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FILE - In this Oct. 2, 2012 file photo, smoke rises over Saif Al Dawla district, in Aleppo, Syria. The United States is outlining no change in its Syria policy as an August 1 target date for a political transition passes. In May, Secretary of State John Kerry issued an Aug. 1 ultimatum to Syrian President Bashar Assad's government and its main backer, Russia.

Religiös motivierte Kriege ziehen ihre Blutspur bis in unsere Zeit. Bild: Keystone

Sektenblog

Wie Gott uns die Theorie vom Urknall erzählt



Religion und Glaube dienen dazu, uns Menschen geistig zu befreien, Sinn zu stiften und das Leben nach moralischen und ethischen Grundsätzen zu gestalten. Das sind hehre Ansprüche, die uns – je nach Glaube – Gott oder die Götter stellen.

Doch haben sie, die uns angeblich geschaffen haben, uns auch das Rüstzeug gegeben, zu bestehen? Haben sie Bedingungen geschaffen, die uns befähigen, ihren Ansprüchen zu genügen?

Religiöse Blutspur durch die Geschichte der Menschheit

Nein, nein und nochmals nein. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Wir Menschen haben eine einzige Blutspur hinter uns hergezogen. Und ein Blick auf die Gegenwart macht uns deutlich: Wir haben wenig bis nichts gelernt, denn aktuell herrschen Sodom und Gomorrha wie zu den übelsten Epochen.

Stichworte: Der Nahe Osten brennt, der Irak und Afghanistan versinken im Chaos, Syrien wird platt gemacht, Nordafrika ist ein Pulverfass. In diesem politischen Vakuum breitet sich der islamische Fundamentalismus aus. Von diesem religiösen Fieber wird nun auch noch die Türkei erfasst, denn Recep Erdogan entwickelt sich zum religiös befeuerten Despoten.

Der Sozialdarwinismus erlebt eine neue Blüte. Egoismus und Gier führen zu einer Entsolidarisierung der Gesellschaften.

Aber auch ein Blick auf die westliche Welt lässt keinen Fortschritt bezüglich christlicher Barmherzigkeit und Nächstenliebe erkennen. Der Sozialdarwinismus erlebt eine neue Blüte. Egoismus und Gier führen zu einer Entsolidarisierung der Gesellschaften.

Es ist, als sei der Kampf um Ansehen, Macht und Vermögen die oberste Maxime geworden. Das Rüstzeug, das uns unsere Schöpfer mit auf den Lebensweg gegeben haben, reicht bei weitem nicht, um aus der Erde einen friedlichen Lebensraum zu machen.

Denn wir schlagen uns seit Jahrtausenden auch ihretwegen die Köpfe ein. Bis in die heutigen Tage. Auch die zehn Gebote haben uns nicht zivilisiert.

Rückfall in alte Muster

Glaube und Religionen sind nach einer Zeit der Kultivierung in den letzten rund 70 Jahren wieder konfliktträchtiger geworden. Sie enthalten vermehrt das emotionale Potenzial, Gläubige zu fanatisieren. Trotz Erziehung, Bildung und Aufklärung wächst die Blutspur wieder.

Global gesehen erleben wir die Wiedergeburt des Religiösen. Im Westen entleeren sich zwar die katholischen und protestantischen Kirchen, in weiten Teilen Afrikas, Südamerikas und den USA sorgen Freikirchen – vor allem die charismatischen – für einen Flächenbrand.

Das Rad der Zeit dreht sich wieder zurück. Die fundamentalistischen Entwicklungen demonstrieren uns, dass die Kulturschicht auf unserer Erde wieder dünner wird. Radikale Religionen und Glaubensgemeinschaften sind die Krisengewinner.

Radikale Glaubensgemeinschaften leben von Kriegen und Krisen

Sie leben von Kriegen, Katastrophen und wirtschaftlichen Depressionen. Menschen, die Angst haben und leiden, wenden sich vermehrt Gott und dem Glauben zu. Sie suchen Trost und Halt. So werden Glaubensgemeinschaften für viele zum letzten Zufluchtsort.

