DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein chinesischer Bauer erntet Weizen. 
Ein chinesischer Bauer erntet Weizen. Bild: EPA/EPA

«Weltweit höchste Gefahr für menschliches Leben» – Klimawandel bedroht Chinas Landwirte

Lebensbedrohlicher Klimawandel: Die extreme Hitze gefährdet laut Forschern die Kornkammer im Norden Chinas und die 400 Millionen Einwohner des Gebietes. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden die Hitzewellen in der Region unerträglich für Menschen sein, wie Wissenschaftler berichten.
02.08.2018, 16:5502.08.2018, 16:59

In der Region bestehe die «weltweit höchste Gefahr für menschliches Leben» durch die steigenden Temperaturen infolge des Klimawandels, schrieben die Forscher am Mittwoch im Fachmagazin «Nature Communications».

«Dieser Ort wird künftig am schlimmsten von tödlichen Hitzewellen betroffen sein, besonders angesichts des Klimawandels», warnte Elfatih Eltahir vom renommierten Massachussetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Besonders gefährdet sind demnach dutzende Millionen Landwirte, die im Freien arbeiten müssen. In der Region befinden sich aber auch die Hauptstadt Peking und weitere Ballungsgebiete wie Tianjin.

Die Gegend ist den Forschern zufolge besonders durch die Kombination aus hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gefährdet – verschlimmert durch zahlreiche Bewässerungsanlagen. Denn: Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto weniger Hitze hält der menschliche Körper aus.

Emissionen müssen dringend sinken

Den Forschern zufolge muss der Ausstoss von Treibhausgasen weltweit dringend drastisch verringert werden. Gelinge das nicht, werde es besonders für die Bauern in der nordchinesischen Kornkammer zu tödlichen Hitzewellen kommen. Das bevölkerungsreiche China ist aktuell das Land mit den höchsten klimaschädlichen Ausstössen.

In einem Bericht legten US-Forscher erst Anfang der Woche dar, dass es im vergangenen Jahr einen Rekordausstoss von Treibhausgasen gegeben habe. Das im Jahr 2015 geschlossene Pariser Klimaschutzabkommen sieht eigentlich eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Die bisherigen Zusagen und Massnahmen der internationalen Gemeinschaft reichen dazu aber bei weitem nicht aus.

Seit dem Jahr 1970 gibt es in China besonders oft extreme Hitzewellen. Seit 1950 ist die durchschnittliche Temperatur im Land um 1,35 Grad Celsius gestiegen – fast doppelt so stark wie im weltweiten Schnitt. (sda/afp)

Klimawandel und Golfstrom: Fragile Ozeanzirkulation

1 / 14
Klimawandel und Golfstrom: Fragile Ozeanzirkulation
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wenn uns die Erde so behandeln würde wie wir sie

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

[12.03.2018, dhr] Klimaerwärmung

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

US-Kongress wendet drohenden «Shutdown» kurz vor Fristablauf ab

Der US-Kongress hat einen befürchteten «Shutdown» der Regierung ein weiteres Mal kurz vor Fristablauf abgewendet. Repräsentantenhaus und Senat billigten am Donnerstagabend (Ortszeit) eine Übergangsregelung, die einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte verhindert.

Zur Story