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Die Kindersterblichkeit ist seit 1990 um die Hälfte gesunken.
Die Kindersterblichkeit ist seit 1990 um die Hälfte gesunken.Bild: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/KEYSTONE
Good-News

Kindersterblichkeit auf Tiefststand +++ Pizza-Party am Flughafen 

Der Ticker für super-nice, fröhliche und motivierende News.
07.04.2017, 13:41
Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz
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Seit 1990 ist die Kindersterblichkeit weltweit um die Hälfte gesunken. Das besagt eine neue Studie der wissenschaftlichen Fachzeitschrift «JAMA Pediatrics», die sich auf Kinderheilkunde spezialisiert.

Roger Federer verteilte im Jahr 2015 Geschenke an Schulkinder in Malawi.
Roger Federer verteilte im Jahr 2015 Geschenke an Schulkinder in Malawi.Bild: ERICO WAGA/EPA/KEYSTONE

In der Studie ist ersichtlich, dass im Jahr 2015 7,3 Millionen Neugeborene und Kinder gestorben sind. Vor Knapp 30 Jahren waren es mit 14,2 Millionen fast doppelt so viele.

Der positive Trend ist vor allem Impfungen zu verdanken, die sich in den Achtzigern weltweit etabliert haben. 

Die zwei Länder, die die grössten Fortschritte gemacht haben, sind Äthiopien und Malawi. Die beiden afrikanischen Staaten haben in den letzten 25 Jahren immense Verbesserungen in der Wasserversorgung und sanitären Anlagen vorgenommen. 

>> Pizzaparty am Flughafen

Aufgrund von Tornado-Warnungen in Atlanta musste die Fluggesellschaft «Delta Air Lines» 300 Flüge streichen. Trotz des Chaos blieben die meisten Passagiere glücklich – alles Dank der magischen Kraft von Pizza.

Die Fluggesellschaft reagierte blitzschnell und bestellte 450 Pizzen für alle Flugpassagiere, die feststeckten. Michael Thomas, Mediensprecher von Delta, sieht die Pizza-Party als Selbstverständlichkeit. «Wir wissen, dass es kein Spass ist festzustecken. Die Pizzen waren nur eine kleine Geste, die die Gäste aber sehr schätzen», sagt Thomas.

Die «kleine Geste» beschränkte sich aber nicht nur auf Pizzen. Wie viele glückliche Passagiere berichten, wurden auch Chicken-Nuggets, Sandwiches und sogar Gesellschaftsspiele verteilt. 

>> Pilot findet per Zufall gestrandete Familie in einer Schlucht

Der Helikopterpilot Luke Bowman aus Utah wurde von den Behörden um Hilfe gebeten, weil die Suche nach einem verloren gegangenen Kayaker nicht voranging. Als Bowman den Canyon des Escalante Rivers abflog, stiess er zufällig auf eine vierköpfige Familie, die verzweifelt um Hilfe rief. 

Pilot Luke Bowman erklärt, wie er die Familie gerettet hat.
Pilot Luke Bowman erklärt, wie er die Familie gerettet hat.Bild: AP

Ein Paar und seine zwei Töchter (13 und 17 Jahre alt) waren seit zwei Tagen neben dem Fluss gestrandet. Eine Woche lang waren sie mit dem Kayak unterwegs gewesen, als sie in unruhiges Gewässer gerieten und ihre Boote kenterten. Nur mit Mühe konnten sie Proviant, Schlafsäcke und Zelte an Land retten. 

«Alle hatten einen schlimmen Sonnenbrand, waren aber ansonsten unverletzt», sagt Bowman. Die Familie hatte am Tag zuvor versucht, sich durch die Wildnis zu schlagen, war aber zurückgekehrt, als sie merkte, dass das Terrain zu gefährlich ist. Seit dem hatten sie auf Rettung gehofft.

«Mir ist egal wohin ihr uns bringt, bringt uns einfach aus diesem verfluchten Canyon!», soll die Mutter gesagt haben, berichtet der Pilot. Die ganze Familie wurde sofort mit dem Helikopter in Sicherheit gebracht. 

