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Renault lässt den Ur-Twingo aufleben und der Preis ist eine Ansage

Renault zeigt in Paris den neuen elektrischen Twingo.
Renault zeigt in Paris den neuen elektrischen Twingo.bild: twitter / @SteveFowler

Renault zeigt den E-Twingo und der Preis ist eine Ansage

Renault zeigt auf dem Pariser Autosalon einen seriennahen Prototyp der Twingo-Neuauflage. Was wir über das E-Auto für unter 20'000 Franken wissen.
18.10.2024, 11:1318.10.2024, 13:32
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Renault schwimmt auf der Nostalgie-Welle. Nach dem Renault 5, der nun mit E-Antrieb und vielen Anleihen an das Urmodell vorfährt, kommen nun auch eine Neuauflage des R4 – und der Kleinstwagen Twingo. Er soll zu einem der Stars des Pariser Autosalons 2024 werden. Zwar noch als Prototyp, aber zu 80 Prozent serienreif.

Renault 5 (links) und der noch etwas kleinere Renault Twingo.
Renault 5 (links) und der noch etwas kleinere Renault Twingo. bild: imago

Der Zwerg ist 3,75 Meter lang und 1,73 Meter hoch. Dank des Radstandes von 2,50 Metern bietet er Platz für vier Erwachsene, von denen zwei auch auf den Rücksitzen bequem reisen können.

Das Design lehnt sich stark an die erste Generation des kultigen Kleinwagens aus den Neunzigerjahren an. Kurze, stark abfallende Front, Lufteinlässe auf der kleinen Motorhaube, Scheinwerfer mit Bogen und Griffmulden für die Türöffner. Wichtigster Unterschied zum Original: Der E-Twingo scheint ein Fünftürer zu werden.

Renault gibt einen Ausblick auf den kommenden Elektro-Twingo.
Renault gibt einen Ausblick auf den kommenden Elektro-Twingo.bild: renault

Die Studie hat bislang noch kein Innenleben. Aber laut Renault wird es auch im Aufenthaltsraum der Passagiere Anleihen ans Original geben. Ein Beispiel ist das feste Glasdach, das viel Licht ins Auto bringt, eine Hommage an das Faltdach des Stammvaters. Wegen der derzeit noch ausgestellten Radhäuser wirkt der Prototyp recht bullig, die Frage bleibt auch, ob es die drei Lufteinlässe zwischen Frontscheibe und Motorhaube, die die Klimaanlage versorgen, in die Serie schaffen.

Das Heck erinnert sowohl an den Twingo der ersten als auch der zweiten Generation.
Das Heck erinnert sowohl an den Twingo der ersten als auch der zweiten Generation. bild: renault

Neben dem geringen Kaufpreis verspricht Renault beim neuen Twingo einen extrem niedrigen Normverbrauch von 10 kWh auf 100 Kilometer. Um als alltagstaugliches E-Auto für den Stadtverkehr zu gelten, sollte eine Reichweite von rund 250 Kilometern möglich sein, die Batterie eine Kapazität von mindestens 30 kWh bieten. «Aber», so ein Renault-Experte, «man muss immer den angepeilten Grundpreis von unter 20'000 Euro im Auge haben, da sind uns enge Grenzen gesetzt.»

Einen elektrischen Renault Twingo gibt es schon lange, aber das neue Modell (ab 2025) soll mit rund 20'000 Euro deutlich günstiger werden.
Der neue Twingo ist nur 3,75 Meter lang. bild: renault

Renault plant Elektro-Offensive

Schon in diesem Jahr startet der Renault 5 ab 32’500 Franken. Das Basismodell mit dem kleineren Akku folgt 2025 ab 25'000 Franken. Der R5 wird in Nordfrankreich produziert und ist aufs Fahrzeugsegment bezogen der Nachfolger des elektrischen Zoe. Der R5 setzt beim Design auf einen Retro-Look und zitiert den Kleinwagen aus den 1970er- und 80er-Jahren.

Renault R5 image bank media Test-Drive, from September 21 to 23th 2024 at Nice, France - Photo Yannick Brossard / DPPI
Bild: renault/Yannick Brossard
Der elektrische Renault 5 kommt 2024
Bild: renault

Im kommenden Jahr kommt zudem der neue R4 auf den Markt, der im SUV-Format vorfährt.

Der Renault 4 ist etwas grösser als der R5, aber ebenfalls ein Kleinwagen.
Der Renault 4 ist etwas grösser als der R5, aber ebenfalls ein Kleinwagen. bild: renault
Renault R4 / Twingo Legend image bank media Pre-Show, from October 7 to 10th 2024 at Ivey-sur-Seine, France - Photo Clément Choulot / DPPI
Bild: renault/Clément Choulot
Elektroauto

Die drei Modelle werden von der Renault-Tochter Ampere entwickelt und vermarktet, laufen aber unter dem Namen Renault. Die Marke will bis 2031 insgesamt sieben E-Modelle im Angebot haben. 2025 sind 300'000 verkaufte E-Autos das Ziel, bis 2031 soll die Zahl auf eine Million steigen. Das wäre die Hälfte der insgesamt produzierten Pkw.

Die neu gegründete Tochter Ampere beschäftigt mehr als 11'000 Mitarbeiter, davon ein Drittel Ingenieure. Produziert wird in drei bestehenden Fabriken in Nordfrankreich – in Douai, Maubeuge und Ruitz. Die Produktionskapazität von anfänglich 400'000 Fahrzeugen soll bis 2031 auf eine Million wachsen. Batterien liefern sollen der chinesisch-japanische Hersteller AESC Envision und das französische Start-up Verkor, die Gigafabriken in der Nähe der Ampere-Werke betreiben.

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