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EU-Treffen: Serbiens Präsident verweigert Dialog mit kosovarischem Amtskollegen



Trotz der Weigerung des serbischen Präsidenten Aleksander Vucic, seinen kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci zu treffen, hat die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini eine Fortsetzung des von der EU geführten Dialogs angekündigt. Sie werde die nächste Sitzung in Brüssel noch vor der UNO-Generalversammlung im September einberufen, erklärte sie am Freitag.

Mogherini war zuvor einzeln mit Vucic und Thaci in Brüssel zusammengetroffen. Vucic werde nicht mit Thaci sprechen, teilte der Chef des serbischen Regierungsbüros für den Kosovo, Marko Djuric, während der Sitzung Reportern in Brüssel laut der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug mit.

Der serbische Präsident habe die Entscheidung getroffen infolge «all der Täuschungen, Drohungen und Lügen durch die Kosovo-Albaner», sagte Djuric.

Mogherini erklärte: «Ich habe mehrere Gesprächsrunden mit beiden im bilateralen Format zu allen auf dem Tisch liegenden Fragen durchgeführt. Schwierigkeiten bleiben bestehen.»

Sie vertraue jedoch voll und ganz auf die «Bereitschaft beider Präsidenten, den Prozess fortzusetzen und in den kommenden Monaten eine rechtlich bindende Vereinbarung zu einer umfassenden Normalisierung ihrer Beziehungen im Einklang mit internationalem Recht zu erzielen.»

Gebietstausch oder Grenzänderungen

Überlegungen von Thaci und Vucic über mögliche Grenzänderungen oder einen Gebietstausch hatten zuletzt für Aufregung gesorgt. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn begrüsste im Vorfeld des Treffens diese Überlegungen.

Serbien anerkennt die 2008 ausgerufene Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz Kosovo bis heute nicht. Die EU fordert von beiden Seiten eine Lösung ihres Konflikts als Bedingung für einen EU-Beitritt. Seit 2014 verhandelt Serbien mit der EU über einen Beitritt zur Europäischen Union.

Der Kosovo hat grundsätzlich eine europäische Perspektive, wird aber wegen des ungelösten Konflikts mit Serbien bisher von fünf EU-Staaten – Griechenland, Zypern, Spanien, Rumänien und Slowakei – nicht anerkannt. (sda/apa)

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