Schweiz
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Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

Das Zürcher Verlagshaus Tamedia hat die «Basler Zeitung» gekauft. Wer die neue Besitzerin ist, wer sie steuert und was das für ihre Leserinnen und Leser heisst. 

18.04.18, 18:11 20.04.18, 14:46


Liebe Baslerinnen und Basler 

Eines vorneweg, damit es nachher nicht heisst, es sei nicht deklariert gewesen: Mein Vater ist der Chef von TeleBasel, der Vater meines Chefs ist der oberste Chef der «bz Basel», ich bin seit vier Jahren bei watson und zuvor habe ich acht gute Jahre bei der Tamedia verbracht. 

Ich bin also in alle Richtungen gleich befangen. Dafür weiss ich, wovon ich euch in diesem offenen Brief berichte.

Item.

Was habt Ihr geflucht über die «Basler Zeitung» seit Christoph Blocher sie 2010 gekauft, seinen Biographen Markus Somm als Chefredaktor und Rolf «Eisenfuss» Bollmann als Verlagsleiter eingesetzt hat. Zu Tausenden habt Ihr die BaZ abbestellt, zu Blochers Unmut noch linker abgestimmt als vorher und dann auch noch Baschi Dürr wiedergewählt. Und weiter geflucht. 

Das alles hat seine Wirkung nicht verfehlt. Wollte man mit Chefredaktor Somm oder Verlagschef Bollmann eine Sitzung oder ein Mittagessen abhalten, dann wurde man in letzter Zeit dem Vernehmen nach in Zürich eher als in Basel empfangen. Da wollten sie eigentlich nicht mehr hin. Und Blocher? Der hat all seine politischen Hoffnungen in euch fahren lassen.   

Nun kriegt Ihr also mit der Tamedia die nächste Zürcher Verlegerin, beziehungsweise die nächsten drei Zürcher Verleger: Verwaltungsratspräsident Pietro Supino, Ex-CEO und Verwaltungsrat Martin Kall und CEO Christoph Tonini. Die drei haben das behäbige einstige Zürcher Verlagshaus «Tages-Anzeiger für Stadt und Kanton Zürich AG» in den letzten zehn Jahren sehr zielstrebig zum grössten privaten Verlagshaus der Schweiz zusammenakquiriert und -fusioniert. Sie haben im ganzen Land «20 Minuten» verteilt, in Bern haben sie die Espace Media übernommen, in der Westschweiz die Edipresse, in Zürich alle Landzeitungen und im Internet die grossen Immobilien- und Jobportale.   

Über die drei könnt Ihr nun fluchen und Baschi Dürr wiederwählen, solange Ihr wollt. Die drei sind gegen Anfeindungen und Lokalbefindlichkeiten weitgehend immun. Sie funktionieren nach rein kaufmännischen Prinzipien, streben zweistellige Umsatzmargen an und erreichen diese auch. Querfinanzierung von Journalismus gibt es nicht, jeder Unternehmensbereich muss für sich rentieren und wenn er das nicht mehr tut, wird er rentabel gemacht.   

Das passiert derzeit grad im Bereich gedruckte Publizistik. Die einzelnen Zeitungen wie «Berner Zeitung», der «Tages-Anzeiger» und der «Landbote» haben keine eigenständigen Vollredaktionen mit Ausland-, Inland-, Kultur-, Sport-, Wirtschafts- und Lokalressort mehr. Das rentiert nicht. Der Mantelteil, also alles, was thematisch nicht lokal ist, wird seit Anfang Jahr von der «Redaktion Tamedia» zentral aus Zürich und Bern geliefert. 

Wie «Berner Zeitung» und «Bund» in Bern oder der «Landbote» in Winterthur wird auch die BaZ einen Lokal-Ressortleiter mit Titel «Chefredaktor» kriegen, aber der ist für die Galerie. Die redaktionelle Linie für das goldene Dreieck Basel-Bern-Zürich gibt Supra-Chefredaktor Arthur Rutishauser durch, fürs Tagesgeschäft ist Blattmacher-Chef Iwan Städler verantwortlich. 

