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epa05923151 Alexander Gauland, vice chairman of the 'Alternative for Germany' (AfD) party, delivers a speech during the 'Alternative for Germany' (AfD) party conference in Cologne, Germany, 23 April 2017. The anti-immigration party, which hopes to win its first seats in the national parliament in a general election in September, gathered in Cologne on 22 and 23 April 2017. Media reports state that right-wing nationalist Gauland and liberal delegate Alice Weidel (not pictured) on 23 April were elected joint top candidates for the German elections in September.  EPA/SASCHA STEINBACH

Spitzenkandidat: Der stellvertretende AfD-Parteichef Gauland.  Bild: SASCHA STEINBACH/EPA/KEYSTONE

AfD zieht mit Gauland und Weidel in den Wahlkampf



Die AfD zieht mit dem stellvertretenden Parteichef Alexander Gauland und Vorstandsmitglied Alice Weidel als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf. Für das Duo stimmten am Sonntag beim Parteitag in Köln knapp 68 Prozent der Delegierten. 

Parteichefin Frauke Petry hatte nach ihrer Niederlage bei der Debatte um die Ausrichtung der Partei am Samstag bekräftigt, sie stehe nicht für eine Spitzenkandidatur zur Verfügung. 

Gauland, Ehrenvorsitzender der AfD in Brandenburg auf Lebenszeit, zählt zu den Unterstützern des Thüringer Parteichefs und Rechtsauslegers Björn Höcke. Petry hatte nach dessen umstrittener Rede im Januar ein Parteiausschlussverfahren in Gang gesetzt, das Gauland ablehnt. 

epaselect epa05754434 Joerg Hoecke, Chairman of right-wing party Alternative for Germany (AfD) in the state parliament of Thuringia, speaks to the media on his way to the former concentration camp Buchenwald to participate the commemorative event, in Buchenwald, near Weimar, Germany, 27 January 2017. Members of the Buchenwald Memorial organization before had withdrawn their invitation for Hoecke to take part in the ceremony. The International Holocaust Remembrance Day marks the 72nd anniversary of the liberation of Nazi concentration and extermination camp Auschwitz. The memorial commemorates the genocide that resulted in the death of an estimated six million Jewish people by the Nazi regime and its collaborators.  EPA/CARSTEN KOALL

Völkische Töne: AfD-Rechtsaussen Höcke. Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Höcke hatte sich abfällig über das Holocaust-Mahnmal in Berlin geäussert. Zudem werfen Kritiker ihm vor, keinen klaren Trennungsstrich zur rechtsextremen NPD zu ziehen. Gauland weist Vorwürfe zurück, in der AfD gebe es rassistische und fremdenfeindliche Tendenzen. Er gilt als einer der einflussreichsten Politiker in der Partei. 

Öffentliche Islam-Kritik verschärft

Weidel wurde lange Zeit dem Petry-Lager zugerechnet und versuchte sich als Finanz- und Wirtschaftsexpertin zu etablieren. In der Frage des Umgangs mit der Euro-Krise geriet sie jedoch mit Parteichef Jörg Meuthen aneinander. 

epa05923158 Alice Weidel of Germany's right-wing populist 'Alternative for Germany' (AfD) party delivers a speech during the AfD party conference in Cologne, Germany, 23 April 2017. The anti-immigration party, which hopes to win its first seats in the national parliament in a general election in September, gathered in Cologne on 22 and 23 April 2017. Media reports state that liberal-wing delegate Alice Weidel and right-wing nationalist AfD vice-chairman Alexander Gauland (not pictured)  on 23 April were elected joint top candidates for the German elections in September.  EPA/SASCHA STEINBACH

Spitzenkandidatin: AfD-Vorstandsmitglied Weidel. Bild: SASCHA STEINBACH/EPA/KEYSTONE

Weidel verschärfte zuletzt ihre öffentliche Islam-Kritik. So wirft sie etwa dem Zentralrat der Muslime vor, sich «nie glaubhaft von der Steinzeit-Scharia und religiösem Fundamentalismus distanziert» zu haben.

Weidel hatte erst vergangenen März eine schwere Niederlage erlitten, als sie bei der Wahl zur Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg durchfiel, nachdem Meuthen sich gegen sie ausgesprochen hatte. 

Programm verabschiedet

Am Mittag hatte die AfD ihr Wahlprogramm beschlossen, mit dem sie in fünf Monaten erstmals in den Bundestag einziehen will. Die Delegierten verabschiedeten mit grosser Mehrheit das Programm, mit dem sich die Partei im Wahlkampf als politische Kraft rechts von der CDU/CSU positioniert. 

Die AfD setzt auf rigorose Massnahmen in der Flüchtlingspolitik, sie will unter anderem eine jährliche Mindest-Abschiebequote und ist gegen jeglichen Familiennachzug. Kriminelle Migranten sollen ausgebürgert werden. Bekräftigt wird der Anti-Islam-Kurs der Partei mit der Aussage, der Islam «gehört nicht zu Deutschland». (sda/reu)

epa05922624 Frauke Petry, head of Germany's right-wing populist Alternative for Germany (AfD) party, attends the 'Alternative for Germany' (AfD) party conference in Cologne, Germany, 23 April 2017. The anti-immigration party, which hopes to win its first seats in the national parliament in a general election in September, will gather in Cologne on 22 and 23 April 2017.  EPA/SASCHA STEINBACH

Niederlage am Parteitag: AfD-Parteivorsitzende Petry. Bild: SASCHA STEINBACH/EPA/KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrsmarple1965 23.04.2017 19:16
    Highlight Highlight Ich hab gerade die beiden neuen Spitzenkanditaten der Afd im TV gesehen, naja, ich hoffe mal für die Deutschen das sie beim Wählen Hirn mitbenutzen.
  • pamayer 23.04.2017 17:58
    Highlight Highlight Gauleiter?!
  • annaninja 23.04.2017 16:40
    Highlight Highlight na der Name passt... "grösst anzunehmender Unfall"...setze gerne noch ein Super davor, dann passt's perfekt "Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses".
    • pamayer 23.04.2017 20:15
      Highlight Highlight Das auch.
      Aber unter den Nazis wurden die eroberten Gebiete in Gaus eingeteilt. Und der Verantwortliche eines Gaus hiess eben GAULEITER.

      Da bleibt kein Auge trocken. Zumindest das rechte nicht... 🙋
  • lilas 23.04.2017 15:31
    Highlight Highlight Was für ein Name..
    • lilas 23.04.2017 19:51
      Highlight Highlight @ maria bitterli: gau, icht grau
    • Fabio74 23.04.2017 19:57
      Highlight Highlight Passt doch

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