Dass sie in islamischen Ländern oft für politische Zwecke instrumentalisiert werden, erkennen sie nicht. So werden ein radikaler Glaube und eine politische Ideologie zu Kehrseiten der gleichen Medaille.

Man würde gern ein Interview mit dem Schöpfer führen und ihm ein paar unangenehme Fragen stellen. Wahrscheinlich würde er uns dann die Theorie vom Urknall erzählen.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 14.08.2016 13:45
    Highlight Highlight Die Differenz zwischen Islam und Islamismus ist hier einmal mehr von Rabbi Jussuf als "Konstrukt der Europäer" denunziert worden, dabei besteht doch gerade die Leistung der Aufklärung darin, zu differenzieren. Auch der um sich greifende Rechtspopulismus unterstützt die These Rabbi Jussufs, es gäbe hier keine Differenz, nur die Identität: Alle Muslime sind Islamisten.

    Welche Dummheit hier am Werk ist, brauch ich nicht näher auszuführen, zudem fehlte es mir an Platz.
    • Pasionaria 15.08.2016 23:39
      Highlight Highlight Hypatia
      Wäre der zweite Abschnitt nicht gewesen.....

      Der fehlende Platz sollte kein Hindernis sein, man kann die Seiten 1/.... und folgende nummerieren, d.h. x-fach 600 Anschläge produzieren. Aber möglichst in respektvollem Ton!
  • andersen 08.08.2016 12:26
    Highlight Highlight Der Religion hilft nur bei der grosse Aufgabe mit, die Menschen zu zivilisieren.
    Es genügt doch auf zwei Beinen zu stehen.
    • Marbek 09.08.2016 11:32
      Highlight Highlight Soso, Menschen "zivilisieren". Wie das wohl all die Kriegs-, Missbrauchs-, Hirnwäsche- und anderen Opfer der Religion sehen werden?