Das ist die gute Nachricht. Rutishauser und Städler sind preisgekrönte Vollblut-Journalisten, der eine hat die Swissair-Konzernleitung weggeschrieben, der andere Christoph Mörgeli. Die beiden interessiert weniger, ob Linke oder Rechte sie gut oder schlecht finden. Die beiden interessiert, wie sie möglichst wichtige Leute möglichst hässig machen können. 

Die schlechte Nachricht: Das bringt euch in Basel nichts. Den Inlandteil machen bei der Tamedia-Redaktion Bündner in Zürich und Bern. Der Auslandteil wird hauptsächlich von der «Süddeutschen Zeitung» angeliefert, die Wirtschaftsberichterstattung konzentriert sich auf den Zürcher Banken- und den Berner Industrieplatz und im Sportteil interessiert hauptsächlich, ob der SCB oder der ZSC Meister werden. Und allenfalls noch, ob Vogel oder Bickel in die Kiste kommt.  

Das ist zwar journalistisch alles solid, erkenntnisstiftend und unterhaltsam. Bloss: Es hat mit euch nicht viel zu tun. Kollektiv-Liebe für einen Fussballclub? Lokalpatriotismus in einem geteilten Halbkanton? Gleichzeitige mediterrane Offenheit in der Grenzstadt? Dafür fehlt den zentralen Schaltstellen der Tamedia-Redaktion die Sensibilität mindestens so sehr wie den Vorbesitzern. Kommt hinzu: Markus Somm bleibt als Autor bei Tamedia, er wird also weiterhin in eurer Zeitung erscheinen!

Deshalb rate ich euch: Haltet euch an watson, die «bz Basel» und Tele Basel ;)

Lieber Gruss

Maurice Thiriet 

«Basler Zeitung» geht an Tamedia

«Hört auf, Zürcher als arrogant zu beschimpfen!»

Video: Can Kgil, Emily Engkent

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77
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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meine senf 19.04.2018 09:01
    Highlight Wegen der Süddeutschen Zeitung: Süddeutschland ist zumindest geografisch näher an Basel als es Zürich ist.

    Was ich für die Region Basel super fände, wäre eine trinationale (oder aus sprachlichen Gründen evtl. auch nur binationale) Zeitung, z.B. durch eine Zusammenarbeit von AZ mit einer südbadischen und vielleicht auch einer elsässichen Zeitung. Vor etwa 20 Jahren gab es das mal ansatzweise als wöchentliche BaZ-Beilage ("Dreiland-Zeitung").

    Das würde interessante andere Perspektiven liefern und es wären Effizienzgewinne möglich ohne immer alles nur nach Zürich zu konzentrieren.
    16 4 Melden
    • Sheldon 19.04.2018 09:39
      Highlight @meine senf: wäre sicher "nice to have", aber wirklilch interessiert es uns kaum im Detail, was in Freiburg oder Mülhausen so läuft. Es betrifft uns nur in den seltensten Fällen. Ganz im Gengensatz zu Veränderungen in Zürich.
      10 6 Melden
    • meine senf 19.04.2018 10:06
      Highlight Das "uns" kann in der Regel recht vielfältig sein.

