International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Weder Krieg noch Verhandlungen mit den USA»: Chamenei meldet sich zu Wort



epa06902949 A handout photo made available by the Iranian Supreme Leader office shows, Iranian Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei speaking during a meeting with officials of Iranian Foreign Ministry in Tehran, Iran, 21 July 2018. Media reported that Khamenei rejects any negotiations with US as he says it would be a huge mistake to think that we could solve the problems and economy crisis through negotiations with US and its president.  EPA/IRANIAN SUPREME LEADER OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ajatollah Ali Chamenei. Bild: EPA/IRANIAN SUPREME LEADER OFFICE

Der Iran sieht im Konflikt mit den USA über seine Atom- und Aussenpolitik derzeit keine Basis für Verhandlungen mit Washington. «Wie soll man mit einer betrügerischen Regierung verhandeln», sagte der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, am Montag.

Wie einst der Revolutionsführer Ruhollah Chomeini werde er daher Verhandlungen mit Washington verbieten. «Die Iraner sollten wissen: Es gibt weder Krieg noch Verhandlungen mit den USA», sagte der Ajatollah, der laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat.

Die USA haben einseitig das internationale Atomabkommen gekündigt, in dem der Iran den Ausbau seiner kerntechnischen Fähigkeiten überprüfbar beschränkt. Im Gegenzug wurde dem Iran die Abschaffung von Wirtschaftssanktionen versprochen.

Trump will ein Politikwechsel im Iran

Play Icon

Video: srf

Obwohl der Iran sich an das Abkommen hält, haben die USA wieder Wirtschaftssanktionen in Kraft gesetzt und bedrohen weltweit alle, die die Sanktionen nicht befolgen.

Weil die Amerikaner Geld und Macht hätten, schlügen sie Verhandlungen vor, in denen sie nur ihre eigenen Ziel verfolgten, sagte Chamenei. Könnten sie diese nicht erreichen, kämen sie mit Drohungen und Sanktionen.

Aber auch wenn die Verhandlungen wie beim Atomabkommen zu einem Ergebnis kämen, stiegen sie wieder aus der Vereinbarung aus, sagte der Ajatollah. Solange sich diese Haltung nicht ändere – und es habe sich nichts geändert – hätten Verhandlungen auch keinen Sinn.

Modernisierte Rakete

Wie zur Bestätigung seiner Position präsentierte der Iran am Montag eine modernisierte Version seiner Kurzstreckenrakete Fateh. Teheran werde ungeachtet der internationalen Proteste sein Raketenprogramm jeden Tag verbessern, sagte Verteidigungsminister Amir Hatami laut der Nachrichtenagentur IRNA. Die neue «Fateh-Mobin» werde komplett im Iran hergestellt, aber nur im Verteidigungsfall eingesetzt.

Die Iranische Atomorganisation (AEOI) empfahl, trotz des Ausstiegs der USA im Wiener Atomabkommen von 2015 zu bleiben. Die EU sei politisch und wirtschaftlich auf der Seite des Irans geblieben, sagte der AEOI-Sprecher Behrus Kamalwandi am Montag der Nachrichtenagentur Isna.

Mit einem Ausstieg würde der Iran diese Unterstützung verlieren. Rohanis Regierung will zumindest bis November abwarten, bevor sie über die Zukunft des Abkommens entscheidet.

US-Präsident Donald Trump hatte gesagt, er wäre «jederzeit» ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit der iranischen Führung bereit. Sein Aussenminister Mike Pompeo relativierte Trumps Äusserungen jedoch und schob Bedingungen für ein Treffen nach.

Teheran sieht mit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen von 2015 und den neuen Sanktionen die Zuverlässigkeit der USA infrage gestellt. Gespräche wären laut Iran nur sinnvoll, wenn die USA zum Wiener Abkommen zurückkehren und die Sanktionen aufheben würden.

Der iranische Präsident Hassan Rohani hatte als Voraussetzung für ein Treffen mit Trump eine klare Agenda «mit Aussicht auf Erfolg» verlangt. Daraufhin wurde in Teheran spekuliert, dass die beiden – oder zumindest die Aussenminister Mohamed Dschawad Sarif und Mike Pompeo – sich am Rande der UN-Vollversammlung nächsten Monat in New York treffen könnten. Sarif dementierte das am Samstag allerdings. (sda/reu)

Historischer Tag für die Frauen im Iran

Play Icon

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ExtraTerrestrial 13.08.2018 23:55
    Highlight Highlight History:

    Play Icon


  • The Origin Gra 13.08.2018 19:31
    Highlight Highlight Ich mag das Regime in Teheran nicht.
    Aber wo er recht hat hat er leider Recht, unter Trump sind die USA absolut Unzuverlässig und zudem Unberechenbar und Höchst Aggressiv geworden.

    Mit der Trump Regierung sollte man besser keine Verträge abschliessen, sie sind das Papier nicht Wert.
    So wie sich die Sache in Nordkorea gerade abzuspielen droht, wird Kim Trumps Wertlosen wisch bald in der Toilette benutzen
  • Raphael Stein 13.08.2018 15:32
    Highlight Highlight Auch wenn es aus dem falschen Mund stammt, mit den USA ist es schwierig geworden. Und zuverlässig, auf geopolitischer Ebene, sind sie seit vielen Jahren nicht mehr. Wollen sie auch nicht.
    • Vanessa_2107 13.08.2018 19:37
      Highlight Highlight @R.Stein - unzuverlässig sind sie vor allem seit der grosse Zampano am Ruder ist.
    • Raphael Stein 14.08.2018 12:46
      Highlight Highlight Nein Vanessa, das waren sie schon lange. Bloss ist der neue Zampano laut und twittert noch lauter. Und vor ihm war das Kalkühl ausgefeilter.
    • Vanessa_2107 14.08.2018 16:59
      Highlight Highlight @Raphael - jede andere Regierung war besser als die Trump-Chaos-Regierung.

Warum erscheint Trump, wenn ich «Idiot» suche? Google-CEO erklärt Algorithmus im Kongress

Die Situation ist bekannt: Ein Verantwortlicher einer grossen Tech-Firma sitzt inmitten des US-Kongresses auf einem Stühlchen und muss die Fragen der Abgeordneten über sich ergehend lassen, die – gelinde gesagt – nicht gerade Digital Natives sind.  

Diesmal war es nicht Mark Zuckerberg, der da «gegrillt» wurde, sondern Sundar Pichai, CEO von Google. In der Anhörung ging es um Gerüchte, Google plane eine Suchmaschine für den chinesischen Markt, und allgemein um die Datensammlung des …

Artikel lesen
Link to Article