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Sie nennen sich TQILA: Diese LGBT-Truppe kämpft gegen den «Islamischen Staat»



In die breite Front gegen den «Islamischen Staat» hat sich diese Woche eine weitere Gruppe eingereiht. Die Organisation TQILA (ausgesprochen: Tequila) steht für «The Queer Insurrection and Liberation Army», eine Einheit von LGBT-Unterstützern, die dem «IS» den Kampf angesagt hat.

epa05935398 Soldiers of the People's Protection Units (YPG) Kurdish militia stand guard next to a US eight-wheeled armored fighting vehicles, near al-Ghanamya village, al-Darbasiyah town  at the Syrian-Turkish border, Syria, 29 April 2017. The Turkish army allegedly shelled several locations belonging to the YPG a day earlier with no casualties.  EPA/YOUSSEF RABIE YOUSSEF

Kämpfer der kurdischen YPG-Miliz neben einem Fahrzeug der US-Armee an der syrisch-türkischen Grenze. Bild: EPA/EPA

Die Gründung der Truppe gab die anarchistische Gruppierung IRPGF bekannt, ihrerseits Teil der International Freedom Battalion, ein Zusammenschluss von ausländischen Kämpfern, die an der Seite der kurdischen YPG-Miliz im Norden Syriens gegen den «IS» kämpften.

Laut eigenen Angaben handelt es sich um die erste LGBTI-Gruppe, die gegen die Dschihadisten des «IS» kämpft. 

TQILA ziele darauf ab, «das binäre Genderbild zu zerstören und die weibliche Revolution voranzutreiben», so das Statement, das IRPGF am Montag auf Twitter verbreitet.

Das Logo der Gruppe zeigt ein schwarzes AK47-Sturmgewehr vor pinkem Hintergrund.

Wie viele Personen TQILA umfasst, ist nicht bekannt. Auch ist unklar, in welchem Umfang die Gruppe an Kampfhandlungen teilnimmt. Ein Sprecher sagte gegenüber «Newsweek», dass die Zahl der Mitglieder aus Sicherheitsgründen nicht offengelegt werde. Es seien aber bereits Kämpfer in Raqqa unterwegs. Raqqa, die «Hauptstadt des IS-Kalifats», ist eine der letzten grösseren Orte, die in der Hand der Dschihadisten ist. 

Militante islamistische Gruppen

Man habe TQILA gegründet, weil man nicht länger zuschauen wollte, wie faschistische und extremistische Kräfte auf der ganzen Welt die Queer-Community angegriffen und Hunderte ihrer Mitglieder ermordet habe, so das Statement weiter.

Die Sharia-Gerichte des «IS» haben Homosexualität zur Todsünde erklärt. Im Herrschaftsgebiet des «IS» wurden in den letzten drei Jahren dutzende Personen wegen Homosexualität von Häusern gestossen oder gesteinigt. Der «IS» reklamierte auch den Terroranschlag auf einen Gay-Nachtclub in Orlando, bei dem 49 Menschen gestorben und 58 verletzt wurden, für sich.

Auf einem Foto, das in den sozialen Medien kursiert, posieren zwei Kämpfer mit einer TQILA-Flagge, der Regenbogenflagge, sowie einem Transparent mit der Aufschrift «These Faggots kill Fascist» (dt. «Diese Tunten töten Faschisten»). (wst)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • seventhinkingsteps 26.07.2017 00:24
    Highlight Highlight Die YPG sind übrigens auch der wichtigste militärische Verbündete der USA im Kampf gegen den IS, bzw. Mitglied der Allianz gegen den IS.

    Es gibt Anekdoten über US-Soldaten, die erst spät während ihres Einsatzes in Nordsyrien erfuhren, dass sie mit Anarcho-Kommunisten zusammen kämpfen.
  • seventhinkingsteps 26.07.2017 00:22
    Highlight Highlight Die YPG in Rojava haben so weit ich weiss auch eine eigene Unterorganisation speziell für freiwillige anarchistische Kämpfer aus dem Westen.

    Grundsätzlich offen für jeden, der helfen will Rojava aufzubauen und die Ideen des demokratischen Konföderalismus und des libertären Sozialismus zu verwirklichen.

    Die YPG bzw. die Partei PYD haben eine Ideologie abseits von Antifaschismus

    Aber so wie ich die Watson-Kommentare in den letzten paar Wochen aufgenommen habe, wirds nicht lange gehen bis jemand kommt und mir erklärt, wie die antifaschistischen Rebellen genau gleich schlimm sind wie der IS.
  • Taggart 25.07.2017 21:55
    Highlight Highlight "Wie viele Personen TQILA umfasst, ist nicht bekannt. Auch ist unklar, in welchem Umfang die Gruppe an Kampfhandlungen teilnimmt." ...also vor allem heisse Luft.
  • Majoras Maske 25.07.2017 17:48
    Highlight Highlight Wenn ich das nächste Mal ein Tequila trinke, werde ich mein Glas für diese Gruppe erheben. Vorausgesetzt natürlich, dass sie keine Menschenrechtsverletzungen begehen.
    • seventhinkingsteps 26.07.2017 22:23
      Highlight Highlight Naja, sie werden Faschos töten. Mindestens ein Menschenrecht verletzen die da schon. Nur tötet der IS sonst halt sie.

      Darum: Bash the fash.
  • derEchteElch 25.07.2017 16:59
    Highlight Highlight Auch diese paramilitäre Organisation ist zu verurteilen, wie jede andere Gruppierung auch, die mit Waffengewalt gegen eine andere kämpft oder mit Waffengewalt versucht, eigene Interessen umzusetzen (was hier eindeutig der Fall ist).

    Ob dies in Afrika, Südamerika oder eben in Syrien der Fall ist, ist dabei überhaupt nicht entscheidend.
    • TheDude10 25.07.2017 17:14
      Highlight Highlight Dann verurteiltst du auch die resistance in frankreich, die gegen die faschistoide kräfte im besetzten Frankreich gekämpft haben?



    • saco97 25.07.2017 17:15
      Highlight Highlight Du willst den IS mit Rosen und Umarmungen bekämpfen?
    • Fabio74 25.07.2017 17:17
      Highlight Highlight Nein. Nicht im Falle eines Kampfes gegen den Faschismus, der LGBT ausrotten will.
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