      Zumindest bei regionalen, lokalen oder kulturellen Themen interessiert es mich mehr, was 10 Kilometer vom Wohnort geschieht als das was 100 Kilometer weit geschieht (ich dachte eher an "ausländische Vororte" wie Lörrach oder Saint-Louis als bis Freiburg oder Mulhouse). Egal, ob es eine Landesgrenze gibt oder nicht.
      #mauer-in-den-koepfen
      17 1 Melden
    • Joe Smith 19.04.2018 15:41
      Highlight Die «Süddeutsche Zeitung» wird in München produziert. Das ist dann doch noch eine rechte Ecke weiter weg als Zürich. (Merke: «süddeutsch» meint in Deutschland meistens nicht «südwestdeutsch».)
      7 0 Melden
  • rodolofo 19.04.2018 07:58
    Highlight Am Schluss wird die Frage nur teilweise beantwortet, was mit dem jetzigen Chefredaktor des BAZ (Blochers Anzeiger) Markus Somm geschieht, der sich in letzter Zeit in allen möglichen Talk-Shows gewaltig aufgeplustert hat, unter Anderem mit berühmt-berüchtigten Einleitungen zu seinen schier endlosen Monologen:
    "Nääääi, liebe So und So, das xeesch Du / xeend Sii ganz falsch! Fäkt isch: ... usw."
    Findet er Zuflucht im Reservat für Rechtsnationale und Rechtsextreme im "Schwiizer Wücheli" (absichtlich in die Irre führend "Weltwoche" genannt)?

    21 12 Melden
    • Sheldon 19.04.2018 09:40
      Highlight Er macht Somm erferien (sprich sabatical). Nicht gelesen ?
      9 6 Melden
  • Schneider Alex 19.04.2018 06:38
    Highlight Und was du vergessen hast, aber ganz wichtig ist: Mit der Basler Zeitung von heute geht die einzige Tageszeitung unter, die den Mainstream-Medien die Stirn geboten hat.
    17 34 Melden
    • Fabio74 19.04.2018 07:26
      Highlight Die einfach das Gegenteil schrieb was die anderen brachten.
      Aber es darf ja jeder in das Business einsteigen und eine neue Zeitung rausbringen
      16 11 Melden
    • rodolofo 19.04.2018 08:07
      Highlight Was für eine Stirn soll den das sein?
      Und vor allem, was spielt sich hinter dieser Stirn genau ab?
      16 10 Melden
    • Sheldon 19.04.2018 09:46
      Highlight @Schneider Alex: definiere mal Mainstream-Medien ! Die BaZ hat oft Leute persönlich diffamiert und richtige Kampagnen geritten. Immer schön auf den Mann oder noch lieber die Frau, welche nicht auf SVP-Kurs war. Oft unter dem Niveau, welches von einem Journalisten erwartet werden muss/soll/darf. Eine Zeitung soll nicht Politik "machen", sondern Politik kommentieren und kritisch hinterfragen, Missstände aufzeigen und nicht auf irgendeiner Parteilinie surfen.
      27 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Arneis 19.04.2018 01:18
    Highlight Alles, bei allem Bedenken, ist besser als eine Blocherzeitung.
    25 12 Melden
    • rodolofo 19.04.2018 08:15
      Highlight Unser Gratis-Stadtanzeiger bildet die schöne neue Blocher-Welt des aufgehenden Süneli ab, wie ein Schlagermusik-Stadel:
      Überall Plausch-entschlossene Festzelt-Besucher, die sauglatt in die Kamera grinsen, oder dann stämmige und offensichtlich tüchtige Gewerbler, die sich für den nächsten grundsoliden Bau-Auftrag empfehlen.
      Und der linkste Kandidat für ein politisches Amt, der hier (noch) inserieren darf, ist Mitglied der CVP.
      All das, was ich an meiner Stadt am meisten schätze, fehlt in dieser Zeitung von Blochers Gnaden, als wäre es nur unnützes Unkraut und müsste rausgejätet werden...
      19 7 Melden
    • Bronko 19.04.2018 09:17
      Highlight Schön gesagt, Rodolfo. Genauso schauts aus. Niveauloser Dorf-Journalismus mit seitenlanger, langweiliger Selbstbeweihräucherung im lokalpatriotischen Gewand. Ätz und gähn.
      12 4 Melden
  • Fulehung1950 18.04.2018 22:55
    Highlight Ich glaube nicht, dass die Basler in Sachen FCB zu kurz kommen werden. Die Berner Zeitung und der Bund jedenfalls triefen gelb-schwarz sowie schwarz-rot und nicht blau-weiss, weiss-blau oder rot-blau.

