International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
European Parliament President Antonio Tajani speaks during a news conference at the foreign press association in Rome, Monday Feb. 4, 2019. A key group of European Union countries has endorsed Venezuelan opposition leader Juan Guaido as the country's interim president, piling the pressure on embattled President Nicolas Maduro to resign and let the country hold a new presidential election. (AP Photo/Gregorio Borgia)

Antonio Tajani Bild: AP/AP

«Er hat auch Gutes getan»: EU-Parlamentspräsident empört mit Aussage über Mussolini



EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat mit einer Bemerkung über den faschistischen italienischen Diktator Benito Mussolini vielerorts Empörung ausgelöst. Tajani weist die Anschuldigungen aber zurück.

Mussolini habe vor der Einführung der Rassengesetze und vor der Kriegserklärung «an die ganze Welt» auch «einige positive Dinge getan», sagte Tajani in einem Interview mit Radio24.

UNSPECIFIED - CIRCA 1883:  Benito Mussolini (1883-1945), Italian statesman.  (Photo by Roger Viollet/Getty Images)

Undatierte Aufnahme von Benito Mussolini. Bild: Roger Viollet

Mussolini war von 1922 bis 1943 an der Macht. Italien trat 1940 an der Seite der Nationalsozialisten von Adolf Hitler in den Zweiten Weltkrieg ein.

«Ich bin kein Faschist. Ich war nie ein Faschist. Aber wenn wir ehrlich sein wollen, hat er Strassen, Brücken, Gebäude, Sportanlagen gebaut», sagte der Italiener Tajani, der zur konservativen Partei Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört. «Wenn man ein historisches Urteil fällt, muss man objektiv sein.»

epa07219239 Udo Bullmann speaks at the delegates' conference of the Social Democratic Party (SPD) at the Willy Brandt House in Berlin, Germany, 09 December 2018. Bullmann is to become the SPD's second candidate for the European elections.  EPA/HAYOUNG JEON

Udo Bullmann Bild: EPA/EPA

Der Chef der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo Bullmann, verlangte von Tajani «umgehend eine Erklärung». «Unglaubliche Zitate von Tajani über Mussolini: Wie kann der Präsident des Europäischen Parlaments den Charakter des Faschismus so verleugnen?», schrieb er am Mittwoch auf Twitter.

Politiker relativiert

Später twitterte Tajani, seine Aussagen seien manipuliert worden. «Ich bin entsetzt über die Manipulation meiner Äusserungen zum Faschismus. Ich bin immer ein überzeugter Antifaschist gewesen, ich erlaube niemandem, etwas anderes zu behaupten. Die faschistische Diktatur, Rassengesetze und Opfer sind das dunkelste Kapitel in der IT/EU Geschichte.»

Kritiker werfen Italien seit langem mangelnde Aufarbeitung des Faschismus' vor. Im ganzen Land kann man zum Beispiel noch Mussolini-Memorabilia kaufen. Und Berlusconi sagte 2013 am Holocaust-Gedenktag, dass Mussolini viele Dinge gut gemacht habe. (sda/dpa)

Der gruselige Faschismus-Kult in Italien:

Das könnte dich auch interessieren:

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Der berühmteste Wachmann der Welt entschuldigt sich:

abspielen

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cielodinotte 14.03.2019 13:30
    Highlight Highlight Die Musik die unter der Führung vom Oliver Shanti (Ulrich Schulz) entstand, darf nicht gut sein. Jeder der heute sagt, seine Musik soll gut sein, ist gleichzeitig auch ein Befürworter von Kindesmissbrauch. Alles was Mussolini gebaut hat, gehört sich also zerstört so auch die CDs, die ihr Zuhause habt vom Musikproduzenten. Dabei ist es egal inwieweit jemand involviert war, es entstand unter dessen Führung. Ich bitte euch sehr, ja nicht zu schreiben, dass Kindermissbrauch nicht zu vergleichen ist. Ein Vergleich wäre schon schlimm.
  • inmi 14.03.2019 08:11
    Highlight Highlight Sagt ja wohl einiges über die EU, wenn solche Leute dort Karriere machen können.
  • pun 14.03.2019 08:04
    Highlight Highlight Der Faschismus hat sich schon damals an der Dummheit und Naivität der Konservativen aufgerichtet. Jetzt ist die Zeit, dass sich die Antifaschist*innen der historischen Situation bewusst werden, solche Äusserungen sind an Torheit kaum zu überbieten.
  • FrancoL 14.03.2019 08:03
    Highlight Highlight Eine Aufarbeitung des Faschismus wird in IT nicht erfolgen. Forza Italia, Lega und kleinere rechtsradikale Parteien werden dies immer verhindern. Kommt dazu dass auch links stehende Bürger den starken Mann nicht ganz aus ihren Köpfen drängen mögen und ein starkes IT sich wünschen.
  • rescue me 14.03.2019 07:09
    Highlight Highlight Sehr heikles Thema. Ich bin zwar überhaupt kein Freund der Rechten, aber Herr Tajani hat nun wirklich nirgends behauptet, dass der Nazionalsozialismus etwas gutes war, oder? Dass in der Zeit Mussolinis einige Dinge geschehen sind die für das Land gut waren, kann man kaum bestreiten. Ob die Umstände ebenfalls so gut waren? Zu bezweifeln. Gleiches gilt für Hitler. z.B. war er der Erste der sich auch mittels Werbekampagnen gegen das Rauchen eingesetzt hat.

    https://www.deutschlandfunk.de/drittes-reich-ambivalentes-verhaeltnis-gegenueber-tabak-und.1310.de.html?dram:article_id=340955
    • FrancoL 14.03.2019 10:59
      Highlight Highlight Wenn Du IT kennen würdest, würdest Du kaum einen solchen Kommentar schreiben. IT hat ein gewichtiges Problem mit der Aufarbeitung der Vergangenheit
    • swisskiss 14.03.2019 19:10
      Highlight Highlight rescue me:
      Es geht nicht um die Bewertung einer "guten Sache" sondern unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln das zustande kommt. Man kann doch nicht den Bau eines Spitals, Wohnheimen oder Schulen als gute Sache betrachten, wenn dies Bauwerke von politischen Gefangenen unter Zwang errichtet worden sind.

      Dieses Negieren der Umstände ist eine Verharmlosung des diktatorischen Systems.

      Nun hoffe ich, dass Deine Meinung "nur" etwas simples lineares Denken offenbart und nicht eine ideologisch beeinflusste Meinung darstellt.
    • FrancoL 15.03.2019 13:11
      Highlight Highlight @swisskiss; Danke, das ist bei jeder Tat ein mehr als wichtiger Betrachtungswinkel.
  • Freddie Quecksilber 14.03.2019 06:50
    Highlight Highlight Ich finde Aufarbeitung im Faschismus hat aich zu tun objektiv über die Personen Hitler und Musolini zu lehren. Also nicht nur sagen er hat alles schlecht gemacht, denn jeder Mensch weiss das ein mEnsch nciht alles schlecht machen kann und das führt dann dazu dan man meiner meinung nach unglaubwürdiger in diesem thema wirkt.
  • Gooner1886 14.03.2019 05:57
    Highlight Highlight Wieso kann das grösste A...loch nichts gutes tun? Nichts ist nur schwarz oder weiss.
    • FrancoL 14.03.2019 11:01
      Highlight Highlight Der Hintergrund der das Gute ermöglicht ist zu betrachten und zu werten. Wenn der Duce zB Arbeitsplätzr schafft und die Mittel gestohlen sind, dann ist das Gute eben nicht gut.
  • exeswiss 14.03.2019 05:33
    Highlight Highlight well then... Hitler hat autobahnen bauen lassen is doch nen guter kerl nicht?!
    • Trump's verschwiegener Sohn 14.03.2019 12:51
      Highlight Highlight Du würdest Dich wundern, wieviel man genau diesen Spruch an Znünitischen oder Stammtischen allgemein in der Schweiz hört. Ein weiterer Favorit ist auch: "Hitler hat wenigstens zum eigenen Volk geschaut, im Gegensatz zu unseren heutigen Politikern." (Hitler hat sich einen Müll um sein Volk gekümmert, wie meine eigene Familie leidvoll erfahren musste)

Jetzt kommt die ewige Sommerzeit: EU kündigt Abschaffung der Zeitumstellung an

Die EU-Kommission will nach Angaben ihres Präsidenten Jean-Claude Juncker noch am heutigen Freitag beschliessen, die Zeitumstellung zwischen Winter- und Sommerzeit abzuschaffen. «Die Menschen wollen das, wir machen das» sagte Juncker im ZDF-«Morgenmagazin».

Nachdem die übergrosse Mehrheit der Bürger in der EU sich dafür ausgesprochen habe, die Umstellung wieder abzuschaffen, werde das nun auch gemacht, kündigte Juncker am Freitag im ZDF an. Er werde in der Kommission für die Abschaffung …

Artikel lesen
Link zum Artikel