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Hilfsschiffe unterwegs zum abgeriegelten Gazastreifen – doch es gibt ein «Problem»



Inmitten der heftigen Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen hat sich eine internationale Gruppe von Hilfsschiffen dem abgeriegelten Palästinensergebiet genähert. Das erste Schiff der Flottille könnte am Sonntag die Gewässer vor dem Gazastreifen erreichen.

Es handle sich um das Schiff Awda, was im Arabischen «Rückkehr» bedeutet, teilte der Co-Präsident der Jüdischen Union für den Frieden, Pierre Stambul, der Nachrichtenagentur AFP am Samstag per E-Mail mit.

Laut Stambul sind rund 40 Aktivisten aus 15 Ländern an Bord der drei Schiffe der Gaza-Flottille, er selbst ging nicht an Bord. Angesichts der Blockade des Gazastreifens durch Israel dürfte die israelische Armee wie in den vergangenen Jahren die beteiligten Schiffe stoppen und in einen israelischen Hafen geleiten.

Ein Besatzungsmitglied eines kleineren Schiffes der Flotte sagte derweil in einem im Internet veröffentlichten Video, es sei ein «Problem» aufgetreten, das das Schiff an der Weiterfahrt gehindert habe. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Video: www.explain-it.ch

Zehnjährige Blockade

Israel hat den von der radikalislamischen Hamas beherrschten Gazastreifen seit mehr als zehn Jahren mit einer Blockade belegt. Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischer Armee. Mindestens 157 Palästinenser wurden seitdem getötet.

FILE - This is a  Sunday, Dec. 26, 2010 file photo of the Mavi Marmara  which was the lead boat of a flotilla that headed to the Gaza Strip and was stormed by Israeli naval commandos in a predawn confrontation in the Mediterranean May 31, 2010, as it returns in Istanbul, Turkey. Israeli forces may have committed war crimes when they stormed the Mavi Marmara the lead boat in the aid flotilla boat that headed to Gaza, but the possible crimes aren’t grave enough to merit a prosecution at the International Criminal Court, the court’s prosecutor said Thursday Nov. 6, 2014. (AP Photo/Burhan Ozbilici, File)

Das türkische Schiff Mavi Marmara, welches 2010 von der israelischen Armee gestürmt wurde.  Bild: AP/AP

Vor gut einer Woche starb überdies ein israelischer Soldat durch palästinensisches Gewehrfeuer. Unter anderem UNO-Generalsekretär Antonio Guterres warnte angesichts der Gewalt vor einem «neuen zerstörerischen Konflikt».

Im Mai 2010 hatte die israelische Armee das türkische Schiff Mavi Marmara gestürmt, das zu einer internationalen Gaza-Hilfsflotte gehörte. Dabei wurden neun türkische Aktivisten getötet. Ein weiterer Türke starb nach fast vier Jahren im Koma. (sda/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 29.07.2018 07:22
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand erklären weshalb es OK ist, dass Israel den Gazastreifen blockiert und daraus das grösste Gefangenenlager der Welt macht?
    • cgk 29.07.2018 09:09
      Highlight Highlight Israel wird den angrenzenden Gazastreifen nie freigeben, solange von dort Raketenangriffe durch die radikalislamistische Hamas erfolgen. Die Palästinenser müssen sich endlich von der von Syrien unterstützten Hamas lossagen.
    • lansky 29.07.2018 09:27
      Highlight Highlight Lies das Buch 'Sohn der Hamas'. Darin findest du Indizien. Das Grenzstück zu Ägypten ist übrigens auch zu.

      In Gaza-City sieht es übrigens gar nich so übel aus. Da fahren sie auch teilweise ganz schöne Mercedes. Big-Money-Business.

      Aber natürlich, irgendwann mal sollte eine Lösung gefunden werden. Jedoch ist die nicht nur von Israel beizusteuern.
    • walsi 29.07.2018 10:30
      Highlight Highlight @lansky: Israel ist heute ein wesentliches Stück grösser als 1948 ursprünglich vorgesehen. So lange Israel nicht bereit ist, erorberte Gebiete zurück zu geben und die Siedlungen aufzulösen, sehe ich keine Chance für Frieden.
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