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Sie waren die ersten, die die Teenagerin nach ihrer Flucht antrafen.
Sie waren die ersten, die die Teenagerin nach ihrer Flucht antrafen.
Bild: AP/Star Tribune

Die unglaubliche Story der 13-Jährigen, die ihrem Entführer entkam

Vor drei Monaten wurden die Eltern von Jayme Closs in ihrem Haus erschossen, die junge Frau verschwand spurlos. Nun gab die US-Polizei Details bekannt.
12.01.2019, 15:0812.01.2019, 19:25

Während der landesweiten Suche nach Jayme Closs hatten Beamte des FBI, der Staatspolizei und der örtlichen Strafverfolgungsbehörden Tausende von Hinweisen erhalten. Nun scheint der Fall gelöst zu sein.

Erfolglose Suchaktion, nachdem Jayme am 15. Oktober spurlos verschwand.
Erfolglose Suchaktion, nachdem Jayme am 15. Oktober spurlos verschwand.
archivBild: AP

Fast drei Monate nach dem Verschwinden des 13-jährigen Mädchens hat die Polizei weitere Details zu ihrer Entführung und der Ermordung ihrer Eltern bekanntgegeben.

Der 21-jährige Tatverdächtige habe die Entführung von langer Hand geplant und es ursprünglich gezielt auf das Mädchen abgesehen, sagte der Polizeichef des Verwaltungsbezirks Barron, Chris Fitzgerald, am Freitag (Ortszeit). Die Hintergründe der Tat seien jedoch weiterhin unklar.

Der Sheriff von Baron County, Chris Fitzgerald, zeigt an einer Medienkonferenz ein Foto des mutmasslichen Täters.
Der Sheriff von Baron County, Chris Fitzgerald, zeigt an einer Medienkonferenz ein Foto des mutmasslichen Täters.
Bild: EPA

Die Eltern des Mädchens waren im Oktober erschossen im Haus der Familie rund 120 Kilometer nordöstlich von Minneapolis aufgefunden worden. Das Mädchen wurde seither vermisst.

Am Donnerstag sprach die 13-Jährige dann im Dorf Gordon nahe des Lake Superior (Oberer See) eine Einwohnerin an. Sie war aus einer Hütte in einer Waldgegend entkommen, in der sie der 21-Jährige gefangen gehalten haben soll.

«Please help me, I don't know where I am, I'm lost.»
Jayme wandte sich nach ihrer Flucht an eine Spaziergängerin mit Hund. 
quelle: bbc.com

Die Spaziergängerin, die Jayme auf der Strasse antraf, sagte laut BBC, das Mädchen sei dünn, schmutzig und mit zu grossen Schuhen an den Füssen auf der Flucht gewesen.

Mutmassliche Tatwaffe gefunden

Der Mann, der am Freitag festgenommen worden war, habe die Tat sorgfältig geplant, sagte Fitzgerald. Demnach habe sich der 21-Jährige die Haare wegrasiert, um nicht erkannt zu werden und um keine Spuren zu hinterlassen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 21-Jährigen wurden den Angaben zufolge mehrere Waffen gefunden. Darunter sei auch die mutmassliche Tatwaffe gewesen, mit der der Mann die Eltern des Mädchens erschossen haben soll.

Das Elternhaus von Jayme, in Barron, Wisconsin, wo der Teenager entführt wurde.
Das Elternhaus von Jayme, in Barron, Wisconsin, wo der Teenager entführt wurde.
Bild: AP

Offen sei weiterhin, warum der 21-Jährige die Familie für die Tat ausgewählt hatte. Der junge Mann habe zwar vor knapp drei Jahren in derselben Fleischfabrik wie die Eltern gearbeitet, allerdings nur einen Tag lang. Es gebe keinen Hinweis, dass er in der Fabrik mit den Eltern Kontakt hatte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Verdächtige vor der Tat niemals mit der Familie zu tun.

Der 13-Jährigen gehe es gut, «soweit es die Umstände erlauben», sagte Fitzgerald. Sie könne das Spital verlassen und habe bereits mit den Ermittlern gesprochen.

Jayme, in Sicherheit, mit ihrer Tante Jennifer Smith.
Jayme, in Sicherheit, mit ihrer Tante Jennifer Smith.
Bild: AP

Ob der Täter dem Teenager während der Entführung etwas angetan hatte, blieb offen. Das Mädchen ist zu ihrer Tante gebracht worden.

Jaymes Rettung hat in den sozialen Netzwerken starke Reaktionen ausgelöst. Elizabeth Smart, die 2002 in Utah im Alter von 14 Jahren entführt und neun Monate lang gefangen gehalten wurde, schrieb bei Instagram: «Egal, was sich in ihrer Geschichte abgespielt hat, lasst uns alle versuchen, uns daran zu erinnern, dass diese junge Frau überlebt hat.»

Hier ereignete sich die Tat

Barron, Wisconsin.
Barron, Wisconsin.
screenshot: google maps

(dsc/sda/afp)

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Video: srf/SDA SRF
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