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Tesla-Horrorzahlen aus Deutschland: Überflieger stürzt ab
In Kürze
- E-Autos legten 2025 in Deutschland um 40 Prozent zu, Teslas Verkäufe halbierten sich
- Tesla stürzte von Rang 3 im Jahr 2024 auf Rang 9 der meistverkauften E-Auto-Marken ab
- 8 der 10 meistverkauften E-Autos kommen aus dem VW-Konzern. Teslas Model Y fällt aus den Top 10.
Der Mythos bröckelt, die Kunden flüchten. Im vergangenen Jahr verlor Tesla fast jeden zweiten Käufer in Deutschland. Die Neuzulassungen stürzten um 48,4 Prozent auf lediglich 19'390 Fahrzeuge ab (in der Schweiz brach Tesla um 28 Prozent ein). Der einstige Überflieger sinkt mit einem Marktanteil von unter einem Prozent in die Bedeutungslosigkeit und landet sogar hinter dem Newcomer BYD aus China. Auch im E-Auto-Segment ist Teslas Anteil auf unter 4 Prozent gefallen.
Tesla-Verkäufe in Deutschland 2020 bis 2025
Das Ende der Herrschaft
Die Kunden haben genug von Musk. Seine Strategie, Marktanteile durch sprunghafte Preisnachlässe zu gewinnen und grösstenteils auf klassische Werbung zu verzichten, ist gescheitert. Seine erratische Preispolitik vernichtete die Wiederverkaufswerte und verschreckte vor allem Flottenmanager. Hinzu kommen Qualitätsprobleme, die sogar den TÜV schockieren.
Gleichzeitig vertrieb sein politisches Auftreten private Käufer. Wer heute elektrisch fahren will, wählt die verlässlichen Angebote von VW, Skoda oder BMW, wie die Zulassungsstatistik offenbart.
Die Profiteure des Debakels
VW ist mit grossem Abstand Marktführer im deutschen E-Auto-Markt. Der ehemalige Dominator Tesla stürzte auf Rang 9 der populärsten E-Auto-Marken ab und verkauft nun weniger Elektroautos als Ford.
Auch bei den einzelnen Modellen haben die deutschen Autohersteller den Markt vollständig im Griff.
Bei den einzelnen Modellen sind die ersten elf Ränge fast ausnahmslos mit Stromern aus dem Volkswagen-Konzern besetzt, konkret mit E-Autos von VW, Audi, Skoda und Cupra. Einzig BMW kann sich mit dem iX1 und dem Elektro-Mini noch in die Top 10 kämpfen.
Der deutsche E-Auto-Markt wuchs 2025 um 40 Prozent. Zum Vergleich: Der gesamte Automarkt wuchs nur minimal (1,4 Prozent), doch die Machtverhältnisse verschieben sich radikal.
- Die Marke VW dominiert: Fast jeder fünfte Neuwagen (19,6 Prozent) kommt aus Wolfsburg (+ 65 Prozent E-Autos).
- VWs Schwestermarke Skoda glänzt: Die Marke wächst um über 10 Prozent und um circa 100 Prozent bei den Stromern.
- BMW punktet: Das breite Elektro-Angebot beschert ein Plus von 8,9 Prozent bzw. 23 Prozent bei den E-Autos.
Angriff aus Fernost
Was Tesla verliert, sammelt die Konkurrenz aus China ein. Der Riese BYD wächst in Deutschland um 706 Prozent und zieht mit mehr als 23'000 Neuzulassungen an Tesla vorbei (weltweit lieferte BYD gar 700'000 E-Autos mehr als Tesla aus.) Auch MG, eine weitere China-Marke, prescht mit über 26'000 Autos in die Lücke, die Musk hinterlässt.
Die Verlierer im Schatten
Aber nicht nur Tesla leidet. Auch Traditionsmarken kämpfen mit dem Wandel:
- Opel sackt um fast acht Prozent ab.
- Porsche verliert 17,7 Prozent seiner Käufer.
- Mitsubishi meldet mit minus 29 Prozent den tiefsten Sturz nach Tesla.
Die neuen Zahlen bestätigen einen Trend: Die Zeit der blinden Markentreue endet. Früher kauften Kunden einen Namen, heute vergleichen sie die Technik. Und natürlich die Preise.
VW hat Anfang 2026 die Rabatte auf einige seiner E-Autos erhöht. Die Folge: Der elektrische ID.3 ist in Deutschland mit 29'330 Euro günstiger als der gleich grosse Verbrenner VW Golf.

