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CSU und Freie Wähler einigen sich auf Koalition in Bayern

epa07099447 Bavaria's state Prime Minister and Christian Social Union (CSU) leader Markus Soeder (R) and Free Voters of Bavaria (Freie Waehler Bayern) leader Hubert Aiwanger, during a statement after exploratory talks at the Bavarian state parliament in Munich, Germany, 17 October 2018. On 14 October a new state parliament was elected in Bavaria State. CSU holds now first exploratory talks with the Free Voters and Alliance 90/The Green party.  EPA/RONALD WITTEK

Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Markus Söder (CSU) einigen sich auf ein Regierungsbündnis in Bayern. Bild: EPA/EPA



Die politische Farbenlehre in Deutschland ist um eine Variante reicher: Keine drei Wochen nach der bayerischen Landtagswahl haben sich CSU und Freie Wähler auf die erste schwarz-orange Koalition verständigt. Nur die Parteigremien müssen noch zustimmen.

«Wir sind durch», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitagabend im Landtag. Auch der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagte: «Durchbruch erreicht.» Zu den inhaltlichen Verhandlungsergebnissen, der Ressortaufteilung oder weiteren Details sagten beide noch nichts.

Zuvor sollen am Sonntagnachmittag die jeweiligen Parteigremien darüber beraten und die Koalition billigen. Erst dann soll die Öffentlichkeit detailliert informiert werden. Am Montagvormittag soll der Koalitionsvertrag unterzeichnet werden, am Dienstag soll Söder im Landtag wieder zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt werden.

Letzte grosse Verhandlungsrunde

Am Freitagvormittag hatte zum letzten Mal die grosse Verhandlungsrunde der beiden Parteien getagt. Abends gab es dann noch einmal Gespräche in kleinem Kreis, an deren Ende der Durchbruch verkündet wurde.

Aiwanger hatte sich schon am Freitagmorgen äusserst optimistisch gezeigt. «Es ist noch nicht in Stein gemeisselt, ein paar neuralgische Punkte gibt es noch. Aber ich glaube, wir werden heute durchmüssen durchs Nadelöhr», sagte er da.Weitere Details wollte er vor den letzten Gesprächen nicht nennen, liess aber durchblicken, dass es auch bei der Aufteilung der Ministerien keine unüberbrückbaren Hürden mehr gibt. «Auch das wird am Ende so über die Bühne gehen, dass es passt.»

Konstituierende Sitzung am Montag

Am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr tagen nun zeitgleich der CSU-Vorstand und die CSU-Landtagsfraktion auf der einen Seite sowie der Freie-Wähler-Vorstand und deren Landtagsfraktion auf der anderen Seite. Am Abend soll es dann getrennte Pressekonferenzen der beiden Parteien geben.

Einen gemeinsamen Auftritt von Söder und Aiwanger gibt es nach dieser Zeitplanung erst bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags am Montag um 9.00 Uhr im Landtag – wenige Stunden vor der konstituierenden Sitzung des Parlaments um 15.00 Uhr.

Die CSU war bei der Landtagswahl am 14. Oktober auf 37,2 Prozent abgestürzt und ist deshalb künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen. Nach Sondierungsgesprächen mit Freien Wählern und Grünen hatten die Christsozialen Aiwanger & Co. den Vorzug gegeben. CSU und Freie Wähler stehen sich politisch sehr nahe, allzu schwierige Streitpunkte hatte es von Anfang an nicht gegeben. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Randy Orton 03.11.2018 02:01
    Highlight Highlight Faktisch ein Rechtsrutsch in Bayern, obwohl das Volk anders gewählt hat.
  • Pafeld 02.11.2018 21:32
    Highlight Highlight Die freien Wähler werden sich nun auch irgendwie verarscht vorkommen, wenn ihre Flucht zur vermeintlichen Alternative nun die Mehrheitsbeschaffung für den Status quo der CSU darstellt. Die AfD dürfte sich freuen in vier Jahren.

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