ist ein Praktikum ein guter Weg, sich im echten Leben erste Erfahrungen anzueignen.
      Dabei sollten dem Praktikanten auch nicht das Finanzielle als erstes zusagen, sondern die Aussichten auf den Inhalt des Praktikums.
      25 8 Melden
    • Idrisi 25.04.2018 00:06
      Highlight Während dem Studium sind 3-6 Monate OK. Nach dem Studium vielleicht für 3 Monate. Der Rest ist Ausbeutung. Schulbeispiel sind unsere Basler Stararchitekten. Mehr Ausbeutung gibt es nur noch in der 3. Welt.
      21 1 Melden
    • Lavamera 25.04.2018 14:55
      Highlight @BigB vlt. wenn man noch bei Mami und Papi wohnt, jedoch hat man nach dem Studium ein gewisses Alter erreicht und lebt in einer eigenen Wohnung, Krankenkassen etc. Wie soll man mit so wenig Lohn durchkommen?
      4 0 Melden
    • BigB 25.04.2018 17:12
      Highlight @Lavamera, es ist jedem selbst überlassen, den bisherigen Job (welcher ohne ebensolche Finanzspritze nötig ist) neben dem Studium aufzugeben für ein unterbezahltes Praktikum.
      Wie es auch einem jeden überlassen ist ein Studium mit nötigen Praktikas zu absolvieren und evtl. später etwas mehr zu verdienen (obwohl das meist auch nur vom hören sagen kommt) oder eine Lehre zu beginnen und ab Tag 0 etwas zu verdienen.
      Menschen denen der Gymer und anschliessend die Uni offen steht, kann in jede Richtung gehen.
      1 0 Melden
  • Hauswurz 24.04.2018 21:07
    Highlight Leute aus weniger gut situierten Elternhäusern sind oft auf ein eigenes Einkommen nach der Lehre angewiesen. Reiche können unterbezahlte Praktika nach ihrem Studium absolvieren. Auch im Ausland. Ohne Einbussen. Ein Praktikum öffnet Türen. Dass der Berufseinstieg über Gratisarbeit erfolgt, vergrössert den Unterschied zwischen dem Einkommen der Reichen und den normal verdienenden weiter.
    48 9 Melden
  • NikolaiZH 24.04.2018 21:06
    Highlight Oh arme Praktikanten vor der Ausbildung mit 600, 900 oder wie viel auch immer CHF pro monat!
    Eine Forschungspraktikantin oder Forschungspraktikant eines Pflichtpraktikums in einem Masterstudiumganges an der UNI für 3 Monate zu 100% mit 0 Rappen Entlohnung hat natürlich voll mitleid mit euch
    25 95 Melden
    • whoisanny 24.04.2018 22:42
      Highlight Das mit den unbezahlten Pflichtpraktika trifft auf viele Studiengänge zu. Jedoch ist hier die Rede von Praktika nach einem üblicherweise 5-6-jährigem Studium oder nach einer Lehre. Bei vielen Studiengängen ist die Chance relativ gering und wird immer kleiner, direkt nacht dem Abschluss eine Festanstellung zu finden. Hingegen gehören ebensolche Praktika zu Hungerlöhnen zur Norm, da es die einzige Chance ist, die nötigen Erfahrungen zu sammeln. Das ist der springende Punkt.
      37 2 Melden
    • NikolaiZH 24.04.2018 23:28
      Highlight Whoisanny, richtig lesen wäre gut - pflichtpraktikum während dem studium hat wohl nix mit der erstanstellung an...
      5 12 Melden
  • Scaros_2 24.04.2018 20:58
    Highlight Ja - Praktikas eben. Zum einem die einstiegsjobs für Bachelorabsolventen die ohne Berufserfahrung eben erst mal was zeigen müssen oder aber die Sommerjob-Studenten welche man gerne ausbeutet da sie was lernen wollen und wir in den Projekten so den Headcount umgehen in dem wir die Kosten übers projekt laufen lassen.

