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Nicaragua's President Daniel Ortega speaks at the opening of a national dialogue, in Managua, Nicaragua, Wednesday, May 16, 2018. Ortega sat down Wednesday to formally talk with opposition and civic groups for the first time since he returned to power in 2007. The dialogue comes after more than 60 people died amid a government crackdown on demonstrations against social security cuts. (AP Photo/Alfredo Zuniga)

Daniel Ortega: Nicaraguas Machthaber willigt in eine Untersuchung der 170 Todesfälle ein. Bild: AP/AP

Lichtblick in Nicaragua – Ortega lässt eine internationale Untersuchung zu



Nach langer Blockade hat Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega einer unabhängigen Untersuchung der mindestens 170 Todesfälle bei Massenprotesten gegen seine Regierung zugestimmt. Menschenrechtsorganisationen sollen die Ermittlungen ausführen, wie die katholische Bischofskonferenz des Landes am Freitag in Managua mitteilte.

Darüber hinaus soll demnach eine «Überprüfungs- und Sicherheitskommission» gebildet werden. Diese werde von der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der katholischen Kirche unterstützt, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Leopoldo Brenes. Die Kirche in Nicaragua vermittelt zwischen der Opposition und der Regierung.

Am Donnerstag hatte es in dem zentralamerikanischen Land erneut heftige Zusammenstösse zwischen Demonstranten und regierungstreuen Truppen gegeben. Mindestens drei Menschen wurden bei Angriffen auf Aktivisten getötet. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Massenproteste vor zwei Monaten den Angaben zufolge auf mindestens 170.

University students takes part in a march against Nicaragua's President Daniel Ortega in Managua, Nicaragua, Wednesday, May 30, 2018. Violence returned to protests against Nicaraguan President Daniel Ortega's government when riot police and government supporters confronted protesters during a mother's day march to commemorate those mothers who has lost their children during the ongoing protests. (AP Photo/Esteban Felix)

Studenten protestieren gegen Ortega: Immer wieder gibt es Tote zu beklagen.  Bild: AP/AP

Rentenkürzungen als Auslöser

Die jüngsten Zusammenstösse ereigneten sich während eines 24-stündigen Generalstreiks, zu dem aus «Solidarität mit den Opfern» der wochenlangen Proteste aufgerufen worden war. Am Freitag nahmen die tausenden Streikenden wieder ihre Arbeit auf.

Die Wut der Demonstranten in Nicaragua hatte sich zunächst gegen Pläne für Rentenkürzungen gerichtet. Zwar zog Ortega diese angesichts des Widerstands schon bald wieder zurück, mittlerweile fordern die Demonstranten aber seinen Rücktritt. Der ehemalige Guerillakämpfer regiert Nicaragua seit elf Jahren, sein jetziges Mandat endet aber erst im Januar 2022. (cma/sda/afp)

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Video: srf

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