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Reed Hastings, co-founder and CEO of Netflix, delivers a keynote address at the 2016 CES trade show in Las Vegas, Nevada January 6, 2016.  REUTERS/Steve Marcus      TPX IMAGES OF THE DAY

Er legt sich mit den Internet-Providern an: Netflix-Chef Reed Hastings.
Bild: STEVE MARCUS/REUTERS

Das Netflix-Schlamassel: «Die Swisscom ist eingeknickt»

Der grösste Schweizer Telekomkonzern gegen die populärste Online-Videothek der Welt: Nachdem viele Kunden über Netflix-Empfangsprobleme klagten, musste sich etwas ändern. Der Swisscom-Mediensprecher nimmt Stellung.



Manchmal wird man als Journalist von der Aktualität eingeholt, respektive überholt. Wie im Fall Swisscom vs. Netflix.

Swisscom-Mediensprecher Armin Schädeli bestätigt: «Wir sind mit Netflix nach wie vor in Verhandlungen und haben eine vorübergehende Lösung gefunden. Mit Netflix haben wir vereinbart, dass wir zur Art und Weise der provisorischen Lösung keine näheren Angaben machen.»

Kurz darauf präzisiert der Unternehmenssprecher: «In der Zwischenzeit konnte Swisscom in Zusammenarbeit mit Netflix eine Lösung im Sinne der Kunden finden – der Dienst steht im Swisscom-Netz wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Die Lösung funktioniert bisher gut. Swisscom und Netflix warten aber noch die Datenspitzenlast heute Abend ab, bevor die Stabilität der Lösung endgültig bestätigt werden kann.»

Die Schweizer «Computerworld» schreibt:

Swisscom-Kunden können aufatmen: Ab sofort können sie Netflix in gleicher Qualität schauen wie Kunden von upc Cablecom, Sunrise oder Quickline. Möglich macht dies ein Peering-Vetrag zwischen Swisscom und Netflix. Das bedeutet, dass die Netflix-Inhalte künftig direkt ins Swisscom-Netzwerk eingespeist werden. Bislang musste Netflix für die Datenübertragung zu Swisscom einen sogenannten Transitanbieter benutzen, weil man der Swisscom kein Geld zahlen wollte. »

quelle: computerworld.ch

Der Grund, warum die Swisscom nichts zu den Vertragsdetails sagt, liegt laut «Computerworld» auf der Hand: Wenn das Peering gratis laufe, dürfte die Swisscom bald weitere Probleme erhalten, denn andere Inhalte-Anbieter würden nun dieselben Rechte verlangen.

Frühere Stellungnahme der Swisscom

Unser Bericht über die Netflix-Probleme bei Swisscom-Kunden hat starke Reaktionen und viele Fragen ausgelöst. Am Vormittag schickten wir darum der Swisscom-Medienstelle einen neuen Fragenkatalog. Weil es darin einige spannende Informationen hat, geben wir die Antworten trotz der kurzfristig bekanntgewordenen Lösung wieder.

Warum stockt Netflix im mobilen Swisscom-Netz weniger stark als im Festnetz?

Armin Schädeli: «Dies können wir direkt weder nachvollziehen noch bestätigen. Falls die Leistung auf mobilen Endgeräten tatsächlich besser ist, könnte dies auf einen der folgenden Umstände zurückzuführen sein:

Wichtig: Das Festnetz wie auch Mobilnetz werden hinsichtlich Datentransport gleich behandelt.»

Warum bestehen die Probleme nicht bei Sunrise-Kunden, die ja das gleiche Swisscom-Netz nutzen?

«Sunrise verfügt über eine eigene Basisinfrastruktur, in der sie z.B. mit Netflix peeren oder Caching-Server betreiben kann.»

Ein Betroffener schreibt: Ich bezahle Swisscom monatlich für mein Internet-Abo und die verlangen von Netflix nochmals Geld für den Transfer. Also verdient Swisscom doppelt?

«Es handelt sich hierbei um einen so genannten zweiseitigen Markt. Beispiel: Ein Zeitungsverlag verlangt vom Leser einen Betrag für die Zeitung und gleichzeitig Geld von den Werbetreibenden, um Anzeigen in der Zeitung zu platzieren. Mit den Beiträgen der Leser und der Werbetreibenden finanziert der Verlag die Produktion der Zeitung. Würde die Zeitung bloss die Leser zur Kasse bitten, wären die Zeitungspreise viel höher. Ganz ähnlich hier: Die Netzzusammenschaltung – gleich ob Peering oder Transit – war immer kostenpflichtig; gleichzeitig hat der Endnutzer einen Preis für den Internetzugang entrichtet. Aus beiden Beiträgen finanziert Swisscom ihr Netz.»

