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Daas japanische Atomkraftwerk Ikata im Jahr 2006

Das japanische AKW Ikata im Jaahr 2006.  Bild: Wikimedia

Japan nimmt weiteren Atomreaktor ans Netz



In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war.

Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz. Die grosse Mehrheit der Reaktoren im Land steht jedoch weiter still.

Japan hatte in Folge der Atomkatastrophe in Fukushima 2011 zwischenzeitlich sämtliche Reaktoren heruntergefahren und die Sicherheitsauflagen für Neustarts deutlich verschärft. Zur Zeit des Super-Gaus in Fukushima hatte die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt noch 54 Reaktoren am Netz gehabt.

Nach Angaben von Shikoku Electric wird der Reaktor 3 ab kommenden Dienstag Strom liefern und voraussichtlich am 28. November wieder in vollem Betrieb sein.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte ein Gericht noch auf eine Forderung einer Bürgergruppe hin verfügt, dass der Reaktor abgeschaltet wird. Die Bewohner hatten argumentiert, dass der Betreiber das Risiko durch einen möglichen Ausbruch des 130 Kilometer entfernten Vulkans Aso unterschätzt habe.

Vergangenen Monat hob dasselbe Gericht die Verfügung jedoch wieder auf mit der Begründung, dass es auch bei einem Vulkanausbruch keine Sicherheitsrisiken gebe. (sda/dpa)

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Video: srf/SDA SRF

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • R. Peter 27.10.2018 19:41
    Highlight Highlight Der Ausstieg aus der Kernkraft war ein überhasteter Fehler. Die CO2 freundliche Methode erzeugt viel Strom und die Abwärme liesse sich bestimmt auch noch besser nutzen. Auch das Problem der Endlagerung wird sich mittel- bis langfristig lösen lassen, indem der radioaktive Müll wieder zur Energiegewinnung genutzt wird, auch wenn diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

    Fukushima leidet vor allem unter den Folgen des Tsunamis, weniger unter jenen der Kernschmelze, auch wenn das natürlich ebenfalls eine grössere Katastrophe war/ ist).
    • Klaus07 28.10.2018 10:52
      Highlight Highlight Co2 freundliche Methode?
      Nur wenn man den Bau eines AKW‘s, den Abbau von Uran, den Transport der Brennstäbe, den Abbau eines AKW‘s sowie den Transport und die Entlagerung der Brennstäbe weglässt. Ok Atomstrom ist sauberer als Kohle, aber um das x-fach dreckiger als Wasser- Wind- oder Sonnenenergie.
    • Klaus07 28.10.2018 11:04
      Highlight Highlight Ich bin es nochmals.
      Ihr letzte Satz ist so was von Genial.
      Fukushima leidet unter den Folgen des Tsunamis und weniger unter der Kernschmelze?

      Reaktorblock 3 konnte bis heute nicht betreten werden. Dass kommt sicher von dem vielen Wasser das der Zsunami gebracht hat.
      Zudem stehen rund 1 Million Qubikmeter gefüllte Wassertanks auf dem Gelände. Das enthaltene Wasser ist mit Tritium verseucht. Man weiss bis heute nicht wie damit umzugehen.

      Mir wird es schlecht, wenn ich solch Kommentare wie der ihrige lesen muss. Diese Ignoranz ist einfach zum Kotzen.
  • dmark 27.10.2018 11:52
    Highlight Highlight Ob Japan mittlerweile eine Art Impfstoff gegen Radioaktivität gefunden hat oder sind Japaner schon immun dagegen, weil sie quasi mit der Strahlung aufgewachsen sind?
    Immerhin hat Japan mit die höchste Lebenserwartungen.
    • dmark 27.10.2018 12:54
      Highlight Highlight Hey, Leute überlegt doch mal, anstatt emotionsgeladen blind herum zu blitzen.
      Japan hat zwei Atombomben abbekommen, einen heftigen Reaktorunfall gehabt und dennoch nehmen sie Atomkraftwerke in Betrieb und leben am Längsten. Wie passt das zusammen?
      https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/who-erhebung-japaner-leben-am-laengsten/19815218.html
    • neutrino 27.10.2018 13:22
      Highlight Highlight Rational überlegen, bzw. kurze Recherche hilft: jeder Mensch bspw. der etwas überdurchschnittlich viel fliegt, hat eine höhere Strahlendosis als bspw. ein Bewohner von Tokio.
    • neutrino 27.10.2018 14:55
      Highlight Highlight @dmark: weil Radioaktivität nur genau ein Element ist, das die Lebenserwartung beeinflusst - es gibt noch hundert andere (Übergewicht, Alkohol, Stress, etc.).

