International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Dramatik pur: Passagierin filmte Flugzeugabsturz – Black Box gefunden



Nach dem Flugzeugunglück in Mexiko sollen die Flugschreiber der Passagiermaschine Aufschluss über den Unfallhergang geben. Die zwei Aufzeichnungsgeräte seien in akzeptablem Zustand gefunden worden, sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Gerardo Fonseca, im TV.

Ersten Annahmen zufolge war das Flugzeug am Dienstag beim Start im Norden des Landes von einer Windböe erfasst worden. Alle 103 Menschen an Bord der Embraer ERJ-190 überlebten das Unglück im Bundesstaat Durango, allerdings wurden Dutzende von ihnen verletzt – vier sogar schwer.

In this photo released by Red Cross Durango communications office, Red Cross workers and rescue workers carry an injured person on a stretcher, right, as airline workers, left, walk away from the site where an Aeromexico airliner crashed in a field near the airport in Durango, Mexico, Tuesday, July 31, 2018. The jetliner crashed while taking off during a severe storm, smacking down in a field nearly intact then catching fire, and officials said it appeared everyone on board escaped the flames. (Red Cross Durango via AP)

Helfer versorgen die Verletzten in der Nähe der Absturzstelle.  Bild: AP/Red Cross Durango

Ob die Maschine am Flughafen Guadalupe Victoria überhaupt abhob oder schon auf der Startbahn vom Wind erfasst wurde und von dort in ein Feld schleuderte, sei noch nicht geklärt, sagte der Präsident der mexikanischen Pilotenvereinigung, Heriberto Salazar.

Die Flugschreiber könnten diese Frage nun beantworten. Die Geräte zeichnen auf Flügen wichtige Daten wie Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Neigungswinkel der Maschine auf. Das Verkehrsministerium des lateinamerikanischen Landes setzte zudem eine Untersuchungskommission zu dem Vorfall ein.

Auf Twitter kursiert momentan ein Video, welches im Innern des Flugzeugs aufgenommen wurde. Kurz nach dem Start gab es einen heftigen Ruck und es brach Panik aus. Zu sehen ist auch, wie die Menschen sich nach dem Absturz in Sicherheit begeben. 

Die Aufnahmen sind definitiv nichts für schwache Nerven. Leute mit Flugangst sollten sich das nachstehende Video nicht anschauen.

Viele US-Bürger an Bord

An Bord des Flug AM2431 der Airline Aeroméxico von Durango nach Mexiko-Stadt befanden sich mindestens 65 US-Bürger, wie das Konsulat der USA in Monterrey auf Twitter mitteilte. Auch eine Frau aus Kolumbien und ein Spanier seien in dem Flugzeug gewesen, sagte der nationale Leiter des Zivilschutzes, Ricardo de la Cruz Musalem, bei einer Pressekonferenz. Insgesamt befanden sich 99 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord.

Nach dem Unfall brach in der Maschine ein Feuer aus. Passagiere berichteten im mexikanischen Fernsehen, sie seien durch ein Loch in der Aussenwand geklettert, um das Flugzeug zu verlassen. Im Inneren der Maschine habe Chaos geherrscht, weil die Menschen unter Schock standen und nicht wussten, was sie tun sollten, sagte eine Augenzeugin. Die Maschine habe sich langsam mit Rauch gefüllt. «Ich hatte das Glück, das ich mich umdrehen konnte, und da war ein Loch», so die Frau. «Ich habe den Gurt meiner Tochter abgeschnallt und gesagt: Wir gehen dort hinaus und springen.»

Pilot nebelt Passagiere ein

Video: watson/nico franzoni

Piloten fordern neue Vorschriften

Die Pilotenvereinigung Mexikos forderte nach dem Unglück mehr Befugnisse für die Luftfahrtbehörde des Landes. Zudem müssten die veralteten Vorschriften für den Flugverkehr überholt werden, sagte Präsident Salazar dem Radiosender Radio Fórmula. Die Vereinigung habe erst am Tag vor dem Unglück in Durango auf eine Zunahme geringfügiger Unfälle im mexikanischen Luftverkehr hingewiesen.

Nach Angaben der Pilotenvereinigung gab es im vergangenen Jahr 66 geringfügige Unfälle und 173 Zwischenfälle im mexikanischen Luftverkehr. Im Jahr 2018 wurden bisher rund 70 Zwischenfälle registriert. (sda/dpa)

Fachkräftemangel über den Wolken wird zum Problem

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Das berühmte Dorf «Fucking» ändert seinen Namen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mindestens fünf Tote bei Einsturz von illegaler Mine in Ecuador

Beim Einsturz einer Mine in Ecuador sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Eines der Opfer sei minderjährig, teilte der Zivilschutz des südamerikanischen Landes am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. Drei Menschen wurden demnach lebend aus den Trümmern geborgen. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Behörde hatte der Erdrutsch acht Menschen begraben. Zuvor war in Medien von rund 60 Verschütteten die Rede gewesen. Die Suche nach Vermissten wurde zunächst …

Artikel lesen
Link zum Artikel