      Mir scheint eher, dass die Zivilisation oft vor allem dort stark ist, wo es die Religion nicht ist.
  • Hoodoo 08.08.2016 09:54
    Highlight Highlight Lesetip:
    Benutzer Bild
    • Hoodoo 08.08.2016 10:38
      Highlight Highlight Das weiter unten erwähnte Buch von Ben Moore, Professor für Astrophysik an der Universität Zürich. Er informiert gut verständlich und unterhaltsam über sein Forschungsgebiet.
      Für alle, die lieber wissen, statt nur zu glauben....
    • Hoodoo 08.08.2016 16:43
      Highlight Highlight @smen: Natürlich findet unser Denken innerhalb eines Weltbildes statt! Wichtig ist mir, ob ich bereit und fähig bin, mein Weltbild in Frage zu stellen und an neue Erkenntnisse und Einsichten anzupassen.
      Oder kann nicht wahr sein, was nicht sein darf? Weil in der Bibel etwas anderes steht oder das Siegel der Propheten es nicht besser wusste?
      Da versuchen zB Kreationisten mit abenteuerlichsten Argumenten zu erklären, warum das Universum nur rund 5600 Jahre alt sein soll... Weil passt sonst nicht zu den biblischen Namensregistern. Erkenntnis der Kosmologie, Geologie, Genetik, usw. wird verdrängt.
    • Littlepage 10.08.2016 12:18
      Highlight Highlight @smen Erkenntnisse "müssen nicht her", die passieren einfach. Du erkennst, begreifst, lernst jeden Tag etwas, wenn du die Augen (und den Geist) offen hältst. Alles andere ist Stagnation. In der Höhle war es sicher auch okay, aber ich bin froh, haben wir erkannt, dass Feuer machen eine gute Sache ist!
  • tychi 07.08.2016 14:08
    Highlight Highlight Darum denke ich je länger je mehr, dass Atheisten und weltoffene Christen gemeinsam dieser Tendenz die Stirn bieten sollen, statt sich in der unlösbaren Frage bezüglich der Existenz oder Nicht-Existenz Gottes zu verstricken.
    Eine weltoffene Haltung der Menschlichkeit - findet sich hüben wie drüben - diese sollte gepflegt werden. Einmal ist Bildung hiert das Zauberwort!
    • tychi 07.08.2016 14:35
      Highlight Highlight Einmalmehr ist Bildung hier das Zauberwort! (so sollte es lauten)
  • tychi 07.08.2016 14:05
    Highlight Highlight Ein interessanter Beitrag, der sich mit eigenen Erfahrungen deckt. Der religiöse Fundamentalismus erstarkt und zieht sich in ein Gedankengebäude zurück, das auf pseudowissenschaftlichem Halbwissen (z.B. Intelligent Design) und übersteigertem Dogmatismus aufbaut. Als landeskirchlich geprägter Christ habe ich lange versucht, Evangelikalen aufzuzeigen, dass es auch andere Lesarten der Bibel gibt. Meine hermeneutischen Versuche stiessen auf Unverständnis und mir wurde der Glaube abgesprochen. Schade.
    • Great Sasch 07.08.2016 20:31
      Highlight Highlight Das ist doch Logisch, das ihr immer denkt ihr müsst jedem und allem immer euren Glauben aufzwingen -_-
    • tychi 07.08.2016 21:04
      Highlight Highlight @Great Sasch: Aus Ihrem Kommentar werde ich leider nicht ganz schlau. Ich votierte für die Vielfalt von Lesarten der Bibel. Es gibt mehrere Zugänge und jeder Mensch soll frei entscheiden, wie und was er davon hält. Von Aufzwingen kann nirgends die Rede sein. Aber ich beobachte einmal mehr: Leider gibt es Dogmatismus nicht nur bei den Evangelikalen, sondern auch bei der gegenüberliegenden Seite, wie Ihre Reaktion durchschimmern lässt. Vielleicht schätze ich darum die Texte von Joachim Kahl so viel mehr als jene von Michael Salomon Schmidt.
  • mikarapaja 07.08.2016 08:16
    Highlight Highlight Beim Lesen des ersten Abschnitt kommt mir unweigerlich dieser Spruch in den Sinn den ich mal gelesen habe.
    Es gibt keine Welt ohne Opfer.
    Seid ihr dessen nicht gewahr?
    Wir geben einer Hölle,
    in der Asche auf einem Meer aus Blut
    treibt mangels besserer Worte
    den Namen "Welt"
  • pamayer 07.08.2016 02:57
    Highlight Highlight Sind die Menschen verunsichert, suchen sie meist nach einfachen Sündenböcken und heilsversprechen.
    Das kann ziemlich gefährlich und mörderisch werden.
  • Elvenpath 06.08.2016 22:45
    Highlight Highlight Der letzte Satz hat irgendwie nichts mit dem restlichen Text zu tun.
    • Steely Dan 07.08.2016 01:05
      Highlight Highlight Doch, doch. Gott könnte sich ja beim Interview durchaus erschrocken fragen, was aus seiner Schöpfung wurde: am Anfang hatte ich einen Knall...


      Play Icon
  • Spooky 06.08.2016 22:13
    Highlight Highlight Guter Artikel! Aber nichts Neues unter der Sonne, weil: "Der Krieg ist der Vater aller Dinge" (Heraklit)
  • Phrosch 06.08.2016 21:52
    Highlight Highlight "Die Theorie vom Urknall" ist genauso ein Glaubenssatz wie die Schöpfungsgeschichte. Eine Theorie muss z.B. durch Experimente überprüfbar sein. Das dürfte beim Urknall schwierig werden.