Stimmt es, dass die Swisscom nicht genügend (Datenübertragungs-)Kapazität einkauft, um die Netflix-Streams auszuliefern?

«Nein, das ist nicht richtig. Es ist an Netflix, genügend Datenübertragungs-Kapazität bis zum Übergabepunkt der Daten ins Swisscom Netz vorzusehen. Vom Übergabepunkt bis zu den Kunden gibt es ausreichend Kapazität. Der Engpass ist nicht bei Swisscom.»

Stichwort «2:1 Ratio»: Warum hält die Swisscom an diesem Modell fest?

«Das ist ein international übliches Verhältnis. Die Interkonnektion ist grundsätzlich entgeltpflichtig. Swisscom verzichtet indessen auf die Verrechnung, sofern sie selber in ähnlich grossem Ausmass Daten ins Netz des Interkonnektions-Partners schickt und zusätzliche Kriterien erfüllt sind. Swisscom ist bereit, ein Verhältnis von 2 zu 1 zu ihren Ungunsten zu akzeptieren, d.h. bis zu diesem Verhältnis auf die Verrechnung eines Entgelts für den Datenverkehr zu verzichten. Die Anforderungen sind im internationalen Vergleich sehr ähnlich (Telefonica 1:3; France Télécom 1:2.5). Bei grösseren Asymmetrien im Datenverkehr werden indes Entgelte fällig. Diese Verträge beruhen selbstverständlich auf Gegenseitigkeit, d.h. Swisscom leistet ein Entgelt, wenn sie mehr als doppelt so viele Daten ins Netz des Peering-Partners schickt wie dieser Partner ins Netz von Swisscom.»

Trifft es zu, dass die Swisscom versucht ihre «2:1 Traffic Policy» durchzusetzen, die gegen die Netzneutralität verstösst?

«Diese Diskussion betrifft die Netzzusammenschaltung (IP-Interkonnektion) und hat nichts mit Netzneutralität zu tun. Bei der Netzzusammenschaltung werden alle Daten, welche durch die zusammengeschalteten Netze fliessen, genau gleich behandelt, also strikt neutral. Die Peering-Politik der Swisscom ist nichts Aussergewöhnliches, sondern international üblich. Swisscom bietet allen Netzbetreibern Peering zu nicht-diskriminierenden Konditionen an.»

Wenn die Swisscom Netflix kostenlos direkt verbinden würde, würde sie ihr gesamtes Peering-Geschäftsmodell selbst aushebeln, weil dann jeder bislang zahlende Partner auch eine Gratis-Anbindung verlangen wird.

«Wir behandeln Netflix genauso wie jeden anderen Dienste-Anbieter.»

Dazu eine interessante Einschätzung von «Computerworld»:

«Wie kann es sein, dass der grösste Provider am meisten Mühe hat, genügend Bandbreite bereitzustellen? Die einfachste Antwort: Profitgier. Swisscom könnte ohne Weiteres für besseren Netflix-Empfang sorgen. Sie müssten einfach Cache-Server in ihren Rechenzentren aufstellen und hätte eine direkte Verbindung mit Netflix. Das sogenannte OpenConnect Programm ist genau dazu da. Netflix stellt die benötigte Anzahl Server zur Verfügung, der Provider gibt IP-Adressen an, integriert die Server im Backbone, bezahlt Rackplätze sowie den Strom. Geld fliesst keines, aber alle gewinnen.

Trotzdem hat sich Swisscom gegen diese Lösung entschieden. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass die Kosten für die Betreibung der Server viel teurer wären als die Bereitstellung. Der wahre Grund ist allerdings ein anderer: Swisscom will nicht, dass ein Content-Provider Bedingungen diktieren kann. Würde Swisscom auf das Angebot einsteigen, würden sämtliche anderen OTT-Anbieter wie Wilmaa oder Zattoo ebenfalls auf Peering-Verträge pochen und Swisscom viel Geld verlieren.»

quelle: computerworld.ch

Welche konkreten Tipps gibt es für Swisscom-Kunden, die unbedingt Netflix schauen möchten (und nicht kündigen wollen)?