    Den Rest kann man lesen oder nicht: Politiker erzählen eh nur einen vom Pferd und die Journalisten interpretieren das Gelaber dann je nach eigenem Befinden. Schwere Birne vom Vorabend-Umtrunk und Streit mit der weiblichen Holdigkeit zuhause üben da wohl mehr Einfluss als die Verpflichtung zu gitem Journalismus.

    Ob der Stuss jetzt in Basel, Bern oder Zürich geschrieben wird - who cares
    14 13 Melden
    • rgs-läsezirkel 19.04.2018 00:26
      Highlight Eben nicht. Die Berichterstattung von der Bernerzeitung und von der Bund bezüglich BSCYB ist eine schon lang-andauernde, fortwährende Enttäuschung.

      Bei ersterer, der BZ, stellt sich die Frage ob das Geschriebene den Begriff Berichterstattung überhaupt verdient hat. Die Redaktion der BZ scheint eher Thun fixiert zu sein.
      6 6 Melden
  • McBeans 18.04.2018 22:44
    Highlight Dann kennen die beiden Herren Basel noch nicht. Falls dies der Plan ist, gibt es die BaZ in einem Jahr nicht mehr. Dadurch werden nicht mehr sondern weniger Exemplare verkauft!!
    18 1 Melden
  • Eagle21 18.04.2018 22:41
    Highlight Herzlichen Glückwunsch an alle Baslerinnen und Basler, die sich vor Jahren dermassen über Blocher & Co. aufgeregt haben: Ihr könnt zurück in Eure Bubble und dürft dort in Zukunft ungestört weiterleben. Im Ernst, ich kann nicht verstehen, wie man sich als Bürger in einem demokratischen Land - egal aus welchem politischen Lager - über eine noch stärkere Medienkonzentration freuen kann; vielleicht kanns mir jemand erklaeren. Ich las bisher Tagi, NZZ und die Leitartikel von Markus Somm - mein Medienabgebot wird durch die Transaktion eingeschränkt.
    27 41 Melden
    • äti 19.04.2018 00:07
      Highlight .. das kannst du immer noch.
      9 5 Melden
    • bebby 19.04.2018 02:13
      Highlight Die BaZ ist für mich und für viele andere Basler bereits vor Jahren gestorben. NZZ und Watson für die Schweizer Nachrichten und die bz und tageswoche für Basler Nachrichten reichen völlig aus. So wahnsinnig viel passiert hier ja auch nicht, dass zwei Zeitungen das nicht abdecken könnten.
      BaZ war nur noch da für SVP-Wähler und davon gibt es halt zuwenige in Basel. Für mich war viel schlimmer, wie die Weltwoche von einem Qualitätsblatt zu einem Boulevardjournal umgebaut wurde. Seither gibt es ausser der NZZ keine nennenswerte Auslandsberichtserstattung mehr in der Schweiz.
      26 5 Melden
    • äti 19.04.2018 07:34
      Highlight "wie die Weltwoche von einem Qualitätsblatt zu einem Boulevardjournal umgebaut wurde" - genau, war damals auch mein Leibblatt.