    Und dann bleibt die ganz grosse Frage: was haben Urknall und Schöpfungsgeschichte mit dem Bösen in der Welt, mit der menschlichen Unlänglichkeit zu tun? Mir scheint, Herr Stamm braucht regelmässig "geladene" Stichworte als Aufhänger, um dann nur über glaubende Menschen herzuziehen, weil es auch jene gibt, die Religion vorschieben für eigenmächtiges Handeln gegen jede Menschlichkeit.
    • Elvenpath 06.08.2016 22:43
      Highlight Highlight Die Urknalltheorie ist schon durch Experimente belegt. Deswegen ist es auch eine Theorie und keine Hypothese mehr.
      Viele Voraussagen, die die Urknalltheorie macht, konnten durch Experimente nachgewiesen werden. Zum Beispiel sieht man das "Nachleuchten" des "Urknall-Lichtblitzes" heute als "Drei-Kelvin-Strahlung", auch "kosmische Hintergrundstrahlung" genannt.
      Wissenschaftler sind sogar in der Lage, bis auf eine Millionstel Sekunde nach dem Urknall die in dem Augenblick herrschenden Bedingungen zurückzurechnen.
    • saco97 07.08.2016 11:28
      Highlight Highlight Ausserdem lässt sich der Urknall nicht für irgendwelche Zweckeinstrumentalisieren, es steckt keine Moral im Urknall. Ob ich an deb Urknall glaube odernicht, hat keinen Einfluss auf meine Moralvorstellungen, ganz im Gegensatz zu Religionen.
  • Granini 06.08.2016 18:32
    Highlight Highlight Mal egal was der text in uns auslöst - besser wird die welt dadurch nicht! ..und verwundern tuts mich nicht, im gegenteil
    • Maett 06.08.2016 22:47
      Highlight Highlight @Granini: natürlich wird es besser. Die Erkenntnis, dass Religionen ein nicht optimales System zur Führung grösserer Gruppen von Menschen sind, ermöglicht es uns erst, Gedanken über bessere Alternativen zu machen.
  • Hoodoo 06.08.2016 16:05
    Highlight Highlight 2.
    Ich bin selber in einem fundamental-evangelikal-pietistischen Umfeld aufgewachsen und vereinnahmt worden. Ich verstehe deshalb, wie unglaublich dick die Gitterstäbe im Hirn eines Fanatikers sein können. Und dass es sehr viel Kraft, Zeit und Mut braucht, diese versklavenden Gedankengebäude durchzufeilen. Nicht unwesentlich dabei, dass ich deswegen einen wesentlichen Teil meines sozialen Umfelds verloren habe. Und ich meinem kleinen Leben einen neuen Sinn geben musste, aber auch durfte!
    • Maett 06.08.2016 22:51
      Highlight Highlight @Hoodoo: der letzte Satz ist die Schlüsselerkenntnis, die so vielen Menschen fehlt. Heute wird das Dürfen als Selbstverständlichkeit erachtet, ohne die Notwendigkeit des Müssens zu erkennen. Das Wort "ich" ist dabei absolut zentral.

      Zu Ihrem Vorkommentar: glauben Sie mir, so viele Menschen haben nicht die geringste Vorstellungskraft von der Grösse des Universums und der damit verbundenen menschlichen und irdischen Bedeutungslosigkeit, wie auch der Notwendigkeit der Vergänglichkeit.