Der verlorene Kayaker, wegen dem Bowman ursprünglich den Helikopter gestartet hatte, ist übrigens wieder von alleine aufgetaucht. Er hat eine Flussausfahrt verpasst und ist etwas später mit dem Velo zum Camp gefahren.

>> 93 Prozent aller Kinder lernen lesen – höchster Stand der Geschichte

1970 gingen nur die Hälfte aller Kinder der Welt zur Schule – heute sind es neun von zehn. Der rasante Anstieg in der Bildung spiegelt sich vor allem im Rückgang der Analphabetismus-Rate: 93 Prozent aller Kinder lernen Lesen und Schreiben – das ist der höchste Stand in der Geschichte der Menschheit. 

Auch in der Gleichberechtigung zwischen Buben und Mädchen geht es voran. Eine Studie des WEF zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahr weltweit fünf Prozent mehr Mädchen zur Schule gehen. In vielen Ländern dürfen gerade Mädchen aus religiösen oder kulturellen Gründen nicht zur Schule gehen.

Der Fortschritt ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich das Schulsystem in Ostasien, Nordafrika und in den Subsahara-Staaten verbessert hat. 1990 gingen in diesen Gebieten nur 62 Millionen Kinder zur Schule, heute sind es fast 150 Millionen.

>> EU kämpft gegen «Konfliktrohstoffe», die von Rebellen abgebaut werden

Die EU beschliesst eine neue Gesetzgebung, die besagt, dass die Quelle von importierten Metallen und Mineralien genauestens angegeben werden muss. Das neue Gesetzt kämpft vor allem gegen sogenannte «Konfliktrohstoffe».

EU beschliesst Gesetz gegen Import von sogenannten «Konfliktrohstoffen» – im Bild: eine Goldmine in Togo.
EU beschliesst Gesetz gegen Import von sogenannten «Konfliktrohstoffen» – im Bild: eine Goldmine in Togo.Bild: NOOR

«Konfliktrohstoffe» sind Rohstoffe, die in Konfliktregionen illegal abgebaut werden. Vielfach werden die Produktionsstätten von Rebellen oder Milizen kontrolliert. Für die Gewinnung der umkämpften Stoffe werden systematische Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in Kauf genommen.

Dem soll mit dem neuen Gesetz ein Ende gesetzt werden. Nach dreijährigen Verhandlungen haben sich alle 28 Mitgliedstaaten der EU geeinigt. 95 Prozent aller importierten Metalle und Mineralien – vor allem Gold, Zinn, Tantal und Wolfram – werden in Zukunft strengeren Richtlinien unterworfen. Das neue Gesetz tritt aber erst am 1. Januar 2021 in Kraft. 

>> Präsident Trump spendet seinen ersten Lohn

Good-News von Donald Trump! Der US-Präsident spendet sein Gehalt des ersten Quartals dem National Park Service. Insgesamt 78'333 Dollar bekommt die Bundesbehörde für Nationalparks als Spende geschenkt. 

Der National Park Service schützt 59 Nationalparks in den USA. Insgesamt verwaltet die Bundesbehörde mehr als 400 Anlagen – dazu zählen historische Parks, Monumente, Gedenkstätten und Reservate.

Bereits während des Wahlkampfes versprach Trump in einem Interview, sein Gehalt von etwa 400'000 Dollar im Jahr nicht annehmen zu wollen. Da der Präsident aber aus rechtlichen Gründen bezahlt werden muss, wolle er das Geld spenden, so Trump.

>> Island wird erstes Land der Welt, das Lohngleichheit zwischen Mann und Frau festlegt

In Island müssen Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern zukünftig beweisen, dass Männer und Frauen gleich viel verdienen. 

Thorsteinn Viglundsson, ehemaliger Manager und Politiker der Links-grünen Bewegung Islands in einer TV-Debatte.
Thorsteinn Viglundsson, ehemaliger Manager und Politiker der Links-grünen Bewegung Islands in einer TV-Debatte.Bild: BIRGIR THOR HARDARSON/EPA/KEYSTONE

Þorsteinn Víglundsson, Minister für Soziales und Gleichberechtigung sagte in einer Pressekonferenz: «Wir wollen die letzten Geschlechtergrenzen in der Arbeitswelt durchbrechen. Die Geschichte zeigt: wenn man Fortschritte machen will, muss man sie mit Nachdruck durchbringen.»