      "ausser der NZZ keine nennenswerte Auslandsberichtserstattung" - die WOZ ist da, Themenorientiert, ein guter Zusatz.
      16 4 Melden
  • schuldig 18.04.2018 22:34
    Highlight Lieber Gruss zurück Maurice
    Vielleicht ist Dir entgangen, dass die meisten Abo-Kündigungen nicht unmittelbar nach Blocher/Somm-Übernahme realisiert wurden, sondern nach einer angemessenen Beobachtunsphase. Der/Die Basler ist also durchaus entscheidungsfähig, gliich wer das Blatt übernimmt.
    30 7 Melden
  • Altweibersommer 18.04.2018 22:32
    Highlight Und wie werden wir jetzt den Dürr wieder los?
    21 2 Melden
  • Lichtblau550 18.04.2018 22:24
    Highlight Auch wenn man als informierter Leser dachte, vieles davon schon zu wissen: So knackig zusammengefasst ergeben sich eben doch neue Einblicke. Danke!
    13 6 Melden
  • Mr Love 18.04.2018 20:29
    Highlight Liebe BaZ leser, jetzt wird es Zeit für die NZZ ;-)
    28 17 Melden
    • rgs-läsezirkel 19.04.2018 00:38
      Highlight Der gleiche neoliberale Mist, einfach eingebettet in hochklassigem Schreibstil! ;-)
      21 5 Melden
    • Sheldon 19.04.2018 09:57
      Highlight NZZ am Sonntag reicht. Sonst BZ für das Lokale und watson und SRF, ARD, ZDF. Es gibt immer noch viele Möglichkeiten, sich zu informieren. Wer mag kann auch Fox News streamen. Oder, wie ich es manchmal zur Belustigung mache, den Ausblick vom Köppel auf die nächste Weltwoche. Problematisch ist der Zugang zu Informationen wirklich nicht. Problematisch sind arrogante Gehirnwasch-Kommentare und Falschinformationen.
      2 0 Melden
  • azoui 18.04.2018 20:23
    Highlight Die BaZ geht mir am Arsch vorbei, seit sie von Blocher gekauft wurde. Habe damals mein Online Abo gekündigt. Bin auf Watson gestossen und später auf BZ Basel.
    34 16 Melden
  • rundumeli 18.04.2018 20:12
    Highlight hansi voigt ... move it

    ;-)

    !
    17 9 Melden
  • Sorbitolith 18.04.2018 20:06
    Highlight Halbkantone gibts nicht mehr.
    7 64 Melden
    • Charlie Brown 18.04.2018 20:48
      Highlight Ah ja? Erzähl...
      40 1 Melden
    • Ueli der Knecht 18.04.2018 22:41
      Highlight Kein Fake, da steht: "Lokalpatriotismus in einem geteilten Halbkanton".

      "Lokalpatriotismus": Das ist ein Pleonasmus. Globalpatriotismus wäre absurd.

      Ein "geteilter Halbkanton" wäre ein Viertelkanton.

      "Vergessen sie nicht. Sprache ist unser Schatz. Hüten und pflegen wir sie."
      -Ebels Sprachsprechstunde.
      https://www.tagesanzeiger.ch/collectionuebersicht/ebels-sprechstunde/story/23256157
      21 5 Melden
    • rgs-läsezirkel 19.04.2018 00:51
      Highlight Naja, Lokalpatriotismus findet man so im Duden, wohl kein Pleonasmus. Dafür ist der geteilte Halbkanton umso besser. 😂
      13 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roboter 18.04.2018 19:48
    Highlight Vielleicht wird Markus Somm bald Chefredakteur bei 20min. Die Maske fällt ;-)
    55 8 Melden
  • James McNew 18.04.2018 19:33
    Highlight Man kann auch sagen: Ein solider Mantel aus Zürich ermöglicht es dem Basler Team, möglichst wichtige Leute möglichst hässig zu machen. Und zwar egal, ob die politische Richtung einem abgw.-Bundesrat passt. Guten Wirtschaftsjournalismus kann man mit den richtigen Leuten auch lokal machen, Sport etwas schwieriger, aber irgendein FCB-Freak wird euch schon bleiben (Raz ist ja eh schon beim Tagi). Solange das Lokalteam gerade gross genung bleibt, um etwas Schlagkraft zu haben, muss es nicht schlecht sein. Weggespart wurde ja schon alles. Einzig das mit Somm, das ist hart...
    33 11 Melden
  • DavidSuter 18.04.2018 19:29
    Highlight Sehr frisch der Artikel, sticht richtig raus! Mehr von dieser Art!
    Danke
    43 32 Melden
    • rgs-läsezirkel 19.04.2018 07:45
      Highlight Sehr frisch dein Input, sticht richtig raus! Mehr von dieser Art! ❤😉
      Thenks
      4 2 Melden
  • DichterLenz 18.04.2018 19:25
    Highlight Da hat die SVP mit der BAZ wirklich ganze Arbeit geleistet. Ich möchte allen Baslern herzlich zu ihrer gesunden Urbanität gratulieren.
    64 17 Melden
  • Snowy 18.04.2018 19:23
    Highlight Auf den Punkt gebracht, Maurice!
    31 21 Melden
  • Asmodeus 18.04.2018 19:19
    Highlight Kurz zusammengefasst.

