Sport

National League, 8. Runde

Servette – ZSC Lions 3:2 n.P. (0:0,0:1,2:1,0:0)

Chris Baltisberger verteidigt die Scheibe gegen Genfs Juraj Simek. Bild: PPR

Bitterer Spielausgang bei Servette: Die ZSC Lions geben Zwei-Tore-Führung aus der Hand

Die ZSC Lions haben die drei Punkte virtuell schon auf ihrem Konto gutgeschrieben, da kommt plötzlich alles anders. Nach einem 0:2-Rückstand setzt sich der Gegner aus Genf doch noch mit 3:2 nach Penaltyschiessen durch.

28.09.17, 22:46 29.09.17, 07:56

Servette – ZSC Lions 3:2 n.P.

– Nachdem Fredrik Pettersson in der 54. Minute kurz nach Ablauf einer Strafe gegen Servette mit seinem sechsten Saisontor in der National League das 2:0 für die Lions gelungen war, schien die Partie vorentschieden zu sein. Kevin Romy verkürzte jedoch nur 56 Sekunden später zum 1:2. 28 Sekunden danach musste ZSC-Verteidiger Kevin Klein nach einem Bandencheck vorzeitig unter die Dusche, ein Entscheid, der durchaus zu diskutieren gibt. Verteidiger Goran Bezina nutzte die fünf Minuten dauernde Überzahl mit seinem ersten Meisterschaftstreffer in der laufenden Spielzeit zum Ausgleich (58.).

– In der 62. Minute vergab Romy mit einem verschossenen Penalty die grosse Chance, den Genfer Sieg schon früher perfekt zu machen. Dass sich das nicht rächte, lag an Romain Loeffel, Henrik Tömmernes und Nathan Gerbe, die ihre Penaltys im Shootout allesamt verwerteten. Für die Lions war einzig Drew Shore erfolgreich.

Frustrierte Zürcher nach der nächsten Niederlage. Bild: KEYSTONE

– Servette bezwang den ZSC erstmals nach fünf Niederlagen. In der vergangenen Spielzeit waren beide Duelle in Genf ebenfalls in die Overtime gegangen, wobei der ZSC zweimal das bessere Ende behielt. Trotz des Sieges konnten die Genfer Spieler nicht kaschieren, dass sie nach 16 Jahren unter der Leitung des entmachteten Chris McSorley noch Zeit benötigen, um sich an das System von Woodcroft zu gewöhnen.

– Nach ausgeglichenen ersten 20 Minuten gehörte das Mitteldrittel klar dem ZSC. Mehr als das 1:0 durch Kevin Klein (28.) schaute allerdings nicht heraus. Der kanadische Verteidiger war bereits zum vierten Mal im Dress der Lions erfolgreich. Das ist insofern erstaunlich, als Klein in der NHL mit 42 Toren in 700 Partien alles andere als treffsicher war. (sda)

Das Telegramm

Genève-Servette – ZSC Lions 3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0) n.P. 5604 Zuschauer. - SR Dipietro/Massy, Fluri/Rebetez.
Tore: 28. Klein (Suter, Pettersson) 0:1. 54. (53:56) Pettersson (Nilsson, Chris Baltisberger) 0:2. 55. (54:52) Romy 1:2. 58. Bezina (Jeremy Wick, Mercier/Ausschluss Klein) 2:2. - Penaltyschiessen: Loeffel 1:0, Chris Baltisberger -; Almond -, Shore 1:1; Tömmernes 2:1, Romajn Wick -; Gerbe 3:1, Pettersson -.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 plus 5 Minuten (Klein) plus Spieldauer (Klein) gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Simek; Nilsson.
Genève-Servette: Descloux; Petschenig, Tömmernes; Fransson, Bezina; Loeffel, Mercier; Jacquemet; Simek, Richard, Spaling; Gerbe, Romy, Riat; Jeremy Wick, Almond, Rod; Traber, Hasani, Impose; Holdener.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Geering; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Karrer, Marti; Sutter, Guerra; Pettersson, Suter, Nilsson; Kenins, Schäppi, Roman Wick; Künzle, Shore, Pestoni; Chris Baltisberger, Sjögren, Prassl.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays, Douay und Rubin. ZSC Lions ohne Herzog, Seger und Hinterkircher (alle verletzt). - 62. Romy verschiesst Penalty. (sda)

Die Tabelle

NL-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden

1m 32s

Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden

Video: Angelina Graf

Unvergessene Eishockey-Geschichten

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tobiwankenobi [ZH] 29.09.2017 09:45
    Highlight Das darf ja nicht wahr sein!
    4 0 Melden
  • MARC AUREL 29.09.2017 09:34
    Highlight Die Lions haben viel arbeit vor sich... so eine Führung sollte man als Spitzenteam kurz vor Schluss nicht preisgeben! Hingegen kann es nicht schaden wenn sie mal während der Quali untendurch müssen anstatt im Spaziergang Modus die Quali zu gewinnen. Dies könnte ihnen anfangs PO dienen.
    7 0 Melden

Das denken die Kloten-Fans von Hollenstein. Und er reagiert, naja: eiskalt

Servette holt einen wichtigen Zusatzpunkt im Strichduell gegen Ambri. Auch Langnau, Lausanne und Biel holen Siege im Kampf um die Playoffs.

Kloten ist nach 25 Runden bei 18 Niederlagen angelangt. Der siebtplatzierte EHC Biel hingegen erreichte beim 3:2 gegen den Tabellenletzten im zweiten Spiel unter Interims-Coach Martin Steinegger den zweiten Sieg.

Zu reden gab aber vor allem die Fan-Akton gegen Denis Hollenstein. Er meinte ziemlich trocken: «Ich muss Profi bleiben. Ich war lange in Kloten. Der Wechsel ist vielleicht etwas speziell. Aber so ist das Business.»

Im Derby gegen die ZSC Lions (1:4) war Kloten mit einer Gegentor-Triplette …

Artikel lesen