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Merkel und Schulz waren lau – doch bei den kleinen Parteien ging die Post ab



Einen harten Schlagabtausch in der Flüchtlingspolitik hat es am Montagabend im TV-«Fünfkampf» der kleineren deutschen Parteien gegeben - im Gegensatz zum eher lauen so genannten Duell der Kanzlerkandidaten Merkel und Schulz tags zuvor.

Gegen Abschiebungen von seit Jahren gut integrierten Menschen in Deutschland wandte sich Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht in der ARD-Sendung. Der FDP-Chef widersprach.

«Wer kein Aufenthaltsrecht hat, der muss so schnell wie möglich zurück», forderte FDP-Chef Christian Lindner. Um dies durchzusetzen, solle es etwa mit Ländern wie Marokko «robuste Verhandlungen geben».

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel forderte, von vornherein keine Menschen ohne gültige Ausweispapiere ins Land zu lassen. Zudem solle es für Menschen, die nur den eingeschränkten Status des subsidiären Schutzes erhalten, eine «Obergrenze in der Grössenordnung von 10'000 geben». Ausreisepflichtige müssten abgeschoben werden, sagte die Vertreterin der Alternative für Deutschland.

epa06168282 The co-top candidate for the general elections of the German right-wing populist party Alternative for Germany (AfD), Alice Weidel, during a press conference in Berlin, Germany, 28 August 2017. Weidel replied to questions of journalists from German and foreign media on the electoral program and her biography.  EPA/CLEMENS BILAN

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel fordert eine knallharte Flüchtlingspolitik. Bild: EPA/EPA

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) machte in der ARD-Debatte deutlich, dass seine Partei es nicht für sinnvoll hält, Flüchtlingen mit subsidiärem Schutz wieder den derzeit vorübergehend ausgesetzten Familiennachzug zu gestatten.

Dagegen verwies Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir auf die Position auch der Kirchen, dass «Familiennachzug auch die Integration leichter macht».

Zudem «schieben wir die falschen Leute ab», kritisierte Özdemir. So sei in Bayern «ein Afghane mit optimalen Integrationsprognosen aus seiner Berufsschule herausgerissen» worden, während beispielsweise der Berliner Weihnachtsmarktattentäter Anis Amri im Land blieb. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ich mein ja nur 05.09.2017 15:29
    Highlight Highlight Und wieder liegt der Fokus (der Berichterstattung) auf dem Thema Migration. Wurde sonst nichts diskutiert? War alles andere weniger wichtig oder generiert es einfach weniger Klicks?
  • Kreasty 05.09.2017 12:04
    Highlight Highlight "Dagegen verwies Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir auf die Position auch der Kirchen, dass «Familiennachzug auch die Integration leichter macht»."

    Dies mag vereinzelt der Fall sein, aber hier werden sicherlich eher die Kinder der Familien gezählt. Ansich gibt es ja "keinen" Grund dann noch Deutsch zu lernen wenn die gleichsprachige Familie da ist.

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