International
Terrorismus

Vor Moschee-Attacke: Muslim-Hasser flog betrunken aus Pub

1 / 15
Auto rast in London in Menschenmenge
In der Nacht auf Montag raste ein Kleintransporter nahe einer Moschee im Londoner Stadtteil Finsbury Park in mehrere Fussgänger. Auch am Morgen danach ist das Gebiet weiträumig abgesperrt und die Spurensicherer sind vor Ort.
quelle: epa/epa / facundo arrizabalaga
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Vor Moschee-Attacke: Muslim-Hasser wurde betrunken aus Pub geworfen

Die Londoner Polizei hat den Namen des Mannes veröffentlicht, der vor einer Moschee in eine Gruppe Gläubiger gerast ist. Der vierfache Vater ist schon mehrfach negativ aufgefallen. 
20.06.2017, 01:4620.06.2017, 06:14

Der 47-jährige Darren Osborne hegte offensichtlich einen tiefen Hass gegen Muslime. «Ich werde alle töten – nun habe ich meinen Teil erledigt», schrie der Terror-Verdächtige nach seiner Van-Attacke auf Gläubige vor einer Moschee in London. Dann lachte er und verteilte laut Augenzeugen Kusshände.

Am Abend vor seiner Tat war er laut «Daily Mail» bereits negativ aufgefallen. «Sie haben ihn aus seinem Stammpub geworfen, weil er betrunken war und gegen Muslime hetzte», erzählt ein Gast des Pubs. Osborne sei laut und agressiv gewesen und habe verkündet, er werde nun «Schaden anrichten». Nachbarn beschreiben ihn als «schrägen Typen.» Sie hätten nicht gewusst, ob er überhaupt arbeite. 

Der vierfache Familienvater ist in Singapur geboren und hat zuletzt in Cardiff gelebt. Vor einem halben Jahr sei seine Ehe in die Brüche gegangen, schreiben englische Medien weiter. 

Seine Mutter beschreibt Osborne als «komplexe Person». Die Sache sei ein «furchtbarer Schock» für alle. 

Die Polizei durchsuchte das Haus von Osborne am Montag. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass der mutmassliche Täter alleine gehandelt hat. Der Mann wurde «wegen Terrorismus» inhaftiert, wie die Polizei mitteilte. In einer Erklärung von Scotland Yard hiess es, er sei «zusätzlich wegen Auftrags, Vorbereitung oder Anstiftung zum Terrorismus einschliesslich Mordes und versuchten Mordes» festgenommen worden. (amü)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Falschparkern geht es an den Kragen: Dieses Auto scannt 1000 Nummernschilder pro Stunde
Besonders in Städten werden Autos der Bequemlichkeit halber gerne an Orten kurz abgestellt, wo dies eigentlich verboten ist: zum Beispiel auf einem Velostreifen, auf einer Busspur oder die Markierung des Parkfeldes wird überschritten. Genau diese Verstösse soll das Scan-Car in Zukunft ahnden – und getestet wird es bald auch in der Schweiz.
Zur Story