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Mord an Frauen in Marokko möglicherweise terroristische Tat



In this photo provided by Moroccan news channel 2M and taken on Tuesday, Dec. 18, 2018, a forensic team is seen at the area where the bodies of two Scandinavian women tourists were found dead, near Imlil in the High Atlas mountains, Morocco. The lone suspect arrested in the killing of two female Scandinavian tourists is connected to a terrorist group, and three other suspects are on the run, Moroccan prosecutors said Wednesday.
(2M via AP)

Einsatzkräfte der marokkanischen Polizei untersuchen den Tatort. Bild: AP/2M

Nach dem Mord an zwei skandinavischen Touristinnen in Marokko hat die Polizei drei weitere Tatverdächtige festgenommen. Die Männer würden verhört, um die Hintergründe des Verbrechens aufzuklären, teilte die zentrale Ermittlungsbehörde des Landes am Donnerstag mit.

Sie geht dabei auch dem Verdacht nach, dass es sich um einen Terrorakt gehandelt haben könnte. Bereits vor zwei Tagen war in Marrakesch ein erster Verdächtiger festgenommen worden.

Die Leichen der 24 und 28 Jahre alten Studentinnen aus Norwegen und Dänemark waren am Montag am Fuss des Berges Toubkal gefunden worden. Die Frauen waren auf einer Wandertour und hatten für die Nacht ihr Zelt aufgeschlagen. Ein französisches Paar fand die beiden Ermordeten. Die Gegend ist für viele Wanderer und Bergsteiger Ausgangspunkt für Touren in das Atlasgebirge.

Die zwei jungen Frauen wurden in der Nähe von Imlil, 80 Kilometer südlich von Marrakesch, ermordet.

«Eine Ferienreise wurde zu einem Alptraum», sagte Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen am Donnerstag. «Zwei junge Menschen wurden auf bestialische Weise ermordet.»

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte: «Das ist ein brutaler und sinnloser Angriff auf unschuldige Menschen, dem wir mit Abscheu und Verurteilung gegenüberstehen.»

epa07241382 Denmarks Prime Minister Lars Loekke Rasmussen comments on the killings of a Danish and a Norwegian woman in Morocco; in the Prime Ministers office in Copenhagen, Denmark, 20 December 2018. The bodies of Maren Ueland of Norway and Vesterager Jespersen of Denmark were found in Morocco's Atlas Mountains near Imlil on 17 December.  EPA/PHILIP DAVALI  DENMARK OUT

Dänemarks Premierminister Rasmussen: «Eine Ferienreise wurde zu einem Alptraum.»  Bild: EPA/RITZAU SCANPIX

Die marokkanische Staatsanwaltschaft hat vier Männer in Verdacht, die eine Verbindung zu einer Terrorgruppe haben sollen. Der am Dienstag festgenommene Mann gehöre einer Extremistengruppe an, hiess es.

Ermittler untersuchen auch ein Video, das in den sozialen Medien aufgetaucht ist. In dem rund eine Minute langen Film ist zu sehen, wie zwei Personen einer offenbar jungen Frau mit einem langen Messer den Kopf abschneiden. Ob das Video tatsächlich mit dem Mord an den beiden Touristinnen in Verbindung steht, war zunächst unklar.

«Es zeigt sich, dass es immer noch dunkle Mächte gibt, die mit Gewalt uns und unsere Lebensweise bekämpfen», sagte Rasmussen. «Das macht mich wütend, aber bestärkt mich auch, dass wir niemals nachgeben und aufgeben dürfen.» (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 20.12.2018 16:35
    Highlight Highlight Ich bin etwas verwirrt, denn in manchen Berichten ist zu lesen dass die Opfer Messerstiche aufweisen. Dann gibt es Berichte darüber dass diese geköpft worden sind und ein Video davon existiert.

    Das besagte Video habe ich mit kurzer Recherche gefunden, es ist grässlich und zeigt keine Messerstiche im Körper, sondern dass denen bei lebendigem Leib die Kehle durchgeschnitten und der Kopf abgetrennt worden ist. Bestialisch, wie im Mittelalter! Ich finde es grausam, eiskalte Mörder!

    Spielt man die Morde etwas herunter zum Schutz der Angehörigen? Nach dem, die Täter sind für mich keine Menschen!
    • Hä?Nö! 20.12.2018 22:43
      Highlight Highlight Ich habe mir das Video ebenfalls angeschaut. Das Zelt im Video ist Dunkelgrün und nicht bunt wie im Bild. Vermutlich ein anderer Mord.
  • TheDude10 20.12.2018 15:17
    Highlight Highlight Bald kann man/frau nur noch mit begleitschutz Ferien machen.
  • Skip Bo 20.12.2018 13:46
    Highlight Highlight Das schlimme daran ist, das sich Idioten auf eine Schrift berufen, um ihre Taten zu legitimieren. Diese Schrift sollte dringend einer freiheitlichen und toleranten Lebensweise angepasst werden. Man kann doch nicht ewig im Mittelalter stecken bleiben.
    • Saraina 20.12.2018 16:03
      Highlight Highlight Solche Täter berufen sich auf eine terroristische Ideologie und nicht auf „eine Schrift“. Der Beweis dafür ist, dass Millionen von Touristen das Land besuchen, und nicht behelligt oder gar getötet werden. Die Marokkaner sind durchaus fromm, und in der Lage den Koran im Original zu verstehen, lesen darin aber offensichtlich keine Anweisung, unbewaffnete friedliche Ausländer zu ermorden. Leider sucht die salafistisch-dschihadistische Seuche aber auch dort nach Anhängern.
    • Petrum 20.12.2018 17:02
      Highlight Highlight Trotzdem, zu sagen es hat rein gar nichts mit dem Koran zu tun, ist auch falsch. Es gibt ja Stellen die das Töten Ungläubiger legitimieren. Man müsste halt dieses veraltete barbarische Werk mal überarbeiten, genau so wie andere Glaubensbücher. Wir schreiben das Jahr 2018 und nicht das 7. Jahrhundert. Wer z.B einer Überarbeitung des Korans, der Bibel oder des Tanach nicht zustimmt, bestätigt dessen Inhalt und legitimiert Handlungen basierend auf deren Weisungen... Religionsbücher deren Inhalt andere Religionen diffamiert oder an Gewalt gegen Andersgläubigen aufruft, gehören verboten.
    • Skip Bo 20.12.2018 19:12
      Highlight Highlight Sorry Saraina, doch diese Idioten beziehen sich auf eine Sure und legen diese nach eigenem Gutdünken aus. Ihre Absicht ist es einen Gottesstaat zu errichten der auf einer besonderen Auslegung des Korans beruht. Leider schaffen es die 90% Venünftigen nicht, diesen Typen die Grundlagen und die religiöse Berechtigung zu entziehen. Der Koran ist ein Baukasten, wo sich jeder das rauspickt, was seiner Ideologie am nächsten kommt. Das war im Christentum übrigens nicht anders.

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