      Es ist mir wahrlich ein Vergnügen, Ihren Erkenntnissen zu folgen.
  • Hoodoo 06.08.2016 16:02
    Highlight Highlight 1.
    Danke Hugo Stamm für diese leider treffende Analyse der religiös-ideologischen Grosswetterlage auf unserem Planeten... Offenbar hält es ein grosser Teil der Spezies Homo Sapiens(?) nur schwerlich aus, vergänglich und im Bezug auf die Grösse des Universums äusserst unbedeutend zu sein. Die Flucht in Phantasiegebilde scheint da bequemer zu sein!
    • Hoodoo 08.08.2016 08:02
      Highlight Highlight @smen
      Alles ist ein grosses Wort... Nein, alles sicher nicht.
      Ohne religiöse Hirngespinste wäre es aber deutlich schwieriger, junge Menschen zu fanatisieren und dazu zu bewegen, sich als Selbstmordattentäter oder Befreiungskämpfer missbrauchen zu lassen.
    • gelesen 08.08.2016 09:51
      Highlight Highlight smen
      Niemand will irgendjemandem die Phantasie nehmen, solange sie Phantasie bleibt, als solche erkannt wird und nicht zur absoluten Wahrheit, oder zu DER und einzigen unendlichen Wahrheit mutiert, da wird's gefährlich.
    • Pasionaria 09.08.2016 12:39
      Highlight Highlight gelesen
      oder in andern Worten: Fantasie ist wichtiger als Wissen, vorallem aber wertvoller als Glauben.
      Gruss von Einfallsreichtum zu Imagination!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Mettler 06.08.2016 15:55
    Highlight Highlight Man nehme alle Widersprüche, Probleme und Theorien dieser Erde, mixe sie zusammen und veröffentliche Sie auf Watson. Schlussendlich ist dann immer Gott schuld. Ach der existiert ja gar nicht. Hmmm
    • Maett 06.08.2016 22:53
      Highlight Highlight @Michael Mettler: nicht Gott ist Schuld, sondern die von Menschen geschaffenen Religionen, die dazu gedient haben Menschen eigennützig zu führen, ohne dass eine Gefahr einer Revolte bestanden hätte. Eigentlich sind das sehr klug Instrumente, wenn auch gleichzeitig schreckliche, die in den letzten beiden Jahrtausenden nichts als Ärger verursacht haben.
    • Michael Mettler 07.08.2016 20:01
      Highlight Highlight @Maett: Das nächste Mal schreibe ich den Satz "Dieser Text kann Ironie enthalten". Ich bin also mehr oder weniger Ihrer Meinung
  • Share 06.08.2016 14:28
    Highlight Highlight Im Anfang war das Wort, so oder ähnlich, steht doch geschrieben. Ich übersetze das mal kurz.
    Im Anfang war die Schallwelle. Das für die Kosmosfreaks. Für Normalsterbliche heisst das einfach nur. God is a DJ. Ja, und Headbanging war noch nie gesund.
  • Stichling 06.08.2016 14:21
    Highlight Highlight Wenn man Religion einerseits als Sammlung von Überzeugungen und verbindlichen Regeln für die Lebensführung betrachtet und anderseits als eine Art Markenzeichen für nach Macht und Einfluss strebenden Institutionen sieht, dann erkennt man, dass die Aufklärung dasselbe bietet: eine Sammlung von Regeln und Überzeugungen (Menschenrechte, Gewaltentrennung. u.v.m) , aber auch Institutionen: nämlich nichts weniger als die demokratischen Republiken.
    Aber auch die Aufklärung verleitete Millionen zu Krieg und Verwüstung.
    Vernichtendes, kollektives Machtstreben ist urmenschlich und unvermeidlich.
  • Franz0506 06.08.2016 13:34
    Highlight Highlight Es ging, weltgeschichtlich betrachtet, noch nie so vielen Menschen so gut wie heute. Somit gibt es durchaus einen Fortschritt in der Menschheitsgeschichte.
    Und wenn Krieg anzettelt werden, so ist das nicht Gott, sondern dem freien Willen dieser Urheber anzulasten. Wenn sie sich an die zehn Gebote halten würden, gäbe es auch keine Kriege mehr.
    Es ist ja schön, wenn Herr Stamm mit Gott ein Interview führen möchte. Aber man soll sich bewusst sein - auch Spötter müssen sterben. So könnte es sein, dass dann auch diesen einige Fragen über ihr Tun und Schreiben gestellt werden.