Island hat nur etwa 330'000 Einwohner und zählt zu den fortschrittlichsten Ländern, was Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen betrifft. Trotzdem verdienen Frauen im Durchschnitt zwischen 14 bis 18 Prozent weniger als Männer.

Mit dem neuen Gesetz will Island diese Ungleichheit innerhalb von fünf Jahren aus der Welt schaffen.

>> Diese 98-jährige Yoga-Oma zeigt, wie es geht

Tao Porchon-Lynch ist 98 Jahre alt und vollführt immer noch die kompliziertesten Yoga-Übungen. Als älteste Yoga-Lehrerin der Welt hat sie es bereits ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Porchon-Lynch unterrichtet ihren Lieblingssport noch immer im Norden von New York.

Die Inderin Porchon-Lynch kam am 13. August 1918 zur Welt –wenige Monate vor dem Ende des Ersten Weltkriegs. Ihre Mutter starb nur sieben Monate nach der Geburt, von ihrem Vater wurde sie daraufhin zu Onkel und Tante nach Pondicherry im damaligen Französisch-Indien geschickt.

Als Kind lernte sie sogar Mahatma Ghandi kennen. Eines Tages sei er plötzlich in ihr Haus gekommen, erklärt sie gegenüber Stern.de. «Ein lustiger kleiner Mann mit Brille, der auf dem Boden sass, und vor dem sich alle verbeugten», beschrieb die 98-Jährige den ikonenhaften Freiheitskämpfer.

1949 ging sie nach Kalifornien, wo sie den Versicherungsmakler Bill Lynch kennen und lieben lernte; schliesslich heirateten die beiden. Später machte Porchon-Lynch ihre Leidenschaft – Yoga – zu ihrem Beruf. 1982 verstarb ihr Mann, seitdem lebt die 98-Jährige als Single. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit ihren Yoga-Kursen.

Wie Tao Porchon-Lynch gegenüber stern.de betont, schöpfe sie ihre Kraft und innere Ruhe aus der Natur. Noch immer nimmt sie weltweit an Yoga-Veranstaltungen teil und gibt fünf Mal die Woche Kurse. 

>> Extrem seltener Indochinesischer Tiger wieder feste Population

Nur noch 221 Indochinesiche Tiger soll es geben. Die Tigerart ist seit 2010 auf der roten Liste gefährdeter Tierarten und wird als stark gefährdet eingestuft. Grund für den Rückgang der Population ist vor allem die Wilderei. Neuste Funde im thailändischen Dschungel geben aber wieder Grund zur Hoffnung. 

Junge Indochinesische Tiger im Zoo von Cincinnati
Junge Indochinesische Tiger im Zoo von Cincinnatiwikipedia

Einer Studie zufolge ist in Südostasien eine zweite feste Population gefunden worden. Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren fanden Forscher im Dschungel von Ostthailand Hinweise auf sich fortpflanzende Tiere der Tiger-Unterart.

Wie die thailändische Naturschutzbehörde und zwei Tierschutzorganisationen in Bangkok mitteilten, lieferte eine gemeinsame Untersuchung Fotos von Jungtieren. Die Erhebung mit Fotofallen deutet auf eine mittlere Dichte von 0,63 Tigern pro 100 Quadratkilometer hin.

Extrem seltene Indochinesische Tiger in der Fotofalle

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Extrem seltene Indochinesische Tiger in der Fotofalle
quelle: ap/thailand's department of national parks, wildlife and plant conservation/freeland / sakchai lalit
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Das bislang einzige bekannte Gebiet mit einer festen Population Indochinesischer Tiger war bislang ein Schutzgebiet im Westen Thailands. Die Grosskatzen kommen den Angaben zufolge nur noch in Thailand und im Nachbarland Myanmar vor.

«Der ausserordentliche Wiederanstieg der Tiger von Ostthailand ist nicht weniger als wundersam», erklärte John Goodrich von Panthera, einer Organisation zum weltweiten Schutz von Wildkatzen. «So lange der illegale Tigerhandel weitergeht, werden sie Schutz brauchen», warnte dagegen Kraisak Choonhavan, Chef der Organisation Freeland, die den illegalen Handel mit den Tieren bekämpft

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