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The body of killed Islamic State fighter lies on the ground after fighting between Iraqi security forces and Islamic state group in Qayara, 70 kilometers (45 miles) south of Mosul, Iraq, Friday, Aug. 26, 2016. Iraqi forces retook the town of Qayara, a key area near a major air base south of Mosul, from the Islamic State group Thursday according to a statement issued from the office of prime minister Al-Abadi. (AP Photo)

Die Leiche eines getöteten «IS»-Kämpfers im Karama-Quartier in Ost-Mossul (04.01.2017). Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Unbeschreibliche Szenen in Mossul: Leichen von «IS»-Kämpfern verwesen auf der Strasse



In der umkämpften irakischen Stadt Mossul spielen sich entsetzliche Szenen ab. In den befreiten Vierteln im Ostteil säumen die Leichen getöteter «IS»-Kämpfern die Strassen. Von einigen ist wenig mehr als das Skelett geblieben, weil sie von Hunden aufgefressen wurden. Der starke Verwesungsgeruch zwingt die Bewohner, sich die Nase zuzuhalten, wenn sie an den entsprechenden Stellen vorbeikommen.

«Die Leute ekeln sich vor ihnen und weigern sich darum, sie zu begraben», zitiert das Online-Portal Al-Monitor einen Bewohner Mossuls. «In der Nähe meines Arbeitsplatzes liegen der Kopf und eine Hand eines ‹IS›-Kämpfers. Morgen werden ich eine Schaufel mitbringen und sie begraben, um den Gestank zu beseitigen.»

Es gibt aber noch andere Gründe, warum sich niemand in die Nähe der Leichen traut: Die Angst vor Sprengstoffgürteln sowie den Verdacht zu erregen, selbst mit dem «IS» zu sympathisieren. Sind die Sprengstoffgürtel sichtbar, kommen vielleicht irgendwann die Bombenentschärfer der irakischen Armee.

«Leichen ohne Sprengstoffgürtel werden zusammen mit dem Abfall entsorgt, um den Bürgern die Bewegung in der Stadt zu erleichtern», sagt der Bürgermeister von Mossul, Abdel Sattar al-Hibbo, gegenüber Al-Monitor.

Wenn gefallene «IS»-Kämpfer begraben werden, dann vielleicht von einem Verwandten, auch wenn sie mit den Terroristen nichts zu tun haben wollten. «Die Leute beklagten sich über den Gestank, also mietete ich einen Bagger, um meinen Cousin und andere ‹IS›-Kämpfer in einer Grube zu begraben», sagt Fouad Jaber. 

Auch Kindern bleiben diese schrecklichen Szenen nicht erspart. Yusuf ist der Anführer einer Strassengang und läuft mit einer Kalaschnikow herum, die er in einem zerstörten Haus gefunden hat, wo er und seine Freunde spielten. «Wir fanden zwei Leichen von ‹IS›-Kämpfern in dem Haus. Wir nahmen das Gewehr und rannten sofort raus wegen dem Gestank», sagt der 9-Jährige.

Ob er keine Angst gehabt hat, als er die Leichen sah: «Glauben Sie mir, nach allem, was wir gesehen haben, sind wir keine Kinder mehr. Wir sind Monster.»

Im Kampf um Mossul kontrolliert die irakische Armee inzwischen einen Grossteil des Ostens der Millionenstadt. Die dicht besiedelten Quartiere westlich des Tigris, der die Metropole teilt, werden nach wie vor vom «IS» gehalten.

