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FILE - JUNE 1, 2015:  It was reported that the Supreme Court overturned the conviction of a man whose online Facebook rants landed him in prison June 1, 2015. MENLO PARK, CA - APRIL 04:  Facebook CEO Mark Zuckerberg speaks during an event at Facebook headquarters on April 4, 2013 in Menlo Park, California. Zuckerberg announced a new product for Android called Facebook Home.  (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bereitet sein Unternehmen auf einen Krieg mit Google vor.
Bild: Getty Images North America

Notfallplan aufgedeckt: Facebook machte Android-Nutzer heimlich zu Versuchskaninchen

Sie hatten keine Wahl: Eine unbekannte Zahl von Facebook-Nutzern ist vom Social-Media-Konzern «getestet» worden. Grund ist offenbar ein geheimer Notfallplan, der sich gegen Google richtet.



Dank Enthüllungen des Online-Mediums The Information (Story nur für registrierte Nutzer verfügbar) wissen wir, dass Facebook einen geheimen Notfallplan in der Schublade hat. Der Plan richtet sich gegen den mächtigen Konkurrenten Google, der dem weltgrössten Social-Media-Dienst gefährlich werden könnte.

Es geht um Android, das am stärksten verbreitete Smartphone-Betriebssystem der Welt. Offenbar befürchtet die Facebook-Unternehmensleitung, angeführt von Milliardär Mark Zuckerberg, dass es eines Tages zu einem offenen Konflikt mit Google kommen könnte. In der Folge könnte die Facebook-App aus dem Play Store verbannt werden, was grosse finanzielle Verluste verursachen würde. Wie Google verdient Facebook sein Geld mit Onlinewerbung.

Um sich gegen einen temporären oder dauerhaften Rauswurf aus dem App Store zu wappnen, hat Facebook heimlich Kampfmassnahmen erarbeitet. So liess das Unternehmen unter anderem Methoden testen, wie die Facebook-App auch ohne Zugang zum Play Store aktualisiert werden kann.

Laut The Information wurden die Android-Nutzer für etwa eine Woche dazu aufgefordert, die App nicht über den Play Store zu laden, sondern über einen direkten Link. Dabei sei es zu keinem nennenswerten Rückgang der Download-Zahlen gekommen, heisst es weiter.

Absichtliche Abstürze

Es kommt aber noch schlimmer. Facebook soll auch die Loyalität seiner Mitglieder auf die Probe gestellt haben. In die Android-App seien absichtlich Software-Fehler eingepflanzt worden, die die Anwendung abstürzen liessen und während Stunden unbrauchbar machten.

Mit dem vor mehreren Jahren durchgeführten Test wollte das Unternehmen herausfinden, wie viel Ärger die Android-Nutzer hinnehmen würden, bevor sie die Facebook-App vom Gerät löschten.

Zu den Leidtragenden gehörte offenbar eine unbekannte Zahl von Smartphone-Nutzern «in einem kleinen Land», dessen Name im Bericht nicht verraten wird. War vielleicht gar die Schweiz betroffen?

«Facebook has tested the loyalty and patience of Android users by secretly introducing artificial errors that would automatically crash the app for hours at a time, says one person familiar with the one-time experiment. The purpose of the test, which happened several years ago, was to see at what threshold would a person ditch the Facebook app altogether. The company wasn’t able to reach the threshold. ‹People never stopped coming back›, this person says.»

Exklusivbericht von The Information
quelle: the verge

Facebook wollte gegenüber The Information keine Stellung nehmen zu dem Bericht. Eine Anfrage von watson ist noch unbeantwortet.

Es ist dies nicht das erste Mal, dass das Unternehmen wegen fragwürdiger Praktiken negativ in die Schlagzeilen gerät. 2014 gab es eine Kontroverse, weil Inhalte für eine Studie manipuliert wurden.

Beeindruckende Nutzerzahlen

Bild

1,55 Milliarden Menschen nutzen Facebook pro Monat.
bild: allfacebook

Worst-Case-Szenarien

Als börsenkotiertes Unternehmen ist Facebook natürlich bestrebt, seinen wirtschaftlichen Fortbestand zu sichern. Dazu gehören technische Vorbereitungen, um sich gegen Worst-Case-Szenarios zu wappnen.

Laut Bericht halte das Unternehmen einen Krieg mit Google für sehr unwahrscheinlich, müsse aber wegen der grossen finanziellen Abhängigkeit von der Android-App auf alles vorbereitet sein. Zu den möglichen Bedrohungsszenarien gehöre nebst dem Rauswurf aus dem Play Store auch, dass Google in Zukunft für die Nutzung bestimmter Services Geld verlange. So zum Beispiel für das Verschicken von Push-Nachrichten. Auch wenn es dabei um sehr geringe Beträge ginge, würde sich ein solcher Schritt angesichts der Grösse Facebooks (mit 1,5 Milliarden Nutzern monatlich) als eine gewaltige finanzielle Belastung entpuppen.