«Leider gibt es für Swisscom keine Möglichkeit, einseitig eine Verbesserung zu erreichen. Netflix und Swisscom arbeiten seit gestern gemeinsam mit Hochdruck an einer konkreten Lösung. Wir gehen davon aus, dass die Probleme bald gelöst sind und informieren zu gegebener Zeit.»

Wie ist das eigentlich bei Youtube, das auch gewaltige Datenmengen verursacht?

«Mit Google/YouTube existieren Verträge.»

Was bezahlt Google der Swisscom für die Auslieferung?

«Über konkrete Beträge geben wir keine Auskunft.»

Anmerkung: watson hat Netflix bereits am Montag um eine Stellungnahme, respektive Replik auf die Kritik von Swisscom, gebeten. Bis jetzt ist keine offizielle Antwort bei uns eingetroffen.

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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • patnuk 23.03.2016 09:54
    Highlight Highlight David gegen Goliath ist eben nur ein Mytos, es zeigt wieder dass eben nur Goliath gewinnt. Schlussendlich ist es David der für alles bezahlen muss und Goliath sackt das Geld ein.
  • giguu 22.03.2016 21:39
    Highlight Highlight ich habe schon gekündigt. viel spass mit der vorläufigen lösung :)
    • Mia_san_mia 23.03.2016 05:10
      Highlight Highlight Krass
  • Marcelo 22.03.2016 18:00
    Highlight Highlight Punkt 3: Wenn ich ein Produkt aus einem Zeitungsinserat konsumiere, brauche ich dazu nicht zwingend auch ein Zeitungsabo.

    Man stelle sich vor, man kauft eine Autobahnvignette. Dies ist jedoch keine Garantie, dass man die Autobahn auch benutzen kann. Ofmals leitet einem das Strassenverkehrsamt auf eine Schotterpiste um. Wenn man dann reklamiert, sagt das Amt: "Wir sind nicht schuld, es sind die Automobilkonzerne welche die Strassen verstopfen." BMW bezahlt dem Amt danach viel Geld. Der leidtragende ist der Skodafahrer, welcher trotz BEZAHLTER Vignette weiterhin auf die Schotterpiste muss.
    • patnuk 23.03.2016 15:21
      Highlight Highlight Die Autobahnvignette finanziert auch nicht die Strassen und deren Unterhalt.
      Netflix. Google, Amazon usw, finanzieren keinen Cent für die Infrastruktur des Netzes in der Schweiz, aber Swisscom muss diese Kosten tragen, daher finde ich sollte Netflix von der Swisscom, Sunrise, Cablecom usw zur Kasse gebeten werden, im Prinzip, du willst mein Auto mieten, dann musst du auch dafür bezahlen.
    • Kyle C. 23.03.2016 15:47
      Highlight Highlight patnuk, dann müssten aber zigtausend andere Onlinedienste auch zahlen müssen. Das Internet, bzw. die darin angebotenen Dienste können doch unmöglich nach diesem Prinzip funktionieren ohne massive Kosten. Oder glaubst du, die Anbieter würden die Mehrkosten ganz selbstlos übernehmen und nicht indirekt auf die User abwälzen? Stell dir vor du surfst im Internet und bei jedem Klick musst du dir überlegen, ob du die Seite tatsächlich besuchen sollst...Analog deinem Strassenbeispiel also eine Internetsteuer abdrücken? Oder für jeden gekauften Artikel auf Zalando eine Server-Gebühr? Nein danke.
    • Marcelo 23.03.2016 18:30
      Highlight Highlight @patnuk:

      Aussage UVEK: "Die Erträge aus der Autobahnvignette werden für Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen eingesetzt."

      Wieso sollen die Anbieter von Inhalten der Swisscom Geld bezahlen? Sie bezahlen bereits für ihren eigenen Internetanschluss. Zudem bin ich als Swisscomkunde derjenige, welcher den "Traffic" verursacht. Und genau dafür bezahle ich die Swisscom.

