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In this taken Monday, Jan. 17, 2011 and  made available Thursday, Feb. 17, 2011, Karima El Mahrough nicknamed Ruby gestures in Milan, Italy. Karima El Mahrough, the Moroccan teenager at the center of a prostitution scandal that has sent Italian Premier Silvio Berlusconi to trial, says she has done nothing wrong and that

Karima El Mahrough, besser bekannt als Ruby am 17. Januar 2011 in Mailand. Bild: AP PRESL

Berlusconi zahlte für Rubys Schweigen drei Millionen Euro – sagt sein Ex-Anwalt



Die Beziehung zwischen dem früheren Regierungschef Silvio Berlusconi und der minderjährigen Marokkanerin Karima el Mahroug alias Ruby sorgt für Aufregung in Italien. Ein Ex-Anwalt Rubys behauptete, Berlusconi habe drei Millionen Euro für Rubys Schweigen gezahlt.

Zwei Millionen Euro habe Rubys Freund Luca Risso kassiert. Da Berlusconi genau gewusst habe, dass Ruby minderjährig gewesen sei, als diese in seiner Residenz in Arcore verkehrte, habe der Ex-Premier den Betrag ohne Protest gezahlt, sagte Rubys früherer Anwalt Egidio Verzini am Dienstag.

Die Zahlung sei von seinem Anwalt Nicolo Ghedini organisiert worden. Dieser habe der heute 26-jährigen Ruby Risso als Freund zur Seite gestellt. Das Geld sei auf ein Bankkonto in Mexiko geflossen.

epa07072430 President of Italian centre-right party Forza Italia (FI) Silvio Berlusconi attends the convention IdeeItalia in Milan, Italy, 05 October 2018.  EPA/MATTEO BAZZI

Musste offenbar tief in die Taschen greifen: Silvio Berlusconi. Bild: EPA/ANSA

Verzini war zwischen Juni und Juli 2011 Anwalt der Marokkanerin. Aus «ethischen Gründen» habe er jetzt beschlossen, die Wahrheit darüber zu erzählen, was sich im Fall Ruby abgespielt habe, auch wenn er mit schweren Folgen rechne, sagte er italienischen Medien am Dienstag.

Prompt kam die Reaktion von Berlusconis Anwalt Ghedini. Die Aussagen Verzinis, der lediglich ein Monat lang Rubys Anwalt gewesen sei, seien haltlos. Ghedini kündigte eine Klage gegen Verzini wegen Verleumdung an.

Berlusconi, der vier Mal das Amt des Ministerpräsidenten in Italien bekleidete, war 2010 angeklagt worden, bei den «Bunga Bunga Partys» Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt zu haben, darunter mit der Tänzerin «Ruby». Er war jedoch von den Vorwürfen in letzter Instanz freigesprochen worden. Derzeit läuft gegen Berlusconi noch ein Prozess wegen Zeugenbestechung im Zusammenhang mit dem Ruby-Fall. (cma/sda/apa)

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