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Das iPhone 14 Plus von Apple im Test: Grösser ist eben doch besser

A large screen shows iPhone 14 smartphones at an Apple Store at The Grove in Los Angeles, Friday, Sept. 16, 2022. Apple's iPhone 14 lineup and Apple Watch Series 8 are available to purchase in-store s ...
Apple bringt so viele neue iPhone-Modelle gleichzeitig auf den Markt wie noch nie.Bild: keystone
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Das iPhone 14 Plus im Test: Grösser ist eben doch besser

Mit Verspätung startet nun das iPhone 14 Plus. Es ist nur grösser als das Basismodell, das iPhone 14 – und genau deshalb besser.
07.10.2022, 20:48
Jan Mölleken / t-online
Ein Artikel von
t-online

Am Freitag hat Apple den Verkauf eines weiteren neuen iPhone-Modells gestartet: Das iPhone 14 Plus. Damit kommt das letzte der vier neuen Modelle drei Wochen später als die übrigen Geräte auf den Markt.

Überraschungen gibt es beim jüngsten Apple-Smartphone keine – es handelt sich um exakt das gleiche Gerät wie das iPhone 14, nur eben grösser.

T-Online konnte das iPhone 14 Plus vorab testen und sagt im Review, warum sich das Warten für viele Käuferinnen und Käufer gelohnt haben dürfte.

Darum ist gross besser

Das iPhone 14 im neuen Blau und das iPhone 14 Plus im neuen Violett. Die Gehäusefarben variieren je nach Lichteinfall und Farbtemperatur der Beleuchtung beträchtlich.
Das iPhone 14 im neuen Blau und das iPhone 14 Plus im neuen Violett. Die Gehäusefarben variieren je nach Lichteinfall und Farbtemperatur der Beleuchtung beträchtlich.bild: t-online

Über die Eigenschaften der neuen iPhone-14- und iPhone-14 -Pro-Modelle haben wir uns in unserem Geräte-Test bereits ausführlich geäussert. Hier soll es nur um die Unterschiede zwischen dem iPhone 14 und dem iPhone 14 Plus gehen.

Die sind recht schnell aufgezählt: Das iPhone 14 hat eine Displaydiagonale von 6.1 Zoll und kostet in der Basisausstattung mit 128 GB Speicher 929 Franken (bzw. 999 Euro).

Das neue iPhone 14 Plus bietet einen grösseren 6.7-Zoll-Bildschirm und kostet mit 128 GB Speicher 1049 Franken (bzw. 1149 Euro) – also 120 Franken (bzw. 150 Euro) mehr.

Ausserdem gibt es noch einen weiteren Unterschied: Im grösseren Gehäuse des iPhone 14 Plus steckt auch ein grösserer Akku – über die Details schweigt Apple sich jedoch aus.

Zwar braucht der grössere Bildschirm auch etwas mehr Energie – es bleibt aber noch genügend Saft im Akku, um dem iPhone 14 Plus auch ein Plus an Laufzeit zu bescheren, dazu später mehr.

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Die wichtigsten Fakten zum iPhone 14 Plus
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Mehr nutzbare Display-Fläche

Wozu ein grösseres Display? Die Antwort: Man kann damit mehr Inhalte zeigen – oder die gleiche Menge an Inhalten, dafür aber grösser. Denn beim iPhone 14 Plus wird nicht die selbe Zahl vom Pixeln grösser dargestellt – es bietet tatsächlich auch mehr Pixel: Das iPhone 14 zeigt 2532 x 1170 Bildpunkte, das iPhone 14 Plus 2778 x 1284 Bildpunkte – etwa 20 Prozent mehr.

Und das kommt insbesondere Nutzern im mittleren Alter zugute. Bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen viele Menschen erste Folgen der Altersweitsichtigkeit zu spüren, das Fokussieren kleiner Schrift fällt zunehmend schwerer.

Über das Menü «Anzeige & Helligkeit» in den Einstellungen kann man unter dem Punkt «Textgrösse» eben diese auf bis zu 135 % vergrössern. Wem das nicht reicht – unter «Bedienungshillfen»>«Anzeige & Textgrösse» gibt es noch eine Vielzahl weiterer Einstellmöglichkeiten.

Der so vergrösserte Text hilft etwa auch dem Autoren dieser Zeilen, das iPhone noch ohne Lesebrille zu bedienen. Auf dem iPhone mit 6.1-Zoll-Display kann bei dieser Vergrösserungsstufe aber auch deutlich weniger angezeigt werden.

Bei einer Textgrösse von 120 Prozent wird auf dem iPhone 14 Plus etwa die gleiche Informationsmenge gezeigt, wie auf dem iPhone 14 bei der normalen Textgrösse – ein echter Vorteil.