      Das heutige System zensiert nicht nur das Internet, sonder ist auch schädlich für die Wirtschaft und Innovation.

      https://andreasvongunten.com/blog/swisscom-gibt-zu-dass-sie-zu-wegelagerern-des-internets-werden-wollen/
    Weitere Antworten anzeigen
  • MykillWF 22.03.2016 17:40
    Highlight Highlight Habe Netflix schon seit ein paar Monaten nicht mehr, werde meinen Account jetzt aber wieder reaktivieren. Was mir aber aufgefallen ist: Seit ich die neue Swisscom-Box habe (die kleine weisse), habe ich gefühlt 10x mehr Probleme (hauptsächlilch im TV-Guide, aber auch wenn ich am herumzappen bin) als mit der alten Box. Habt Ihr die Probleme auch?
    • cloood 22.03.2016 18:20
      Highlight Highlight 0800 800 800. Da wird dir geholfen :)
    • mrgoku 23.03.2016 09:15
      Highlight Highlight 0800 800 800 - hier hörst du die Charts-Musik rauf und runter
  • saukaibli 22.03.2016 16:53
    Highlight Highlight Ich frage mich wieso Netflix in der Schweiz so teuer ist und Netflix trotzdem nicht bereit ist für eine ausreichen schnelle Bandbreite zu sorgen. Als Netflix-Kunde würde ich mich ein wenig verarscht fühlen. Zum Glück kann man die ganzen Netflix-Serien zwei Stunden nachdem die Folgen gelaufen sind, sowieso irgendwo herunterladen und dann ohne den geringsten Ruckler anschauen.
    • glass9876 22.03.2016 19:55
      Highlight Highlight @saukaibli: Das gleiche könnte man über Swisscom sagen...
  • Scaros_2 22.03.2016 16:33
    Highlight Highlight Jetzt mal noch anders.

    Was wären adäquate Ersatzmöglichkeiten ohne das ich mir einen neuen TV anschaffen muss der ins Internet kann.

    Internet?
    TV?

    Kann das jemand mal darstellen, gibts da was in Tabelle oder so? :D
    • mrgoku 22.03.2016 16:57
      Highlight Highlight http://shop.tvsogno.com/

      :)
    • Scaros_2 22.03.2016 18:14
      Highlight Highlight Wenn ich von der Swisscom wegmöchte, dann bräuchte ich ersatz:

      Internet:
      TV:

      weil ich habe dann ja auch keine TV-Box mehr sondern brauche was anderes. ,-)

      Da mein TV aber keine Netzwerkkarte ha weil er zur letzten Generation von denen gehörte brauch ich eben auch eine TV Box und kann nicht einfach mir im Internet das suchen was ich will und meine Frei braucht ein "Fernsehprogramm" da wir doch ab und zu ein Satiremagazin oder so im tv gucken wollen
    • mrgoku 23.03.2016 09:20
      Highlight Highlight Fiber7 wäre echt nice... aber kriege ich bei mir leider noch nicht...
  • Rafi Hazera 22.03.2016 16:00
    Highlight Highlight Ich habe dasselbe Problem mit diversen Pornoseiten. Wann wird das endlich angepackt?! Buffering mittendrin ist echt das Letzte. Und wenn die Szene dann noch auf einem dunklen Hintergrund stehen bleibt und man sich in dieser unvorteilhaften Situation in der Spiegelung des Laptops sieht, ist das wirklich ein Abturner. Und mit der ganzen Gleitcreme an den Händen kann man den Laptop nur schwer weg drehen. Ich musste deshalb schon anfangen, nur noch seitlich in den Bildschirm zu schauen, so schlimm ist das mit dem Streaming fängs. Jedenfalls, kriegt das endlich in den Griff. Potzholzöpfel.