    BigBusiness eben und joa. Fakt. Realität. Wir wissen es ist nicht gut aber was willst du tun wenn der Headcount über alles entscheidet?
    21 8 Melden
    • Shlomo 25.04.2018 07:02
      Highlight Sorry, aber ein Bachelorabschluss ist nur berufsbefähigend wenn er von der Fachhochschule kommt und dann hast du sehr wohl vorher schon Berufserfahrung gesammelt.
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  • sowhat 24.04.2018 20:56
    Highlight Vorweg: ich bin für Praktika und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht aus beider Seiten Sicht.
    Es ist von den Firmen, die Praktikanten ausnützen, ausserordentlich kontraproduktiv um nicht zu sagen dämlich, wenn die eingestellten Praktikanten nicht ausgebildet werden oder als billige Arbeitskräfte mißbraucht werden.
    Es wäre eigentlich ein Segen, wenn junge Akademiker mit null Praxis die Möglickeit bekämen in ihrer Einstiegsphase Fehler zu machen, Dinge nicht zu wissen und dies auch offen zu sagen. Es muss möglich sein erst mal in den Rhythmus der Arbeitswelt rein zu wachsen.
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  • Howard271 24.04.2018 20:43
    Highlight Ich hatte Glück mit meinem Praktikum: ordentlich bezahlt (ca. 3800.- brutto), 1 Jahr und ich habe echt viel gelernt. Man hat sich viel Zeit genommen, mir vieles zu erklären und mich gut einzuführen. Ausserdem war es das erklärte Ziel des Arbeitgebers, mir zu helfen, danach eine (feste) Stelle zu finden - und das hat auch geklappt. So gesehen war es ein gutes Sprungbrett. Solche Praktika sollen unbedingt beibehalten und gefördert werden. Ausbeutung darf nicht sein.
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  • Doeme 24.04.2018 20:40
    Highlight Nur leider haben die Verlags- und Medienhäuser keinerlei Interesse an einer öffentlichen Debatte, da sie zu den Hauptprofiteuren gehören, was mies bezahlte Praktika angeht.
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  • andrew1 24.04.2018 20:40
    Highlight In deutschland ist die situation schon viel prekärer. Da findet man als bwl-abgänger jahrelang nur praktikumsstellen mit geringem lohn. Nach dem abschluss sollte man aber von mir aus gesehen idealerweise fest angestellt werden zum üblichen lohn. Man hat ja die ausbildung beendet auch wenn noch etwas praxis fehlt.
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  • N. Y. P. 24.04.2018 20:35
    Highlight Von Johann Schneider Amman ist diesbezüglich nichts zu erwarten.

    Schon das Problem Ü50 lässt er seit 3 Jahren schleifen. Ausser Empfehlungen passiert da nichts.

    System Kohl nenne ich das :

    Aussitzen ! Ab und zu ein paar nette Worte in die Mikrophone..
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  • Mr Love 24.04.2018 20:32
    Highlight Praktikumsstellen haben in den letzten 5 Jahren stark zugenommen und eine gesetzliche Regelung ist zwingend notwendig. Das die Wirtschaft das nicht selber regelt ist wiedermal ein Zeichen das die Manager nur an den kurzfristigen Erfolgen gemessen werden u. daher möglichst günstige Arbeitskräfte wollen auf dem Buckel der meist jungen Praktikanten. Daher gut das was passiert.
    23 2 Melden
  • Karl33 24.04.2018 20:24
    Highlight In meiner Branche kommen Praktikanten zu 95% aus dem Ausland. Die meisten davon sind mit der Ausbildung fertig. Ein Praktikantenlohn in der Schweiz ist halt allemal noch attraktiver als ein Lohn bei Ihnen im Lande.
    8 24 Melden
  • reffx 24.04.2018 20:24
    Highlight Habe ein Praktikum gemacht, fühlte mich ausgebeutet und habe nach 3 Monaten gekündigt.
    Blöd nur, dass nun nachfolgende Arbeitgeber nach einem Arbeitszeugnis fragen... Also habe ich es vorläufig gezwungenermassen aus dem Lebenslauf streichen müssen.
    Mein Tipp: Sofort aufhören, wenn man ausgebeutet wird und im Freundeskreis offen kommunizieren, dass es sich um einen schlechten Arbeitgeber handelt. Macht sich langfristig nicht bezahlt für solche unseriöse Unternehmen.
    25 2 Melden
    • The Destiny 24.04.2018 22:38
      Highlight Arbeitsbestätigung einfordern, anstatt Zeugnis und die Umstände erklären.
      25 0 Melden
    • Idrisi 25.04.2018 00:21
      Highlight Man hat die freie Wahl ein Arbeitszeugnis, das wohlwollend formuliert ist und das fortkommen des Arbeitnehmers nicht beeinträchtigt oder eine Arbeitsbestätigung einzufordern. Man kann bis 10 Jahre nach Abschluss der Beschäftigung noch ein Arbeitszeugnis verlangen, selbst wenn man zuerst nur eine Bestätigung wollte.