Der beschwerliche Kampf um Mossul

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40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 08.01.2017 11:12
    Highlight Highlight Die Kinder, die diese Gräuel durch- und überleben werden uns noch länger beschäftigen. Denn wenn man annimmt, dass sie nach der gewonnenen Schlacht um Mossul einfach wieder brav zur Schule gehen, lernen und ein irgendwie bürgerliches Leben führen können, irrt man sich gewaltig. Nicht wenige haben übrigens selber gekämpft und getötet, da der IS Kindersoldaten benutzt. Das Ergebnis sieht man in einigen Regionen Afrikas: Brutalisierung und sinnlose Bürgerkriege über Generationen. Danke, George W. Bush!
  • sambeat 08.01.2017 03:22
    Highlight Highlight Tja, was soll man dazu sagen?
    Vielleicht: "Wenn ihr nicht so strunzdämlich und verblendet gewesen wäret, würdet ihr jetzt nicht verwesen..."
  • glüngi 08.01.2017 02:34
    Highlight Highlight Haben dieser Monster auch nicht anderst verdient! Ich bin um die zukünftigen Generationen besorgt.
  • Spooky 07.01.2017 21:57
    Highlight Highlight Banal wie die Hölle.
  • herschweizer 07.01.2017 21:14
    Highlight Highlight Hab gerade daran gedacht als ich mein Auto aufgetankt habe. Schön dass unsere Ölheizungen uns wohlig warm geben und wir statt auf so lahmen Induktionsplatten mit einem richtigen Gaskochfeld unsere Schnitzel english scharf anbraten können.
    • Kulinarischer Sondermüll 08.01.2017 00:35
      Highlight Highlight Wollte zuerst eigentlich auch blitzen. Wenn man aber zwischen den Zeilen liest, merkt man, dass es eigentlich genau darum geht. Nämlich Öl und Gas. Wir empören uns über den wüsten Zustand im Lande Syrien, vergessen dabei aber, dass diese Instabilität aus einem Öl/Gas Konflikt zwischen Russland/Iran und USA/Saudi Arabien entstanden ist.
      Leidtragend ist die dortige Bevölkerung.
    • herschweizer 08.01.2017 02:07
      Highlight Highlight Ja
  • rodolofo 07.01.2017 18:24
    Highlight Highlight Das tönt jetzt vielleicht hart:
    Wenn sie als Hundefutter noch etwas taugen, dann war das Leben dieser IS-Kämpfer doch nicht ganz umsonst.
    Und jämmerlich gestunken haben sie ja bereits vor ihrem Tod.
    Ihre Worte und ihre Taten stanken, wie eine ganz üble, braune Scheiss-Kloake!
    Produziert von menschlichem Abfall!
    Die Reste dieser Kreaturen möglichst bald verscharren, oder noch besser: verbrennen.
    Und dann darauf hoffen, dass die vielen seelischen und körperlichen Wunden, die diese Mitglieder der "Institution Satans" geschlagen haben, irgendwann verheilen werden...
    • Triumvir 07.01.2017 19:35
      Highlight Highlight @rodolofo: ausnahmsweise gebe ich dir recht. Bei so vielen unschuldigen Menschen, die diese Satansbrüder auf dem Gewissen haben, fällt es ausgesprochen schwer, auch nur einen kleinen Funken Mitgefühl zu empfinden. Und das ist schon traurig genug...
    • Mia_san_mia 07.01.2017 20:51
      Highlight Highlight Du sagst es genau richtig rodolfo.
    • AJACIED 07.01.2017 21:08
      Highlight Highlight @roddolfo
      Das tönt überhaupt nicht hart gahts no.
  • dnsd 07.01.2017 17:58
    Highlight Highlight Nur ein toter "IS" Anhänger ist ein guter "IS" Anhänger.
  • trxr 07.01.2017 17:33
    Highlight Highlight kaum zu glauben, dass es schon 2017 ist..
    • trxr 07.01.2017 17:36
      Highlight Highlight und alles fing wegen einer verfluchten Pipeline an...
    • G. Schmidt 07.01.2017 17:45
      Highlight Highlight Pipeline?
    • Datsyuk * 07.01.2017 17:56
      Highlight Highlight Kampf um Erdöl.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 07.01.2017 17:03
    Highlight Highlight Diesed Zitat und dann noch von einem Kind.

    «Glauben Sie mir, nach allem, was wir gesehen haben, sind wir keine Kinder mehr. Wir sind Monster.»
    • Yelina 07.01.2017 17:10
      Highlight Highlight Mich hats regelrecht "getschudert".
    • lilas 07.01.2017 17:30
      Highlight Highlight Tieftraurig und wohl wahr was dieses Kind sagt
    • Baba 07.01.2017 17:37
      Highlight Highlight Ja, das ist entsetzlich traurig. Und Kinder mit gleichen oder ähnlichen Traumata wie der kleine Yusuf sind die nächste Generation des Irak. Die Invasion durch die US Truppen, der Sturz Saddam Husseins, das darauffolgende Chaos/Destabilisierung, Daesh...Das alles wird noch Jahre nachwirken.
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