    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 22.03.2016 16:18
      Highlight Highlight Das isch ja jetzt voll ned gut, lieber Rafi. Was kann da helfen? Vielleicht den Pornokonsum auf das Smartphone zu verlagern? Verschiedene User berichten, dass Netflix dort besser läuft. Ist bestimmt auch mit Youporn&Co so. Ein etwas kleinerer Bildschirm. Dafür kannst es einhändig halten und hättest keine Gleitcreme (wofür nochmals... hmm will ich das jetzt wissen?) mehr auf dem Display! Hoffentlich lieber Rafi konnte ich dir helfen... eine andere Möglichkeit wäre natürlich Freundin... aber die macht vielleicht nicht all die tollen Sachen?
    • saukaibli 22.03.2016 16:42
      Highlight Highlight @Rafi: Made my day... und den des ganzen Büros :-D
    • Charlie Brown 22.03.2016 17:58
      Highlight Highlight ...und Zipfelchappe! Wäre ja gar nicht so unpassend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gringoooo 22.03.2016 15:34
    Highlight Highlight Ufff, rechtzeitig für den Genuss der neuen Folge von «Better Call Saul».
  • maxi 22.03.2016 15:28
    Highlight Highlight was ich nicht begreife wieso läuft es einwandfrei wenn ich das tablet via hotspot vom handy mit dem internetversorge, aber nicht überdas wifi... hab swisscom tv und so zuhause, aber beimhandy bin ich auch swisscom kunde...wieso geht das eine aber das andere nicht?
    • cloood 22.03.2016 18:05
      Highlight Highlight Hoi Maxi
      Das liegt wohl daran, dass das MobilFUNKnetz und das WLAN über deine Swisscom Kupfer-Leitung (früher Telefonleitung) nicht das Selbe sind.
  • Fumo 22.03.2016 15:15
    Highlight Highlight "Swisscom könnte ohne Weiteres für besseren Netflix-Empfang sorgen. Sie müssten einfach Cache-Server in ihren Rechenzentren aufstellen und hätte eine direkte Verbindung mit Netflix."

    Genau da sehe ich die Arroganz seitens Netflix. Warum muss Swisscom extra Server aufstellen, damit Netflix besser streamen kann? Ist es die Aufgabe von Swisscom, dafür zu sorgen, dass Netflix ihr Angebot verteilen kann?
    Ich mag Swisscom nicht wegen ihrer Preispolitik, aber was diese Geschichte angeht, gebe ich ihnen voll und ganz Recht. Netflix ist selbst für die Bandbreite zuständig und soll keine Kosten verlagern.
    • Hierundjetzt 22.03.2016 15:34
      Highlight Highlight Exakte gleiche Argumentation wie bei der Swisscom mit anderen Vorzeichen. Wenn sie ihre "Marktmacht" nicht ausspielen würde, müsste Netflix ihr komplettes Geschäftsmodell überdenken und die Preise erhöhen.

      Es geht dabei nur um: Wer hat den längeren Atem / wer ist Stärker. Ich für meinen Teil sehe keinen Grund warum Swisscom wegen einem Drittanbieter extra Server aufstellen soll.

      Zudem: Von wievielen Netflix-Kunden sprechen wir da eigentlich? Wird in Relation eine ganz ganz tiefe Zahl sein.
    • Scaros_2 22.03.2016 15:57
      Highlight Highlight Vor allem muss man sehen, das viele Leute "zwingend" Swisscom-TV-Kunden sind. Geht und vergleicht mal die Preise von "Nur Internet" vs. "Kombi TV&Internet" – für die paar Franken wird keiner "nur Internet" kaufen, sondern gleich noch das TV dazu, weil, man könnte ja dann auch mal was gucken, auch wenn es die Minderheit ist.

      Wir haben auch TV, nutzen es aber kaum. Viel mehr wird Netflix genutzt, im Zug, im Bus, im Auto als Beifahrer, im Bett zuhause, im Studium wenns öde ist, jederzeit. Bei Swisscom TV hab ich ja nix ausser dem Programm, Scrubs, Malcom zum x. mal, *gähn*
    • Hierundjetzt 22.03.2016 17:48
      Highlight Highlight also 180'000 Abonennten in der Schweiz. Geteilt durch 3 ISP.

      Also wegen 60'000 Swisscom Kunden (Einwohnerzahl Kreis 9, Altstetten ) machen wir jetzt gefühlte 100-Artikel? Einen Aufstand?

      Bitte...

      Klar ist es mühsam. Aber hey... bitte wahren wir doch dir Relationen.
  • Kopold 22.03.2016 15:14
    Highlight Highlight Die Legitimation dieser 2:1-Regel macht für mich null Sinn.
    Die Swisscom bezahlt mich auch nicht dafür, dass sie mir Daten schicken können.
    Überdies liegt es in der Natur der Sache, dass Endkunden-ISPs mehr konsumieren als senden.
    Als User bezahle ich meinen ISP dafür, Content aus Quellen meiner Wahl zu Senden. Fürs Peering ist er zuständig.
    • Fumo 22.03.2016 15:21
      Highlight Highlight Ist es denn deine Leitung, dass die Swisscom dich bezahlen müsste, um sie nutzen zu dürfen?
      Hast du der Swisscom was zu bieten, wofür sie dich bezahlen müssten?
    • #bringhansiback 22.03.2016 15:24
      Highlight Highlight @Fumo: ja, die Leitung vom Hausanschlusskasten bis zu mir in die Wohnung :)
    • Fumo 22.03.2016 15:35
      Highlight Highlight "Swisscom hat nur die Infrastruktur der PTT übernommen und zockt nun doppelt ab"