      Bei einer Anfechtung muss der Arbeitgeber jeden Punkt den er nicht mit "gut" bewertet beweisen können. Nur wenn der Arbeitnehmer ein "sehr gut" fordert ist er beweispflichtig.
      11 0 Melden
  • allesanzweifler 24.04.2018 20:18
    Highlight Schön, dass das mal jemand anspricht 😇

    Da sollte man den AG ein wenig besser auf die Finger schauen.
    18 1 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.04.2018 20:14
    Highlight Viele junge Menschen machen ein Praktikum, im Artikel fehlt mir die Begründung, weshalb das ein strukturelles Problem ist, dass nach Gesetzten verlangt. TravailSuisse schreibt nur, es gäbe mehr Praktikas, weshalb reichen dann die bestehenden Gesetzte nicht, Praktikas sind nichts neues?

    4 32 Melden
    • Mr. Winston 25.04.2018 07:35
      Highlight Ich frage mich immer wieder wie der Inhalt eines Textes komplett an manchen Leuten vorbeigehen kann....
      7 0 Melden
  • Dominik Treier (1) 24.04.2018 20:02
    Highlight Es ist bei Praktika das gleiche wie bei jedem Anstellungsverhältnis... Man spricht bei Arbeitsverträgen von Abkommen zwischen gleichberechtigten Partnern, dies ist jedoch schlichtweg falsch! Der Arbeitgeber findet, ausser in speziellen Einzelfällen immer Ersatz, wenn eine Diskrepanz zwischen den Vorstellungen besteht. Der Arbeitnehmer muss die Bedingungen schlucken oder kündigen, ist jedoch oft auf den Job angewiesen und schweigt weil es ein anderer mangels Alternativen macht... Die Einzige Möglichkeit beide Parteien gleichberechtigt in die Verhandlungen zu schicken ist ein Grundeinkommen!
    25 6 Melden
  • Bongalicius 24.04.2018 19:58
    Highlight Beim letzten Vorstellungsgespräch für ein Praktikum wurde ich stinksauer als es um das Thema Lohn ging. Mit 2 Jahren berufserfahrung und fast abgeschlossenem Studium wurde mir für ein Praktikum im Projektmanagement CHF 2800 auf 100% angeboten. Das ist eine bodenlose Schweinerei.
    23 12 Melden
    • dnsd 25.04.2018 07:57
      Highlight Dann nimm den Job nicht an, Problem gelöst...
      1 8 Melden
    • Dominik Treier (1) 25.04.2018 14:26
      Highlight Dann hast du also nen Job mit anständigen Anstellungsbedingungen? Nein! Und genau deshalb ist es ja eine Frechheit, weil der Arbeitgeber weiss, dass du keine Wahl hast oder aber er sicher jemanden findet der das nicht hat... Wo zur Hölle ist da deiner Meinung nach ein Problem gelöst? Wenn eine Verhandlung nicht zwischen zwei gleichberechtigten Partnern stattfinden kann, dann ist es keine Verhandlung, sondern ein Diktat!
      4 0 Melden
  • Die Keule 24.04.2018 19:57
    Highlight Erinnere mich als wäre es gestern gewesen: Arbeitete in einem Altersheim für 800.- im Monat. 3 Wochenende im Monat gearbeitet (alle anderen maximal 2)- praktisch immer geteilte Dienste - keine Freiwünsche. Habe alles gemacht, was eine gelernte Person erledigte (Ausnahme Medikamente richten). Ausbeutung pur.
    Heute kann ich davon erzählen und darüber lachen. Dennoch: nie wieder!
    33 0 Melden
  • Aaaaaarrghh 24.04.2018 19:56
    Highlight Schande, dass das so ausgenutzt wird. Aber oft heisst es: Am Anfang muss man sich halt durchbeissen! Angemessener Lohn sollte definitiv gewährleistet werden.

    Weil die Juso mitmacht wird's wahrscheinlich wieder von den üblichen Usern hier verrissen.
    24 2 Melden
  • Hierundjetzt 24.04.2018 19:55
    Highlight Das Berufsbildungsgesetz definiert Praktika abschliessend. Wenn der Arbeitgeber unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eine „Praktikastelle“ ausschreibt, nach entsprechender schriftlicher Mahnung ab zum Arbeitsgericht. Das ist kostenlos.

