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US-Justiz klagt Russen wegen Hackerattacken auf Yahoo an



Wegen massiver Hacker-Angriffe auf den Internetkonzern Yahoo hat das US-Justizministerium Anklage gegen zwei Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB erhoben.

Wie das Ministerium am Mittwoch in Washington mitteilte, zielten die Angriffe unter anderem auf die Yahoo-Konten von Regierungsmitarbeitern der USA und Russlands sowie russischer Journalisten ab. Bei den Attacken handelte es sich um einen der bislang schwerwiegendsten Fälle von Cyberkriminalität.

Yahoo hatte im September mitgeteilt, dass im Jahr 2014 Daten von rund 500 Millionen Nutzern entwendet worden seien. Das Unternehmen sprach damals von einem möglicherweise «staatlich organisierten» Cyberangriff.

«Kriminelle Hacker»

Insgesamt klagte das Justizministerium nun vier Verdächtige an. Neben den beiden FSB-Agenten handelt es sich den Angaben zufolge um zwei «kriminelle Hacker». Einer von ihnen ist ebenfalls Russe, der andere hat die doppelte kasachisch-kanadische Staatsbürgerschaft.

In der Anklage wird den beiden Geheimdienstmitarbeitern zur Last gelegt, Hacker angeleitet und bezahlt zu haben, um Yahoo anzugreifen, wie die Bundesanwältin Mary McCord mitteilte. Die als Ziele ausgewählten Regierungsmitglieder seien unter anderem Diplomaten und Militärs sowie Mitarbeiter im Bereich der Cybersicherheit gewesen. Ferner hätten es die Attacken auf Beschäftigte von Finanzdienstleistern und anderen Privatunternehmen abgesehen gehabt.

Der mutmassliche Hacker mit kasachisch-kanadischer Staatsbürgerschaft wurde am Dienstag in Kanada festgenommen. Über den Aufenthaltsort der drei anderen Angeklagten herrschte Unklarheit. Einer der beiden FSB-Männer soll in Russland im Gefängnis sitzen. Sein Anwalt hatte Anfang Februar mitgeteilt, sein Mandant sei wegen «Landesverrats» festgenommen worden, die Anschuldigungen bezögen sich auf angebliche Kollaboration mit der US-Regierung.

Zwischen den Regierungen in Washington und Moskau gibt es kein Auslieferungsabkommen. McCord sagte, sie hoffe trotzdem auf die Kooperation der russischen Behörden.

In Moskau sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow, der Kreml habe keine Kenntnis zu den angeblichen Yahoo-Hackern. «Das ist eine Frage an unsere Sicherheitsbehörden. Wir verfügen über keinerlei Informationen», sagte er der Agentur Tass zufolge.

Kein Bezug zu Wahlkampf-Hacking

Die Anklage-Erhebung durch das US-Justizministerium hat keinen Bezug zu den Hacker-Angriffen während des US-Wahlkampfs, erregte aber vor diesem Hintergrund besonders grosse öffentliche Aufmerksamkeit.

Die US-Geheimdienste beschuldigen Russland, hinter den Cyberattacken auf die Parteizentrale der Demokraten sowie das Wahlkampfteam von Hillary Clinton zu stecken, die unangenehme Enthüllungen für die Präsidentschaftskandidatin zur Folge hatten und somit potenziell den heutigen Präsidenten Donald Trump begünstigten. Mehrere Ausschüsse des Kongresses befassen sich mit diesen Hacker-Attacken und den Kontakten des Trump-Teams zu Russland. (sda/afp/dpa/reu)

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