    • rodolofo 06.08.2016 14:43
      Highlight Highlight Ja stimmt, es gab noch nie so viele Menschen.
      Darum geht es auch so vielen Menschen gut, wie noch nie.
      Möglicherweise geht es aber auch so vielen Menschen schlecht, wie noch nie...
    • karl_e 06.08.2016 14:51
      Highlight Highlight Wann bitte werden den Spöttern einige Fragen gestellt? Und wer stellt diese Fragen?
    • DerTaran 08.08.2016 09:55
      Highlight Highlight @karl_e: Am Scheideweg zwischen Himmel und Hölle. Franz0506 ist wohl ein religiöser, der an den strafenden (Du hast nicht an mich geglaubt, dann will ich dich nicht im Himmel, du musst in die Hölle) oder unfähigen Gott (Du hast nicht an mich geglaubt, dann kann ich dich nicht in den Himmel lassen, ab in die Hölle) glaubt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 06.08.2016 11:51
    Highlight Highlight Herr Stamm, wissen Sie wirklich nicht, was Sozialdarwinismus ist, oder ist das ein Schreibfehler?
    • Steely Dan 06.08.2016 14:41
      Highlight Highlight http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/214188/was-ist-sozialdarwinismus

      Es gibt nicht nur die ursprüngliche Bedeutung.
  • TheMan 06.08.2016 11:27
    Highlight Highlight Hier sieht man wie immer das Unwissen von Stamm. Er möchte Gott/Götter die Schuld geben an allem. Aber das der Mensch einen Eignen Willen hat. Und dieser Wille dazu führt, das man Konflikte hat. Weill dieser Wille nicht immer Gut ist. Lässt er aussen vor. Nei Gott/die Götter sind an all diesem Schuld. Nein der Mensch mit seinem Eignen Willen und Handeln ist daran Schuld. Gott/die Götter können bzw Religionen werden nur als Grund genommen um Konflikte zu haben. Jedoch der Mensch alleine ist daran Schuld.
    • Homes8 06.08.2016 13:05
      Highlight Highlight Ich würde nicht sagen, der Mensch ist per se schuld. Das klingt so endgültig. Sein Unwissen ist schuld, aber das kann sich Gottseidank ändern.
    • Homes8 06.08.2016 13:08
      Highlight Highlight Zum Rest Ihres Kommentars stimme ich Ihnen aber natürlich zu.
    • Steely Dan 06.08.2016 14:36
      Highlight Highlight Wenn man nicht an Gott glaubt, kann man ihm auch nicht Schuld geben. Aber man kann fragen, wenn es ihn denn gäbe, müsste er seine Geschöpfen denn nicht die Mittel hätte mitgeben müssen, die Welt zu einem friedlichen Ort zu machen. Der Irrtum von Hugo könnte darin liegen, dass die friedliche Welt mit lauter Menschen mit lauter vernünftigen etischen und moralischen Grundsätzen gar kein Ziel eines oder der Götter ist. Vielleicht ist die Welt das Kolosseum von übersättigten und gelangweilten Wesen, die Religionen die Fahnen der Gladitorenschulen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 06.08.2016 11:24
    Highlight Highlight "Dass sie in islamischen Ländern oft für politische Zwecke instrumentalisiert werden, erkennen sie nicht. So werden ein radikaler Glaube und eine politische Ideologie zu Kehrseiten der gleichen Medaille."
    Der Glaube und die Ideologie ist in diesen Ländern das Gleiche - nicht zwei Seiten einer Medaille.
    Die Trennung von Religion und Ideologie im Islam ist aus der Warte eines Europäers konstruiert.
    Warum nur wird hier immer wieder der gleiche katastrophale Fehler gemacht???
    • rodolofo 06.08.2016 14:41
      Highlight Highlight Islam, Judentum, oder Christentum sind doch Hans was Heiri!
      Das sind Monotheismen, die nicht zu Ende gedacht sind.
      Gäbe es nur einen Gott, dann könnte es gar keinen Teufel geben!
      Der Teufel ist also der selbe Gott, wenn er schlechte Laune hat...
    • Rabbi Jussuf 06.08.2016 15:26
      Highlight Highlight rodolfo
      Nicht Hans was Heiri.
      Das alte Judentum kannte keinen Teufel, dafür war ihr Gott auch nicht (nur) gut.

