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«Der Westen wir fallen» – Orban hetzt weiter gegen Einwanderer

epa06539937 Hungarian Prime Minister Viktor Orban delivers his annual 'State of Hungary' speech in Budapest, Hungary, in Budapest, Hungary, 18 February 2018. The inscription reads: 'For ...
Viktor Orban hetzt weiter gegne Flüchtlinge. Bild: EPA/MTI

«Der Westen wird fallen» – Orban hetzt weiter gegen Einwanderer

19.02.2018, 01:3219.02.2018, 03:46

Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat in seiner scharfen Rhetorik gegen Einwanderer nachgelegt: In einer Rede zur Lage der Nation entwarf er am Sonntag finstere Szenarien. «Dunkle Wolken liegen wegen der Einwanderung über Europa», sagte Orban.

«Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde», sagte der nationalkonservative Regierungschef vor Anhängern in Budapest.

«Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde»
Viktor Orban

Der Ministerpräsident warnte auch davor, dass europäische Grossstädte schon bald eine überwiegend muslimische Bevölkerung haben könnten. Der Opposition warf er vor, «die Zeichen der Zeit» nicht zu erkennen. Sie sei «in einer hoffnungslosen Position», weil sie den ungarischen Grenzzaun abgelehnt und die Regierung im Streit mit der EU um die Aufnahme von Flüchtlingen nicht unterstützt habe. «Ich verstehe nicht, wie sie die Menschen um Vertrauen bitten kann», sagte der Regierungschef. Das Publikum schwenkte ungarische Flaggen. Auf dem Podium stand die Parole «Fürs uns, Ungarn zuerst».

Orban ist bekannt für seine harte Haltung gegen Einwanderer. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise liess er einen Grenzzaun errichten und stoppte damit die über die Balkanroute kommenden Flüchtlinge. Mit der EU streitet Orban über die von der Mehrheit der Mitgliedstaaten unterstützte Umverteilung von Flüchtlingen.

Orbans dritter Streich?

Der 54-jährige Chef der nationalkonservative Fidesz-Partei bewirbt sich bei der Parlamentswahl im April für eine dritte Amtszeit. In Umfragen kommt Fidesz derzeit auf um die 50 Prozent, während die stärkste Oppositionspartei Jobbik lediglich bei weniger als 20 Prozent der bereits entschlossenen Wähler liegt. Vor vier Jahren hatte die Fidesz allerdings bei der Parlamentswahl noch eine Dreiviertelmehrheit geholt. (sda/afp)

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