International
Lateinamerika

Maduro gönnt sich Steak und Zigarre – Venezuela leidet

maduro und saltbae
Nusret «Salt Bae» Gökce und Staatspräsident Nicolas Maduro.Bild: screenshot

Während Venezolaner hungern, gönnt sich Präsident Maduro ein Steak vom Star-Koch

18.09.2018, 16:0118.09.2018, 16:23

Auf dem Rückweg von China machte der venezolanische Staatspräsident einen Boxenstopp in Istanbul. Er besuchte dabei das Luxusrestaurant des Starkochs Nusret Gökce – besser bekannt als «Salt Bae». Gökce postete ein Video davon auf Instagram. Als es in den sozialen Medien Kritik hagelte, löschte er den Beitrag wieder.

Der venezolanische Präsident lässt es sich sichtbar gut gehen. Zuerst kredenzt ihm «Salt Bae» ein grosses Stück Fleisch – nach extravaganter Zubereitungsweise – danach gönnt sich Maduro eine Zigarre. Der Starkoch überreicht dem Staatspräsidenten dabei ein T-Shirt mit einem Aufdruck des viralen Videos.

Zuhause in Venezuela löste das Video Empörung aus. Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Viele Venezolaner müssen Hunger leiden, da zu wenig Nahrungsmittel im Land sind.

Auch der amerikanische Senator Marco Rubio meldet sich via Twitter zu Wort. In einem Tweet bezeichnet er Maduro als einen übergewichtigen Diktator eines Landes, in dem 30% der Leute nur einmal pro Tag essen und Kinder an Unterernährung leiden.

Auch Oppositionspolitiker und Vorsitzender der venezolanischen Nationalversammlung Julio Borges kritisiert Maduro scharf. 

«Während Venezolaner an Hunger leiden und sterben, geniessen Maduro und Cilia eines der teuersten Restaurants der Erde. Bezahlt vom Geld, dass sie dem venezolanischen Volk gestohlen haben.»

(jaw)

Wer ist «Salt Bae»?

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Von der Besetzung bis zur Waffenruhe: Das Leiden der Stadt Oleschky
Oleschky in der Südukraine liegt mitten an der russisch-ukrainischen Front am Fluss Dnipro. Seit 2022 steht die Stadt unter russischer Besatzung und dient als Stellung für russische Angriffe auf die ukrainisch kontrollierte Gebietshauptstadt Cherson.
Oleschky liegt am Südufer des Flusses Dnipro, nur rund neun Kilometer gegenüber liegt die Regionalhauptstadt Cherson der gleichnamigen Oblast. Seit der ukrainischen Rückeroberung Chersons im November 2022 verläuft die Front entlang des Dnipro. Nach ukrainischen Angaben nutzt die russische Armee seitdem Stellungen in Oleschky für Angriffe auf Cherson.
Zur Story