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Gouverneur von Rio de Janeiro wegen Korruption festgenommen



epa07196970 Police officers escort Rio de Janeiro Governor, Luiz Fernando Pezao (2-R), following his arrest in Rio Janeiro, Brazil, 29 November 2018. Pezao has been arrested within the so-called 'Car Wash' corruption investigation. Pezao is accused for his alleged involvement in a corruption network created by his predecessor and political ally Sergio Cabral, who is already serving a 100-year prison sentence. Pezao allegedly was receiving for a long period 150,000 reales ( 40,540 US dollars) each month from companies with irregular contract awards by the Government.  EPA/MARCELO SAYAO

Luiz Fernando Pezao Bild: EPA/EFE

Der Gouverneur des brasilianischen Bundesstaats Rio de Janeiro ist am Donnerstag unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den Politiker Luiz Fernando Pezao, Bestechungsgelder entgegengenommen zu haben.

Sie sollen von Unternehmen gezahlt worden sein, die Geschäftsverbindungen zu dem Bundesstaat unterhielten. Die Vorwürfe beziehen sich auf Pezaos Amtszeit als Stellvertreter des damaligen Gouverneurs Sergio Cabral zwischen 2007 und 2014.

Cabral wurde inzwischen wegen des Korruptionsskandals zu insgesamt 180 Jahren Haft verurteilt. Die Justiz stützte ihre Vorwürfe gegen Pezao auf die Aussagen eins früheren Mitarbeiters von Cabral, der mit der Justiz zusammenarbeitet.

Live-Aufnahmen des Fernsehsenders Globo News zeigten am Donnerstag, die die Polizei in die Residenz des Gouverneurs eindrang, wo sie ihn beim Frühstück antraf. Pezao steht dort nun unter Hausarrest. Die Polizei durchsuchte ebenfalls den Guanabara-Palast, den Sitz der Regierung in Rio de Janeiro.

Nach Aussagen des früheren Cabral-Mitarbeiters gegenüber der Polizei hatte Pezao in seiner Amtszeit als Vize-Gouverneur monatliche Bestechungsgelder in Höhe von 150'000 Real (rund 39'000 Franken) erhalten. Zum Jahresende strich er Boni von bis zu einer Million Real ein.

Der als «Car Wash» bekannte Korruptionsskandal erschütterte im vergangenen Jahr bereits den ganzen südamerikanischen Kontinent und reicht bis in die Staatsspitzen mehrerer Länder. Rio de Janeiro steht kurz vor dem Bankrott. (aeg/sda/afp)

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