International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this Saturday, Oct. 14, 2017 photo, a woman and girl walk during a march against human trafficking and slavery in Mexico City. Dozens of people participated in Mexico City's silent

Bild: AP/AP

In diesen Ländern leben die Frauen am gefährlichsten



In Lateinamerika und der Karibik wird Frauen am meisten Gewalt in der Welt angetan. Angesichts besonders gravierender sexueller Gewalt und Morden an Frauen hat die UNO in einem Bericht Alarm geschlagen.

Die Rate sexueller Gewalt gegen Frauen ausserhalb von Beziehungen ist in der Region demnach die höchste in der Welt. Drei von zehn Ländern mit den höchsten Vergewaltigungsraten der Welt liegen dem Bericht zufolge in der Karibik. Morde an Frauen erreichten demnach in Zentralamerika ein «verheerendes» Niveau.

Zwei von drei Frauen würden wegen ihres Geschlechts ermordet, heisst es in dem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Bericht der UNO-Gleichstellungsorganisation (UN Women) und dem UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP).

Am gefährlichsten sind demnach das sogenannte Nördliche Dreieck aus Honduras, El Salvador und Guatemala sowie Mexiko. Dort hätten Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts (Femizid) und Gewalt gegen Frauen «epidemische» Ausmasse erreicht, sagte Eugenia Piza-Lopez vom UNDP. In vielen Fällen gebe es eine Verbindung zum organisierten Verbrechen.

50'000 Menschen demonstrieren in Peru gegen Gewalt gegen Frauen

Das Nördliche Dreieck gilt als gefährlichste Region der Welt ausserhalb von Kriegsgebieten – vor allem weil dort Verbrecherbanden und Drogenkartelle ihr Unwesen treiben. Zwar gebe es in 24 von 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik Gesetze gegen häusliche Gewalt, heisst es in dem UNO-Bericht. Doch nur neun Länder hätten Gesetze erlassen, die gegen andere Formen von Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit oder im Privaten vorgingen.

«Plage» der Gewalt

16 dieser Staaten haben laut dem Bericht Femizid als Straftat im Gesetzbuch, in einigen wenigen Ländern stehen auch einige neuere Arten von Vergehen unter Strafe, etwa Cyberkriminalität, politische Gewalt oder Säureangriffe. Trotz dieser Fortschritte bleibe die «Plage» der Gewalt jedoch eine Bedrohung für die Menschenrechte, die Gesundheit und die öffentliche Sicherheit, stellt die UNO fest.

Sie empfiehlt eine Stärkung der Institutionen und der Politik in der Region sowie mehr Ressourcen, um Frauen zu stärken. Zudem müssten «patriarchalische» kulturelle Normen, die die Ungleichheit der Geschlechter bewahrten, angegangen werden. (sda/afp)

Frauenmarsch weltweit

Video: watson/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Flugzeug bei Landung in Indien verunglückt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock.H 23.11.2017 13:52
    Highlight Highlight Vielleicht wäre ein kurzer Fact-Check nicht schlecht. Hier eine Statistik über Morde:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Homicide_statistics_by_gender

    Mexiko: Männliche Opfer: 23251, weibliche Opfer: 2786
    Peru: Männliche Opfer: 2238, weibliche Opfer: 627
    etc.
    Weltweit ähnlich.

    Während wir hier also zurecht Gewalt gegen Frauen anprangern, sterben in Mexiko mehr als 8x so viele Männer durch Gewalt. Von denen spricht niemand...Nicht dass es nicht schlimm wäre. Aber erstens haben diese Länder einfach generell ein Gewaltproblem, zweitens ist es irgendwie pervers, die Gewalt gegen Männer zu ignorieren.
    • Rabbi Jussuf 23.11.2017 18:00
      Highlight Highlight Grad gestern war die Mordrate Mexicos überall in den Schlagzeilen: allein im Oktober 2017, 2764 Tötungsdelikte in diesem Jahr schon 23'968.
      Dabei sind Tötungen von Frauen eher unterdurchschnittlich mit etwas über 10%. Vermutlich wegen den Bandenkriegen.
    • Sensei 23.11.2017 18:08
      Highlight Highlight https://www.watson.ch/!268998614

      Apropos Fact Check.
    • Mutzli 23.11.2017 18:54
      Highlight Highlight Ach du heiliger Whataboutism... Natürlich ist jedwede Gewalt eine Katastrophe, doch ist auch immer der Kontext und die Motivation zu beachten und genau darum geht es hier. Während z.B. der Drogenkrieg mit beinahe ausschließlich männlichen Akteuren auch viele zivile Opfer fordert, sowohl männlich wie weiblich, geht es hier um die Frauen, die rein nur aufgrund ihres Geschlechts Opfer von Gewaltverbrechen werden. Lesen hilft.
    Weitere Antworten anzeigen

Femizid in der Türkei: «Die Frauenmorde nehmen zu, die Politik aber tut nichts dagegen»

21. Juli 2020: Die 27-jährige Pinar Gültekin wird tot in einem Fass in einem Wald im westtürkischen Mugla aufgefunden. Wenig später gesteht ihr Ex-Freund die Tat. Die brutale Tötung löst über die Landesgrenzen hinaus Proteste aus. Weltweit teilen Menschen in sozialen Netzwerken den Namen der ermordeten Kurdin.

Deniz Altuntas kann die Male nicht mehr zählen, die sie gegen Frauenmorde demonstriert hat. In der Türkei hätten Männer im vergangenen Jahr 474 Frauen getötet, sagt Altuntas, Mitglied …

Artikel lesen
Link zum Artikel