      Dir ist aber bewusst dass diese Übernahme zu einer Zeit stattfand in der man noch mit 56k-Modems surfte? Die PTT hat die DSL oder Fiberglasleitungen nicht mal als Zukunftsvisionen erlebt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mesuax 22.03.2016 15:13
    Highlight Highlight Immerhin gaben sie Antwort auf die Fragen. Andere Provider sind da nicht so schnell 🤔😉
    • Damien 22.03.2016 17:03
      Highlight Highlight Damage control
  • C0BR4.cH 22.03.2016 15:13
    Highlight Highlight Punkt 9 erklärt doch den gesamten Sachverhalt recht gut ...
    soviel zu Netzneutralität.
    • User01 22.03.2016 16:46
      Highlight Highlight Du hast 9 statt 6 geschrieben :-)
    • C0BR4.cH 22.03.2016 17:09
      Highlight Highlight Weil bei Punkt 6 die Netzneutralität angesprochen wird in Zusammenhang mit Peering? Nene, ich meinte schon Punkt 9 ; )
      Aber Punkt 6 gehört schon auch irgendwie dazu, da hast du recht.

      Und das ganze Prinzip des Peering hängt damit zusammen und ist eine pure Geldmacherei.
      Kleine Fische müssen billig Varianten wählen, die um die halbe Welt geleitet wird.
    • User01 22.03.2016 17:57
      Highlight Highlight Nun, da die Kapazität sowieso jemand bezahlen muss, wäre es mir recht, wenn sich Netflix daran beteiligte. Ich habe keine Lust, dass die Swisscomabos nun teurer werden, weil sich ein Hauptverantwortlicher für Datenvolumen (den ich nicht konsumiere) nicht an den Kosten beteiligt.
  • Jeb Belsmire 22.03.2016 15:12
    Highlight Highlight Geil, wenn unsere Monopolmultis von aussen Druck erhalten.
  • oXiVanisher 22.03.2016 15:12
    Highlight Highlight Viel interessanter wären die Aussagen von https://twitter.com/kuenzler zu diesen Antworten.
    • G.Oreb 22.03.2016 15:24
      Highlight Highlight @Watson Das wäre ein sehr interessantes Interview! Ich bin sicher, Fredy Künzler hätte da einiges zum Thema zu sagen!
    • @schurt3r 22.03.2016 15:26
      Highlight Highlight Kommt Zeit, kommt Interview ;-)
  • Grego 22.03.2016 15:08
    Highlight Highlight Die Antwort zu Punkt 3 ist lächerlich. Die SC soll sich nicht mit einer Zeitung vergleichen, viel eher mit der Post, und die verlangt auch nicht vom Empfänger und vom Sender Geld. Alles in allem find ich es geil, wie die Swisscom die Macht ihrer aufgebrachten Kunden unterschätzt. Hoffe, das wird ihnen eine Lehre sein.
    • Fumo 22.03.2016 15:19
      Highlight Highlight Die Post lässt sich aber auch durch Werbungen mitfinanzieren, oder glaubst du, sie verteilen die Prospekte aus Goodwill? ;)
      Der Vergleich ist sogar sehr passend.
    • Grego 22.03.2016 15:27
      Highlight Highlight Bei mir verteilt die Post lediglich an mich adressierte Pakete und Briefe. Prospekte bekomme ich keine ;)
    • Fumo 22.03.2016 15:37
      Highlight Highlight Du nicht, bezahlt wird die Post aber trotzdem ;)
      Und nebenbei betrieb die Post vor kurzem eine Kampagne um die Leute dazu zu bewegen die "Keine Werbung" Kleber zu entfernen damit sie noch mehr durch Werbung verdienen können, dein vergleich hinkt also mit drei Beinen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 22.03.2016 15:07
    Highlight Highlight Ok, dann testen wir das heute um 20.00 Uhr einmal – Ansonsten folgt der Kommentar wieder :D

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