      Die Unterschiede zwischen Islam und Christentum zu verkennen, oder wegzuwischen hat katastrophale Folgen für unsere westliche Gesellschaft.
    • Pasionaria 06.08.2016 15:52
      Highlight Highlight Rabbi
      So streng, beinahe verärgert schreibst Du: "Die Trennung von Religion und Ideologie im Islam ist aus der Warte eines Europäers konstruiert. - Warum nur wird hier immer wieder der gleiche katastrophale Fehler gemacht???"

      Verstehe ich nicht. Wie kannst Du, gerade Du, Rabbi, nicht verstehen, resp. wissen, dass es einerseits den islamischen Glauben und anderseits die politische Ideologie des Islamismus gibt.
      Die Christen lassen grüssen: die Gläubigen und die militanten Fundamentalisten.....
      So kann ich Dein Erkennen 'des ....katastrophalen Fehlers' wirklich nicht nachvollziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 06.08.2016 11:22
    Highlight Highlight Das göttliche System ist perfekt.
    Die Seelen sind unterwegs, auf dem Weg der Erkenntnis.
    • TheSame 06.08.2016 11:35
      Highlight Highlight Joke of the day, danke für den Lacher!
    • Homes8 06.08.2016 12:22
      Highlight Highlight @ TheSame:
      Danke, gern geschehen.
      Erkenntnis ist nicht immer lustig.
  • Rabbi Jussuf 06.08.2016 11:19
    Highlight Highlight Ähöm...
    Ich glaube nicht, dass der Schöpfer etwas vom Urknall erzählen würde. Denn gäbe es einen Schöpfer, der etwas erzählen könnte, dann wäre die Urknalltheorie definitiv falsch. Würde der Schöpfer die Urknalltheorie erzählen, hätte er gelogen.
    Man müsste also schon den Urknall selber befragen - aber das machen unsere Wissenschaftler ja schon.
    • rodolofo 06.08.2016 14:29
      Highlight Highlight Den Urknall stellen wir nach, indem wir eine Party-Tischbombe anzünden. Wenn sie explodiert, dann spicken lauter Faschings-Blödelinstrumente durch den Raum.
      Sodann stellt sich der Wissenschaftler die Frage, wie all dieser Faschings-Krimskrams in die Party-Tischbombe hineingekommen ist, bzw. in der Kosmischen Realität vor dem Urknall, auf kleinstem Raum komprimiert werden konnte.
      ...
    • rodolofo 06.08.2016 14:36
      Highlight Highlight ...
      War das Gott, der all das Kosmische Zeug, das heute im Universum auseinander fliegt, vor dem Urknall in unvorstellbar komprimierter Form in einer Art "Kosmischen Party-Tischbombe" hinein packte?
      Oder liess Gott ein Schwarzes Loch die Arbeit für ihn machen und schaute nur zu?
      Ein solches Schwarzes Urloch müsste unvorstellbar gigantische Ausmasse gehabt haben!
      Verglichen mit dem Ur-Loch wirkt das Schwarze Loch, das inmitten von unserer Milchstrasse-Galaxie hockt, geradezu harmlos...
      Das "Schwarze Loch" sorgt für extrem starke Gravitations-Kräfte, die sogar das Licht gefangen halten!
    • mawineuhierunddochuralt 06.08.2016 15:06
      Highlight Highlight Aso was ez Rabbi, glaubsch nöd oder weisch dassd glaubsch oder weisches nöd?
      :-)
      Isch mir chli z kompliziert da wäg dere Suecherei, viellicht bini aber au z'alt zums kapiere wie das da funktioniert.
      Schönen Tag noch
      mawi
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 06.08.2016 10:11
    Highlight Highlight Im Biologischen Landbau wird auch gejätet und werden im Notfall (Bio)-Spritzmittel verwendet.
    Die Grundhaltung allem Leben gegenüber ist jedoch Respekt!
    Bei einer respektvollen Haltung werden "Schädlinge", oder "Unkräuter" nicht mit "dem Bösen" in Verbindung gebracht!
    Vielmehr wird wissenschaftlich danach gefragt, was diese Lebewesen, welche gegen unsere Interessen nach Nahrung und Gesundheit agieren, genau machen und warum sie das machen.
    Sie können ja nicht anders! Ebensowenig müssen wir Erdbeben, oder Überschwemmungen als "Strafe Gottes" wegen unseren Sünden persönlich nehmen...
  • andersen 06.08.2016 10:09
    Highlight Highlight Die einzige Frage wäre: Was würde die Liebe jetzt tun?

