DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Netanjahu und seine Frau an der Gedenkfeier am Flughafen von Entebbe.&nbsp;<br data-editable="remove">
Netanjahu und seine Frau an der Gedenkfeier am Flughafen von Entebbe. 
Bild: RONALD KABUUBI/EPA/KEYSTONE

Netanjahu gedenkt Israels Befreiungsaktion in Entebbe, bei der sein Bruder getötet wurde – und nickt dabei ein

Ausgerechnet während der offiziellen Gedenkfeier für die Geiselbefreiung in Entebbe durch die israelische Armee vor 40 Jahren ist Regierungschef Benjamin Netanjahu eingenickt. 
06.07.2016, 15:4206.07.2016, 16:30

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Montag auf dem Flughafen der ugandischen Stadt Entebbe der dortigen Geiselbefreiung durch die israelische Armee vor 40 Jahren gedacht. Er nannte den Einsatz in seiner Rede vor rund 500 Gästen eine «historische», «heldenhafte» und «unvergessliche Mission».

Leiter der Kommandoaktion war Netanjahus älterer Bruder Jonathan, der beim Einsatz am 4. Juli 1976 als einziger der insgesamt rund hundert auf dem Flughafen gelandeten israelischen Soldaten ums Leben kam. Er ist heute in Israel eine beinahe ins Mythische überhöhte Heldenfigur.  

    Israel
    AbonnierenAbonnieren
«Operation Entebbe»: Wie Jonathan Netanjahu auf einem Terminal in Uganda zum Helden wurde 

Umso peinlicher für den Premier und Bruder des Helden, dass er während der Zeremonie einnickte. Seine Frau Sara bemerkte zwar den Lapsus ihres Gatten und beeilte sich, ihn rasch aus dem Schlummer zu holen – doch da hatte eine Kamera das Geschehen bereits erfasst: 

Schnell fand das Video mit dem schlafenden Bibi – Netanjahu wird in Israel landläufig «Bibi» genannt – seinen Weg in die sozialen Medien, wie die israelische Zeitung «Haaretz» berichtet. Die Kommentare über das Missgeschick des Likud-Premiers waren aber durchaus verständnisvoll: 

Aussöhnung vertiefen

Zum 40. Jahrestag der Operation Entebbe wollen Uganda und Israel ihre inzwischen erreichte Aussöhnung vertiefen. Nach dem Besuch in Kampala wird Netanjahu seine viertägige Afrika-Reise fortsetzen, die er «historisch» nannte. Es ist der erste Besuch eines israelischen Regierungschefs in Afrika seit Jahrzehnten. Weitere Stationen sind Kenia, Ruanda und Äthiopien.

Der Ministerpräsident wird von 80 Geschäftsleuten begleitet, die rund 50 israelische Unternehmen vertreten. Israel will engere politische und wirtschaftliche Verbindungen mit afrikanischen Ländern knüpfen um mehr Unterstützung von ihnen in internationalen Organisationen zu bekommen. Dort ist Israel wegen seiner Palästinenser- und Atompolitik umstritten. Netanjahu zufolge stellt Israel für den Ausbau der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten 13 Millionen Dollar bereit. (dhr/sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mindestens 44 Tote bei Massenpanik auf jüdischem Fest in Israel

Bei einer Massenpanik auf einem jüdischen Fest im Norden Israels sind nach offiziellen Angaben mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Rund 150 weitere wurden nach Angaben der Rettungskräfte in dem Wallfahrtsort Meron verletzt. Ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom sprach am Freitagmorgen von einer «unfassbaren Katastrophe».

Tausende – vor allem Strengreligiöse – hatten auf dem Meron-Berg den jüdischen Feiertag Lag Baomer begangen. Die Behörden hatten die Teilnehmerzahl auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel