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Alyssa Milano fragt: Wurdet ihr auch sexuell belästigt? Sie bekommt 30'000 Antworten

Es ist eine simple Frage: Wer wurde sexuell belästigt oder angegriffen? Schauspielerin Alyssa Milano stellt sie auf Twitter. Das Echo ist überwältigend.



Es sind zwei Wörter, doch ihre Aussage ist enorm: «Me too» – «Ich auch». Inmitten des Missbrauchsskandals um Hollywood-Grösse Harvey Weinstein zeigen diese beiden Wörter gerade, wie weit verbreitet sexuelle Übergriffe sind.

Alyssa Milano arrives at the 69th Primetime Emmy Awards Entertainment Weekly pre party at the Sunset Tower Hotel on Friday, Sept. 15, 2017, in Los Angeles. (Photo by Willy Sanjuan/Invision/AP)

Zwei Wörter für eine Welle: Alyssa Milano («Charmed – Zauberhafte Hexen»). Bild: Willy Sanjuan/Invision/AP/Invision

Ausgelöst hatte die Welle US-Schauspielerin Alyssa Milano. In einem Tweet fordert die 44-Jährige: «Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe ‹me too› als Antwort auf diesen Tweet.»

Die Resonanz ist riesig: Über 32'000 Menschen reagierten auf Milanos Aufruf, darunter auch die neuseeländische Oscar-Preisträgerin Anna Paquin und «Will and Grace»-Star Debra Messing. Milano schrieb, ein Freund habe sie auf die Idee gebracht, dass solch ein Tweet «den Leuten eine Vorstellung von der Grösse des Problems geben könnte».

Eine Auswahl:

Oscar-Preisträgerin Anna Paquin meldet sich … 

… und auch Lady Gaga

Auch die kanadisch-libanesische Autorin Najwa Zebian bekennt sich: «Und ich wurde dafür beschuldigt. Man sagte mir, ich solle nicht darüber sprechen. Man sagte mir, es sei nicht so schlimm. Man sagte mir, ich werde darüber hinwegkommen.»

US-Schauspielerin Evan Rachel Wood schreibt: «Wenn du vergewaltigt wurdest, ist es einfacher, nochmals vergewaltigt zu werden.»

Auch nicht prominente Twitter-Userinnen melden sich: «Als ich Militärdienst leistete. Mehr als einmal. Ich schwieg – das bereue ich jeden Tag.»

Oder diese Frau aus Kentucky: «Ich wurde zweimal vergewaltigt, viermal gestalkt und als ich vierzehn war, bedrohte man mich mit dem Tod, wenn ich nicht schweigen würde»

Diese Userin schildert einen Stammbaum des Missbrauchs

Ein User aus Schottland meldet sich mit einem Denkanstoss: «Jungs, wenn ihr überrascht seid, wie viele Menschen sich zu #metoo melden, die ihr kennt: Denkt darüber nach, was das über die Männer aussagt, die ihr kennt»

Auch Männer melden sich zu Wort. Hier Schauspieler Javier Muñoz

Oder dieser User aus London

Aus der Schweiz melden sich Userinnen auch zu Wort

Die Masse an Rückmeldungen ist überwältigend:

(mlu)

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

Video: Angelina Graf

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