    Die Menschen hat der Gewalt verherrlich, der Gott zum sein Götzen gemacht und die Nächstenliebe ein Bärendienst erwiesen, ich kenne keine andere Gegenmittel für das, als der Religion selbst.
    • Marbek 06.08.2016 11:02
      Highlight Highlight Die Religion als Heilmittel gegen all die Krankheiten, die uns die Religion bringt? Hallelujah, ein echter Andersen-Kommentar.
    • andersen 06.08.2016 12:12
      Highlight Highlight Marbek

      Ja.
    • andersen 06.08.2016 12:17
      Highlight Highlight Der Religion erfinden kein Zauber, sie hält sie im Zaun.
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  • rodolofo 06.08.2016 10:03
    Highlight Highlight Ich glaube, wir müssen aufpassen, dass wir in der medial inszenierten Endzeit-Stimmung nicht allzu moralisierend über Religiöse Moralisierer empören.
    Wir sehen aber, dass die Ackerbau-Kultur mit ihren Techniken an eine Schwelle gekommen ist, wo sie sich mit ihren Bekämpfungs-Strategien gegen "Schädlinge" und "Unkräuter" ins eigene Fleisch schneidet, wenn sie z.Bsp. die Lebensmittel vergiftet, so dass sie zu Todesmitteln werden, während die Schädlinge mit ihren hohen Reproduktionsrate gegen die Gifte resistent werden. Einen Ausweg aus diesem Teufelskreis zeigt der Biologische Landbau...
    • Maett 06.08.2016 23:00
      Highlight Highlight @rodolofo: der biolog. Landbau funktioniert auch nur solange, wie es keine aggressiven Schädlinge gibt, gegen die es keine natürlich Verteidigungsstrategien gibt (analog zu Seuchen z.B.). Dann raffen zuerst die Nutzpflanzen dahin, und dann die Schädlinge, da das entsprechende "Wirtstier" nicht mehr vorhanden ist.

      In der Flora & Fauna kann man gut beobachten was passiert, wenn exotische Pflanzen und Insekten auf heimische treffen: u.U. werden die heimischen komplett ausgerottet. Deshalb versucht man, entsprechende Schädlinge fernzuhalten, und wenn es zu spät ist, bekämpft man sie aggressiv.
    • rodolofo 07.08.2016 07:40
      Highlight Highlight @Maett
      Du bringst hier eine sehr engstirnige Vorstellung davon, wie eine ideale Ökologie zu funktionieren hat...
      Das ist der Ökologie aber völlig Wurst!
      Wenn wir hier nur "einheimische" Pflanzen, Tiere und Menschen haben wollten, dann hätten wir höchstens einige Waldbäume, Sumpfpflanzen und eine sehr kleine Flora und Fauna. Menschen hätten wir erst recht nicht, denn die sind ja vor Urzeiten aus Afrika nach Europa eingewandert!
      Versuch mal, Deinen Horizont zu erweitern, sowohl räumlich, als auch zeitlich!
      Alles was Du bist und isst, kommt ursprünglich von weit her...
      Na, klingelt's bei Dir?
    • formerly known as 08.08.2016 11:11
      Highlight Highlight Danke Rodolfo...

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