Die Querformatsansicht (links) ist nur auf dem iPhone 14 Plus und den Pro-Max-Modellen verfügbar. Im E-Mail-Programm sieht man so rechts direkt schon die Nachricht in der Vorschau.
Die Querformatsansicht (links) ist nur auf dem iPhone 14 Plus und den Pro-Max-Modellen verfügbar. Im E-Mail-Programm sieht man so rechts direkt schon die Nachricht in der Vorschau.bild: t-online

Alternativ gibt es bei vielen Apps mehr auf einen Blick zu sehen. Verschiedene Apple-Apps bieten etwa Querformat-Darstellungsmodi, die bei den jeweils kleineren Modellen nicht verfügbar sind – etwa bei Mails, in der Nachrichten-App oder auch den Einstellungen.

Mehr Durchhaltevermögen

Ein weiterer echter Vorteil ist der grössere Akku. Tatsächlich hat Apple die Laufzeit seiner iPhones bereits mit dem iPhone 13 deutlich verbessert. Das iPhone 14 schlägt sich hier meistens etwa ebensogut. Wird das iPhone 14 sehr intensiv genutzt, kann es bis zum Abend aber durchaus schon mal eng werden.

Nutzerinnen und Nutzer des iPhone 14 Plus haben hier ein spürbar grösseres Energiepolster. Apple gibt an, dass das neue Gerät mit einer Akkuladung 20 Stunden Videostreaming schafft, das iPhone 14 kommt nur auf 16 Stunden – ein Plus von 25 Prozent. Diese Grössenordnung an Akkureserve deckt sich mit unseren Erfahrungen mit dem Gerät.

Dieses Mehr an Ausdauer ist im Alltag ein relevanter Unterschied. Und wer heute noch gut mit der Kapazität des kleineren Geräts auskommt, dürfte sich spätestens in zwei, drei Jahren über das zusätzliche Energiepolster freuen, wenn die schwächelnde Batterie der Standard-iPhones schon Mühe hat, das Gerät noch über den vollen Tag mit Strom zu versorgen.

Fazit: Das bessere iPhone 14

In diesem Jahr war es eher schwierig eine Empfehlung für das einfache iPhone 14 auszusprechen: Einem deutlichen Preisanstieg stehen nur einige wenige Vorteile des neuen Geräts gegenüber. Viele User sind mit dem iPhone 13 unterm Strich besser beraten – oder sollten noch ein Jahr warten.

Beim iPhone 14 Plus ist das anders. Es gibt hier eine Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern, für die sich das Upgrade lohnt. Mehr Display und mehr Batterie – das gibt es zwar schon seit einigen Jahren auch beim iPhone Pro Max. Doch das ist eben auch das teuerste iPhone-Modell. Nicht jeder will Hunderte Franken zusätzlich für eine bessere Kamera bezahlen.

Bei der aktuellen Geräte-Generation liegt der Preisunterschied zwischen dem jeweils günstigsten iPhone 14 und dem günstigsten 14 Pro Max bei 370 Franken (bzw. 450 Euro). Beim Plus-Modell müssen Kundinnen und Kunden nun nur noch 120 Franken (bzw. 150 Euro) drauflegen, wenn sie an den Vorteilen des grösseren Geräts interessiert sind.

Innerhalb der Apple-Welt ist das neue Plus-Modell aus unserer Sicht damit eher empfehlenswert als das Standard-Modell – wenn auch für eine bestimmte Nutzerschaft. Nicht jeder wird sich mit der Grösse des Geräts anfreunden können, die vor allem in der Hosentasche deutlich auffällt.

Eine Alternative kann in den kommenden Wochen der Kauf eines iPhone 13 Pro Max sein. Hier liegen die Preise derzeit nicht deutlich über dem Preis des 14 Plus – dafür erhält man die insgesamt bessere Kamera und das ebenfalls bessere Display mit 120-Hz-Wiedergabe. Allerdings dürfte es hier nur noch geringe Restbestände geben – bei Apple ist das Modell nicht mehr neu erhältlich.

PS: Vorteil Reparaturfähigkeit

Ein weiterer Vorteil des neuen iPhone 14 kommt ausserdem zum Tragen: Das Gerät wurde intern komplett neu gestaltet, was den Tausch des Rückglases erheblich günstiger macht. Bisher war die Glasrückseite untrennbar mit dem Gehäuse verbunden. Die Reparatur einer beschädigten Rückseite war deshalb teurer als der Tausch eines beschädigten Displays.

Jetzt kostet Ersatz des rückseitigen Glases für das iPhone 14 bei Apple 179 Franken (bzw. 199 Euro), für das iPhone 14 Plus 209 Franken (bzw. 229 Euro).

Bei den Pro-Modellen besteht das Problem aber weiterhin: Hier kostet ein Rückglasschaden 519 Franken (bzw. 599 Euro) beim iPhone 14 Pro und 569 Franken (bzw. 668 Euro) beim Pro Max.

Eine kaputte Frontscheibe zu ersetzen kosten jeweils «nur» 359 Franken (bzw. 405 Euro) beim iPhone 14 Pro sowie 409 Franken (bzw. 488 Euro) beim Pro Max.

Das meint der YouTuber Marques Brownlee zum iPhone 14 Plus:

Quellen

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Musk feuert noch mehr Twitter-Programmierer – und schickt eine Warnung

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