    Vorher gehörte die BAZ dem Blocher. Nun den "Zürchern".

    Was für die BAZ im Grunde nichts anderes bedeutet, als dass sie in Basel weiterhin an Popularität verlieren wird.
    71 6 Melden
  • Idrisi 18.04.2018 19:01
    Highlight Mir sind wirtschaftlich denkene Verleger lieber als ideologische Wirtschaftsbosse die Verleger spielen. Ich werde heute Abend auf alle Fälle die Internationale anstimmen um den Auszug Blochers aus der Stadt zu feiern. Ansonsten rechnen wir mit den Zürchern im Joggeli ab um mit dem Schmerz umgehen zu können nicht mehr die wirtschftliche Nummer eins zu sein.
    111 65 Melden
  • derEchteElch 18.04.2018 19:00
    Highlight "Der Mantelteil, also alles, was thematisch nicht lokal ist, wird seit Anfang Jahr von der «Redaktion Tamedia» zentral aus Zürich und Bern geliefert"

    und genau aus diesem Grund kann man bei Tamedia und Co. den Beruf Journalist abschaffen. Warum braucht es die? Ist eh alles Copy & Paste aus Pressemitteilungen und Agenturmeldungen (oft auch bei Watson, bz und TeleBasel).

    Es wäre günstiger, wenn jede Menge "Praktikanten" die Agenturmeldungen und Medienmitteilungen der Firmen 1:1 veröffentlichen und Schreibfehler einbauen würden.. Ups, passiert heute schon bei 20min..
    152 42 Melden
    • Tikvaw 18.04.2018 19:20
      Highlight Und du bist bereit für persönlich angestellte Auslands-Korrespondenten usw. "teures Geld" zu bezahlen? Oder gehörst du auch zu den "Freeloadern" die hochstehende Qualität im Austausch für ein paar "Daten" verlangen?
      34 13 Melden
    • James McNew 18.04.2018 19:34
      Highlight Wenn man keine Ahnung hat.... 🙄
      24 14 Melden
    • derEchteElch 18.04.2018 20:07
      Highlight „Und du bist bereit für persönlich angestellte Auslands-Korrespondenten usw. teures Geld zu bezahlen?“