      Zudem Radioaktivität gibt es überall - natürliche und nicht-natürliche. In hohen Dosen, weniger hohen Dosen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 27.10.2018 11:52
    Highlight Highlight Japan lebt im Jahr 2050, sorgt sich aber nen Dreck für die Umwelt. Ist eine traurige Wahrheit. Würden sie sich mehr um Nachhaltigkeit kümmern (Siehe Fischerei, ökonomische Energie etc.), dann würden sie locker einen Spitzenreiter in Sachen Vorbildsland darstellen
    • neutrino 27.10.2018 15:03
      Highlight Highlight Quelle? Von den hochindustrialisierten Ländern hat Japan bspw. einer der kleinsten ökologischen Fussabdrücke - kleiner als fast alle europäischen Staaten (inkl. Schweiz), fast halb so viel wie die USA, ein Drittel von Katar, etc.

      https://www.footprintnetwork.org

      Jeder der schon mal in Japan war merkt das auch intuitiv: gute ausgebautes Schienennetz, kleiner Wohnraum pro Kopf, sparsame kleine Autos, etc.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 27.10.2018 16:21
      Highlight Highlight Hmm ich war eben in Tokio. Nun ja, ausser dass sie dauernd den Motor laufen lassen wenn sie was abladen müssen oder warten, alles stets 3x in Plastik verpacken und Tokio leuchtet und strahlt in der Nacht wie 3x Fukushima, könntest vielleicht recht haben. Aber so wirklich könnten ich mir dann das nicht erklären. Da kann noch viel getan werden! Liegt es vielleicht auch daran, dass sie klimatisch begünstigt sind?
    • 3klang 27.10.2018 16:49
      Highlight Highlight Was empfielst du denn Japan? Eine Energiewende a la DE und auf Braunkohle setzen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 27.10.2018 11:51
    Highlight Highlight In einem Land wie Japan ist es unverantwortlich, Kernkraftwerke der Generation II zu betreiben. Ikata-3 ist ein derartiger Reaktor. Er verfügt nicht über umfassend passive Sicherheitselemente, gleich wie Fukushima.

    Wenn man Japan mit Kernkraft versorgen will, sollte man sich spätestens jetzt überlegen, ob man nicht wenigstens Generation III Reaktoren bauen will, sodass ein Unfall wie Fukushima nicht mehr möglich ist. Oder gleich Generation IV- Kugelhaufenreaktoren bauen und Kernschmelzen nachhaltig verhindern, sodass keine Gefährdung von Mensch und Natur mehr in Kauf genommen werden muss...
    • dmark 27.10.2018 12:48
      Highlight Highlight Kugelhaufenreaktoren... Bekommt man die heutzutage denn stabil zum Laufen? Seit damals BBC (heute ABB) aus der Sache ausgestiegen ist, habe ich diese Technik nicht weiter verfolgt.
      Da gab es doch gerne mal Probleme mit Wassereintritt, Gefahr von Bränden bei Sauerstoffzufuhr und Risse in den Graphitummantelungen.
      Gut, das war vor langer Zeit und man hat da sicher heutzutage ganz andere Materialien für.
    • Ökonometriker 27.10.2018 15:10
      Highlight Highlight @dmark: scheint inzwischen zu funktionieren. Deutschland hat ja seine Projekte diesbezüglich nach China verkauft. China pusht die VHTR Technologie, da sie auch Prozesswärme für (indirekte) Wasserstoff-Thermolyse liefern und so die Energie-Unabhängigkeit des Landes fördern kann. Die Experimentalreaktoren laufen inzwischen gut, Ende Jahr geht der erste (200 MW kleine) kommerzielle Reaktor (HDR-PM in Weihai) ans Netz (läuft allerdings erst auf 850°C, zu wenig für die meisten chemischen Prozesse).
      Wenn alles gut läuft, dürfen wir wieder auf eine Welt mit billiger Energie ohne CO2 hoffen.
    • dmark 27.10.2018 20:27
      Highlight Highlight Danke für die Antwort. Das hat mich jetzt neugierig gemacht und werde mich da mal wieder einlesen.
      Diese Technik sollte ja früher - so war es zumindest mal angedacht - für dezentrale Versorgung von Siedlungen eingesetzt werden.

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