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epa07344265 (FILE) - An Airbus A 319 from Germania airlines lands at the airport in Kassel-Calden, Germany, 04 April 2013 (reissued 05 February 2019). According to media reports on 05 February 2019, Germania Airlines filed for bankruptcy and has ceased all operations. The Berlin-based airline recently revealed that it received assurances of over 15 million euro in financial assistance, due to a liquidity shortage caused by increases in fuel prices and a decrease in value of the euro against the US dollar. The financial assistance commitments apparently did not materialize, likely causing the insolvency.  EPA/UWE ZUCCHI  GERMANY OUT

Bild: EPA/DPA

Germania: Deutscher Ferienflieger gibt auf – wie geht es in der Schweiz weiter? 



Der Ferienflieger Germania hat Insolvenz beantragt und stellte in der Nacht zum Dienstag den Flugbetrieb ein. Die Mitarbeiter seien über die Massnahmen informiert worden, teilte die Fluggesellschaft zudem in der Nacht mit.

IMAGE DISTRIBUTED FOR PRATT & WHITNEY - Berlin based airline, Germania, select Pratt & Whitney's PurePower Geared Turbofan engines for up to 40 A320neo aircraft, signed by Rick Deurloo (left) Senior Vice President, Commercial Engines Sales, Marketing and Customer Service, Pratt & Whitney and Karsten Balke, Chief Executive Officer, Germania (right) at Farnborough Airshow, UK on Tuesday 12th July 2016. (Fiona Hanson/AP Images for Pratt & Whitney)

Karsten Balke (rechts) Bild: AP Images for Pratt & Whitney/AP Images

«Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen», sagte Firmenchef Karsten Balke. Als Konsequenz daraus bleibe nur der Antrag auf Insolvenz.

Dieser sei am Montag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingereicht worden. «Der Flugbetrieb wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2019 eingestellt», hiess es weiter.

Der Insolvenzantrag betrifft den Angaben zufolge die Germania Fluggesellschaft mbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH. Nicht betroffen seien die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle.

Und in der Schweiz?

An der Schweizer Germania Flug AG war der deutsche Teil mit 40 Prozent beteiligt. Wie lange sie den Betrieb eigenständig durchhält, ist unklar. Noch letzte Woche gab sich der Chief Commercial Officer der Schweizer Firma gegenüber Travelnews.ch überzeugt: «Wir beziehen Dienstleistungen in Deutschland aus Kostengründen, aber wir sind fähig, diese Dienstleistungen von der Technik bis zur Buchhaltung auch in der Schweiz abzubilden.»

Die Aktien seien zu 60 Prozent in Schweizer Hand, so Urs A. Pelizzoni weiter. Man sei ein eigenständiger Flugbetrieb mit einem eigenständigen Bewilligung für den kommerziellen Flugbetrieb. «Bei uns läuft alles planmässig weiter.» Die Schweizer Germania Flug AG betreibt vier Airbus-Maschinen. 

Hoffnung verflogen

Anfang Januar waren finanzielle Engpässe bei Germania bekanntgeworden. Das Unternehmen hatte erklärt, mehrere Optionen einer Finanzierung zu prüfen, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. Am 19. Januar teilte die Fluggesellschaft mit, man habe eine wichtige Zusage für mehr als die angestrebten 15 Millionen Euro erhalten. «Die entsprechenden Mittel sollen uns in der nächsten Woche zufliessen», sagte Balke damals. Damit sei die mittel- und langfristige Perspektive der Germania als unabhängige mittelständische Fluggesellschaft gesichert, hiess es.

Rote Zahlen

Ende vorige Woche betätigte Germania dann allerdings Medienberichte, wonach sich die Auszahlung von Löhnen und Gehälter in Deutschland verzögere. Die Schweizer Germania hatte dagegen erklärt, die Löhne in der Schweiz vom Januar seien ordnungsgemäss ausgezahlt worden.

Bei den Fluggästen entschuldigte sich der Firmenchef. Diejenigen, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht hätten, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden. Passagiere, die direkt bei Germania gebucht hätten, hätten aufgrund der gültigen Gesetzeslage jedoch keinen Anspruch auf Ersatzbeförderung.

