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Zu sich und seinen eigenen Grenzen stehen. 
kafi freitag

FragFrauFreitag

Liebe Kafi Freitag. Seit Jahren setze ich mich dafür ein, dass die Welt etwas besser wird. 

Engagiere mich für Flüchtlinge, sammle Geld für wichtige und richtige Projekte, helfe bei Veranstaltungen, mobilisiere, stelle mich in den harten politischen Wind. Gemeinsam mit Gleichgesinnten haben wir viele kleine Erfolge erzielt, kleine Welten gerettet. Aber die grosse Welt haut mir tagtäglich ihre Realität um die Ohren. Heute bin ich müde. Kennst Du das, wenn Du viel tust und es nie genug sein kann? Barbara, 49



Liebe Barbara

Aber natürlich kenne ich das auch! Das kennen vermutlich alle, die diesen Kampf ausfechten und sich dafür engagieren, dass diese Welt zu einer besseren wird. Dieses Bemühen ist etwas sehr wichtiges und wenn es ganz viele Menschen tun, dann können wir gemeinsam so einiges bewirken. Danke, dass Sie dies tun, an so vielen Fronten und mit so viel Herzblut. Das ist sehr wertvoll, liebe Barbara. Auch ich versuche, diese Welt zu einer besseren zu machen. Das sollten wir alle tun, weil wir nur diese eine haben und es ihr schuldig sind. 

Allerdings habe ich für mich persönlich eine Entscheidung getroffen, bereits vor ein paar Jahren schon: Ich muss die Welt nicht retten. Ich muss mich nicht für jedes Projekt einsetzen. Ich muss nicht für jedes Thema, für das es zu kämpfen lohnte, kämpfen. 

Tag für Tag schreiben mir Leute und bitten mich darum, mich hier oder dort für dieses oder jenes einzusetzen. Für ein paar Themen engagiere ich mich, für ganz viele andere nicht. Mein Tag hat 24 Stunden und ich habe eine Familie, einen Job und einen Freundeskreis. Und wenn ich mich auch mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetze und diese versuche voranzutreiben, so sind es dennoch ganz viele, die ich nicht verfolgen kann und will.

Meine Kräfte nützen in gebündelter Form und in einer spezifischen Sache mehr, als wenn ich versuche, auf jeder Hochzeit zu tanzen. Sie und ich, wir sind zwei einzelne von 7,35 Milliarden Menschen. Wenn wir versuchen, alle Probleme dieser Welt zu lösen, dann resignieren wir früher oder später und helfen schlussendlich niemandem. Wenn wir aber herausfinden, wo die kleine Nische ist, in der wir unser Bestes geben können, dann ist damit sehr vieles getan.

Es hat sehr viel damit zu tun, sich selber gut zu spüren und auf die eigene Balance zu achten. Zu vielen Dingen «nein» zu sagen und zu ein paar ausgewählten dafür umso deutlicher ja. Und uns selber dabei nicht zu vergessen. Wer in einem Bereich arbeitet, indem es von morgens bis abends darum geht, andere Menschen in ihren Herausforderungen zu unterstützen, lernt schnell, dass es nur funktionieren kann, wenn man sich selber gut schaut. Das kann manchmal gegen aussen als egoistisch wirken, aber es ist die Grundlage dafür, dass man Kraft für diese Art von Arbeit hat.

Ich hoffe sehr, dass Sie aus meiner Antwort etwas ziehen können und dass Sie den für Sie richtigen Weg finden können. Mit herzlichem Gruss.

Ihre Kafi.

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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Sälber tschuld! Hier nachlesen!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.05.2016 22:31
    Highlight Highlight "...dass diese Welt zu einer besseren wird."

    Entschuldigung. Aber diese Welt ist die beste aller möglichen Welten. Man kann ihr weder etwas hinzufügen noch etwas wegnehmen.
  • oldman 21.05.2016 10:48
    Highlight Highlight Gute Antwort Kafis und der Leser. Gutes Tun ist vorbildich und super. Das Problem liegt aber (immer) in unseren Erwartungen! Wir erwarten ein Danke, dass unser Tun etwas bewirkt oder es wenigstens zur Kenntnis genommen wird. Vergiss das. Wenn Du in Dir bist und weisst, dass Du das Richtige tust, dann kannst Du Dir in die Augen schauen, Dir selbst (ohne Überheblichkeit!) auf "die Schultern klopfen" und das sollst Du auch. Sei stolz auf Dich und bewahre die Ruhe in Dir. Du brauchst weder das Lob Anderer (das ja sowieso schon sehr selten kommt) noch eine Erfolgsbestätigung. Geh Deinen Weg.

FRAGFRAUFREITAG

Hallo :) Facebook macht mich manchmal unglücklich. Ich vergleiche mein Leben mit den Leben meiner 624 «Freunde», und stelle fest, dass sie Partys feiern, reisen, immer Spass haben etc. 

Wenn ich etwas poste, das in der nächsten halben Stunde keine Likes hat, lösche ich es wieder. Und wenn ich einen Freund weniger habe, muss ich herausfinden, wer mich gelöscht hat... Jetzt habe ich mein Facebook-Konto deaktiviert. Aber irgendwie fehlt mir etwas, ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen. Soll ich meinen Facebook-Account wieder aktivieren? Lisa, 23

Liebe Lisa  Ich bin der Meinung, dass eine Party, Reise, etc. so spannend nicht sein kann, wenn man dazu kommt, alle fünf Minuten darüber zu posten. Manche Menschen machen mir sogar den Eindruck, dass sie nur deswegen unterwegs sind, dass sie es mit ihren FB-«Freunden» teilen können. Was nicht geteilt wird, findet ergo nicht statt. Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Oder sehen Sie sich doch mal selber um: Ist es eigentlich nicht traurig, dass es viele Leute gar nicht …

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