Liebe Kafi, obwohl seit vielen Jahren erfolgreich berufstätig, wohnt mein Freund (33) noch bei seinen Eltern.
Ich (30, wohne seit 6 Jahren glücklich alleine) hatte zu Beginn unserer Beziehung vor etwa eineinhalb Jahren kaum Probleme mit dieser Situation, da er mir immer wieder von Auszugsplänen erzählte und ich davon ausging, dass er ernsthaft und aktiv auf der Suche nach etwas Passendem ist. Mittlerweile findet er aber immer wieder Ausreden, weshalb dies im Moment nicht möglich sei. Ich liebe diesen Mann sehr, auch wenn mich seine Wohnsituation immer mehr belastet (Omnipräsenz seiner Eltern – die ich im Grunde mag – bei ihm zuhause, fehlende Zweisamkeit, u. ä.). Ich möchte meinen Freund nicht unter Druck setzen, sondern nur, dass (er) sich da langsam etwas bewegt. Kann ich ihn da überhaupt unterstützen? Und wenn ja, wie? Lea, 30
Oh mein Gott! Sie zeichnen hier das perfekte Leben für einen jungen Mann auf. Für ein Butterbrot (was sicher auch noch von der Mama gestrichen wird) in einer geputzten Wohnung mit mütterlichem Wäscheservice und Vollpension leben und ab und an etwas Geschlechtsverkehr und feste Beziehung spielen mit der lieben Freundin. Das klingt fast schon besser als das auch schon sehr geil klingende Leben des Udo Lindenberg, der seit ewig schon in der Präsidentensuite des Hotels Kempinski in Hamburg lebt und sich um kaum was (ausser den Geschlechtsverkehr mit der Freundin, aber der wird evtl. auch frei Haus geliefert) kümmern muss.
Sie können nun entweder bleiben und möglichst schnell 5 Kinder zeugen, welche Sie ganz beiläufig von der Schwiegermutter aufziehen lassen, oder aber rennen, so schnell Ihre Beine Sie tragen. Und wenn ich auch selten Plädoyers auf sportliche Höchstleistungen halte, so fände ich ein solches hier doch höchst sachdienlich.
Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.
Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.
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Die beliebtesten Kommentare
Luca Brasi
05.09.2016 19:18registriert November 2015
Mamma ist halt die Beste.😉
Aber wieso kommen jetzt wieder so stereotypische Ansichten, dass der Sohnemann faul rumlungert, sich aushalten lässt und nichts zum Haushalt beiträgt. Wieder einmal typisch männerfeindliches Gehabe.😡
Jeder darf selber entscheiden, wo er leben will. Ich dachte Frau Freitag mag es nicht, wenn fremde Menschen mit dem Finger auf eine Lebensweise zeigen? Wenns der Frau nicht passt, dann soll sie halt gehen. Die Hinhaltetaktik des Mannes ist allerdings auch nicht koscher.
Ich schätze deine Antworten meist sehr. Aber hier machst du Fehler:
Zentral ist die Frage, wie seine Beziehung zu den Eltern und das Zusammenleben aussehen, ist er im Hotel oder eher in einer WG?
Dazu kommt, dass du nicht darauf eingehst, dass sie sagt, sie wolle ihn nicht unter Druck setzen. Ich mag Druck auch nicht, aber hier ist Druck angesagt. Das hat sie offenbar noch nie probiert.
Ich habe ein Burn-out – muss mein Chef mir helfen?
Deine Arbeitgeberin muss deine Gesundheit schützen, du als Arbeitnehmer musst deinen Chef frühzeitig warnen, wenn die Arbeit deine Gesundheit gefährdet. Tust du das nicht und erleidest ein Burn-out, riskierst du eine weitere böse Überraschung.
Ein Burn-out ist gemäss dem Katalog der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation WHO ein chronischer, arbeitsplatzbezogener Stresszustand. Die betroffene Person ist emotional erschöpft, denkt, nicht mehr leistungsfähig zu ein und hat eine negativ distanzierte Haltung zum eigenen Job.