Die 1986 gegründete Airline hatte zuletzt insgesamt 37 Flugzeuge im Einsatz. Damit flog sie nach eigenen Angaben zuletzt mehr als vier Millionen Passagiere jährlich. Von 18 Abflughäfen aus, bot Germania Verbindungen zu mehr als 60 Zielen innerhalb Europas, nach Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten an. Im vergangenen Jahr schrieb die Firma mit dem grün-weissem Logo ihrem Chef Balke zufolge rote Zahlen. (sda/reu/afp/mlu)

Pilot zeigt seine ganzen Flug-Skills:

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Video: watson/nfr

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • infomann 05.02.2019 10:17
    Highlight Highlight Jetzt kommt sicher wieder die Leier, Geiz ist geil.
    Ich möchte in diesem Zusammenhang einfach darauf hinweisen.
    Easyjet gibt es seit Jahrzehnten, ist sehr günstig, sehr sicher und fliegt mit Gewinn.
    • 7immi 05.02.2019 10:42
      Highlight Highlight UND die Löhne sind gut. Easyjet und Germania bezahlen besser sls zb die Swiss. Einzig Ryanair ist mir ein Dorn im Auge, da man mit Dumpinglöhnen und miesen Arbeitsbedingungen spart...
  • anundpfirsich 05.02.2019 08:18
    Highlight Highlight Wen wundert‘s? Die Flüge wurden immer so billig angepriesen, das konnte nicht lange gut gehen.
    • infomann 05.02.2019 13:13
      Highlight Highlight Stimmt nicht..
  • Goon 05.02.2019 06:33
    Highlight Highlight Schade. Bin die letzten zwei Jahre mit Germania geflogen. Sehr guter Service und Freundlichkeit.

    Auch dieses Sommer wäre es mit ihnen in die Ferien gegangen. Mal schauen was der Reiseanbieter als Alternative bringt.
    • hoi123 05.02.2019 10:38
      Highlight Highlight Geht uns gleich zum glück via Reisebüro gebucht
    • Goon 05.02.2019 10:45
      Highlight Highlight Auch ab Friedrichshafen?

      Denke man wird uns jetzt nach ZRH umbuchen.
    • hoi123 05.02.2019 11:18
      Highlight Highlight Nö ZRH nach Ägypten
      Rückflug ist mit Edelweiss..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wurstbrot 05.02.2019 05:44
    Highlight Highlight Sehr gut. Das Klima dankt es. Ein Luftverpester weniger. Nur eine gegroundete Fluggesellschaft ist eine gute Fluggesellschaft. Ich weiss, dass das zynisch tönt aber ist halt so.
    • ghawdex 05.02.2019 10:56
      Highlight Highlight Als Alternative kann man ja auch mit dem Auto in die Ferien...
    • Randalf 05.02.2019 11:42
      Highlight Highlight @Wurstbrot

      Kaum 3Tage ist es her, da wurde vehement über die Kimaerwärmung kommentiert und jetzt wirst Du für Deinen Kommentar geblitzt🤪
      Versteh einer (oder eine) dieses Völklein.

      Von mir bekommst Du ein Herz, poor you.
  • Coffeetime 05.02.2019 05:23
    Highlight Highlight Eigentlich müsste ich mich freuen: eine Billigairline weniger 🤔 . Aber doch nein: wie sollen nun die Gestrandeten heim? 🤔

    Viel Erfolg und Glück für die Zukunft auch dem Personal.

    Fakt ist - Fliegen ist halt teurer als manch einer bereit ist, zu zahlen.
    • Pet R. Pan 05.02.2019 06:33
      Highlight Highlight Die Preise werden aber vom Management gestalten, nicht vom Kunden. Es ist ein bisschen zu einfach nur den Kunden zu kritisieren.
    • ghawdex 05.02.2019 08:14
      Highlight Highlight Ist das mittlerweilen ein allgemeines Bashing Wort das jede Airline per se, besonders im zusammenhang mit Konkursen/Betriebseinstellungen, als Billigairline bezeichnet wird?
    • Pafeld 05.02.2019 08:43
      Highlight Highlight Auch wenn man sich bequemerweise auf die Billigairlines als ultimative Klimasündeböcke eingeschossen hat: Gerade Billigairlines weisen oftmals die tiefsten CO2-Werte pro Passagier vor, weil man möglichst viele Passagiere in modernste Flugzeuge stopft. Die wirklichen Problemfälle sind diese Leute, die pro Jahr 20'000 km und mehr in First und Buissness zurücklegen, weil deren Beförderung eben unglaublich ineffizient ist. Ein Firstclasspassagier auf einer Ultralangstrecke produziert annähernd soviel CO2, wie ein kompletter Kurzstreckenflug einer typischen Billigairline.

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