    Warum?

    Ich als Arbeitgeber weiss haargenau was ein Praktika beinhalten MUSS und was demzufolge im Arbeitszeugniss *zwingend* stehen muss.

    Daher wäre ein „Praktikant“ der effektiv keiner ist, gleich 2x besch***. 1x beim Job, das 2x bei der Stellensuche.

    Deutsche teilw. auch Schweizer Stellenanwärter mit „Praktika“ landen bei mir ungelesen im Papierkorb.
    2 26 Melden
    • sowhat 25.04.2018 07:54
      Highlight Ähm, deine Botschaft ist nicht klar. Praktikum ja oder nein und warum?
      6 0 Melden
    • Hierundjetzt 25.04.2018 09:50
      Highlight Praktikum ja, gemäss Berufsbildungsgesetz. Mit Abschlussarbeit, klarer Führung, verantwortungsvollen Aufgaben und Standartentlohnung, die zum Leben reicht.

      Alles andere: nope.

      Peinliche „Praktikas“ gibts meist nur in den „coolen“ Werbeagenturen oder krampfhaft lustigen Start öps. rein aus Kostengründen

      Bietet RufLanz oder JvM prekäre Praktikas an? Nö. Ebenso seriös sind Fintech und IT Start-ups

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  • Marc< 24.04.2018 19:55
    Highlight Endlich! Selbst erlebt: 1'000 Franken Praktikums-Hohn bei Tamedia...

    Einem Kollegen sein 6-monatiges (!) Anwalts-Praktikum wurde ebenfalls mit 1'000 Franken pro Monat "vergütet", seine rund 50 Arbeitsstunden pro Woche aber den Kunden der Kanzlei mit 120.-/h in Rechnung gestellt...
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    • Hierundjetzt 25.04.2018 09:51
      Highlight Ja und? Gehört zur Ausbildung. Ist in der Gesundheitsbranche gleich.

      Wir sprechen hier aber von Firmen, die Praktika aus Kostengründen anbieten
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  • dnsd 24.04.2018 19:48
    Highlight Niemand wird gezwungen eine solche Stelle anzunehmen.
    9 55 Melden
    • Nina (3) 24.04.2018 22:09
      Highlight Je nach Studiengang (z.B. Physiotherapie) ist ein 2 monatiges Pflegepraktikum Pflicht.
      42h Woche für knapp 950.- und die gleichen Aufgaben wie Fachfrauen Gesundheit. Nur ohne Medikamentenrichten dafür sämtliche Putzarbeizen und, dass man zusätzlich noch extrem flexibel sein musste, was den Arbeitsplan angeht.
      Ist schon grenzwertig 🤷🏻‍♀️
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    • Konstruktöhr 24.04.2018 22:49
      Highlight Nina das von dir gegebene Beispiel finde ich jetzt nicht wirklich passend. 2 Monate ist wenig und 950 ein Durchschnittlicher 3. Lj Lohn. Ich denke da gäbe es viel krassere Fälle...
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    • Dominik Treier (1) 25.04.2018 14:34
      Highlight Krassere Fälle Konstruktöhr? Natürlich gibt es schlimmere Fälle, aber wenn wir so zu argumentieren beginnen können wir die Todesspritze einführen und als Argument vorbringen, so schlimm seis ja nicht, im Mittelalter sei man schliesslich verbrannt worden...
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Kein Importverbot für Quälpelz: «Die Argumente des Bundesrats sind fast schon pervers»

Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit für ein Importverbot von Pelzen aus tierquälerischer Produktion. In einem Bericht zeigt er sich zufrieden mit der 2013 eingeführten Deklarationspflicht. Für Tierschützer Michael Gehrken von der Alliance Animale ist das ein Ausdruck der «tierfeindlichen Linie» der Regierung. Eine Volksinitiative soll Abhilfe schaffen.

Herr Gehrken, wie bewerten Sie den Bericht des Bundesrats zur Deklarationspflicht und Importen von Pelz?Michale Gehrken: Man musste leider damit rechnen, dass sich der Bundesrat nicht für ein Importverbot von Pelzen aus tierquälerischer Produktion aussprechen würde. Der Bericht liegt auf der tierfeindlichen Linie, die in Bundesbern immer noch vorherrscht, wenn es darum geht, das Tierwohl und wirtschaftliche Partialinteressen gegeneinander abzuwägen. Aber sogar an diesem Massstab …

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