International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A supporter Venezuela's President Nicolas Maduro holds up an image of him outside Miraflores presidential palace during a rally in Caracas, Venezuela, Monday, Aug. 6, 2018. Investigators are hunting for assailants behind a failed attempt to assassinate Maduro with explosives-laden drones, according to the government. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Maduro erhält derzeit viel Zuspruch von seinen Unterstützern. Doch die Opposition will eine Untersuchung der Vorfälle.    Bild: AP/AP

Opposition fordert Untersuchung zu angeblichem Maduro-Attentat



Nach dem angeblichen Anschlag auf Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro vom Samstag fordert die Opposition eine unabhängige Untersuchung. Es dürfe «keine Hexenjagd auf die Anführer der demokratischen Opposition» geben, sagte Ex-Präsidentschaftskandidat Henri Falcón.

In this photo released by China's Xinhua News Agency, an uniformed official bleeds from the head following an incident during a speech by Venezuela's President Nicolas Maduro in Caracas, Venezuela, Saturday, Aug. 4, 2018. Drones armed with explosives detonated near Venezuelan President Nicolas Maduro as he gave a speech to hundreds of soldiers in Caracas on Saturday but the socialist leader was unharmed, according to the government. (Xinhua via AP)

Sieben Soldaten der Nationalgarde wurden beim Anschlag verletzt. Bild: AP/Xinhua

Die venezolanische Opposition geht von einer Inszenierung aus und befürchtet, dass Maduro nun massiv gegen sie vorgehen wird. Es sei auch zu befürchten, dass die Unterdrückung und der systematische Verstoss gegen Menschenrechte noch ausgeweitet würden.

Nach Regierungsangaben hatten mehrere Täter am Samstag während einer Militärparade in der Hauptstadt Caracas versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben. Das Staatsfernsehen hatte den Moment übertragen, in dem eine Explosion zu hören war, während Maduro eine Rede hielt. Der Staatschef blieb unverletzt. Hingegen erlitten sieben Nationalgardisten nach offiziellen Angaben teils schwere Verletzungen.

«Terrorismus» und «Landesverrat»

Die mutmasslichen Täter sollen nun wegen Terrorismus und Landesverrat angeklagt werden. «Die Täter und ihre direkten Helfer wurden identifiziert», sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab am Montag. Bislang seien sechs Verdächtige festgenommen worden. Nach den Hintermännern werde noch gesucht.

Zwei der Verdächtigen hätten die Drohnen von einem Auto aus gesteuert, sagte Saab. Eine bisher unbekannte Widerstandsgruppe «Soldados de Franelas» («Soldaten in T-Shirts») reklamierte den Anschlagsversuch für sich. Wer die Mitteilung verfasste und ob es diese Gruppe wirklich gibt, liess sich nicht überprüfen.

Kolumbiens Präsident beschuldigt

Maduro bezichtigte den scheidenden kolumbianischen Präsidenten, Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, der Urheberschaft. «Es gibt klare Beweise für die Beteiligung der Regierung des scheidenden kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos», sagte der autoritär regierende Maduro. Und: «Die Mörder und Terroristen wurden von kolumbianischen Trainern ausgebildet.»

Santos wies die Vorwürfe zurück. «An Präsident Maduro: Machen Sie sich keine Sorgen», schrieb er auf Twitter. «Ich hatte am Samstag Wichtigeres zu tun. Wir haben meine Enkelin Celeste getauft.» Am Dienstag sollte Santos die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Iván Duque übergeben.

Maduro lässt für sich demonstrieren

Zahlreiche Regierungsanhänger gingen am Montag in Caracas auf die Strasse, um den regierenden Sozialisten ihre Unterstützung zu versichern.

«Es besteht kein Zweifel, dass hinter dem Anschlagsversuch die kolumbianische Oligarchie steckt, der nordamerikanische Imperialismus», sagte der Vorsitzende der regierungstreuen Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello. «Sie hassen uns, aber sie können uns nichts anhaben.» (sda/dpa/afp/reu)

Chaos und Diktatur - Die Krise: Erklärt in 75 Sekunden

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Nach dem vielen Schnee kommt der Föhnsturm

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

So gefährlich sind die Trump-Terroristen

Es gibt geschätzte 15 Millionen gewaltbereite Trump-Anhänger in den USA. Das sind die wichtigsten Gruppierungen.

Als Michael Cohen, Trumps Ex-Anwalt, bei einem Hearing im Kongress auftrat, erklärte er, dass sein ehemaliger Chef niemals direkte Befehle erteile. Stattdessen gebe Trump vage Anweisungen, deren Bedeutung jedoch allen klar sei.

Im Englischen nennt man dies «dog whistle». Wie bei der Hundepfeife werden die Signale von denen verstanden, die sie verstehen müssen.

Eine der bekanntesten verschlüsselten Botschaften an seine Fans war Trumps berüchtigte Birther-Kampagne gegen Barack Obama. Seine …

Artikel lesen
Link zum Artikel