      Nein, dafür gibts unter anderem die Billag-Gebühren, von welchen auch ein Teil in die SDA fliesst. Du siehst also, die Ausland-Korrespondenten sind schon inklusive..
      20 33 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • PenPen 18.04.2018 18:57
    Highlight Woohoo! Jetzt gibts den Einheitsbrei auch in Baaasel!
    53 17 Melden
  • Gigi,Gigi 18.04.2018 18:43
    Highlight Und die NZZ! Für den Intellekt.
    18 12 Melden
  • wasps 18.04.2018 18:39
    Highlight Deshalb braucht es Onlinepublikationen wie die Republik. Dieser Einheitsbrei lässt die Bevölkerung verblöden. Auch Watson ist davon nicht ausgenommen. Zuviele gleichlautende Stories sind hier und in 20min online zu lesen (Zufall?)
    47 8 Melden
  • Barracuda 18.04.2018 18:34
    Highlight Autsch, da hat sich jemand aber weit zum Fenster hinaus gelehnt. Wahrscheinlich könnte man das gleiche über das Medienimperium von Wanner (aka AZ Medien) schreiben ;-) Und ich glaube, du willst auch nicht darüber reden, wieviele der "Beiträge" bei watson von Dritten stammen oder bei wie vielen Artikeln überhaupt Spuren von seriöser Recherche drin stecken...
    265 37 Melden
    • dickmo 18.04.2018 20:07
      Highlight In diesem offenen Brief stecken 12 Jahre seriöse Recherche.
      44 37 Melden
    • Fulehung1950 18.04.2018 22:43
      Highlight Man kann sich aber auch vorstellen, dass Thieriet das Ganze nicht ganz so ernst meint, wie Sie es auffassen. Ich jedenfalls glaube, eine gewisse Ironie im Text zu erkennen.
      10 3 Melden
    • IchSageNichts 18.04.2018 22:59
      Highlight Lass sie doch mal machen... Wahrsager haben immer einen schweren Stand. Insbesondere wenn sie den Status quo einfach in die Zukunft extrapolieren. Du solltest ja Wissen, dass das Medienbusiness in 5 Jahren schon wieder ganz anders aussieht...in so dynamischen Zeiten sollte man mit Prognosen vorsichtig sein.
      Vielleicht gibts ja einen Baslerteil der auch den Namen verdient...
      Wenn man schon alles weisssollte man unbedingt an die Börse. Dort kann man Zukunftwissen zu Geld machen!
      2 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ubu 18.04.2018 18:33
    Highlight Totaler Nebenschauplatz aber: "Artur Rutishauser hat die Swissair-Konzernleitung weggeschrieben"? Das wage ich mal ganz stark zu bezweifeln. Rutishauser war in der Swissairgeschichte keine prägende Figur und für den Abgang der Konzernleitung kurz vor Schluss war nicht die Berichterstattung verantwortlich, sondern der wirtschaftliche Zustand des Konzerns. Aber eben: Nebenschauplatz.
    57 5 Melden
  • sowhat 18.04.2018 18:30
    Highlight Könnte man, wenn Watson nicht immer seichter und seichter würde :(
    Mist, nichts gewonnen. Die BAZ bleibt unlesbar um nicht zu sagen nutzlos. Und Watson ist nette Unterhaltung. Ich liebe die zwar, aber als Infomedium taugt ihr nicht mehr,sorry. Als Diskussionplattform bleibt ihr aber immernoch ungeschlagen.
    Will heissen, man kann durchaus bei euch bleiben aber BAZ Ersatz werdet ihr nicht. *)
    62 6 Melden
    • azoui 18.04.2018 20:20
      Highlight Aber was erzählst Du da! "Watson - News ohne blah blah" :)
      9 4 Melden
    • Gigi,Gigi 18.04.2018 20:57
      Highlight Eben, mit NZZ und Watson geht es ganz gut!
      8 9 Melden
  • Sauäschnörrli 18.04.2018 18:29
    Highlight Genau, haltet euch an watson mit seinen Clickbaitlisticles.
    38 8 Melden
  • MykillWF 18.04.2018 18:18
    Highlight Schon lange nicht mehr meine BaZ🙄
    41 7 Melden

«Lieber Herr Köppel, berichten Sie noch oder gehören Sie schon dazu?»

SVP-Nationalrat und Journalist Roger Köppel berichtet von den Demonstrationen in Chemnitz und vergisst dabei, Angriffe auf Berufskolleginnen und -kollegen zu vermelden. Ein grober handwerklicher Fehler.

Lieber Herr Köppel 

Nachdem Sie am Wochenende bei den rechten Demonstrationen in Chemnitz Feldforschung betrieben haben, bezeichnen Sie die Sachsen nun als «intellektuelle Avantgarde eines weitverbreiteten Deutschen Unbehagens». 

Ich musste sehr lachen, als ich das gelesen habe, weil das Attribut «intellektuelle Avantgarde» in Zusammenhang mit Hitlergruss zeigenden und «Ausländer raus!» schreienden Hooligan- und Neonazi-Mobs eine wirklich gute Pointe ist. 

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