Auch für WhatsApp und Instagram?

Dass der Facebook-Konzern auch für seine prominenten Tochterunternehmen WhatsApp und Instagram entsprechende Notfallpläne in der Schublade liegen hat, ist anzunehmen.

Bleibt die Frage, ob auch mit der Facebook-App für das iPhone und andere iOS-Geräte experimentiert wurde. Auch im Apple-Universum ist Facebook extrem populär. Ein Rauswurf aus dem App Store hätte ebenfalls gravierende Konsequenzen. Allerdings schirmt Apple die Plattform ab. App-Installationen ausserhalb des App Stores wären über spezielle Zertifikate oder einen Jailbreak möglich.

Umfrage

Facebooks Notfall und die enthüllten Massnahmen ...

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  • sind mir egal46%

via The Verge

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    Alle Leser-Kommentare
  • sheimers 06.01.2016 11:52
    Highlight Highlight Ich habe die Facebook-App schon lange deaktiviert und benutze stattdessen auch auf dem Smartphone die Webseite. Das funktioniert soweit, und hat mehrere Vorteile: Belegt weniger Flash-Speicher, verhindert den Zugriff auf meine persönlichen Daten und ermöglicht die Benutzung eines Werbeblockers. Auch Zeitungen lese ich generell im Browser anstatt mir die Apps zu installieren.
  • Gipfeligeist 05.01.2016 22:01
    Highlight Highlight Ich kenne die Lösung: Account löschen :)
  • deed 05.01.2016 11:44
    Highlight Highlight Alles nur taktische Geplänkel und Drohgebärden. Google braucht FB und FB braucht Google. Google würde sich hüten, die FB App aus dem Play Store zu verbannen. Ich selber benutze FB auf Android per Chrome Browser, weil die App schlicht zuviel Akku leersaugte.
    • pd90 05.01.2016 12:12
      Highlight Highlight Wer von Facebook nicht dauerüberwacht werden will, sollte lieber die Finger von der App lassen! (Jaja, die ganzen Chats kriegen sie ja trotzdem über Whatsapp ;-) )
      Benutzer Bild
    • deed 05.01.2016 12:54
      Highlight Highlight Ab Android M kann man vom System her bis zu einem gewissen Mass App Rechte einschränken. Oder man verwendet SRT AppGuard Pro. Da kann jeder App jedes Recht einzeln gegeben oder verweigert werden.
    • Der Tom 05.01.2016 14:05
      Highlight Highlight Android M hat niemand. Chrome ist auch von Google und was hat der Browser für Berechtigungen? Mal angeschaut? Die meisten Berechtigungen, welche die App benötigt, sind notwendig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • C0BR4.cH 05.01.2016 11:05
    Highlight Highlight Dreist von Facebook...
    Aber die App installiert man auch einfach nicht. Nur schon die ganzen Berechtigungen, die sie haben will ist dreist Oo

    Via Browser auf Facebook und gut ist.
    Benutzer Bild
    • Fumo 05.01.2016 11:39
      Highlight Highlight Weil es durch den Browser nicht auch auf diese Berechtigumgem zugreift... XD Echt lustig wie die mangelnde technische Kenntnisse zur Naivität führen ;)
      Die Berechtigungen die die App fordert sind für dessen Nutzen völlig gerechtfertigt und FB hat all diese Infos eh schon von dir bekommen, was soll also dieses geheuchlete Interesse am eigenen Datenschutz? Und vor allem, wenn manche einen Problem damit haben, warum seid ihr überhaupt auf FB registriert?
    • Fumo 05.01.2016 11:51
      Highlight Highlight Die Geräte-ID wird zur Identifizierung (und evtl. auch zur Verschlüsselung wie bei Whatsapp) benötigt. Anhand dessen werden auch die "Klick"-Statistiken erstellt. Sonst würde es jedes mal wenn man aktualisiert +1 gezählt werden.
      SMS und Tel. Funktion damit man aus der FB-/Messenger-App einen Kontakt direkt kontaktieren kann.
    • Fumo 05.01.2016 11:55
      Highlight Highlight @Sonja: Seine Aussage zeugt leider davon, wer glaubt, dass man durch den Browser (wahrscheinlich auch noch Chrome) weniger von sich an FB preisgibt als mit der App, hat entweder wirklich keine Ahnung oder trollt nur rum.
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