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Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu shows an atomic warehouse in Teheran during his address the 73rd session of the United Nations General Assembly, at U.N. headquarters, Thursday, Sept. 27, 2018. (AP Photo/Richard Drew)

Netanjahu präsentiert Satellitenbilder der angeblichen Atom-Lager.  Bild: AP/AP

Netanjahu enthüllt angebliches Atom-Lager – Iran dementiert

Netanjahu nutzte den Grossteil seiner Rede für Kritik am Atomabkommen mit dem Iran. Diesem warf er vor, in Teheran ein «geheimes Atom-Lagerhaus» im Rahmen seines Nuklearprogramms zu unterhalten. Auf den Konflikt mit den Palästinensern ging er nur kurz ein.



Netanjahu hatte den Iran beschuldigt, in Teheran ein «geheimes Atom-Lagerhaus» im Rahmen seines Nuklearprogramms zu unterhalten. In den vergangenen Wochen habe die Regierung daraus 15 Kilogramm radioaktives Material entfernt und in der Hauptstadt verteilt, sagte Netanjahu in seiner Rede bei der Uno-Vollversammlung am Donnerstag. Dazu hielt er am Pult des Plenarsaals eine Karte mit dem angeblichen Standort des Lagerhauses sowie ein Foto von dessen mutmasslichem Eingang in die Höhe. Die IAEA rief er auf, die Stätte zu untersuchen. «Was der Iran versteckt, wird Israel finden», sagte Netanjahu.

Auszüge aus Netanjahus Rede

Der Iran hat die Anschuldigungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu um ein «geheimes Atom-Lagerhaus» in der Nähe Teherans dementiert. Er habe eine «Show mit solch grundlosen und lächerlichen Vorwürfen» erwartet, sagte Aussenamtssprecher Bahram Ghassemi am Freitag.

Das einzige anerkannte Kontrollgremium für nukleare Anlagen sei die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Die habe in den vergangenen drei Jahren zwölfmal die friedliche Natur der iranischen Nuklearprojekte bestätigt, sagte der Sprecher laut Isna Nachrichtenagentur.

Auch Irans Aussenminister Mohamed Dschawad Sarif wies Netanjahus Vorwürfe zurück. Solche Shows können laut Sarif nicht die Tatsache verschleiern, dass Israel das einzige Regime in der Region mit einem geheimen und nicht deklarierten Atomwaffenarsenal sei.

Chancen auf Zwei-Staaten-Lösung weiter ungewiss

Trump, Netanjahu, Abbas - fast zeitgleich sind die drei wichtigsten Player für den Frieden zwischen Israelis und Palästinenser dieser Tage in New York unterwegs. Über eine Zwei-Staaten-Lösung wird dabei immer wieder gesprochen. Konkrete Zusagen gibt es wie zuvor nicht.

Die Chancen auf eine Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästinensern bleiben nach Reden beider Seiten bei den Vereinten Nationen weiterhin ungewiss. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag bei der Uno-Vollversammlung, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump bei dessen «Friedens-Deal».

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas dagegen warf den USA vor, die Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung untergraben zu haben. Die Hand bleibe «ausgestreckt zum Frieden», sagte Abbas. Washington habe nach umstrittenen Entscheidungen zum Status Jerusalems, den palästinensischen Flüchtlingen und in Sicherheitsfragen aber «nichts mehr zu bieten».

Trump rief er auf, seine Entscheidungen rückgängig zu machen. «Es ist wirklich ironisch, dass die amerikanische Regierung immer noch von einem Jahrhundert-Deal spricht», sagte Abbas. Die USA könnten in dem Konflikt auch nicht alleine vermitteln, weil sie zu sehr auf der Seite Israels stünden. (sda/dpa)

Trump will einen Politikwechsel im Iran

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Video: srf

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Petrum 28.09.2018 14:37
    Highlight Highlight Kann jemand das Bild mit einem Teddybären vertauschen und mit "This is where my uncle touched me" versehen?
  • Kreasty 28.09.2018 13:25
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an das Video vor einigen Monaten, wo Order in Regalen, CDs an der Wand und ne riesen Karte zu sehen war, alles anscheinend Beweise gegen Iran.
    Das so ein Zirkus überhaupt Ernst genommen wird, geschweige denn in der Öffentlichkeit gezeigt wird, ist schon sehr fraglich. Er ist ja nicht der einzige Politiker der den Kindergarten wiederholt.
  • Amateurschreiber 28.09.2018 12:52
    Highlight Highlight Das selbe habe ich auch als erstes gedacht:
    "(...) können laut Sarif nicht die Tatsache verschleiern, dass Israel das einzige Regime in der Region mit einem geheimen und nicht deklarierten Atomwaffenarsenal sei"
  • Smeyers 28.09.2018 12:39
    Highlight Highlight Warum spekulieren? Man kann ja die Leute von der IAEA vorbeischicken. Dan weiss man es. Und man weiss auch ob sich Netanyahu blamiert hat oder nicht, sonst steht die Behauptung immer im Raum.

    Und sind wir ehrlich, Israel muss sich laufend irgendwelche Behauptungen anhören die wiederlegt werden.
  • AdiB 28.09.2018 09:37
    Highlight Highlight Ist es sein ernst? Die selbe taktik wie bush damals? Irgendwelche bilder auf die man nichts erkennt mit ein par punkten markieren?
  • Sebastian Wendelspiess 28.09.2018 09:25
    Highlight Highlight Bibi und seine lustigen Präsentationen. Er sollte lieber zum Zirkus statt Staatspräsident spielen.
  • N. Y. P. D. 28.09.2018 09:15
    Highlight Highlight Netanjahu sollte zur Kenntniss nehmen, dass er keinerlei Glaubwürdigkeit hat. Die Bildli kann er wieder versorgen.

    Relevant ist, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in den vergangenen drei Jahren zwölfmal die friedliche Natur der iranischen Nuklearprojekte bestätigt hat.

    Punkt.
    • DieFeuerlilie 28.09.2018 11:18
      Highlight Highlight Genau so sehe ich das auch.

      Und wann äusserst sich Netanjahu dazu,
      “(...) dass Israel das einzige Regime in der Region mit einem geheimen und nicht deklarierten Atomwaffenarsenal sei.“?

      Nie?
      Aha..

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